Der Gotthardpass ist seit dem 9. Mai 2026 wieder für den Verkehr geöffnet. Dies gab das Bundesamt für Strassen (Astra) bekannt. Die vorzeitige Öffnung soll Reisende entlasten, dennoch wird vor erheblichen Staus an den kommenden Auffahrtstagen gewarnt.

Frühe Öffnung des Gotthardpasses als Entlastung
Die Gotthard-Passstrasse ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in der Schweiz. Normalerweise ist sie über die Wintermonate gesperrt. Die frühe Öffnung im Jahr 2026 ist auf die geringen Schneemengen und den zügigen Fortschritt der Räumungsarbeiten zurückzuführen. Laut SRF steht die Passstrasse somit für die verkehrsintensive Reisezeit an Auffahrt und Pfingsten als Entlastung der A2 Nord-Süd-Achse zur Verfügung.
Mit der Öffnung der Passstrasse wird auch die saisonale Verlängerung der Ausfahrt A2 Göschenen wieder in Betrieb genommen. Diese Maßnahme soll die Gemeinde Göschenen vor Ausweichverkehr schützen. Zusätzlich wird am Südportal des Gotthard-Strassentunnels die Sonderfahrspur Airolo/Pässe Cupra (Corsia uscita preferenziale Airolo/Passi) zur Verfügung stehen. (Lesen Sie auch: Harald Vilimsky: EU-Ausschuss stimmt für Aufhebung)
Stauprognosen und Alternativen zum Gotthardpass
Trotz der Öffnung des Gotthardpasses und weiterer Entlastungsmaßnahmen warnt der TCS (Touring Club Schweiz) vor erheblichen Staus. Insbesondere am 13. und 14. Mai 2026 sollen Autofahrer mit Wartezeiten von bis zu vier Stunden rechnen müssen, wie 20 Minuten berichtet. Auch auf der A13 Richtung Graubünden, der Axenstrasse sowie den Verladestationen Vereina, Furka und Lötschberg wird mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet.
Das Astra rät Reisenden, bei Stau auf der Autobahn zu bleiben und Ausweichverkehr über Nebenstrassen zu vermeiden. Dies soll die Ortschaften entlang der Nationalstrassen vor zusätzlichem Durchgangsverkehr schützen. Als Alternative zur Fahrt mit dem Auto empfiehlt die SBB die Nutzung des Zugverkehrs. Sie verstärkt ihr Angebot mit 58 Extrazügen und über 130’000 zusätzlichen Sitzplätzen.
Auswirkungen auf den regionalen Verkehr
Die Öffnung des Gotthardpasses hat nicht nur Auswirkungen auf den überregionalen Reiseverkehr, sondern auch auf die umliegenden Gemeinden. Die verlängerte Ausfahrtsspur bei Göschenen soll verhindern, dass der Ausweichverkehr die Gemeinde zusätzlich belastet. (Lesen Sie auch: Liga für Menschenrechte feiert großes Jubiläum in…)
Auch die Sonderfahrspur am Südportal des Gotthardtunnels soll dazu beitragen, den Verkehrsfluss zu verbessern. Diese Spur ermöglicht es Reisenden, die über den Gotthardpass oder andere Pässe fahren möchten, den Stau vor dem Tunnel zu umfahren.
Der Gotthardpass: Bedeutung und Geschichte
Der Gotthardpass ist einer der wichtigsten Alpenpässe und verbindet die Deutschschweiz mit der italienischen Schweiz. Seine strategische Bedeutung reicht bis in die Römerzeit zurück. Im Mittelalter entwickelte sich der Pass zu einer wichtigen Handelsroute. Der Bau der ersten befahrbaren Strasse über den Gotthard im 19. Jahrhundert revolutionierte den alpenquerenden Verkehr. Die Eröffnung des Gotthardtunnels im Jahr 1882 und des Gotthard-Strassentunnels im Jahr 1980 entlasteten die Passstrasse erheblich, dennoch bleibt sie besonders für den Tourismus von Bedeutung. Mehr Informationen zur Geschichte des Passes finden sich auf der offiziellen Tourismusseite von Schweiz Tourismus.
Was bedeutet die frühe Öffnung des Gotthardpasses?
Die frühe Öffnung des Gotthardpasses ist ein positives Signal für den Tourismus in der Region. Sie ermöglicht es Reisenden, die malerische Passstrasse zu befahren und die Alpenlandschaft zu genießen. Gleichzeitig zeigt sie, dass die Infrastruktur in der Schweiz auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktioniert. Allerdings müssen sich Reisende auf Staus und Verkehrsbehinderungen einstellen, insbesondere an den kommenden Feiertagen. Es empfiehlt sich, alternative Reiserouten oder Verkehrsmittel in Betracht zu ziehen. (Lesen Sie auch: Thomas Prantner: ORF-Stiftungsrat tritt nach Vorwürfen)

Verkehrsdaten und Prognosen im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Staustunden am Gotthard während der Auffahrtstage (Quelle: TCS, Stand 5. Mai 2026):
| Datum | Erwartete Staustunden |
|---|---|
| 13. Mai 2026 | 2.5 Stunden |
| 14. Mai 2026 | 4 Stunden |
Diese Prognosen sind jedoch Schätzungen und können je nach tatsächlichem Verkehrsaufkommen variieren. Es ist ratsam, sich vor Reiseantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.
Häufig gestellte Fragen zum Gotthardpass
Häufig gestellte Fragen zu gotthardpass
Wann wurde der Gotthardpass im Jahr 2026 eröffnet?
Der Gotthardpass wurde im Jahr 2026 am 9. Mai für den Verkehr freigegeben. Dies ist früher als in den Vorjahren, da die Schneemengen gering waren und die Räumungsarbeiten zügig voranschritten. Die frühe Öffnung soll zur Entlastung der A2 während der Reisezeit an Auffahrt und Pfingsten beitragen. (Lesen Sie auch: Atzenbrugg: Zweites Todesopfer nach schwerem Verkehrsunfall)
Welche Auswirkungen hat die Öffnung auf den Verkehr rund um den Gotthard?
Die Öffnung des Gotthardpasses soll die A2 entlasten, jedoch wird trotzdem mit Staus gerechnet. Der TCS warnt vor Wartezeiten von bis zu vier Stunden an den Auffahrtstagen. Reisende sollten alternative Routen oder die Bahn in Betracht ziehen, um den Staus zu entgehen.
Welche Alternativen gibt es zur Fahrt über den Gotthardpass?
Als Alternative zum Gotthardpass können Reisende den Gotthardtunnel nutzen, obwohl dort ebenfalls mit Staus zu rechnen ist. Zudem bieten sich die A13 Richtung Graubünden, die Axenstrasse sowie die Verladestationen Vereina, Furka und Lötschberg als Ausweichrouten an. Die SBB verstärkt zudem ihr Angebot mit zusätzlichen Zügen.
Warum wird der Gotthardpass im Winter gesperrt?
Der Gotthardpass wird aufgrund der starken Schneefälle und der damit verbundenen Lawinengefahr im Winter gesperrt. Die Sicherheit der Reisenden hat oberste Priorität. Die Passstrasse ist in dieser Zeit schwer passierbar und die Räumungsarbeiten sind aufwendig und gefährlich.
Welche Bedeutung hat der Gotthardpass für die Schweiz?
Der Gotthardpass ist eine historische und strategisch wichtige Verbindung zwischen der Deutschschweiz und der italienischen Schweiz. Er hat eine lange Tradition als Handelsroute und ist auch heute noch von großer Bedeutung für den Tourismus. Der Pass prägt die Identität der Region und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
