Baukonjunktur Europa: Ifo Erwartet Starkes Wachstum bis 2026

«Die europäische Bauwirtschaft schaltet 2026 aus dem Leerlauf direkt in den übernächsten Gang», so Ludwig Dorffmeister vom Ifo-Institut. Diese Aussage deutet auf eine deutliche Belebung der Baukonjunktur Europa hin. Für das laufende Jahr wird ein reales Wachstum von 2,4 Prozent erwartet, was eine erhebliche Steigerung gegenüber den mageren 0,3 Prozent des Vorjahres darstellt. Diese Entwicklung
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«Die europäische Bauwirtschaft schaltet 2026 aus dem Leerlauf direkt in den übernächsten Gang», so Ludwig Dorffmeister vom Ifo-Institut. Diese Aussage deutet auf eine deutliche Belebung der Baukonjunktur Europa hin. Für das laufende Jahr wird ein reales Wachstum von 2,4 Prozent erwartet, was eine erhebliche Steigerung gegenüber den mageren 0,3 Prozent des Vorjahres darstellt. Diese Entwicklung verspricht auch für die Schweizer Bauwirtschaft positive Impulse.

Symbolbild zum Thema Baukonjunktur Europa
Symbolbild: Baukonjunktur Europa (Bild: Picsum)

Wie entwickelt sich die Baukonjunktur in Europa und was bedeutet das für die Schweiz?

Die europäische Bauwirtschaft erlebt einen Aufschwung, der sich auch in der Schweiz bemerkbar machen dürfte. Für 2026 wird ein deutlicher Anstieg erwartet, der sich bis 2028 fortsetzen soll. Treiber sind sowohl der Wohnungsbau als auch der Tiefbau, während der übrige Hochbau etwas weniger stark wachsen wird. Diese Entwicklung könnte die Nachfrage nach Baumaterialien und Dienstleistungen in der Schweiz ankurbeln. (Lesen Sie auch: Heizen gegen die Kälte: Erdgasspeicher in Deutschland…)

International

  • Wachstum der europäischen Bauwirtschaft von 2,4 Prozent im laufenden Jahr erwartet.
  • Sowohl Wohnungs- als auch Tiefbau sind die Haupttreiber des Wachstums.
  • Das Marktvolumen im Wohnungs- und Tiefbau soll bis 2028 um 7,5 Prozent steigen.
  • Deutschland erreicht voraussichtlich erst in diesem Jahr die Talsohle im Wohnungsbau.

Welche Faktoren befeuern die Baukonjunktur in Europa?

Mehrere Faktoren tragen zum Aufschwung der Baukonjunktur in Europa bei. Einerseits herrscht in vielen Regionen ein knappes Wohnraumangebot, was den Bedarf an Neubauten erhöht. Andererseits besteht ein enormer Investitionsbedarf im Verkehrs- und Energiesektor, der den Tiefbau ankurbelt. Projekte im Bereich erneuerbare Energien und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sind hierbei besonders relevant.

📌 Hintergrund

Das knappe Wohnraumangebot in vielen europäischen Städten und Regionen ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter das Bevölkerungswachstum, die Zuwanderung und die steigende Urbanisierung. Gleichzeitig führt der Klimawandel zu einem erhöhten Bedarf an Investitionen in den Energiesektor, insbesondere im Bereich erneuerbare Energien.

Wie wirkt sich das Sondervermögen in Deutschland auf die Bauwirtschaft aus?

Die Auswirkungen des sogenannten Sondervermögens in Deutschland auf die Bauwirtschaft sind noch unklar. Wie Stern berichtet, wird ein wesentlicher Teil des Sondervermögens voraussichtlich nicht für Investitionen genutzt. Im Verkehrsbereich profitieren vor allem Projekte im Schienensektor von den zusätzlichen Finanzmitteln. Für die Schweizer Bauwirtschaft könnte dies bedeuten, dass deutsche Unternehmen verstärkt im eigenen Land aktiv sind, was den Wettbewerb um Aufträge in der Schweiz beeinflussen könnte.

Wohnungsbau in Europa: Wie entwickeln sich die Fertigstellungszahlen?

Die Zahl der Wohnungsfertigstellungen in den 19 von Euroconstruct untersuchten Ländern wird voraussichtlich von 1,44 Millionen im vergangenen Jahr auf 1,66 Millionen im Jahr 2028 steigen. In Deutschland wird die Talsohle der Vorhersage nach allerdings erst im laufenden Jahr erreicht. Trotz eines prognostizierten Rückgangs im Jahr 2026 wird für die Folgejahre wieder ein Anstieg erwartet. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen hat zuletzt bereits angezogen, jedoch wird es einige Zeit dauern, bis die Bauvorhaben auch umgesetzt werden.

Welche regionalen Unterschiede gibt es in der Schweizer Baukonjunktur?

Die Baukonjunktur in der Schweiz variiert je nach Kanton. In städtischen Gebieten wie Zürich und Genf ist die Nachfrage nach Wohnraum besonders hoch, was zu einer regen Bautätigkeit führt. In ländlichen Kantonen hingegen ist die Bautätigkeit oft geringer, da hier weniger Bedarf an Neubauten besteht. Zudem spielen regionale Unterschiede in der Wirtschaftskraft und der Infrastruktur eine Rolle. Beispielsweise profitieren Kantone mit einem starken Tourismussektor von Investitionen in Hotel- und Freizeiteinrichtungen.

Detailansicht: Baukonjunktur Europa
Symbolbild: Baukonjunktur Europa (Bild: Picsum)
📊 Zahlen & Fakten

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beobachtet die Entwicklung der Baukonjunktur genau, da sie einen wichtigen Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat. Die SNB berücksichtigt bei ihrer Geldpolitik auch die Situation im Bausektor, um Preisstabilität und ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten.

Welche Auswirkungen hat die europäische Baukonjunktur auf die Schweizer Wirtschaft?

Die positive Entwicklung der baukonjunktur europa hat auch Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. Schweizer Bauunternehmen und Zulieferer können von der steigenden Nachfrage in den Nachbarländern profitieren. Zudem kann die Belebung der Bauwirtschaft in Europa dazu beitragen, die Schweizer Wirtschaft insgesamt anzukurbeln. Allerdings gibt es auch Risiken, wie beispielsweise steigende Preise für Baumaterialien und Fachkräfte, die die Baukosten in der Schweiz erhöhen könnten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die europäische Baukonjunktur vor einem deutlichen Wachstum steht, von dem auch die Schweiz profitieren kann. Die regionalen Unterschiede innerhalb der Schweiz sollten jedoch berücksichtigt werden, um die Chancen und Risiken optimal zu nutzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation im Detail entwickelt, aber die Zeichen stehen gut für eine positive Entwicklung der Bauwirtschaft in den kommenden Jahren. Die Schweizer Bauwirtschaft sollte sich darauf einstellen, von den positiven Impulsen zu profitieren und gleichzeitig die Herausforderungen im Blick behalten, um langfristig erfolgreich zu sein. Die staatlichen Stellen beobachten die Lage genau.

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