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Das Kölner Dreigestirn 2026 steht fest und repräsentiert in der aktuellen Session unter dem Motto „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ die Spitze des kölschen Fastelovends. Prinz Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Aenne von der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. führen die Jecken durch die fünfte Jahreszeit. Ihre Regentschaft ist geprägt von hunderten Auftritten, sozialem Engagement und der Pflege rheinischen Brauchtums, die im Rosenmontagszug ihren Höhepunkt findet.
Das Wichtigste in Kürze
- Trifolium 2026: Das Kölner Dreigestirn wird von Prinz Niklas I. (Niklas Jüngling), Bauer Clemens (Clemens von Blanckart) und Jungfrau Aenne (Stefan Blatt) gebildet.
- Karnevalsgesellschaft: Alle drei Mitglieder stammen aus den Reihen der renommierten Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.
- Sessionsmotto: Die Session 2026 steht unter dem Motto „ALAAF – Mer dun et för Kölle“, das den Fokus auf das Ehrenamt legt.
- Proklamation: Die offizielle Amtseinführung, die Proklamation, fand Anfang Januar 2026 im Gürzenich statt, bei der Oberbürgermeister Torsten Burmester die Insignien überreichte.
- Aufgaben: Das Trifolium absolviert rund 450 Termine in Sitzungssälen, sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Altenheimen.
- Historie: Die Tradition des Dreigestirns geht auf die Karnevalsreform von 1823 zurück, als „Held Carneval“ eingeführt wurde.
- Rosenmontagszug: Den Höhepunkt der Session bildet die Teilnahme am Kölner Rosenmontagszug, wo sie den letzten und prunkvollsten Wagen anführen.
Inhaltsverzeichnis
- Wer ist das Kölner Dreigestirn 2026?
- Die Symbolik: Prinz, Bauer und Jungfrau erklärt
- Geschichte und Entwicklung des Trifoliums
- Wie wird man Teil des Kölner Dreigestirns?
- Was kostet es, im Kölner Dreigestirn zu sein?
- Das Kölner Kinderdreigestirn: Nachwuchs für den Fastelovend
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit
Das Kölner Dreigestirn ist das höchste repräsentative Gremium im Kölner Karneval und wird, Stand 16.02.2026, mit großer Begeisterung von den Jecken gefeiert. Die drei Figuren – Prinz, Bauer und Jungfrau – verkörpern die Seele des kölschen Fastelovends und sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Ihre Auswahl und Proklamation markieren jedes Jahr den offiziellen Start in den Höhepunkt der Session.
Wer ist das Kölner Dreigestirn 2026?
In der Session 2026 wird das Kölner Dreigestirn von der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. gestellt. Das Trifolium, auch „Trifolium“ genannt, setzt sich aus drei erfahrenen Karnevalisten zusammen, die ihre Rollen mit Herzblut ausfüllen.
Prinz Niklas I. (Niklas Jüngling)
An der Spitze steht „Seine Tollität“ Prinz Niklas I. (32). Niklas Jüngling ist seit 2016 Mitglied im Fußkorps der Prinzen-Garde und moderiert die Veranstaltungsreihe „Prinzenschwof“. Beruflich leitet er eine Vertriebsserviceeinheit bei einer Kölner Versicherung. Schon im Alter von 16 Jahren eröffnete er ein Sparkonto mit dem Vermerk „Prinz“, was seinen lang gehegten Traum unterstreicht.
Bauer Clemens (Clemens von Blanckart)
„Seine Deftigkeit“ Bauer Clemens (41), mit bürgerlichem Namen Clemens von Blanckart, symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Er ist ebenfalls seit 2016 in der Prinzen-Garde aktiv und engagiert sich als Standartenträger. Der selbstständige Immobilienverwalter lebt mit seiner Familie in Köln-Junkersdorf. Er sieht sich als Ruhepol des Teams und möchte mit seinem „Beschützerinstinkt“ das Dreigestirn zusammenhalten.
Jungfrau Aenne (Stefan Blatt)
„Ihre Lieblichkeit“ Jungfrau Aenne wird traditionell von einem Mann dargestellt. Stefan Blatt (40) ist seit 2012 Mitglied des Fußkorps der Prinzen-Garde und bekleidet dort das Amt des Kassierers. Der Familienvater ist tief im Kölner Norden verwurzelt und engagiert sich auch dort ehrenamtlich für die Brauchtumspflege. Der Name „Aenne“ ist eine liebevolle Hommage an seine Großmutter.
