Alternative für Deutschland: Programm, Umfragen & Ziele 2026

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist eine der einflussreichsten Parteien in der Bundesrepublik. Hier finden Sie alle Fakten zum aktuellen Wahlprogramm 2026, den Zielen in der Migrations- und Wirtschaftspolitik sowie die neuesten Umfragewerte und Hintergründe zur Beobachtung durch den Verfassungsschutz.
Alternative für Deutschland
Alternative für Deutschland – Alternative für Deutschland: Programm, Umfragen & Ziele 2026

Die Alternative für Deutschland (AfD) gehört auch am 12.04.2026 zu den prägendsten politischen Kräften der Bundesrepublik. Seit ihrer Gründung hat die Partei eine rasante Entwicklung durchlaufen und ist mittlerweile in allen Landtagen sowie als zweitstärkste Fraktion im Bundestag vertreten. Insbesondere ihre Positionen zur Migrations-, Europa- und Wirtschaftspolitik sorgen für kontinuierliche gesellschaftliche Debatten.

Die Alternative für Deutschland ist eine rechtspopulistische und in Teilen als rechtsextrem eingestufte politische Partei in Deutschland. Sie wurde 2013 gegründet und ist seit der Bundestagswahl 2025 die zweitstärkste Kraft im Parlament. Aktuelle Umfragen sehen die Partei bundesweit bei stabilen 25 bis 26 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gründung und Status: Die AfD wurde am 6. Februar 2013 gegründet und wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als rechtsextremistischer Verdachtsfall beobachtet.
  • Parteivorsitz: Die Partei wird von einer Doppelspitze, bestehend aus Dr. Alice Weidel und Tino Chrupalla, geführt.
  • Wahlergebnisse: Bei der Bundestagswahl 2025 wurde die AfD mit 20,8 Prozent der Zweitstimmen zweitstärkste Kraft und stellt 152 Abgeordnete.
  • Aktuelle Umfragen (April 2026): Bundesweite Umfragen sehen die AfD bei 25-26 % und damit gleichauf oder knapp vor der Union.
  • Kernposition Migration: Ein zentrales Thema ist die Forderung nach einer „Kehrtwende in der Migrationspolitik“, inklusive des kontroversen Konzepts der „Remigration“.
  • Wirtschaftspolitik: Die AfD plant eine grundlegende Steuerreform mit einem einheitlichen Steuersatz von 25 % und eine stärkere Nutzung der Kernenergie.
  • Europapolitik: Die Partei steht der EU kritisch gegenüber und fordert deren Umwandlung in einen „Bund europäischer Nationen“. Ein Austritt Deutschlands („Dexit“) wird als Option gesehen.

Geschichte und Entwicklung der Alternative für Deutschland

Gegründet wurde die Alternative für Deutschland am 6. Februar 2013, zunächst primär als eurokritische Partei im Kontext der Staatsschuldenkrise. Gründerfiguren wie Bernd Lucke positionierten die Partei anfangs als wirtschaftsliberal und nationalkonservativ. Jedoch verschoben sich die inhaltlichen Schwerpunkte über die Jahre deutlich, insbesondere im Zuge der Flüchtlingskrise ab 2015. Folglich gewann der national-völkische Flügel an Einfluss, was zu mehreren Parteispaltungen und dem Austritt liberalerer Kräfte führte. Heute wird die Partei vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft und beobachtet.

Wahlprogramm 2026: Die politischen Ziele der AfD

Für das „Superwahljahr“ 2026, in dem mehrere Landtagswahlen anstehen, hat die Alternative für Deutschland ihre programmatischen Schwerpunkte weiter geschärft. Insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern rechnet sich die Partei Chancen aus, stärkste Kraft zu werden und Regierungsverantwortung zu übernehmen. Auf einem Landesparteitag am 11. und 12. April 2026 in Magdeburg beschließt der Landesverband Sachsen-Anhalt sein „Regierungsprogramm“, das als Blaupause für andere Bundesländer dienen könnte. Darin fordert die Partei unter anderem die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl und will in Schulen den „Nationalstolz entfachen“, etwa durch das tägliche Singen der Nationalhymne.

