degewo: Wohnen in Berlin bei der landeseigenen Gesellschaft

Die degewo ist Berlins größte kommunale Wohnungsgesellschaft mit über 75.000 Wohnungen. Erfahren Sie hier alles Wichtige über den Wohnungsbestand, aktuelle Neubauprojekte für 2026, Mietpreise und den Bewerbungsprozess bei der landeseigenen Gesellschaft.
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degewo – degewo: Wohnen in Berlin bei der landeseigenen Gesellschaft

Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die degewo ist mit einem Bestand von über 75.000 Wohnungen die größte der sechs landeseigenen Wohnungsgesellschaften in Berlin. Als kommunales Unternehmen verfolgt die degewo den Auftrag, breite Schichten der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Angesichts des angespannten Berliner Wohnungsmarktes spielt die Gesellschaft eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung und bei der Schaffung neuer, bezahlbarer Mietwohnungen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Größte kommunale Anbieterin: Die degewo verwaltet über 75.000 Wohnungen und 1.500 Gewerbeeinheiten in Berlin und ist damit die größte landeseigene Wohnungsgesellschaft.
  • Gründung und Geschichte: Das Unternehmen wurde bereits 1924 als DEGEWO (Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues) gegründet und feierte 2024 sein 100-jähriges Bestehen.
  • Sozialer Auftrag: Als landeseigenes Unternehmen hat die degewo den Auftrag, Wohnraum zu tragbaren Mieten für breite Bevölkerungsschichten bereitzustellen.
  • Mietniveau: Laut Geschäftsbericht 2024 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete bei degewo-Wohnungen bei 6,86 Euro/m² und damit unter dem Berliner Durchschnitt.
  • Neubauaktivitäten: Die degewo investiert stark in den Neubau, um neuen Wohnraum zu schaffen. Zahlreiche Projekte sollen 2026 und in den Folgejahren fertiggestellt werden.
  • Kundenservice: Eine zentrale Kundenberatung und ein Online-Serviceportal namens „Meine degewo“ dienen als Anlaufstellen für Mieterinnen und Mieter.
  • Nachhaltigkeitsziele: Das Unternehmen verfolgt eine Klimaschutzstrategie mit dem Ziel, den Gebäudebestand bis 2045 klimaneutral zu gestalten.

Die degewo spielt als landeseigene Wohnungsgesellschaft am 07.04.2026 eine entscheidende Rolle auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Mit einem Portfolio, das fast alle Bezirke der Hauptstadt abdeckt, und einer über 100-jährigen Geschichte prägt sie das Stadtbild und das Leben von über 150.000 Menschen maßgeblich mit. Doch wie findet man eine Wohnung bei der degewo, wie hoch sind die Mieten und welche Neubauprojekte sind aktuell geplant?

Geschichte und Auftrag der degewo

Die Wurzeln der degewo reichen bis ins Jahr 1924 zurück, als sie als „Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues“ gegründet wurde. Ihre Hauptaufgabe als kommunales Unternehmen, dessen alleiniger Gesellschafter das Land Berlin ist, besteht darin, sicheren und bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Dieser soziale Auftrag manifestiert sich insbesondere in der Preisgestaltung, die sich am Prinzip der Kostendeckung orientiert und nicht an maximaler Gewinnorientierung.

Über die Jahrzehnte wuchs das Unternehmen stetig, insbesondere durch die Übernahme anderer Gesellschaften und den Bau neuer Quartiere. Nach dem Fall der Mauer dehnte die degewo ihre Aktivitäten auch auf Brandenburg aus und übernahm tausende Wohnungen im Ostteil Berlins. Heute ist sie ein zentraler Akteur der Berliner Wohnungspolitik und ein wichtiges Instrument des Senats, um auf dem angespannten Wohnungsmarkt regulierend einzuwirken.

Der Wohnungsbestand der degewo: Zahlen und Fakten

Der Konzern bewirtschaftet einen beeindruckenden Bestand von über 75.000 Wohnungen und rund 1.500 Gewerbeeinheiten (Stand 2024). Damit ist die degewo die größte der landeseigenen und die zweitgrößte Wohnungsgesellschaft in Berlin insgesamt. Die Wohnungen verteilen sich über fast alle Berliner Bezirke, mit Schwerpunkten unter anderem in Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Spandau.

Ein zentraler Aspekt ist die Mietpreisentwicklung. Laut dem Geschäftsbericht für das Jahr 2024 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete im Bestand der degewo bei 6,86 Euro pro Quadratmeter. Dieser Wert liegt spürbar unter der durchschnittlichen Angebotsmiete auf dem freien Berliner Wohnungsmarkt. Dies unterstreicht den sozialen Auftrag des Unternehmens, bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Dennoch sind auch Mieter der degewo nicht vor Mieterhöhungen gefeit, wie interne Verlinkungen zu Kritik an Pensionskassen zeigen, die oft in Immobilien investieren.

