Lufthansa Streik: Können Reisende bald wieder Fliegen?

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat den Streik bei der Lufthansa vorerst beendet. Für Montag sind Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen geplant. Zuvor waren fünf Tage lang Flüge der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline bestreikt worden, was zu Hunderten Flugausfällen führte.
fliegen

Erneut müssen sich Reisende auf Flugausfälle einstellen: Die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa haben ihren Streik fortgesetzt. Betroffen sind Lufthansa und ihre Tochtergesellschaft Cityline. Am Drehkreuz Frankfurt wurden erneut rund 650 von 1.337 geplanten Starts und Landungen annulliert, wie der Betreiber Fraport mitteilte. Doch gibt es Hoffnung, dass Reisende bald wieder fliegen können?

Symbolbild zum Thema Fliegen
Symbolbild: Fliegen (Bild: Picsum)

Hintergrund der Lufthansa-Streiks

Die Streiks der Pilotinnen und Piloten der Lufthansa sind Teil eines Tarifkonflikts. Bei den Lufthansa- und Cargo-Piloten geht es um höhere Beiträge des Arbeitgebers zu den Betriebspensionen, während bei der Cityline um höhere Gehälter gestritten wird, wie der ORF berichtet.

Die Vereinigung Cockpit (VC), die Pilotengewerkschaft, hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach zu Streiks aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Anpassung der Gehälter an die Inflation und bessere Arbeitsbedingungen. Die Lufthansa hingegen argumentiert, dass die Forderungen der Gewerkschaft zu hoch seien und das Unternehmen in seiner Wettbewerbsfähigkeit gefährden würden. (Lesen Sie auch: Wetter Düsseldorf: Aktuelle Vorhersage & Trend 16.04.2026)

Aktuelle Entwicklung: Streik vorerst beendet

Passagiere der AUA-Mutter Lufthansa können vorerst aufatmen. Nach Streiks des fliegenden Personals über die ganze Woche plant die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kurzfristig keine weiteren Arbeitskampfmaßnahmen. Das teilte sie in einem internen Rundschreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zunächst müssten Vorstand und Tarifkommission die Situation bewerten.

Für Montag sind zudem Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen zu einer möglichen Schlichtung geplant. Ein erster Anlauf dazu war gescheitert, weil sich beide Seiten nicht auf ein einheitliches Themenfeld einigen konnten. Am Freitag wurden allein am Drehkreuz Frankfurt erneut rund 650 von 1.337 geplanten Starts und Landungen annulliert, wie der Betreiber Fraport berichtet, wie Der Standard meldet.

Gemeinsam mit der Kabinengewerkschaft Ufo hatten die Piloten den Betrieb der Airlines Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline in dieser Woche für fünf Tage lahmgelegt. Auch der Ferienflieger Eurowings wurde an zwei Tagen bestreikt. (Lesen Sie auch: Migros Fleisch: bietet zum halben Preis an:…)

Der Konzern hatte am Donnerstag mit der sofortigen Schließung des Flugbetriebs bei der Cityline reagiert. Begründet wurde der Einschnitt zudem mit hohen Kerosinkosten bei der veralteten Flotte des Regionalfliegers.

Reaktionen und Stimmen

Die Schließung der Lufthansa-Tochter Cityline ist nicht nur in den Augen von Gewerkschaftern, sondern auch aus Expertensicht eine Strafe für die Streiks. „Das ist eine reine Trotzreaktion auf den Streik zur 100-Jahr-Feier des Konzerns“, sagt Branchenexperte Gerald Wissel im Gespräch mit n-tv.de. Jetzt mit sofortiger Wirkung den Betrieb der Airline einzustellen, sei der „schwachsinnigste Zeitpunkt“, findet der Gründer von Airborne Consulting. „Betriebswirtschaftlich gibt es dafür keinen Grund.“

Denn die Regionalfluggesellschaft sollte ohnehin zum Jahresende schließen. Der Verkauf von deren Flugzeugen werde nun nicht schneller gehen als ursprünglich geplant, stellt der Luftfahrtexperte klar – Prüfungen und Wartung vor einem Flugzeug-Verkauf kosten Zeit. „Das Betriebsende hätte geräuschlos ablaufen können“, sagt Wissel. (Lesen Sie auch: Wetter Potsdam: Genaue Vorhersage für heute &…)

Auswirkungen auf Reisende und die Lufthansa

Die Streiks haben erhebliche Auswirkungen auf Reisende. Tausende Flüge mussten gestrichen werden, und viele Passagiere saßen an Flughäfen fest oder mussten ihre Reisepläne ändern. Die Lufthansa hat erhebliche finanzielle Schäden durch die Streiks erlitten. Zudem leidet das Image des Unternehmens.

Detailansicht: Fliegen
Symbolbild: Fliegen (Bild: Picsum)

Die Streiks treffen die Lufthansa in einer schwierigen Phase. Das Unternehmen versucht, sich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erholen und steht gleichzeitig vor großen Herausforderungen durch den Klimawandel und den zunehmenden Wettbewerb durch Billigfluggesellschaften.Die Sondierungsgespräche am Montag werden zeigen, ob es eine Chance auf eine Einigung zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft gibt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, sind weitere Streiks nicht ausgeschlossen. Für Reisende bedeutet dies weiterhin Unsicherheit und die Gefahr von Flugausfällen.

Die Lufthansa steht vor der Herausforderung, eine Lösung zu finden, die sowohl den Interessen der Mitarbeiter als auch den wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Unternehmens gerecht wird. Nur so kann ein langfristiger Frieden mit den Gewerkschaften erreicht und das Vertrauen der Reisenden zurückgewonnen werden. Informationen zu den Rechten von Flugreisenden bei Streiks finden sich auf der Seite des Luftfahrt-Bundesamtes. (Lesen Sie auch: Migros halbiert Fleischpreise: Kampf gegen Food Waste)

Flugausfälle durch Streiks in der Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Flugausfälle am Drehkreuz Frankfurt aufgrund des Lufthansa-Streiks am 17. April 2026:

Datum Ort Geplante Starts und Landungen Annullierungen
17. April 2026 Frankfurt 1.337 650
R

Über den Autor
✓ Verifiziert

Redaktion

Online-Redakteur

Unser erfahrenes Redaktionsteam recherchiert und verfasst täglich aktuelle Nachrichten und Hintergrundberichte zu relevanten Themen.

📰 Redaktion
✓ Geprüfter Inhalt

Illustration zu Fliegen
Symbolbild: Fliegen (Bild: Picsum)
Previous Post
Next Post
Advertisement