Ulrike Malmendier: Kritik an ihrem Ausscheiden

Ulrike Malmendier schied überraschend aus dem Sachverständigenrat der Bundesregierung aus. Ihr Mandat wurde nicht verlängert, was vom Gremium mit „großer Verwunderung“ aufgenommen wurde. CDU-geführtes Wirtschaftsministerium und Kanzleramt sollen ein Veto eingelegt haben.
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Das überraschende Ausscheiden von Ulrike Malmendier aus dem Sachverständigenrat der Bundesregierung hat Kritik hervorgerufen. Das Gremium selbst reagierte mit „großer Verwunderung“ auf die Entscheidung, ihr Mandat nicht zu verlängern.

Symbolbild zum Thema Ulrike Malmendier
Symbolbild: Ulrike Malmendier (Bild: Picsum)

Hintergrund und Kontext zu Ulrike Malmendier

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, umgangssprachlich auch „Wirtschaftsweise“ genannt, leistet der Bundesregierung eine wichtige Hilfestellung bei der Beurteilung der konjunkturellen Lage. Er besteht aus fünf Mitgliedern, die von der Bundesregierung berufen werden. Die „Wirtschaftsweisen“ erstellen Gutachten und bringen Vorschläge für Reformen ein. Die Berufung von Ulrike Malmendier erfolgte unter dem früheren Grünen-Minister Robert Habeck.

Das Ausscheiden von Ulrike Malmendier aus dem Sachverständigenrat

Wie der Deutschlandfunk berichtete, wurde das Mandat von Ulrike Malmendier bei den sogenannten „Wirtschaftsweisen“ von der Bundesregierung nicht verlängert. Das Gremium selbst reagierte in einer Mitteilung mit „großer Verwunderung“. Man nehme die Entscheidung mit „allergrößtem Bedauern“ zur Kenntnis. Laut Deutschlandfunk sollen das nun CDU-geführte Wirtschaftsministerium sowie das Kanzleramt ein Veto gegen eine Mandatsverlängerung eingelegt haben. (Lesen Sie auch: Spiegel Online: Deutschlands Nachrichten-Riese im Detail)

Kritik und Reaktionen auf die Entscheidung

Das Ausscheiden von Ulrike Malmendier hat nicht nur im Sachverständigenrat selbst für Verwunderung gesorgt. Auch andere Ökonomen und Beobachter äußerten Kritik an der Entscheidung. Die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete, dass die Wirtschaftsweisen ihre Kritik „vorsichtig, aber deutlich genug“ äußerten. Sie teilten der Öffentlichkeit mit, dass sie die frühzeitige Abberufung ihrer Kollegin „mit allergrößtem Bedauern zur Kenntnis“ nehmen – und „mit großer Verwunderung“.

Die Kritik zielt vor allem darauf ab, dass die Entscheidung offenbar politisch motiviert war. Ulrike Malmendier war unter dem Grünen-Minister Habeck berufen worden, während das Wirtschaftsministerium nun von der CDU geführt wird. Es wird befürchtet, dass der Sachverständigenrat durch die Personalentscheidung politisch beeinflusst werden könnte.

Gabriel Felbermayr wird Nachfolger von Ulrike Malmendier

Das Handelsblatt berichtete, dass die Bundesregierung sich auf ein Personalpaket für den Sachverständigenrat geeinigt hat. Demnach soll der Ökonom Gabriel Felbermayr in Deutschlands oberstes Beratungsgremium für Wirtschaftspolitik einziehen. Er rückt auf den Posten der ausgeschiedenen Ulrike Malmendier. Außerdem hat die Regierung offenbar vereinbart, dass die Amtszeit von Veronika Grimm, die im Frühjahr 2027 ausläuft, nicht verlängert wird. (Lesen Sie auch: Spiegel Online: News, Fakten & die Marke…)

Felbermayr ist Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) und gilt als Experte für Handels- und Geoökonomie. Der Österreicher führte zuvor das Kiel-Institut für Weltwirtschaft. Laut Handelsblatt ist Felbermayr ein Verfechter des Freihandels und warnt immer wieder vor Protektionismus.

Was bedeutet das Ausscheiden von Ulrike Malmendier für den Sachverständigenrat?

Das Ausscheiden von Ulrike Malmendier und die Berufung von Gabriel Felbermayr bedeuten einen Wechsel in der Zusammensetzung und Ausrichtung des Sachverständigenrates.Die Befürchtungen einer Politisierung des Sachverständigenrates könnten sich bewahrheiten, wenn die neuen Mitglieder stärker nach politischen als nach fachlichen Kriterien ausgewählt wurden.

Die Unabhängigkeit des Sachverständigenrates ist jedoch von großer Bedeutung für seine Glaubwürdigkeit und Akzeptanz. Nur wenn das Gremium frei von politischen Einflüssen agieren kann, kann es die Bundesregierung objektiv und fundiert beraten. (Lesen Sie auch: Mavericks – Thunder: schlagen: Gilgeous-Alexander schreibt)

Die Aufgaben des Sachverständigenrates

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die Aufgabe, die Bundesregierung in Fragen der Wirtschaftspolitik zu beraten. Er analysiert die aktuelle wirtschaftliche Lage, erstellt Prognosen und gibt Empfehlungen für die zukünftige Wirtschaftspolitik. Die Gutachten des Sachverständigenrates dienen als wichtige Grundlage für die Entscheidungen der Bundesregierung.

Detailansicht: Ulrike Malmendier
Symbolbild: Ulrike Malmendier (Bild: Picsum)

Die Mitglieder des Sachverständigenrates sind unabhängige Experten aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Soziologie und Rechtswissenschaften. Sie werden von der Bundesregierung für eine Amtszeit von fünf Jahren berufen. Der Sachverständigenrat tagt regelmäßig und veröffentlicht seine Gutachten in der Regel einmal jährlich.

Die Arbeit des Sachverständigenrates ist von großer Bedeutung für die Stabilität und Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Seine Empfehlungen tragen dazu bei, dass die Bundesregierung die richtigen Entscheidungen trifft und die Wirtschaftspolitik auf eine solide Grundlage stellt. Weitere Informationen zur Arbeit des Sachverständigenrates finden Sie auf der offiziellen Webseite. (Lesen Sie auch: Ölpreise steigen nach Angriffen in Straße von…)

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FAQ zu Ulrike Malmendier und dem Sachverständigenrat

Aktuelle Mitglieder des Sachverständigenrates (Stand: 2. März 2026)

Name Position
Veronika Grimm Mitglied
Gabriel Felbermayr Mitglied (ab 2026)
[Weitere Mitglieder] [Position]

Hinweis: Die Tabelle ist möglicherweise unvollständig, da nicht alle aktuellen Mitglieder in den Quellen genannt werden.

Illustration zu Ulrike Malmendier
Symbolbild: Ulrike Malmendier (Bild: Picsum)
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