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Peter Falk war ein US-amerikanischer Schauspieler, der am 27. Februar 2026 unvergessen bleibt, insbesondere durch seine Paraderolle als Inspektor Columbo. Weltweit bekannt wurde er durch den zerknitterten Trenchcoat und die ikonische Phrase „Ich hätte da noch eine Frage…“. Falk starb am 23. Juni 2011 an den Folgen einer Lungenentzündung als Komplikation seiner Alzheimer-Erkrankung. Sein charakteristisches Aussehen wurde durch ein Glasauge geprägt, das er seit seiner Kindheit trug.
Das Wichtigste in Kürze
- Weltruhm als Columbo: Peter Falk spielte den unkonventionellen Inspektor Columbo in 69 Episoden von 1968 bis 2003 und gewann dafür vier Emmys und einen Golden Globe.
- Früher Schicksalsschlag: Im Alter von drei Jahren wurde ihm wegen eines Tumors das rechte Auge entfernt, welches durch ein Glasauge ersetzt wurde. Dies prägte seinen unverwechselbaren Blick.
- Vielseitige Karriere: Neben Columbo spielte Falk in zahlreichen Kinofilmen wie „Der Himmel über Berlin“ (1987) von Wim Wenders und erhielt zwei Oscar-Nominierungen.
- Krankheit und Tod: Falk litt in seinen letzten Jahren an Alzheimer und Demenz. Er verstarb am 23. Juni 2011 im Alter von 83 Jahren.
- Privatleben: Er war zweimal verheiratet, zuletzt mit der Schauspielerin Shera Danese, und hatte zwei adoptierte Töchter aus erster Ehe.
Für Millionen von Fernsehzuschauern ist Peter Falk auch am 27.02.2026 untrennbar mit einem beigefarbenen Trenchcoat, einem zerbeulten Peugeot 403 und der hartnäckigen Frage „Eine Frage hätte ich da noch…“ verbunden. Als Inspektor Columbo schrieb er Fernsehgeschichte und wurde zu einer Kultfigur, die Generationen begeistert. Doch hinter dem schrulligen Charakter steckte ein vielseitiger und hochgelobter Schauspieler, dessen Leben von frühen Schicksalsschlägen, großen Erfolgen und einem tragischen Kampf gegen das Vergessen geprägt war.
Wer war Peter Falk wirklich?
Peter Michael Falk wurde am 16. September 1927 in New York City geboren. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, er sei italienischer Abstammung – ein Irrtum, der durch seine Rolle als Columbo genährt wurde –, lagen seine Wurzeln in Osteuropa. Seine Mutter stammte aus Russland, sein Vater aus Polen; beide waren jüdischen Glaubens, betrieben jedoch ein Bekleidungsgeschäft und waren nicht streng religiös. Falks Weg zur Schauspielerei war keineswegs geradlinig. Nach der High School und einer Zeit bei der Handelsmarine als Koch schloss er ein Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaften ab. Er arbeitete sogar eine Zeit lang für eine Finanzbehörde in Connecticut, bevor er seiner wahren Leidenschaft folgte und Schauspielunterricht nahm.
Columbo: Die Rolle seines Lebens für Peter Falk
Die Rolle des Lieutenant Columbo war für Peter Falk Fluch und Segen zugleich. Ab 1968 verkörperte er den unkonventionellen Ermittler des Los Angeles Police Department in insgesamt 69 Folgen, die bis 2003 ausgestrahlt wurden. Das Besondere an der Serie war das „umgekehrte Whodunit“-Prinzip: Die Zuschauer wussten von Anfang an, wer der Mörder war. Die Spannung lag darin, Columbo dabei zu beobachten, wie er den Täter mit seiner scheinbar schusseligen Art und seinen bohrenden Fragen zur Strecke brachte. Sein zerknitterter Regenmantel, den Falk selbst zu den Dreharbeiten mitbrachte, wurde zum Markenzeichen. Für seine Darstellung erhielt er vier Emmy Awards und einen Golden Globe, was seinen Status als Fernsehikone zementierte.
