Der neue Film meine frau weint von Angela Schanelec sorgt bereits vor seiner Uraufführung für Gesprächsstoff. Das deutsch-französische Drama feiert, wie am 18.02.2026 bekannt wurde, seine Weltpremiere im internationalen Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin und gilt schon jetzt als eines der Highlights des Festivals. Der Film setzt sich mit den Herausforderungen des Lebens und der Suche nach einer gemeinsamen Sprache auseinander.
„Meine Frau weint“ ist ein Film, der sich auf die Poesie des Alltags konzentriert. Angela Schanelec, eine der prägendsten Stimmen der Berliner Schule, erzählt die Geschichte eines Kranführers, dessen Leben durch einen Anruf seiner Frau eine unerwartete Wendung nimmt. Mit Vladimir Vulević und Agathe Bonitzer in den Hauptrollen verspricht der Film eine intensive und bildgewaltige Auseinandersetzung mit menschlichen Beziehungen in der Großstadt.
Das Wichtigste in Kürze
- Weltpremiere: „Meine Frau weint“ wird im Wettbewerb der 76. Berlinale im Februar 2026 uraufgeführt.
- Regie & Drehbuch: Angela Schanelec, eine zentrale Figur der Berliner Schule, ist für Regie, Drehbuch und Schnitt verantwortlich.
- Handlung: Ein 40-jähriger Kranführer wird von seiner Frau aus dem Krankenhaus angerufen und trifft sie dort weinend an, was eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Sprache und Beziehung auslöst.
- Hauptdarsteller: Die Hauptrollen spielen Vladimir Vulević und die renommierte französische Schauspielerin Agathe Bonitzer.
- Produktion: Es handelt sich um eine deutsch-französische Koproduktion von Blue Monticola Film in Zusammenarbeit mit SBS Productions.
- Vorgängerfilm: Schanelecs letzter Film „Music“ (2023) gewann auf der Berlinale den Silbernen Bären für das beste Drehbuch.
Handlung von „Meine Frau weint“: Poesie des Alltags
Die Geschichte von meine frau weint beginnt an einem gewöhnlichen Arbeitstag. Thomas (Vladimir Vulević), ein 40-jähriger Kranführer, ist auf einer Baustelle tätig, als er einen Anruf von seiner Frau Carla (Agathe Bonitzer) erhält. Sie bittet ihn, sie vom Krankenhaus abzuholen. Als er dort ankommt, findet er sie weinend vor. Dieser Moment ist der Ausgangspunkt für einen Film, der laut offizieller Synopsis „eine Momentaufnahme des Lebens in der Großstadt voller Schönheit und Trauer“ ist. Schanelec konzentriert sich dabei auf die subtilen Ebenen der Kommunikation und die Schwierigkeit, eine gemeinsame Sprache zu finden, wenn Worte allein nicht ausreichen. Der Film verspricht, in typischer Schanelec-Manier, eine elliptische und visuell präzise Erzählung zu werden, die mehr andeutet als ausspricht.
Wer ist Angela Schanelec?
Angela Schanelec, geboren 1962 in Aalen, ist eine der wichtigsten deutschen Filmemacherinnen der Gegenwart. Nach einem Schauspielstudium wandte sie sich der Regie zu und studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Seit 2012 ist sie Professorin für narrativen Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Ihre Filme sind bekannt für einen minimalistischen und oft rätselhaften Stil, der sich konventionellen Erzählstrukturen entzieht. Zu ihren bekanntesten Werken gehören „Marseille“ (2004), „Ich war zuhause, aber…“ (2019), für den sie den Silbernen Bären für die Beste Regie erhielt, und zuletzt „Music“ (2023). Ihr letzter Film, eine moderne Interpretation des Ödipus-Mythos, wurde ebenfalls auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Dies unterstreicht ihren Status als eine von Kritikern hochgeschätzte Regisseurin. Wie in unserem Artikel über die erschreckenden Muster des Missbrauchs beleuchtet, nutzen auch Filmemacher oft Mythen, um zeitlose menschliche Tragödien zu ergründen.
Die Berliner Schule: Ein Stil prägt das deutsche Kino
Angela Schanelec ist eine zentrale Vertreterin der sogenannten „Berliner Schule“, einer Stilrichtung des deutschen Kinos, die Mitte der 1990er Jahre aufkam. Gemeinsam mit Regisseuren wie Christian Petzold und Thomas Arslan entwickelte sie eine Filmsprache, die sich durch einen diskreten Realismus, lange Einstellungen und eine Reduktion dramaturgischer Elemente auszeichnet. Die Filme der Berliner Schule beobachten oft den Alltag ihrer Protagonisten und reflektieren gesellschaftliche Zustände in Deutschland, ohne diese explizit zu kommentieren. Schanelecs Werk steht exemplarisch für diesen Ansatz, der das Publikum zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Gesehenen auffordert und bewusst auf einfache Erklärungen verzichtet. Mehr über gesellschaftliche Beobachtungen finden Sie auch in unserer Analyse zum von Friedrich Merz geforderten Social-Media-Verbot für Kinder.
