Eine faszinierende Frage beschäftigt Himmelsbeobachter in der DACH-Region: Sind Polarlichter heute, am 19.03.2026, über Deutschland, Österreich und der Schweiz sichtbar? Aufgrund der erhöhten Sonnenaktivität im aktuellen Sonnenzyklus gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Sichtungen bis in unsere Breitengrade. Allerdings sind die Bedingungen für die heutige Nacht eher ungünstig.
Polarlichter, auch Aurora borealis genannt, sind ein beeindruckendes Naturphänomen, das durch Sonnenstürme entsteht. Wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne auf das Magnetfeld der Erde treffen, werden sie zu den Polen gelenkt und bringen Gasteilchen in der Atmosphäre zum Leuchten. Für eine Sichtung in Mitteleuropa sind jedoch starke geomagnetische Stürme notwendig.
Aktuelle Vorhersage für heute Nacht
Für die Nacht vom 19. auf den 20. März 2026 sind die Rahmenbedingungen für die Beobachtung von Polarlichtern in Deutschland, Österreich und der Schweiz schlecht. Experten erwarten sichtbare Polarlichter erst deutlich weiter nördlich, etwa ab dem 57. Breitengrad. Obwohl ein geomagnetischer Kp-Index von bis zu 6,3 prognostiziert wird, was auf eine erhöhte Aktivität hindeutet, reicht dies voraussichtlich nicht für eine Sichtung in unseren Breiten aus. Das US-amerikanische Space Weather Prediction Center (SWPC) der NOAA hat eine G2-Sturm-Warnung (moderat) für den 19. bis 21. März herausgegeben, was auf mögliche koronale Massenauswürfe (CMEs) zurückzuführen ist. Dennoch bleibt die Wahrscheinlichkeit für Sichtungen in der DACH-Region sehr gering.
Was sind Polarlichter und wie entstehen sie?
Polarlichter sind ein faszinierendes Ergebnis der Interaktion zwischen der Sonne und der Erde. Die Sonne schleudert kontinuierlich einen Strom geladener Teilchen, den sogenannten Sonnenwind, ins All. Trifft dieser Sonnenwind auf das Erdmagnetfeld, werden die Teilchen (Elektronen und Protonen) in Richtung der Pole abgelenkt. Dort dringen sie in die obere Atmosphäre ein und kollidieren mit Gasatomen, hauptsächlich Sauerstoff und Stickstoff. Diese Kollisionen regen die Atome an, die ihre überschüssige Energie in Form von Licht abgeben – wir sehen die tanzenden Polarlichter. Die Farbe der Lichter hängt dabei von der Art des Gases und der Höhe der Kollision ab. Sauerstoff erzeugt meist grüne und rote Farbtöne, während Stickstoff für blaue und violette Lichter verantwortlich ist.
Der KP-Index: Schlüssel zur Polarlicht-Sichtung
Der planetarische Kennziffer, oder KP-Index, ist eine Skala von 0 bis 9, die die globale geomagnetische Aktivität misst. Er ist der wichtigste Indikator, um die Chance auf Polarlichter heute abzuschätzen. Ein Wert von 0 bis 3 bedeutet eine ruhige Aktivität, während Werte ab 5 als geomagnetischer Sturm gelten. Für eine Sichtbarkeit in Deutschland sind in der Regel KP-Werte von 7 oder höher erforderlich. Obwohl für heute Nacht ein Wert von bis zu 6,3 vorhergesagt wird, ist die Sichtbarkeitslinie meist noch zu weit nördlich. Interessierte können den aktuellen KP-Index bei Diensten wie dem GFZ Helmholtz-Zentrum Potsdam verfolgen. Die erhöhte Sonnenaktivität, die sich dem Maximum ihres etwa 11-jährigen Zyklus nähert, erhöht jedoch prinzipiell die Häufigkeit starker Sonnenstürme und damit auch die Chance auf Polarlichter in unseren Breiten.
Wetterbedingungen: Klare Sicht ist entscheidend
Neben einer hohen geomagnetischen Aktivität ist ein klarer Himmel die Grundvoraussetzung, um Polarlichter sehen zu können. Eine dichte Wolkendecke macht jede Beobachtung unmöglich. Für die kommende Nacht meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Norden und Nordosten zunehmende Bewölkung, während es im Süden oft noch klar bleibt. Im Norden kann es sogar zu leichtem Regen kommen. Daher sind die Wetteraussichten für eine potenzielle Polarlichtjagd heute Nacht leider nicht optimal. Zudem kann es in Schleswig-Holstein zu Nebelbildung kommen. Ein Blick auf das aktuelle Wolkenradar ist vor einer Beobachtung also unerlässlich.
Tipps zur Beobachtung von Polarlichtern heute
Auch wenn die Chancen auf Polarlichter heute gering sind, lohnt es sich, für zukünftige Ereignisse vorbereitet zu sein. Hier sind die wichtigsten Tipps:
- Dunklen Ort wählen: Suchen Sie einen Ort mit möglichst wenig Lichtverschmutzung auf, weit entfernt von Städten. Ländliche Regionen, Berge oder Küstenabschnitte sind ideal.
- Freie Sicht nach Norden: Polarlichter erscheinen in Deutschland meist tief am nördlichen Horizont. Sorgen Sie für eine freie Sicht ohne hohe Gebäude oder Bäume.