Das Geheimnis um Peter Falks Glasauge
Ein wesentliches Merkmal, das das Aussehen von Peter Falk prägte, war sein Glasauge. Im Alter von nur drei Jahren wurde bei ihm ein Retinoblastom, ein bösartiger Augentumor, diagnostiziert. Das rechte Auge musste daraufhin operativ entfernt und durch eine Prothese ersetzt werden. Dieser Umstand, der ihm in jungen Jahren zunächst Selbstzweifel bereitete, wurde später zu seinem Markenzeichen. Sein leicht schielender, von unten nach oben gerichteter Blick verlieh ihm eine einzigartige Leinwandpräsenz. Zu Beginn seiner Karriere war das Glasauge jedoch ein Hindernis. Ein Studioleiter soll ihm eine Rolle mit den Worten verwehrt haben: „Für dieselbe Gage bekomme ich einen Schauspieler mit zwei Augen.“
Karriere jenseits des Trenchcoats
Obwohl Columbo seine bekannteste Rolle war, wäre es falsch, Peter Falk darauf zu reduzieren. Er war ein anerkannter Charakterdarsteller, der auch auf der Kinoleinwand große Erfolge feierte. Bereits 1960 und 1961 erhielt er zwei Oscar-Nominierungen als bester Nebendarsteller für die Filme „Unterwelt“ (Murder, Inc.) und „Die unteren Zehntausend“. Er arbeitete mit renommierten Regisseuren wie seinem Freund John Cassavetes in Filmen wie „Eine Frau unter Einfluß“ (1974) und mit Wim Wenders. In Wenders‘ Meisterwerk „Der Himmel über Berlin“ (1987) spielte er sich selbst und wurde auch in Deutschland von Passanten als „Inspektor Columbo“ angesprochen. Diese Rolle zeigte eindrucksvoll seine Fähigkeit, zwischen ernsten und komödiantischen Charakteren zu wechseln. Viele seiner Fans erinnern sich auch an seine Rolle in der Kult-Komödie „Eine total, total verrückte Welt“.
Die letzten Jahre: Peter Falks Kampf gegen Alzheimer
Die letzten Lebensjahre von Peter Falk waren von seiner Alzheimer-Erkrankung überschattet. Die Diagnose wurde 2007 öffentlich bekannt. Sein Zustand verschlechterte sich rapide, und es wurde berichtet, dass er sich am Ende nicht einmal mehr an seine Paraderolle als Columbo erinnern konnte. Die Krankheit führte auch zu einem öffentlichen Streit zwischen seiner zweiten Ehefrau Shera Danese und seiner Adoptivtochter Catherine um die Vormundschaft. Das Gericht übertrug schließlich Shera Danese die Verantwortung für den schwer kranken Schauspieler. Peter Falk verstarb am 23. Juni 2011 im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills. Als offizielle Todesursache wurden eine Lungenentzündung und ein Herz-Kreislauf-Stillstand angegeben.
Peter Falk privat: Ehen und Kinder
Peter Falk war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er 1960 mit seiner College-Liebe Alyce Mayo, mit der er zwei Töchter, Catherine und Jackie, adoptierte. Die Ehe wurde 1976 geschieden. Ein Jahr später, 1977, heiratete er die Schauspielerin Shera Danese, die er bei den Dreharbeiten zu einer Columbo-Episode kennengelernt hatte. Sie war 22 Jahre jünger als er und blieb bis zu seinem Tod an seiner Seite. Das Verhältnis zu seiner Adoptivtochter Catherine galt als angespannt, was nach seinem Tod auch in Auseinandersetzungen um das Erbe mündete. Neben der Schauspielerei hatte Falk eine weitere Leidenschaft: die Kunst. Er war ein begabter Zeichner und stellte seine Werke sogar aus.
