Eine faustdicke Überraschung gab es bei den Oscars live 2026 in Los Angeles: Gleich zwei Filme wurden in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ mit dem Oscar ausgezeichnet. „The Singers“ und „Two People Exchanging Saliva“ teilten sich die begehrte Trophäe. Zuletzt gab es eine solche Situation vor über 30 Jahren.

Hintergrund: Seltene Punktlandung bei den Academy Awards
Die Academy Awards, besser bekannt als die Oscars, werden seit 1929 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) verliehen und ehren herausragende Leistungen in der Filmkunst. In den verschiedenen Kategorien, von „Bester Film“ bis „Beste visuelle Effekte“, werden jährlich die Besten der Besten ausgezeichnet. Doch manchmal kommt es zu seltenen Ereignissen, die in die Geschichte der Oscars eingehen. Eines davon ist ein Gleichstand, ein sogenannter „Tie“, bei dem zwei Nominierte die gleiche Anzahl an Stimmen erhalten. (Lesen Sie auch: Anna Wintour bei den Oscars: Desinteresse sorgt…)
Wie Mashable berichtet, kam es in der Geschichte der Oscars bisher erst sechs Mal zu einem solchen Gleichstand. Die erste Punktlandung gab es bereits bei den 5. Academy Awards im Jahr 1932, als Fredric March und Wallace Beery für ihre Leistungen in „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ bzw. „The Champ“ beide als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet wurden. Eine weitere bemerkenswerte Situation ereignete sich 1968, als sich Katharine Hepburn („The Lion in Winter“) und Barbra Streisand („Funny Girl“) den Preis als beste Hauptdarstellerin teilten. Die Regeln wurden angepasst, sodass nur noch ein exakter Gleichstand zählt.
Die Oscars live 2026: „The Singers“ und „Two People Exchanging Saliva“ teilen sich den Preis
Bei den diesjährigen Oscars live sorgte nun die Kategorie „Bester Kurzfilm“ für eine Überraschung. Nachdem Moderator Kumail Nanjiani die Umschläge geöffnet hatte, verkündete er, dass es einen Gleichstand gebe. „Ich mache keine Witze. Es ist tatsächlich ein Gleichstand. Also alle ruhig, wir kriegen das hin“, sagte Nanjiani, wie IMDb berichtet. Die beiden Gewinnerfilme sind „The Singers“ (Netflix) von Sam A. Davis und Jack Piatt sowie „Two People Exchanging Saliva“ (Canal+/The New Yorker) von Alexandre Singh und Natalie Musteata. (Lesen Sie auch: Oscar 2026: Oscars 2026: Wer sind die…)
Es ist erst das zweite Mal in der Geschichte der Oscars, dass die Auszeichnung für den besten Live-Action-Kurzfilm geteilt wurde. Das letzte Mal war dies 1995 der Fall, als „Trevor“ und „Franz Kafka’s It’s a Wonderful Life“ gemeinsam gewannen. Insgesamt ist es das siebte Mal in der Geschichte der Academy Awards, dass es einen Gleichstand gab. Zuletzt teilten sich 2013 „Skyfall“ und „Zero Dark Thirty“ den Oscar für den besten Tonschnitt.
Reaktionen auf den doppelten Oscar-Gewinn
Die Reaktionen auf den doppelten Oscar-Gewinn fielen gemischt aus. Während einige die Überraschung und die Seltenheit des Ereignisses betonten, äußerten andere Verwunderung darüber, dass es überhaupt zu einem Gleichstand kommen konnte. In den sozialen Medien wurde die Entscheidung kontrovers diskutiert. Einige Zuschauer äußerten den Wunsch, beide Filme sehen zu können, um sich selbst ein Urteil zu bilden. Andere wiederum kritisierten die Academy für die vermeintliche Unentschlossenheit. (Lesen Sie auch: Orf On Live: Oscar-Verleihung im: Alle Infos…)
Moderator Kumail Nanjiani nahm die Situation mit Humor. „Ironisch, dass der Kurzfilm-Oscar doppelt so lange dauert“, scherzte er während der Preisverleihung. Die Gewinner selbst zeigten sich überrascht und erfreut über die Auszeichnung. Sam A. Davis und Jack Piatt von „The Singers“ bedankten sich bei ihrem Team und ihren Familien für die Unterstützung. Alexandre Singh und Natalie Musteata von „Two People Exchanging Saliva“ betonten die Bedeutung von künstlerischer Freiheit und Kreativität.
