Die Winter Wetterbilanz fällt überraschend aus: Trotz gefühlt häufigen Schneefalls und eisiger Temperaturen war der vergangene Winter milder, trockener und sonniger als im langjährigen Durchschnitt. Dies geht aus den vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes hervor, der die klimatischen Bedingungen der vergangenen Monate analysiert hat.

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- Die Winter Wetterbilanz im Detail: Ein Überblick
- Wie war die Niederschlagsverteilung im Winter?
- Wie sonnig war der Winter im Vergleich zu anderen Jahren?
- Welche regionalen Unterschiede gab es?
- Wie beeinflusst der Klimawandel die Winter Wetterbilanz?
- Was können wir aus der Winter Wetterbilanz lernen?
- Häufig gestellte Fragen
Das Wichtigste in Kürze
- Der Winter 2023/2024 war der 15. Winter in Folge, der wärmer als die Referenzperiode 1961-1990 war.
- Die Durchschnittstemperatur lag bei 1,8 Grad Celsius, was 1,6 Grad über dem langjährigen Mittel liegt.
- Trotz regional hoher Schneemengen war der Winter insgesamt trockener als üblich.
- Die Sonnenscheindauer lag mit rund 180 Stunden deutlich über dem Durchschnitt.
Die Winter Wetterbilanz im Detail: Ein Überblick
Die vorläufige Winter Wetterbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeichnet ein Bild, das von den subjektiven Wahrnehmungen vieler Menschen abweicht. Während gefühlt vielerorts Schneechaos und eisige Kälte herrschten, zeigen die Daten, dass der Winter insgesamt milder, trockener und sonniger war als im langjährigen Mittel. Wie Stern berichtet, ist dies bereits der 15. Winter in Folge, der wärmer als die Referenzperiode von 1961 bis 1990 ausfiel.
Konkret lag die Durchschnittstemperatur im Winter 2023/2024 bei 1,8 Grad Celsius. Dies entspricht einer Abweichung von +1,6 Grad gegenüber dem Mittelwert der Referenzperiode (0,2 Grad Celsius). Der kälteste Tag des Winters wurde am 6. Januar in Oberstdorf im Allgäu mit -21,7 Grad Celsius gemessen.
Doch was bedeutet diese Wetterbilanz für uns und wie können wir uns auf zukünftige Winter einstellen?
Wie war die Niederschlagsverteilung im Winter?
Obwohl es regional zu teils ergiebigen Schneefällen kam, insbesondere in Norddeutschland, war der Winter insgesamt betrachtet trockener als üblich. Laut DWD fielen durchschnittlich 135 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Dies entspricht nur etwa 75 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode. Besonders trocken war der Dezember.
Meteorologe Andreas Walter vom Deutschen Wetterdienst erklärt: „Der Schnee bleibt halt lange liegen, aber der fällt nur ein Mal.“ Diese Aussage verdeutlicht, dass die subjektiv wahrgenommene Schneemenge nicht zwangsläufig mit der tatsächlichen Niederschlagsmenge übereinstimmt. Die Schneedecke kann durch langanhaltende Kälte konserviert werden, obwohl insgesamt weniger Niederschlag gefallen ist. (Lesen Sie auch: Mette-Marits Sohn vor Gericht: Prozess in Norwegen:…)
Trotz der Trockenheit gab es in Teilen Norddeutschlands den schneereichsten Winter seit 2010 bzw. 2012. Dies zeigt, dass die regionalen Unterschiede erheblich sein können und eine pauschale Aussage über den gesamten Winter schwierig ist.
Die Referenzperiode 1961-1990 dient als Vergleichsbasis, um langfristige Klimaveränderungen zu analysieren. Abweichungen von diesem Mittelwert geben Aufschluss über die Entwicklung des Klimas.
Wie sonnig war der Winter im Vergleich zu anderen Jahren?
Der Winter 2023/2024 präsentierte sich als ein sonniger Winter. Die Sonnenscheindauer betrug rund 180 Stunden und lag damit 18 Prozent über dem Soll von 153 Stunden. Besonders hervorzuheben ist der Dezember, der der zweitsonnigste seit 1951 war. Lediglich der Februar trübte das positive Gesamtbild etwas.
Die hohe Sonnenscheindauer im Dezember trug dazu bei, dass der Winter trotz der regionalen Kälteperioden insgesamt milder ausfiel. Die Sonneneinstrahlung erwärmte die Atmosphäre und den Boden, was sich positiv auf die Durchschnittstemperatur auswirkte.
Die Sonnenscheindauer wird vom Deutschen Wetterdienst mithilfe von Messstationen im gesamten Bundesgebiet erfasst. Die Daten werden zentral ausgewertet und dienen als Grundlage für die Erstellung der Winter Wetterbilanz.
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Welche regionalen Unterschiede gab es?
Die Wetterbedingungen im Winter 2023/2024 waren regional sehr unterschiedlich. Während es im Nordosten Deutschlands besonders trocken war, gab es in Teilen Norddeutschlands den schneereichsten Winter seit über zehn Jahren. Auch die Temperaturen variierten regional, wobei es im Süden tendenziell kälter war als im Norden.