Migrationspolitik als Kernthema der Alternative für Deutschland

Das mit Abstand prominenteste Thema der Alternative für Deutschland ist die Migrations- und Asylpolitik. Die Partei fordert eine grundlegende Kehrtwende und die Beendigung der, aus ihrer Sicht, „illegalen Einwanderungsströme“. Zu den zentralen Forderungen gehören die Zurückweisung von Migranten an den Grenzen, die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber und die Umstellung von Geld- auf Sachleistungen. Der Begriff „Remigration“ spielt dabei eine zentrale Rolle. Obwohl die Partei dies öffentlich als die Abschiebung ausreisepflichtiger und krimineller Ausländer definiert, warnen Kritiker, dass damit auch die Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund gemeint sein könnte, die legal in Deutschland leben. Solche Debatten sind oft emotional aufgeladen, ähnlich wie die Diskussionen um die Zukunft des Box-Stars Agit Kabayel, der ebenfalls Migrationshintergrund hat.

Wirtschafts- und Sozialpolitik der Alternative für Deutschland

Im Bereich der Wirtschaftspolitik verfolgt die AfD einen marktliberalen Ansatz. Ein zentrales Vorhaben ist eine umfassende Steuerreform. Geplant ist ein einheitlicher Ertragsteuersatz von 25 % für Unternehmen und Privatpersonen. Zudem soll der Grundfreibetrag auf 15.000 Euro angehoben werden. Ökonomen wie Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kritisieren, dass von diesem Modell vor allem die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung profitieren würden. In der Energiepolitik setzt die AfD auf einen Wiedereinstieg in die Kernkraft. Sozialpolitische Forderungen wie eine stärkere Förderung von Familien mit deutschem Pass und die Beibehaltung der Rente mit 63 stehen im Kontrast zu den geplanten Steuersenkungen und werfen Finanzierungsfragen auf.

Die AfD und die Europäische Union

Die Alternative für Deutschland positioniert sich als fundamental EU-skeptisch. Sie lehnt die EU in ihrer jetzigen Form als „nicht reformierbar“ und „gescheitertes Projekt“ ab. Stattdessen strebt die Partei einen „Bund europäischer Nationen“ an, in dem die nationalen Parlamente wieder die oberste Souveränität besitzen. Sollten tiefgreifende Reformen nicht umsetzbar sein, fordert die Parteispitze ein Referendum über den Austritt Deutschlands aus der EU, einen sogenannten „Dexit“. Diese Haltung beeinflusst auch die Debatte über internationale Kooperationen, beispielsweise bei der Bewältigung von Lieferkettenproblemen, wie sie bei der Kerosin-Knappheit eine Rolle spielen.

Aktuelle Umfragen und Wahlergebnisse der AfD

Die Umfragewerte der AfD haben sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Anfang April 2026 liegt die Partei in bundesweiten Erhebungen von Instituten wie Forsa und Infratest dimap bei 25 bis 26 Prozent. Damit ist sie aktuell stärkste oder zweitstärkste Kraft, meist gleichauf mit der CDU/CSU. Dieser Trend knüpft an das Ergebnis der vorgezogenen Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 an, bei der die AfD mit 20,8 % der Zweitstimmen ihr bisher bestes Ergebnis auf Bundesebene erzielte und zur stärksten Oppositionsfraktion wurde.

Bundestagswahlergebnisse der AfD
Wahljahr Prozent (Zweitstimmen) Sitze im Bundestag Status
2013 4,7 % 0 Einzug verfehlt
2017 12,6 % 94 Drittstärkste Kraft
2021 10,3 % 83 Fünftstärkste Kraft
2025 20,8 % 152 Zweitstärkste Kraft

Beobachtung durch den Verfassungsschutz

Die Alternative für Deutschland steht seit März 2021 bundesweit als rechtsextremistischer Verdachtsfall unter Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz. Dies erlaubt den Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel. Mehrere Landesverbände, darunter Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, wurden von den jeweiligen Landesämtern bereits als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft. Eine geplante Hochstufung der Gesamtpartei im Mai 2025 wurde nach einer Klage der AfD durch eine Gerichtsentscheidung im Februar 2026 vorläufig ausgesetzt, bis eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren fällt. Die ehemalige Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) wurde 2023 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und löste sich daraufhin auf; eine Nachfolgeorganisation wurde gegründet.