Oscars live: Bedeutung des Gleichstands und Ausblick
Der Gleichstand bei den Oscars live 2026 in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ ist ein seltenes Ereignis, das die Unvorhersehbarkeit und den Überraschungsfaktor der Preisverleihung unterstreicht. Es zeigt, dass selbst in einem so etablierten und prestigeträchtigen Wettbewerb wie den Oscars immer noch Raum für unerwartete Wendungen und neue Geschichten ist. Für die Gewinnerfilme bedeutet die Auszeichnung eine enorme Anerkennung und kann ihre Karriere beflügeln. (Lesen Sie auch: F1 Film: "F1"-: Oscars-Nominierung spaltet die Gemüter)

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wird sich sicherlich mit dem Ergebnis auseinandersetzen und möglicherweise überlegen, ob die Abstimmungsregeln angepasst werden müssen, um solche Gleichstände in Zukunft zu vermeiden. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob tatsächlich Änderungen vorgenommen werden oder ob der Gleichstand als eine einmalige Kuriosität in die Geschichte der Oscars eingehen wird. Informationen zur Academy of Motion Picture Arts and Sciences finden sich auf der offiziellen Webseite.
Häufig gestellte Fragen zu oscars live
Häufig gestellte Fragen zu oscars live
Wie oft kam es bei den Oscars bereits zu einem Gleichstand?
In der Geschichte der Oscars, die bis ins Jahr 1929 zurückreicht, gab es inklusive der diesjährigen Verleihung erst sieben Mal einen Gleichstand. Das bedeutet, dass zwei Nominierte in einer Kategorie die exakt gleiche Anzahl an Stimmen erhalten haben und somit beide ausgezeichnet wurden.
In welcher Kategorie gab es bei den Oscars 2026 einen Gleichstand?
Bei den Oscars 2026 kam es in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ zu einem Gleichstand. Die Filme „The Singers“ und „Two People Exchanging Saliva“ wurden beide mit dem Academy Award ausgezeichnet. Es ist das zweite Mal überhaupt, dass in dieser Kategorie zwei Filme gewonnen haben.
Wann gab es das letzte Mal einen Gleichstand bei den Oscars live?
Vor den Oscars 2026 gab es das letzte Mal im Jahr 2013 einen Gleichstand. Damals teilten sich „Skyfall“ und „Zero Dark Thirty“ den Oscar für den besten Tonschnitt. Es dauerte also 13 Jahre, bis es wieder zu einer solchen Situation bei der Preisverleihung kam.
Welche Filme haben den Oscar für den besten Kurzfilm gewonnen?
Die Gewinner des Oscars für den besten Kurzfilm bei den Oscars live 2026 sind „The Singers“ von Sam A. Davis und Jack Piatt sowie „Two People Exchanging Saliva“ von Alexandre Singh und Natalie Musteata. Beide Filme wurden für ihre herausragende künstlerische Leistung ausgezeichnet.
Was bedeutet ein Gleichstand für die Gewinnerfilme bei den Oscars?
Ein Gleichstand bei den Oscars bedeutet für die Gewinnerfilme eine enorme Anerkennung ihrer Arbeit. Sie teilen sich nicht nur die Auszeichnung, sondern auch die Aufmerksamkeit und den Ruhm, der mit dem Gewinn eines Oscars einhergeht. Es kann ihre Karriere beflügeln und ihnen neue Möglichkeiten eröffnen.
