Eine große Demo in Berlin bestimmt heute, am 22.03.2026, das Geschehen rund um das Brandenburger Tor. Anlass ist eine Kundgebung gegen sexualisierte und digitale Gewalt, die durch die Schauspielerin Collien Fernandes prominent unterstützt wird. Es werden Tausende Teilnehmer erwartet, die ein Zeichen setzen und für strengere Gesetze demonstrieren wollen.
Unter dem Motto „Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“ versammeln sich heute Nachmittag zahlreiche Menschen in der Hauptstadt. Die Demonstration ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten Enthüllungen und die gesellschaftliche Debatte um den Schutz vor digitaler Gewalt, insbesondere sogenannter Deepfakes. Die Veranstaltung wird von einem breiten Bündnis getragen und zieht auch prominente Unterstützer an.
Das Wichtigste in Kürze
- Was: Demonstration gegen sexualisierte und digitale Gewalt.
- Wann: Sonntag, 22. März 2026, ab 16:00 Uhr.
- Wo: Brandenburger Tor, Berlin.
- Initiatoren: Ein neues Bündnis namens „Feminist Fight Club“ und die Initiative „Nur Ja heißt Ja“.
- Hintergrund: Die öffentliche Debatte um die Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen.
- Teilnehmer: Offiziell sind 500 Teilnehmer angemeldet, es wird jedoch mit deutlich mehr Menschen gerechnet.
- Rednerinnen: Angekündigt sind unter anderem die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer und Theresia Crone.
Hintergründe der Demo in Berlin heute
Die heutige Demo in Berlin steht im Zeichen des Kampfes gegen sexualisierte Gewalt, die sich zunehmend in den digitalen Raum verlagert. Auslöser für den breiten öffentlichen Aufschrei sind die schweren Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Sie wirft ihm vor, sie „virtuell vergewaltigt“ zu haben, indem er unter anderem gefälschte pornografische Bilder und Videos von ihr erstellt und verbreitet haben soll. Diese sogenannten Fake-Pornografie, auch Deepfakes genannt, stellt eine massive Verletzung der Persönlichkeitsrechte dar. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung, sein Anwalt wies die Vorwürfe als „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ zurück.
Der Fall hat eine weitreichende Debatte über die bestehenden Gesetzeslücken in Deutschland entfacht. Viele Betroffene von digitaler Gewalt fühlen sich vom Rechtssystem im Stich gelassen. Die Demonstration soll daher nicht nur Solidarität mit Collien Fernandes und allen anderen Opfern zeigen, sondern auch den politischen Druck erhöhen, um endlich wirksame Schutzmechanismen zu etablieren.
Wer organisiert den Protest am Brandenburger Tor?
Organisiert wird die heutige Demo in Berlin von einem neu gegründeten Bündnis, das sich „Feminist Fight Club“ nennt. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von der Organisation „Nur Ja heißt Ja“ und prominenten Persönlichkeiten wie Kira Bönisch von „Fridays for Future“. Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, auf strukturelle Missstände aufmerksam zu machen und eine Gesellschaft zu fordern, die Opfer schützt und nicht Täter. Die Wahl des Ortes, das Brandenburger Tor, unterstreicht die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Anliegens.
Prominente Unterstützung und Rednerinnen
Die große mediale Aufmerksamkeit für die Demo in Berlin heute ist auch auf die prominente Unterstützung zurückzuführen. Collien Fernandes selbst hat auf ihrem Instagram-Kanal zur Teilnahme aufgerufen und geschrieben: „Sexuelle Gewalt, physische und psychische Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag. Sie finden statt, in der Mitte unserer Gesellschaft.“ Diese Worte finden großen Anklang.
Als Rednerinnen bei der Kundgebung am Brandenburger Tor sind ebenfalls bekannte Gesichter angekündigt. Die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer und Theresia Crone sollen als „Betroffene“ sprechen und ihre Perspektiven einbringen. Zudem werden mehrere Musikerinnen erwartet, die die Veranstaltung begleiten. Diese breite Unterstützung aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zeigt, dass das Thema digitale Gewalt kein Nischenproblem ist, sondern viele Menschen bewegt.
