Weltweit sind schätzungsweise neun Millionen Tierarten existent, doch nur etwa 1,8 Millionen davon sind wissenschaftlich beschrieben. Viele Seltene Tierarten leben in schwer zugänglichen Regionen oder sterben aus, bevor sie entdeckt werden. Das Artensterben hat sich in den letzten Jahrzehnten durch menschlichen Einfluss beschleunigt.

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Kernpunkte
- Schätzungsweise 9 Millionen Tierarten existieren weltweit, aber nur 1,8 Millionen sind wissenschaftlich erfasst.
- Viele seltene Tierarten leben in abgelegenen Gebieten wie dem Amazonas oder tiefen Ozeanen.
- Das Artensterben hat sich durch menschliche Aktivitäten wie Klimawandel und Umweltverschmutzung beschleunigt.
- Die Rote Liste der IUCN erfasst 150.000 Arten, von denen über 42.100 als bedroht gelten.
Warum sind so viele Tierarten noch unentdeckt?
Ein Großteil der Tierarten ist der Wissenschaft noch unbekannt, da sie in entlegenen Gebieten wie den Baumwipfeln des Amazonas, den Tiefen der Ozeane oder schwer zugänglichen Bergregionen leben. Viele Arten sterben aus, bevor sie überhaupt entdeckt werden können. Jährlich werden jedoch bei Forschungsexpeditionen zwischen 15.000 und 18.000 neue Pflanzen- und Tierarten entdeckt.
Wie viele Tierarten werden jährlich neu entdeckt?
Bei Forschungsexpeditionen werden jährlich zwischen 15.000 und 18.000 neue Pflanzen- und Tierarten entdeckt. Diese Entdeckungen tragen dazu bei, unser Verständnis der Biodiversität zu erweitern und den Schutz gefährdeter Arten zu verbessern.
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) erfasst in ihrer Roten Liste 150.000 Arten, von denen 42.100 als bedroht eingestuft werden. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität zu ergreifen. (Lesen Sie auch: Fugensand gegen Unkraut: So bleibt Ihr Pflaster…)
Das Ausmaß des Artensterbens
Die Welt befindet sich im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit, wie der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) im März 2022 meldete. Dieses alarmierende Tempo des Artenverlusts wird hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht, darunter die Zerstörung von Lebensräumen, die Verschmutzung der Umwelt und der Klimawandel. Der Verlust der Biodiversität hat weitreichende Folgen für Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft.
Ein Bericht des WWF aus dem Jahr 2020 zeigt, dass die Populationen von Wildtieren in den letzten 50 Jahren um durchschnittlich 68 % zurückgegangen sind. Dieser Rückgang betrifft sowohl Land- als auch Meerestiere und verdeutlicht die Notwendigkeit dringender Schutzmaßnahmen.
Die Rote Liste der bedrohten Arten
Die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist ein umfassendes Verzeichnis des Gefährdungsstatus von Tier- und Pflanzenarten. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und bietet eine Grundlage für Naturschutzbemühungen weltweit. Laut der IUCN sind über 1.550 der 17.903 untersuchten Meerestiere und -pflanzen bedroht, was vor allem auf die Klimakrise zurückzuführen ist. Aber auch illegale Fischerei, Meeresverschmutzung und Überfischung stellen eine Bedrohung dar.
Wie Stern berichtet, werden in der Roten Liste 150.000 Arten erfasst, von denen 42.100 Arten als bedroht eingestuft werden. (Lesen Sie auch: Skeets der Woche: Lustige Einblicke in den…)
Das Aussterben von Tieren ist ein natürlicher Prozess, der jedoch in den letzten Jahrzehnten durch den Einfluss der Menschen beschleunigt wurde. Natürliche Aussterbeereignisse dauern oft über geologische Zeiträume, während das derzeitige Artensterben sich innerhalb von Jahrzehnten oder Jahrhunderten vollzieht.
Die Rolle des Klimawandels
Der Klimawandel spielt eine entscheidende Rolle beim Verlust der Biodiversität. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und häufigere Extremwetterereignisse beeinträchtigen die Lebensräume vieler Tierarten. Meerestiere sind besonders gefährdet, da die Ozeane sich erwärmen und versauern, was zu Korallenbleiche und dem Verlust wichtiger Nahrungsquellen führt.
Laut einer Studie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sind viele Seltene Tierarten nicht in der Lage, sich schnell genug an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen, was zu einem Rückgang ihrer Populationen führt.
Wie wirkt sich die Klimakrise konkret auf Meerestiere aus?
Die Klimakrise führt zur Erwärmung und Versauerung der Ozeane, was Korallenbleiche verursacht und wichtige Nahrungsquellen für Meerestiere zerstört. Dies bedroht das Überleben vieler Arten, darunter Fische, Meeressäuger und wirbellose Tiere. (Lesen Sie auch: Affäre Verheirateter Mann: Was Tun, wenn es…)
Weitere Bedrohungen für die Biodiversität
Neben dem Klimawandel tragen auch andere Faktoren zum Artensterben bei. Die Zerstörung von Lebensräumen durch Abholzung, Landwirtschaft und Urbanisierung ist eine der Hauptursachen für den Verlust der Biodiversität. Die Verschmutzung der Umwelt durch Pestizide, Chemikalien und Plastikmüll beeinträchtigt die Gesundheit von Tieren und Ökosystemen. Auch die illegale Jagd und der Handel mit Wildtieren stellen eine erhebliche Bedrohung dar.

Die Überfischung der Meere hat dazu geführt, dass viele Fischbestände stark dezimiert sind, was sich negativ auf die gesamte marine Nahrungskette auswirkt. Der Einsatz von zerstörerischen Fangmethoden wie Schleppnetzen schädigt zudem die Meeresböden und zerstört wichtige Lebensräume.
Maßnahmen zum Schutz seltener Tierarten
Um das Artensterben zu stoppen und die Biodiversität zu erhalten, sind umfassende Maßnahmen erforderlich. Der Schutz und die Wiederherstellung von Lebensräumen sind von entscheidender Bedeutung. Dies umfasst die Ausweisung von Schutzgebieten, die Renaturierung von Flüssen und Mooren sowie die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Die Reduzierung der Umweltverschmutzung und die Bekämpfung des Klimawandels sind ebenfalls unerlässlich.
Internationale Abkommen und Gesetze spielen eine wichtige Rolle beim Schutz gefährdeter Arten. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) regelt den Handel mit gefährdeten Arten und soll deren Ausbeutung verhindern. Die Europäische Union hat mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ein Netzwerk von Schutzgebieten (Natura 2000) geschaffen, um die biologische Vielfalt in Europa zu erhalten. (Lesen Sie auch: Tongranulat Zimmerpflanzen: Vorteile und Tipps für Gesunde…)
Die Bedeutung des Artenschutzes für die Zukunft
Der Schutz seltener Tierarten ist nicht nur eine Frage des Naturschutzes, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Die Biodiversität ist die Grundlage für viele Ökosystemleistungen, die für das menschliche Wohlergehen unerlässlich sind. Dazu gehören die Bestäubung von Nutzpflanzen, die Reinigung von Wasser und Luft, die Regulierung des Klimas und die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Medikamenten. Der Verlust der Biodiversität gefährdet diese Leistungen und kann zu schwerwiegenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen führen.
Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass wir uns für den Schutz der Biodiversität einsetzen und nachhaltige Lebensweisen fördern. Nur so können wir sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen von der Vielfalt und den Leistungen der Natur profitieren können.