Die Symbolik: Prinz, Bauer und Jungfrau erklärt
Jede Figur im Kölner Dreigestirn hat eine tief verwurzelte historische und symbolische Bedeutung für die Stadt Köln.
- Der Prinz: Als höchster Repräsentant des Karnevals regiert er das närrische Volk. Seine Insignie ist die „Pritsche“, ein Fächersymbol, das er über sein Volk schwingt. Sein Ornat ist der burgundischen Mode des 15. Jahrhunderts nachempfunden.
- Der Bauer: Er verkörpert die Wehrhaftigkeit und Stärke der freien Reichsstadt Köln. An seinem Gürtel trägt er die Stadtschlüssel, die ihm bei der Proklamation vom Oberbürgermeister überreicht werden. Sein Hut ist mit 125 Pfauenfedern geschmückt, die die Unsterblichkeit der Stadt symbolisieren.
- Die Jungfrau: Sie symbolisiert die unbesiegbare und freie Stadt Köln, die „Mutter Colonia“. Ihre Mauerkrone steht für die uneinnehmbare Stadtmauer. Seit 1993 erhält sie bei der Proklamation einen Spiegel, der ihr ihre Schönheit, aber auch den Jecken symbolisch den Spiegel vorhalten soll.
Geschichte und Entwicklung des Trifoliums
Die Wurzeln des heutigen Dreigestirns liegen in der großen Karnevalsreform von 1823. Damals wurde die Figur des „Held Carneval“ als zentrale Gestalt des Rosenmontagszuges eingeführt, um dem wilden Treiben auf den Straßen eine geordnete Form zu geben. Aus dem „Held“ entwickelte sich 1871, nach der Gründung des Deutschen Reiches, der „Prinz Karneval“. Bauer und Jungfrau traten anfangs nur sporadisch auf, wenn es das Motto des Zuges erforderte. Erst seit den 1870er Jahren bilden die drei eine feste Einheit. Der Begriff „Dreigestirn“ selbst wird aber erst seit 1938 offiziell verwendet. Die Organisation und Auswahl obliegt dem Festkomitee Kölner Karneval, das die Tradition pflegt und weiterentwickelt.
Wie wird man Teil des Kölner Dreigestirns?
Der Weg ins Kölner Dreigestirn ist anspruchsvoll und erfordert jahrelanges Engagement. Die Bewerbung muss als Team erfolgen, und alle Kandidaten müssen Mitglied in einer dem Festkomitee angeschlossenen Karnevalsgesellschaft sein. Das Auswahlverfahren, das vom Vorstand des Festkomitees durchgeführt wird, prüft die Bewerber auf Herz und Nieren. Wichtige Kriterien sind:
- Nachgewiesenes, langjähriges ehrenamtliches Engagement im Kölner Karneval.
- Ein überzeugendes Konzept für die Session.
- Herzlichkeit, Improvisationstalent und ein tiefes Verständnis für das Brauchtum.
- Die Fähigkeit, die Stadt und den Karneval würdig zu repräsentieren.
Nach der Auswahl im Spätsommer durchlaufen die designierten Tollitäten ein intensives Vorbereitungsprogramm mit Sprech-, Gesangs- und Bühnentraining. Wie auch andere Prominente, wie zum Beispiel Marc Metzger, müssen sie auf der Bühne überzeugen können.
Was kostet es, im Kölner Dreigestirn zu sein?
Das Amt im Kölner Dreigestirn ist nicht nur eine Ehre, sondern auch mit erheblichen Kosten verbunden. Obwohl genaue Zahlen selten öffentlich genannt werden, kursieren Schätzungen, die von einer niedrigen sechsstelligen Gesamtsumme für das gesamte Trifolium ausgehen. Diese Kosten setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen:
| Posten | Beschreibung | Geschätzte Kosten |
|---|---|---|
| Ornat | Maßgeschneiderte, prunkvolle Amtstracht für Prinz, Bauer und Jungfrau. | ca. 15.000 Euro pro Person |
| Wurfmaterial | Süßigkeiten (Kamelle), Blumen (Strüßjer) und kleine Geschenke für den Rosenmontagszug. | Mehrere zehntausend Euro |
| Unterkunft | Übernachtung in der „Hofburg“ (ein Kölner Hotel) während der heißen Phase der Session. | Variabel, anteilig zu tragen |
| Veranstaltungen | Ausrichtung von Empfängen wie dem traditionellen Prinzenfrühstück. | Variabel |
| Persönliche Ausgaben | Schulungen, Fahrer, Spenden und weitere persönliche Aufwendungen. | Mehrere tausend Euro |
Die Kosten werden in der Regel zwischen dem Dreigestirn, der stellenden Karnevalsgesellschaft und dem Festkomitee aufgeteilt. Sponsoren und Gönner spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Finanzierung. Trotz der hohen finanziellen Belastung bleibt es für viele Kölner Karnevalisten ein Lebenstraum, wie es auch der Wunsch von Lisa Buckwitz für Olympia-Gold ist.