Diese regionalen Unterschiede sind typisch für das deutsche Klima, das von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, darunter die Nähe zum Meer, die Höhenlage und die geografische Lage. Der DWD berücksichtigt diese regionalen Unterschiede bei der Erstellung seiner Wetterbilanz, um ein möglichst genaues Bild der klimatischen Bedingungen zu zeichnen.
Die regionalen Unterschiede zeigen auch, wie wichtig es ist, sich auf die lokalen Wetterbedingungen einzustellen. Während sich die Menschen in Norddeutschland auf Schnee und Eis vorbereiten mussten, waren die Auswirkungen des Winters in anderen Teilen des Landes weniger spürbar.
Wie beeinflusst der Klimawandel die Winter Wetterbilanz?
Die Tatsache, dass der Winter 2023/2024 der 15. Winter in Folge war, der wärmer als die Referenzperiode ausfiel, ist ein deutliches Zeichen für den Klimawandel. Die Erwärmung der Atmosphäre führt dazu, dass die Winter milder werden und die Schneefallgrenze steigt.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Winter sind vielfältig. Neben den steigenden Temperaturen und der abnehmenden Schneesicherheit sind auch Veränderungen in der Niederschlagsverteilung und der Häufigkeit von Extremwetterereignissen zu beobachten. So kann es beispielsweise zu häufigeren Starkregenereignissen im Winter kommen, die zu Überschwemmungen führen können.
Um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen, sind Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen unerlässlich. Nur so kann es gelingen, die Erwärmung der Atmosphäre zu verlangsamen und die Winter auch in Zukunft noch lebenswert zu gestalten. Die Webseite des Umweltbundesamtes bietet hierzu weiterführende Informationen. (Lesen Sie auch: Suchbild Mittelalter: Finden Sie Frau, Hund und…)

Der Klimawandel ist ein komplexes Phänomen, das durch den Anstieg der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre verursacht wird. Die wichtigsten Treibhausgase sind Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Sie entstehen vor allem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas.
Was können wir aus der Winter Wetterbilanz lernen?
Die Winter Wetterbilanz des DWD liefert wertvolle Informationen über die klimatischen Bedingungen der vergangenen Monate. Sie zeigt, dass der Winter 2023/2024 zwar milder, trockener und sonniger war als im langjährigen Mittel, aber auch regionale Unterschiede und extreme Wetterereignisse zu verzeichnen waren.
Aus der Winter Wetterbilanz können wir lernen, dass das Klima sich wandelt und dass wir uns auf veränderte Wetterbedingungen einstellen müssen. Dies betrifft sowohl die individuelle Anpassung, beispielsweise durch die Wahl der richtigen Kleidung und die Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse, als auch die gesamtgesellschaftliche Anpassung, beispielsweise durch den Ausbau des Hochwasserschutzes und die Förderung erneuerbarer Energien.
Um sich optimal auf zukünftige Winter vorzubereiten, empfiehlt es sich, die Wettervorhersagen des DWD regelmäßig zu verfolgen und sich über die aktuellen Warnungen und Hinweise zu informieren. So können Sie rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um sich und Ihre Familie vor den Auswirkungen extremer Wetterereignisse zu schützen.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „milder Winter“ im Kontext der Wetterbilanz?
Ein milder Winter bedeutet, dass die Durchschnittstemperatur über den gesamten Winter höher liegt als im langjährigen Durchschnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es keine kalten Tage oder Schneefälle geben kann.
Wie wird die Sonnenscheindauer in der Wetterbilanz gemessen?
Die Sonnenscheindauer wird mithilfe von speziellen Messgeräten, sogenannten Heliographen, an verschiedenen Standorten in Deutschland gemessen. Die Daten werden zentral erfasst und ausgewertet, um die durchschnittliche Sonnenscheindauer für den Winter zu bestimmen.
Welche Auswirkungen hat ein trockener Winter auf die Landwirtschaft?
Ein trockener Winter kann negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben, da er zu einer geringeren Bodenfeuchtigkeit im Frühjahr führen kann. Dies kann das Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen und zu Ernteausfällen führen, insbesondere bei Kulturen, die viel Wasser benötigen.
Wie kann ich mich auf extreme Wetterereignisse im Winter vorbereiten?
Um sich auf extreme Wetterereignisse im Winter vorzubereiten, sollten Sie sich regelmäßig über die Wettervorhersagen und Warnungen des DWD informieren. Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten haben und dass Ihr Haus ausreichend isoliert ist.
Warum ist die Referenzperiode 1961-1990 so wichtig für die Winter Wetterbilanz?
Die Referenzperiode 1961-1990 dient als Vergleichsbasis, um langfristige Klimaveränderungen zu analysieren. Sie ermöglicht es, die aktuellen Wetterbedingungen mit den klimatischen Bedingungen der Vergangenheit zu vergleichen und Trends und Veränderungen im Klima zu erkennen.
Die vorliegende winter wetterbilanz zeigt deutlich die Auswirkungen des Klimawandels. Es ist wichtig, dass wir uns dieser Herausforderung stellen und Maßnahmen ergreifen, um die Erwärmung der Atmosphäre zu verlangsamen. Nur so können wir die Winter auch in Zukunft noch lebenswert gestalten und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Wirtschaft minimieren.