Besetzung und Filmcrew hinter „Meine Frau weint“
Für meine frau weint hat Angela Schanelec erneut ein Team aus talentierten Filmschaffenden zusammengestellt. Die Besetzung wird von Vladimir Vulević und Agathe Bonitzer angeführt. Bonitzer ist eine bekannte französische Schauspielerin, die bereits in Schanelecs Film „Music“ eine Hauptrolle spielte. Die Kameraarbeit übernimmt Marius Panduru, der für seine visuell beeindruckenden Bilder bekannt ist.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Beteiligten des Films:
| Rolle | Person |
|---|---|
| Regie, Drehbuch, Schnitt | Angela Schanelec |
| Hauptdarsteller (Thomas) | Vladimir Vulević |
| Hauptdarstellerin (Carla) | Agathe Bonitzer |
| Weitere Darsteller | Birte Schnöink, Pauline Rebmann, Ben Carter |
| Kamera | Marius Panduru RSC |
| Produzent | Kirill Krasovski (Blue Monticola Film) |
| Koproduzenten | Saïd Ben Saïd (SBS Productions) |
Welche Erwartungen gibt es an den Film?
Die Erwartungen an meine frau weint sind hoch. Angela Schanelecs konsequente künstlerische Vision und ihre bisherigen Erfolge bei der Berlinale lassen Kritiker und Publikum auf ein weiteres herausragendes Werk des deutschen Autorenkinos hoffen. Die Premiere im Wettbewerb der Berlinale, einem der wichtigsten Filmfestivals der Welt, bestätigt das Vertrauen in die Qualität des Films. Es wird erwartet, dass der Film, ähnlich wie seine Vorgänger, durch seine visuelle Sprache und seine tiefgründige, wenn auch elliptische, Auseinandersetzung mit menschlichen Emotionen besticht. Die zentrale Frage, die der Film aufwirft – wie Menschen kommunizieren, wenn Worte versagen – ist von universeller Relevanz und verspricht ein intensives Kinoerlebnis. Eine offizielle Bestätigung gibt es von der Berlinale-Webseite selbst.
Video-Empfehlung: An dieser Stelle könnte ein Trailer zum Film „Meine Frau weint“ oder ein Interview mit Angela Schanelec von der Berlinale-Pressekonferenz eingebettet werden, sobald diese verfügbar sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Wann startet „Meine Frau weint“ im Kino?
- Der Film feiert seine Weltpremiere im Februar 2026 auf der Berlinale. Ein offizieller deutscher Kinostarttermin steht noch nicht fest, wird aber voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 liegen.
- Wer ist die Regisseurin von „Meine Frau weint“?
- Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Editorin des Films ist Angela Schanelec, eine der bekanntesten Vertreterinnen der Berliner Schule.
- Worum geht es in „Meine Frau weint“?
- Der Film handelt von einem Kranführer, der seine Frau weinend aus dem Krankenhaus abholt. Es ist eine poetische Momentaufnahme über Kommunikation, Beziehungen und das Leben in der Großstadt.
- Wer spielt die Hauptrollen in dem Film?
- Die Hauptrollen werden von Vladimir Vulević und der französischen Schauspielerin Agathe Bonitzer gespielt. Bonitzer war bereits in Schanelecs vorherigem Film „Music“ zu sehen.
- Was ist die Berliner Schule?
- Die Berliner Schule ist eine Stilrichtung im deutschen Film, die Mitte der 1990er Jahre entstand. Sie zeichnet sich durch einen realistischen, beobachtenden Stil, lange Einstellungen und eine reduzierte Erzählweise aus. Weitere Informationen finden sich auf Wikipedia.
Fazit
Mit meine frau weint legt Angela Schanelec ein weiteres Werk vor, das ihre Position als eine der eigenwilligsten und wichtigsten Stimmen des europäischen Kinos festigt. Die Einladung in den Wettbewerb der Berlinale 2026 ist eine Anerkennung ihrer kompromisslosen künstlerischen Vision. Der Film verspricht, ein tiefgründiges, visuell beeindruckendes Drama zu werden, das sich auf leise und poetische Weise mit den grundlegenden Fragen menschlicher Existenz und Kommunikation auseinandersetzt. Für Liebhaber des anspruchsvollen Autorenkinos ist dieser Film ein Pflichttermin im Kinojahr 2026.