Neubauprojekte: Wie die degewo neuen Wohnraum schafft

Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, investiert die degewo massiv in den Neubau von Wohnungen. Für das Jahr 2026 und die Folgejahre sind zahlreiche Projekte in der Planung oder bereits im Bau. Diese Vorhaben sind entscheidend, um die Wohnungsknappheit in der Hauptstadt zu lindern.

Aktuelle und geplante Neubauprojekte der degewo (Stand April 2026):

  • Berlin-Grünau: In Treptow-Köpenick entsteht ein neues Quartier mit 528 Wohnungen, das 2026 bezugsfertig sein soll. Der Entwurf sieht einen großzügigen Quartierspark als grüne Mitte vor.
  • Berlin-Biesdorf: An der Wuhlestraße in Marzahn-Hellersdorf wird bis 2028 ein Wohn- und Geschäftshaus mit 114 Wohnungen errichtet, von denen etwa die Hälfte mietpreisgebunden sein wird.
  • Berlin-Köpenick: Am Bahndamm entstehen 96 bezahlbare Wohnungen in Holz-Hybrid-Modulbauweise, die Ende 2026 fertiggestellt werden sollen.
  • Berlin-Spandau: In der Bismarckstraße läuft der Bau eines Komplexes mit 122 Wohnungen, deren Fertigstellung ebenfalls für 2026 geplant ist.
  • Berlin-Altglienicke: Im „Quartier der Vielfalt“ am Bohnsdorfer Weg werden ab Februar 2026 insgesamt 420 Einheiten bezugsfrei.

Diese Projekte zeigen den Fokus der degewo auf eine Mischung aus gefördertem und frei finanziertem Wohnungsbau, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen.

Wohnungssuche und Bewerbungsprozess bei der degewo

Die Wohnungssuche bei der degewo beginnt für die meisten Interessenten online über die Immobiliensuche auf der offiziellen Webseite des Unternehmens. Der Vermietungsprozess ist in vier Schritten transparent gestaltet und berücksichtigt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Um allen Bewerbern eine faire Chance zu geben, wird im ersten Schritt ein Zufallsprinzip angewendet, um aus den berechtigten Interessenten diejenigen für eine Besichtigung auszuwählen.

Potenzielle Mieter sollten alle notwendigen Unterlagen wie Einkommensnachweise und eine Schufa-Auskunft bereithalten. Die degewo warnt explizit vor Betrugsversuchen durch sogenannte Schwarzmakler, die vorgeben, im Auftrag des Unternehmens Wohnungen gegen eine Provision zu vermitteln. Alle Wohnungen der degewo werden ausschließlich provisionsfrei angeboten.

Service und Mieterzufriedenheit: Erfahrungen mit der degewo

Für die Betreuung ihrer Mieterinnen und Mieter hat die degewo eine zentrale Kundenberatung eingerichtet, die telefonisch und per E-Mail erreichbar ist. Zusätzlich steht das Online-Portal „Meine degewo“ zur Verfügung, über das Mieter Anliegen wie Schadensmeldungen oder Fragen zum Mietvertrag digital klären können.

Die Zufriedenheit der Mieter wird regelmäßig durch Befragungen ermittelt. Die Mieterbefragung 2025 ergab, dass über 94 % der Mietenden mit ihrer Wohnung zufrieden sind und rund 90 % die degewo weiterempfehlen würden. Gleichzeitig wurde aber auch Verbesserungspotenzial bei der Erreichbarkeit und im Service identifiziert. Online-Bewertungsplattformen zeichnen ein gemischtes Bild, wo neben positiven Erfahrungen auch Kritik an langen Wartezeiten oder dem Umgang mit Mängeln geäußert wird. Die Komplexität des Wohnungsmarktes und die damit verbundenen Herausforderungen spiegeln sich auch in anderen Bereichen wider, wie beispielsweise bei der XRP Prognose, wo Unsicherheiten eine große Rolle spielen.

Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit

Als kommunales Unternehmen bekennt sich die degewo zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Dies umfasst ein klares Bekenntnis zu den Menschenrechten und die Einhaltung von Sorgfaltspflichten in den Lieferketten, wie es das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) vorschreibt. Das Unternehmen engagiert sich zudem in der Quartiersentwicklung, um das soziale Miteinander in den Wohnanlagen zu fördern.