Das Kölner Kinderdreigestirn: Nachwuchs für den Fastelovend
Neben dem großen Trifolium gibt es seit 1965 auch das Kölner Kinderdreigestirn. Es bietet Kindern, die meist im zweiten oder dritten Schuljahr sind, die Möglichkeit, den Karneval aus einer ganz besonderen Perspektive zu erleben. Sie absolvieren ebenfalls zahlreiche Auftritte, vor allem in Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen, und bringen Freude zu den jüngsten Jecken. Die Bewerbung steht allen Kölner Kindern offen, eine Mitgliedschaft in einer Karnevalsgesellschaft ist keine Voraussetzung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer stellt das Kölner Dreigestirn 2026?
Das Kölner Dreigestirn der Session 2026 wird von der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. gestellt. Die Mitglieder sind Prinz Niklas I. (Niklas Jüngling), Bauer Clemens (Clemens von Blanckart) und Jungfrau Aenne (Stefan Blatt).
Warum wird die Kölner Jungfrau von einem Mann gespielt?
Die Darstellung der Jungfrau durch einen Mann ist eine lange Tradition, die aus der Zeit stammt, als der organisierte Karneval eine reine Männerdomäne war. Bis auf zwei Ausnahmen in den Jahren 1938 und 1939 auf Anweisung der NSDAP wurde diese Rolle stets von Männern übernommen.
Wie viele Auftritte hat das Kölner Dreigestirn in einer Session?
Das Kölner Dreigestirn absolviert in einer Session einen wahren Auftrittsmarathon mit rund 450 Terminen. Diese finden in Sitzungssälen, bei Empfängen, aber auch zu einem großen Teil in karitativen und sozialen Einrichtungen statt.
Was sind die Insignien des Dreigestirns?
Die Insignien werden bei der Proklamation überreicht: Der Prinz erhält die Pritsche, ein Symbol närrischer Herrschaft. Der Bauer bekommt die Stadtschlüssel als Zeichen seiner Wehrhaftigkeit. Die Jungfrau erhält einen Spiegel, der ihre Schönheit und die Selbstreflexion der Jecken symbolisiert.
Kann jeder Karnevalsprinz in Köln werden?
Theoretisch ja, aber die Hürden sind hoch. Bewerber müssen sich im Team als Dreigestirn bewerben, Mitglied einer dem Festkomitee angeschlossenen Gesellschaft sein und ein langjähriges ehrenamtliches Engagement nachweisen. Zudem ist das Amt mit erheblichen finanziellen und zeitlichen Verpflichtungen verbunden.
Fazit
Das Kölner Dreigestirn 2026, bestehend aus Prinz Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Aenne, verkörpert die Essenz des Kölner Karnevals: Tradition, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement. Unter dem Motto „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ tragen sie die Freude des Fastelovends in die ganze Stadt und darüber hinaus. Ihre Regentschaft ist mehr als nur eine repräsentative Aufgabe; sie ist ein Vollzeitjob mit hunderten Terminen, der im großen Finale des Rosenmontagszugs gipfelt und die tiefe Verbundenheit der Kölner mit ihrem Brauchtum eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Autor: Klaus Berger, Experte für rheinisches Brauchtum
Klaus Berger ist seit über 20 Jahren als Redakteur und Chronist des Kölner Karnevals tätig. Seine tiefgehenden Analysen und Reportagen erscheinen regelmäßig in führenden regionalen Medien. Er ist Mitglied im Kölner Presseclub und gilt als einer der profiliertesten Kenner des Fastelovends.
Für Twitter:
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Für LinkedIn:
Das Kölner Dreigestirn 2026: Ein Beispiel für gelebte Tradition und ehrenamtliches Engagement. Unter dem Motto „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ repräsentieren Prinz Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Aenne (Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.) die Werte des Kölner Karnevals. Ein Blick auf die historischen Wurzeln, die anspruchsvolle Auswahl und die repräsentativen Aufgaben des Trifoliums. #KölnerDreigestirn #Brauchtum #Ehrenamt #Köln #Karneval #Leadership
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