Kontroversen und Kritik

Die AfD ist regelmäßig Gegenstand öffentlicher Kontroversen. Anfang 2026 sorgte eine Vetternwirtschaftsaffäre in Sachsen-Anhalt für Schlagzeilen. Dabei ging es um die Beschäftigung von Familienangehörigen durch Abgeordnete über Kreuz, wovon auch der dortige Spitzenkandidat Ulrich Siegmund betroffen sein soll. Kritiker werfen der Partei zudem vor, ein völkisch-nationalistisches und rassistisches Menschenbild zu vertreten. Insbesondere die Debatte um „Remigration“ löste bundesweite Proteste aus. Auch die Nähe zu autoritären Regimen und die Haltung zu historischen Fragen, wie sie kürzlich AfD-Politiker Markus Frohnmaier bei einem Auftritt in den USA äußerte, führen regelmäßig zu scharfer Kritik von anderen Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer sind die aktuellen Vorsitzenden der Alternative für Deutschland?

Die Bundesvorsitzenden der AfD sind seit 2022 Dr. Alice Weidel und Tino Chrupalla. Sie führen die Partei als Doppelspitze.

Was sind die zentralen Punkte im Wahlprogramm der AfD?

Die Kernthemen der AfD sind eine restriktive Migrations- und Asylpolitik, eine fundamentale Kritik an der Europäischen Union, eine marktliberale Wirtschafts- und Steuerpolitik sowie die Betonung der nationalen Identität und traditioneller Familienwerte.

Wie steht die Alternative für Deutschland zur EU?

Die AfD ist EU-skeptisch. Sie fordert, die EU in einen „Bund europäischer Nationen“ umzuwandeln und nationale Souveränität zurückzugewinnen. Ein Austritt Deutschlands aus der EU („Dexit“) wird als Option betrachtet, falls grundlegende Reformen scheitern.

Warum wird die AfD vom Verfassungsschutz beobachtet?

Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall ein. Als Gründe werden völkisch-nationalistische Positionen, die Missachtung der Menschenwürde von Minderheiten und Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung genannt. Mehrere Landesverbände gelten als gesichert rechtsextremistisch.

Wie hoch sind die aktuellen Umfragewerte der AfD?

Im April 2026 liegt die AfD in bundesweiten Umfragen stabil bei etwa 25 bis 26 Prozent. Damit gehört sie zu den stärksten politischen Kräften in Deutschland und liegt oft gleichauf mit der CDU/CSU.

Fazit

Die Alternative für Deutschland hat sich als eine feste Größe in der deutschen Parteienlandschaft etabliert. Mit einem klaren Fokus auf nationale Interessen, einer restriktiven Migrationspolitik und EU-Skepsis spricht sie einen erheblichen Teil der Wählerschaft an, wie die stabil hohen Umfragewerte im April 2026 zeigen. Gleichzeitig steht die Partei wegen ihrer radikalen Positionen, der Einstufung durch den Verfassungsschutz und wiederkehrenden Kontroversen unter ständiger kritischer Beobachtung. Die kommenden Wahlen werden zeigen, ob die Partei ihren politischen Einfluss weiter ausbauen und möglicherweise erstmals Regierungsverantwortung in einem Bundesland übernehmen kann.

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Von unserem Redakteur

Als erfahrener Online-Redakteur und SEO-Experte analysiert unser Autor seit Jahren die politische Landschaft in Deutschland. Seine Berichterstattung basiert auf sorgfältiger Recherche und verifizierten Quellen, um eine fundierte und objektive Darstellung zu gewährleisten. Er verfolgt die Entwicklungen der Alternative für Deutschland seit ihrer Gründung und liefert tiefgehende Einblicke in Programm, Strategie und gesellschaftliche Auswirkungen.

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