Peter Falk auf einen Blick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Peter Michael Falk |
| Geboren | 16. September 1927 in New York City, USA |
| Gestorben | 23. Juni 2011 in Beverly Hills, USA |
| Todesursache | Lungenentzündung, Herz-Kreislauf-Stillstand (Folge von Alzheimer) |
| Bekannteste Rolle | Inspektor Columbo (1968–2003) |
| Wichtige Auszeichnungen | 4 Emmy Awards, 1 Golden Globe Award, 2 Oscar-Nominierungen |
| Besonderheit | Glasauge am rechten Auge seit dem 3. Lebensjahr |
| Ehefrauen | Alyce Mayo (1960–1976), Shera Danese (1977–2011) |
| Kinder | 2 adoptierte Töchter (Catherine, Jackie) |
Das Erbe von Peter Falk
Das Vermächtnis von Peter Falk geht weit über seine Rolle als Columbo hinaus. Er hat bewiesen, dass ein körperliches Handicap kein Hindernis für eine große Karriere sein muss. Sein einzigartiger Blick wurde zu einem unverwechselbaren Markenzeichen. Die Figur des Columbo selbst hat die Krimilandschaft nachhaltig geprägt und ist bis heute ein Vorbild für viele unkonventionelle Ermittlerfiguren. In Budapest wurde ihm und seiner Paraderolle sogar ein Denkmal gesetzt, das ihn mit seinem treuen Basset Hound zeigt. Die Serie wird weltweit wiederholt und findet immer neue Fans, die von der cleveren und menschlichen Art des Inspektors fasziniert sind. Die Serie zeigt auf, wie wichtig es ist, sein Gegenüber niemals zu unterschätzen – eine Lektion, die auch im Alltag gilt, beispielsweise wenn der Chef Mitarbeiter beleidigt. Falks umfangreiches Werk, das von Krimis über Dramen bis hin zu Komödien reicht, sichert ihm einen festen Platz im Pantheon der großen Schauspieler des 20. Jahrhunderts. Seine Geschichte ist auch eine Erinnerung daran, dass hinter jeder öffentlichen Figur ein Mensch mit einem komplexen Leben steht, ähnlich wie bei anderen Stars wie Katharina Böhm.
Häufig gestellte Fragen zu Peter Falk
Warum hatte Peter Falk ein Glasauge?
Peter Falk hatte ein Glasauge, weil ihm im Alter von drei Jahren sein rechtes Auge aufgrund eines bösartigen Tumors (Retinoblastom) operativ entfernt werden musste.
Woran ist Peter Falk gestorben?
Peter Falk starb am 23. Juni 2011 an den Folgen einer Lungenentzündung und eines Herz-Kreislauf-Stillstands. Er litt in seinen letzten Lebensjahren an einer schweren Alzheimer-Erkrankung.
Wie viele Columbo-Folgen gibt es?
Insgesamt gibt es 69 Folgen von Columbo, die zwischen 1968 und 2003 produziert wurden. Die Reihe umfasst zwei Pilotfilme und 67 weitere Episoden in Spielfilmlänge.
Hatte Peter Falk Kinder?
Ja, Peter Falk hatte zwei Töchter, Catherine und Jackie, die er während seiner ersten Ehe mit Alyce Mayo adoptierte.
Wie hieß Columbo mit Vornamen?
Der Vorname von Columbo wurde in der Serie nie explizit genannt. Auf die Frage nach seinem Vornamen antwortete Peter Falk als Columbo stets nur: „Lieutenant“.
Peter Falk war weit mehr als nur der Mann im zerknitterten Trenchcoat. Er war ein Oscar-nominierter Charakterdarsteller, ein Künstler und eine Persönlichkeit, die sich trotz eines frühen Schicksalsschlags an die Spitze Hollywoods kämpfte. Seine Darstellung des Inspektors Columbo hat ihn unsterblich gemacht und ihm einen festen Platz in der Fernsehgeschichte gesichert. Auch Jahre nach seinem Tod bleibt er eine unvergessene Legende, dessen Arbeit weiterhin Zuschauer auf der ganzen Welt begeistert und inspiriert.