Sophie Passmann: „Wie kann sie nur?“ – Kritik an Frauen

Sophie Passmanns neues Buch „Wie kann sie nur?“ thematisiert die gnadenlose Bewertung von Frauen im Internet und die damit einhergehende Selbstkritik. Passmann, selbst eine Person des öffentlichen Lebens, setzt sich mit den Erwartungen und Urteilen auseinander, denen Frauen in der heutigen Gesellschaft ausgesetzt sind.
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Sophie Passmann hat mit ihrem neuen Buch „Wie kann sie nur?“ eine Debatte über die gnadenlose Bewertung von Frauen in der Öffentlichkeit und in den sozialen Medien angestoßen. Das Buch analysiert, wie Frauen im Internet beurteilt werden und wie stark diese Urteile die Selbstwahrnehmung beeinflussen.

Symbolbild zum Thema Passmann
Symbolbild: Passmann (Bild: Picsum)

Hintergrund: Die öffentliche Bewertung von Frauen

Die öffentliche Wahrnehmung und Bewertung von Frauen ist seit jeher ein komplexes Thema. In den sozialen Medien hat sich diese Dynamik noch einmal verschärft. Plattformen wie Instagram, TikTok und X (ehemals Twitter) bieten eine Bühne für Selbstdarstellung, aber auch für Kritik und Häme. Frauen sehen sich oft einem unerbittlichen Wettbewerb ausgesetzt, bei dem es um Aussehen, Erfolg und vermeintliche Perfektion geht. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet Hintergrundinformationen zu Geschlechterrollen und sozialer Medien. (Lesen Sie auch: Sophie Passmann: Autorin, Feministin & Stimme einer…)

„Wie kann sie nur?“: Passmanns Analyse

In „Wie kann sie nur?“ seziert Sophie Passmann die Mechanismen dieser Bewertung. Sie beschreibt, wie Frauen nicht nur für ihre Leistungen, sondern vor allem für ihr Aussehen, ihr Verhalten und ihre Entscheidungen kritisiert werden. Dabei geht es oft um Äußerlichkeiten: die Frisur, das Make-up, die Kleidung. Aber auch um vermeintliche Widersprüche: zu erfolgreich, zu ehrgeizig, zu laut – oder eben nicht genug davon. Die Autorin selbst ist eine Person des öffentlichen Lebens und kennt die Mechanismen der Selbst- und Fremdbewertung aus eigener Erfahrung.

Passmann thematisiert auch die internalisierte Frauenfeindlichkeit, also die unbewusste Übernahme sexistischer Denkmuster. Frauen bewerten sich oft selbst nach den gleichen Maßstäben, die von der Gesellschaft angelegt werden. Das führt zu einem Teufelskreis aus Selbstkritik und dem Streben nach unerreichbaren Idealen. (Lesen Sie auch: Alaves – Villarreal: Alavés gegen: Last-Minute-Tor sichert)

Reaktionen und Einordnung

Das Buch von Passmann hat eine breite Debatte ausgelöst. Viele Leserinnen und Leser finden sich in ihren Beobachtungen wieder und berichten von ähnlichen Erfahrungen. Kritiker werfen der Autorin vor, ein zu pessimistisches Bild zu zeichnen und die positiven Aspekte der sozialen Medien zu vernachlässigen. Fakt ist jedoch, dass die öffentliche Bewertung von Frauen ein Problem ist, das nicht ignoriert werden kann. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass Passmann in ihrem Buch beschreibt, wie gnadenlos Frauen im Internet bewertet werden – und wie viel gnadenloser sie sich selbst bewerten.

Der Tagesspiegel hebt hervor, dass Passmann am Ende ihres Buches eine „klassische Produktenttäuschung“ bereithält, als sie von ihrem Aufenthalt in Los Angeles erzählt. Sie sei dorthin geflogen, weil sie ihr Buch dieser Stadt verdanke, die für sie der Inbegriff von Influencertum, Paparazzi-Kultur und Clean-Girl-Lifestyle ist Tagesspiegel. (Lesen Sie auch: Franchise Krankenkasse: Erhöhung der Mindestfranchise)

Sophie Passmann: Was bedeutet das Buch? Ein Ausblick

„Wie kann sie nur?“ ist mehr als nur eine Anklage. Es ist auch ein Aufruf zur Selbstreflexion und zur Solidarität unter Frauen. Passmann fordert dazu auf, die eigenen Denkmuster zu hinterfragen und sich von den Erwartungen der Gesellschaft zu befreien. Es geht darum, sich selbst anzunehmen, mit all seinen Fehlern und Unvollkommenheiten. Und es geht darum, andere Frauen zu unterstützen und zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Detailansicht: Passmann
Symbolbild: Passmann (Bild: Picsum)

Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Debatte über Feminismus und Gleichberechtigung. Es zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um eine Gesellschaft zu schaffen, in der Frauen frei von Vorurteilen und Diskriminierung leben können. (Lesen Sie auch: Simon Gosejohann: "Let's Dance" rückt seine Ex-Beziehung)

Buch-Veröffentlichungen von Sophie Passmann

Titel Jahr Verlag
Monologe führen 2017 Rowohlt Polaris
Alte weiße Männer: Ein Schlichtungsversuch 2019 Rowohlt Polaris
Komplett Gänsehaut 2021 KiWi
Wie kann sie nur? 2024 KiWi
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