- Geduld mitbringen: Geben Sie Ihren Augen mindestens 15-20 Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Polarlichter können plötzlich erscheinen und wieder verschwinden.
- Warm anziehen: Die Nächte, insbesondere im März, sind kalt. Ausreichend warme Kleidung ist für eine längere Beobachtung unerlässlich.
- Apps nutzen: Es gibt zahlreiche Apps (z.B. „Meine Polarlicht-Vorhersage“), die Alarm schlagen, wenn die Wahrscheinlichkeit für Sichtungen steigt.
Die aktuellen Entwicklungen im Weltraumwetter können eine entscheidende Rolle spielen. Manchmal können unvorhergesehene Sonnenstürme die Lage schnell ändern, weshalb es sich lohnt, informiert zu bleiben, auch wenn es um Themen wie die Auswirkungen von geopolitischen Ereignissen auf die Börse geht.
Fotografie-Tipps: Die Aurora mit dem Handy einfangen
Moderne Smartphones sind erstaunlich gut in der Lage, Polarlichter zu fotografieren. Mit den richtigen Einstellungen gelingen beeindruckende Aufnahmen:
- Nachtmodus verwenden: Fast alle aktuellen Handys haben einen speziellen Nachtmodus, der die Belichtungszeit automatisch verlängert.
- Stativ nutzen: Für lange Belichtungszeiten ist ein Stativ unerlässlich, um verwackelte Bilder zu vermeiden. Alternativ kann das Handy auf eine stabile Oberfläche gelegt werden.
- Manueller Modus (Pro-Modus): Falls vorhanden, nutzen Sie den manuellen Modus. Stellen Sie eine lange Belichtungszeit (5-30 Sekunden), einen hohen ISO-Wert (z.B. 1600-3200) und den Fokus auf unendlich (∞).
- Selbstauslöser: Verwenden Sie den Selbstauslöser (2-10 Sekunden), um Verwacklungen durch das Tippen auf den Auslöser zu verhindern.
- RAW-Format: Fotografieren Sie im RAW-Format, falls Ihr Handy dies unterstützt. Dies ermöglicht eine bessere Nachbearbeitung der Bilder.
Diese fotografischen Fähigkeiten können auch nützlich sein, um andere spannende Momente festzuhalten, wie zum Beispiel die neuesten Entwicklungen rund um den Gesundheitszustand von Patrice Aminati.
Vorhersage der geomagnetischen Aktivität (KP-Index)
| Zeitraum (UTC) | Prognostizierter KP-Index | Sturm-Level |
|---|---|---|
| 19.03.2026 18:00 – 21:00 | 5 | G1 (Schwach) |
| 19.03.2026 21:00 – 00:00 | 6 | G2 (Moderat) |
| 20.03.2026 00:00 – 03:00 | 6 | G2 (Moderat) |
| 20.03.2026 03:00 – 06:00 | 5 | G1 (Schwach) |
Quelle: Angepasste Daten basierend auf NOAA SWPC Vorhersagen, Stand 19.03.2026. Beachten Sie, dass dies Prognosen sind und sich die tatsächlichen Werte ändern können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Kann man heute Nacht Polarlichter in Deutschland sehen?
- Die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2026 in Deutschland zu sehen, ist sehr gering. Die Vorhersagen deuten darauf hin, dass die Aktivität nicht stark genug für unsere Breitengrade ist.
- Was ist der KP-Index und wie hoch muss er sein?
- Der KP-Index misst die geomagnetische Aktivität auf einer Skala von 0 bis 9. Für eine Polarlichtsichtung in Deutschland ist in der Regel ein KP-Index von 7 oder höher notwendig. Für heute Nacht wird ein Maximum von etwa 6 erwartet.
- Wo hat man die besten Chancen auf Polarlichter in Deutschland?
- Generell sind die Chancen im Norden Deutschlands am höchsten, insbesondere an der Küste von Nord- und Ostsee. Wichtig ist ein dunkler Ort mit wenig Lichtverschmutzung und freier Sicht nach Norden.
- Welche Jahreszeit ist am besten für die Polarlichtbeobachtung?
- Die besten Monate sind von September bis März, da die Nächte lang und dunkel sind. Insbesondere die Zeit um die Tagundnachtgleichen im September und März gilt als besonders aktiv.
- Brauche ich eine spezielle Kamera für Polarlicht-Fotos?
- Nicht unbedingt. Moderne Smartphones mit einem guten Nacht- oder Pro-Modus können bereits beeindruckende Fotos machen. Eine Kamera mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten und ein Stativ sind jedoch von Vorteil, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Fazit: Geduld ist gefragt
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Chancen, Polarlichter heute in der DACH-Region zu beobachten, verschwindend gering sind. Trotz einer moderaten geomagnetischen Störung und eines erhöhten KP-Index reicht die Intensität voraussichtlich nicht für eine Sichtbarkeit in unseren Breiten aus. Zudem erschwert die teils dichte Bewölkung die Bedingungen zusätzlich. Dennoch leben wir in einer Phase erhöhter Sonnenaktivität, die uns in den kommenden Monaten sicherlich noch die eine oder andere Gelegenheit für dieses Himmelsspektakel bieten wird. Es gilt also, die Vorhersagen im Auge zu behalten und auf die perfekte Kombination aus starkem Sonnensturm und klarem Himmel zu hoffen.