Der Tod von Guido Westerwelle jährte sich am 18. März 2026 zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass hat die ARD eine Dokumentation mit dem Titel „Westerwelle“ veröffentlicht, die am 9. März 2026 um 22:45 Uhr im Ersten ausgestrahlt wurde und in der ARD-Mediathek abrufbar ist. Die Dokumentation enthält bislang unveröffentlichte Tonaufnahmen, in denen der ehemalige FDP-Chef über seine Krankheit, den Tod und das Leben spricht.

Guido Westerwelle: Vom Aufstieg und Fall eines Politikers
Guido Westerwelle war einer der profiliertesten und umstrittensten Politiker der FDP. Er wurde am 27. Dezember 1961 in Bad Honnef geboren und starb am 18. März 2016 in Köln an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung. Westerwelle begann seine politische Karriere in der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale. 1994 wurde erGeneralsekretär der FDP und 2001 deren Parteivorsitzender. Unter seiner Führung erlebte die FDP einen Aufschwung und erreichte bei der Bundestagswahl 2009 mit 14,6 Prozent ihr bestes Ergebnis überhaupt.
Nach der Wahl wurde Westerwelle Außenminister und Vizekanzler in der schwarz-gelben Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Seine Amtszeit war von außenpolitischen Krisen und Kontroversen geprägt. Nach dem Scheitern der FDP bei der Bundestagswahl 2013 zog sich Westerwelle aus der Politik zurück. Im Juni 2014 wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert. Er starb im März 2016 im Alter von 54 Jahren. (Lesen Sie auch: Guido Westerwelle: Sein Leben, seine Politik &…)
Die ARD-Dokumentation „Westerwelle“
Die ARD-Dokumentation „Westerwelle“ zeichnet ein Porträt des Politikers und Menschen Guido Westerwelle. Im Zentrum stehen dabei unveröffentlichte Tonaufnahmen, die Westerwelle im Jahr 2015 während seiner Krebstherapie gemacht hat. In diesen Aufnahmen spricht er offen über seine Krankheit, seine Ängste und seine Hoffnungen. So sagt er beispielsweise: „Jahrzehntelang war ich ein Starker, und plötzlich bin ich ein ganz Schwacher.“
Die Dokumentation beleuchtet auch Westerwelles Beziehung zu seinem Ehemann Michael Mronz. Wie Stern.de berichtet, sprechen Mronz und Freunde Westerwelles über die gemeinsame Zeit und den Abschied. Mronz erinnert sich an die Worte Westerwelles: „Guido hat gesagt: Versprich mir: Lebe dein Leben und sei glücklich“.
Die Dokumentation zeigt Guido Westerwelle als einen Menschen, der trotz seiner Krankheit seinen Lebensmut nicht verloren hat. Sie ist ein berührendes Zeugnis seines Kampfes gegen den Krebs und seines Vermächtnisses als Politiker. (Lesen Sie auch: Wapo Bodensee: Neue Folgen und Wiederholungen im…)
Reaktionen und Einordnung
Die ARD-Dokumentation „Westerwelle“ hat in den Medien und in der Öffentlichkeit ein großes Echo gefunden. Viele Politiker und Journalisten haben sich zu Wort gemeldet und Westerwelle als einen bedeutenden Politiker und Menschen gewürdigt. So schrieb beispielsweise der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff auf Twitter: „Guido Westerwelle war ein brillanter Kopf und ein leidenschaftlicher Politiker. Wir werden ihn nicht vergessen.“
Die Dokumentation wurde auch für ihre Offenheit und Ehrlichkeit gelobt. Sie zeige Guido Westerwelle als einen Menschen mit Stärken und Schwächen. Die ARD-Mediathek bietet die Möglichkeit, die Dokumentation online anzusehen und sich selbst ein Bild von Guido Westerwelle zu machen.
Guido Westerwelle: Vermächtnis und Erinnerung
Guido Westerwelle war ein Politiker, der polarisierte. Er wurde für seine liberale Wirtschaftspolitik und seine pointierten Reden ebenso gelobt wie für seinen bisweilen provokanten Stil kritisiert. Unbestritten ist jedoch, dass er die FDP maßgeblich geprägt und die deutsche Politik mitgestaltet hat. (Lesen Sie auch: Bitpanda Enterprise: Krypto-Plattform setzt verstärkt)

Sein früher Tod hat viele Menschen berührt. Die ARD-Dokumentation „Westerwelle“ ist ein wichtiger Beitrag zur Erinnerung an einen außergewöhnlichen Politiker und Menschen. Sie zeigt, dass auch in der Politik Menschlichkeit und Mitgefühl ihren Platz haben.
Westerwelles politisches Erbe wird weiterhin diskutiert. Seine Verdienste um die Stärkung der Bürgerrechte und die Förderung der wirtschaftlichen Freiheit sind unbestritten. Seine Außenpolitik, die auf Dialog und Zusammenarbeit setzte, ist heute aktueller denn je. Guido Westerwelle bleibt eine wichtige Stimme in der deutschen Politik, auch über seinen Tod hinaus.
Informationen über seine Stiftung und sein Engagement für internationale Beziehungen sind auf der Webseite der Westerwelle Foundation zu finden. (Lesen Sie auch: 2026 Winter Paralympics: Eröffnungsfeier startet in Mailand)
Sendetermine und Verfügbarkeit der Dokumentation
| Sender | Datum | Uhrzeit |
|---|---|---|
| Das Erste | 09. März 2026 | 22:45 Uhr |
| ARD-Mediathek | Ab 09. März 2026 | Online verfügbar |
Häufig gestellte Fragen zu guido westerwelle
Woran ist Guido Westerwelle gestorben?
Guido Westerwelle starb am 18. März 2016 im Alter von 54 Jahren an den Folgen einer akuten myeloischen Leukämie. Die Diagnose erhielt er im Juni 2014, woraufhin er sich einer intensiven Behandlung unterzog. Trotz anfänglicher Erfolge kehrte die Krankheit jedoch zurück.
Wann war Guido Westerwelle Außenminister?
Guido Westerwelle war von 2009 bis 2013 Außenminister und Vizekanzler in der schwarz-gelben Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Seine Amtszeit war geprägt von zahlreichen internationalen Krisen und Herausforderungen, darunter die Eurokrise und der Arabische Frühling.
Was beinhaltete Guido Westerwelles politische Karriere?
Westerwelle begann seine politische Laufbahn bei den Jungen Liberalen. Er war von 1994 bis 2000 Generalsekretär der FDP und von 2001 bis 2011 Parteivorsitzender. Unter seiner Führung erreichte die FDP 2009 mit 14,6 Prozent ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl.
Wer war der Ehepartner von Guido Westerwelle?
Guido Westerwelle war mit Michael Mronz verheiratet. Die beiden gingen 2010 eine eingetragene Lebenspartnerschaft ein, die sie später in eine Ehe umwandelten. Michael Mronz ist ein deutscher Sportmanager und Veranstalter.
Welche Rolle spielte Guido Westerwelle in der FDP?
Guido Westerwelle prägte die FDP über viele Jahre maßgeblich. Er modernisierte die Partei und positionierte sie als bürgerliche Kraft der Mitte. Seine rhetorischen Fähigkeiten und sein Talent zur Zuspitzung machten ihn zu einem gefragten Redner und Interviewpartner.