Politische Forderungen: Verschärfung des Strafrechts
Im Zentrum der Proteste steht die klare Forderung an die Politik, endlich zu handeln. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat bereits angekündigt, zügig ein Gesetz zum besseren Schutz vor digitaler Gewalt vorlegen zu wollen. Politikerinnen verschiedener Parteien unterstützen dieses Vorhaben. Die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Carmen Wegge, betonte, dass Deutschland bei der rechtlichen Einordnung digitaler Gewalt hinterherhinke. Auch die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) sprach sich für eine Reform aus, die digitale und physische Gewalt im Sexualstrafrecht gleichstellt. „Digitale Gewalt ist reale Gewalt“, so Neubaur. Die Demonstrierenden fordern eine konsequente Strafverfolgung der Täter und einen besseren Schutz für die Opfer, deren Leben durch solche Angriffe oft nachhaltig zerstört wird.
Verkehrsinfo: Das müssen Sie zur Demo Berlin heute wissen
Aufgrund der Demo in Berlin heute ist im Bereich um das Brandenburger Tor und das Regierungsviertel mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Polizei wird das Gebiet voraussichtlich ab dem frühen Nachmittag weiträumig absperren. Betroffen sind unter anderem die Straße des 17. Juni, der Pariser Platz sowie umliegende Straßen wie die Ebertstraße. Es wird dringend empfohlen, den Bereich mit dem Auto zu meiden und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Aktuelle Informationen zur Verkehrslage bietet die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ). Auch bei S- und U-Bahnen kann es im Umfeld der Veranstaltung zu kurzfristigen Einschränkungen oder überfüllten Zügen kommen.
Neben der Hauptkundgebung sind für heute weitere, kleinere Versammlungen in Berlin angemeldet, beispielsweise in Friedrichshain. Auch wenn diese nicht die Größe der Demonstration am Brandenburger Tor erreichen dürften, sollten sich Anwohner und Besucher auf lokale Einschränkungen einstellen. Ein tragischer Fußball Unfall in Erlangen zeigt, wie wichtig Sicherheit im öffentlichen Raum ist, was auch für Demonstrationen gilt.
Video: Eindrücke von Protesten in Berlin
Tabelle: Geplante Demonstrationen in Berlin (Auswahl)
| Datum | Thema | Ort | Uhrzeit |
|---|---|---|---|
| 22.03.2026 | Gegen sexualisierte digitale Gewalt | Brandenburger Tor | 16:00 Uhr |
| 22.03.2026 | Kundgebung | Landsberger Allee / Danziger Straße | 13:00 – 15:00 Uhr |
| 27.03.2026 | Kidical Mass – Für kindersichere Straßen | Frankfurter Tor (Start) | – |
| 27.03.2026 | Klimastreik (Fridays for Future) | Diverse Orte | – |
Hinweis: Diese Tabelle enthält eine Auswahl an Versammlungen. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Quelle: Polizei Berlin, Fridays for Future
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Demo in Berlin heute
Warum findet heute eine Demo in Berlin statt?
Heute, am 22. März 2026, findet in Berlin eine große Demonstration gegen sexualisierte und digitale Gewalt statt. Anlass sind die Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes, die eine breite gesellschaftliche Debatte über den Schutz vor Deepfakes und Online-Belästigung ausgelöst hat.
Wo und wann beginnt die heutige Demonstration in Berlin?
Die Demonstration beginnt um 16:00 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin-Mitte.
Wer spricht auf der Demo in Berlin?
Als Rednerinnen sind unter anderem die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer und Theresia Crone angekündigt. Es werden zudem weitere prominente Unterstützer und Musikerinnen erwartet.
Mit welchen Verkehrseinschränkungen muss ich heute in Berlin rechnen?
Im Umfeld des Brandenburger Tors und im Regierungsviertel kommt es zu erheblichen Verkehrssperrungen und Behinderungen. Die Straße des 17. Juni wird teilweise gesperrt. Es wird empfohlen, das Gebiet weiträumig zu umfahren und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Details stellt die Berliner Polizei bereit.
Wie viele Teilnehmer werden bei der Demo in Berlin erwartet?
Offiziell bei der Polizei angemeldet sind 500 Teilnehmer. Aufgrund der großen medialen Aufmerksamkeit und der Prominenz der Unterstützer rechnen die Veranstalter jedoch mit einer deutlich höheren Teilnehmerzahl.
Fazit
Die Demo in Berlin heute ist mehr als nur eine Reaktion auf einen einzelnen prominenten Fall. Sie ist Ausdruck einer wachsenden gesellschaftlichen Bewegung, die ein Ende der Straflosigkeit bei digitaler und sexualisierter Gewalt fordert. Die große Resonanz und die prominente Unterstützung zeigen, dass das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Entscheidungsträger die Botschaft vom Brandenburger Tor hören und schnell für einen besseren gesetzlichen Schutz der Opfer sorgen.