Ein weiterer strategischer Schwerpunkt ist die Nachhaltigkeit. Die degewo hat sich zum Ziel gesetzt, ihren gesamten Gebäudebestand bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu gestalten. Dies soll durch energetische Sanierungen, den Einsatz moderner Anlagentechnik und eine nachhaltige Energieversorgung erreicht werden. Der Einsatz von Holz-Hybrid-Bauweisen bei Neubauprojekten ist ein Beispiel für die Umsetzung dieser Strategie.

Kritik und Kontroversen

Trotz ihres sozialen Auftrags steht die degewo auch in der Kritik. Der Berliner Mieterverein warf dem Unternehmen 2023 vor, in einem Neubauprojekt versucht zu haben, den geltenden Mietenstopp zu umgehen und Mieterhöhungen mit ungeeigneten Vergleichswohnungen zu begründen. Solche Fälle zeigen das Spannungsfeld, in dem sich auch landeseigene Gesellschaften zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialem Auftrag bewegen.

In der Vergangenheit gab es zudem Auseinandersetzungen um den Umgang mit asbestbelasteten Wohnungen, bei denen Kritiker dem Unternehmen eine mangelhafte Informationspolitik und eine Verlagerung der Verantwortung auf die Mieter vorwarfen. Die Mitbestimmung der Mieter soll durch den gesetzlich verankerten Mieterrat gestärkt werden, der die Interessen der Mieterschaft gegenüber der Unternehmensleitung vertritt. Eine Übersicht über das Land Berlin als Gesellschafter und dessen Vorgaben ist auf den offiziellen Seiten des Senats zu finden.

Tabelle: Die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Berlins im Überblick

Gesellschaft Anzahl Wohnungen (ca.) Gründungsjahr
degewo AG 82.000 1924
HOWOGE 81.600 1990
Gewobag 74.600 1919
STADT UND LAND 52.000 1924
GESOBAU AG 48.400 1900
WBM 33.900 1990

Quelle: Angaben der Unternehmen, via inberlinwohnen.de und degewo.de, Stand 2024/2025

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur degewo

Was bedeutet degewo?

Die Abkürzung degewo stand ursprünglich für „Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues“. Heute firmiert das Unternehmen als degewo AG.

Wem gehört die degewo?

Die degewo ist eine landeseigene Wohnungsgesellschaft. Ihr alleiniger Gesellschafter ist das Land Berlin.

Wie viele Wohnungen hat die degewo?

Die degewo bewirtschaftet einen Bestand von über 75.000 Wohnungen und ist damit die größte kommunale Wohnungsgesellschaft in Berlin (Stand 2024). Die Zahl wächst durch Neubau und Ankauf stetig.

Wie kann ich mich bei der degewo für eine Wohnung bewerben?

Die Bewerbung erfolgt in der Regel online über die Wohnungsangebote auf der Webseite der degewo. Dort kann man sich direkt auf inserierte Wohnungen bewerben. Der Prozess ist mehrstufig und beginnt mit einer Interessensbekundung, gefolgt von einer möglichen Einladung zur Besichtigung.

Wie erreiche ich den Kundenservice der degewo?

Den Kundenservice der degewo erreichen Sie über die zentrale Rufnummer (030) 26485-5000 oder über das Online-Serviceportal „Meine degewo“. Die Servicezeiten der Hotline sind Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 18:00 Uhr und Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr.

Fazit

Die degewo ist mehr als nur ein Vermieter; sie ist ein entscheidender Akteur der Berliner Stadtentwicklung und Wohnungspolitik. Mit ihrem Fokus auf bezahlbaren Wohnraum, umfangreichen Neubauaktivitäten und einem klaren Bekenntnis zu sozialen und ökologischen Zielen versucht sie, dem angespannten Markt in der Hauptstadt entgegenzuwirken. Für hunderttausende Berlinerinnen und Berliner ist die degewo ein Synonym für ihr Zuhause. Während Mieterbefragungen eine hohe Zufriedenheit attestieren, zeigen einzelne Kritikpunkte auch, dass die Balance zwischen sozialem Auftrag und wirtschaftlichen Notwendigkeiten eine stetige Herausforderung bleibt. Weitere Informationen finden Sie direkt auf der offiziellen Webseite des Unternehmens.

Christian Wagner

Über Christian Wagner

Christian Wagner ist ein erfahrener Online-Redakteur und SEO-Experte mit einem tiefen Verständnis für die Immobilienwirtschaft und städtische Entwicklung. Seit über zehn Jahren analysiert er die Wohnungsmärkte in den DACH-Regionen, mit einem besonderen Fokus auf landeseigene Wohnungsbaugesellschaften und deren Rolle für eine soziale Stadtentwicklung. Seine Recherchen basieren auf verifizierten Quellen und aktuellen Geschäftsberichten, um eine fundierte und glaubwürdige Berichterstattung zu gewährleisten.

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