BASF Stellenabbau: Was Bedeutet das für Ludwigshafen?

Der BASF Stellenabbau betrifft rund 4.800 Beschäftigte weltweit bis Ende 2025. Der Chemiekonzern reagiert damit auf anhaltenden Kostendruck, Überkapazitäten und hohe Energiepreise, insbesondere am Stammwerk Ludwigshafen. Ziel ist es, die jährlichen Kosten um 2,3 Milliarden Euro zu senken und die Produktivität zu steigern.
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Der BASF Stellenabbau betrifft rund 4.800 Beschäftigte weltweit bis Ende 2025. Der Chemiekonzern reagiert damit auf anhaltenden Kostendruck, Überkapazitäten und hohe Energiepreise, insbesondere am Stammwerk Ludwigshafen. Ziel ist es, die jährlichen Kosten um 2,3 Milliarden Euro zu senken und die Produktivität zu steigern.

Symbolbild zum Thema BASF Stellenabbau
Symbolbild: BASF Stellenabbau (Bild: Picsum)

Kernpunkte

  • BASF baut bis Ende 2025 weltweit 4.800 Stellen ab, etwa die Hälfte davon in Deutschland.
  • Der Konzern will jährliche Kosteneinsparungen von 2,3 Milliarden Euro erreichen.
  • Die Investitionen werden von 2026 bis 2029 um 20 Prozent reduziert.
  • Das Stammwerk Ludwigshafen kämpft mit geringer Auslastung.
  • BASF erwartet auch für das laufende Jahr ein Übergangsjahr.
Unternehmen: BASF
Umsatz: 73,9 Milliarden Euro (2023)
Gewinn/Verlust: Verlust von 627 Millionen Euro (2023)
Mitarbeiterzahl: 112.000 (Ende 2023)
Branche: Chemie
Veränderung zum Vorjahr: Umsatz -11,1%, Gewinn deutlich gesunken

BASF unter Druck: Stellenabbau und Sparmaßnahmen

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF setzt seinen Sparkurs fort. Wie Stern berichtet, sollen bis Ende 2025 rund 4.800 Stellen weltweit abgebaut werden. Etwa die Hälfte davon entfällt auf Deutschland. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf den anhaltenden Kostendruck, die Überkapazitäten am Weltmarkt und die hohen Energiepreise, die besonders das Stammwerk in Ludwigshafen belasten.

Vorstandschef Markus Kamieth sieht keine schnelle Erholung der Chemiebranche und erwartet auch für das laufende Jahr ein Übergangsjahr. Der Konzern will daher konsequent an der Verbesserung der Produktivität arbeiten und effizienter werden. Die Investitionen sollen ebenfalls deutlich sinken: Für die BASF-Gruppe sind Sachinvestitionen von 13 Milliarden Euro von 2026 bis 2029 geplant – 20 Prozent weniger als ursprünglich anvisiert.

📊 Zahlen & Fakten

BASF konnte bis Ende des vergangenen Jahres eine jährliche Kostensenkung von rund 1,7 Milliarden Euro erreichen. Das avisierte Ziel wurde damit um 100 Millionen Euro übertroffen, wie Finanzvorstand Dirk Elvermann berichtete.

Warum der Stellenabbau bei BASF?

Der Stellenabbau bei BASF ist eine Folge mehrerer Faktoren. Zum einen kämpft der Konzern mit einem hohen Kostendruck, der durch gestiegene Energiepreise und zunehmenden Wettbewerb entstanden ist. Insbesondere das Stammwerk Ludwigshafen leidet unter einer geringen Auslastung, was die Rentabilität des Standorts beeinträchtigt. Zum anderen belasten Überkapazitäten am Weltmarkt die Preise und Margen in der Chemieindustrie. BASF muss daher seine Kosten senken und seine Effizienz steigern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. (Lesen Sie auch: BASF Stellenabbau: 4.800 Jobs fallen Weg –…)

Ein weiterer Grund für den Stellenabbau ist die Transformation der Chemieindustrie hin zu einer nachhaltigeren Produktion. BASF investiert verstärkt in neue Technologien und Geschäftsmodelle, die weniger ressourcenintensiv sind. Dies führt jedoch auch dazu, dass bestimmte Produktionsbereiche weniger Personal benötigen.

Wie hoch sind die Einmalkosten des Sparprogramms?

Die Einmalkosten für das Sparprogramm bezifferte Finanzvorstand Dirk Elvermann auf 1,9 Milliarden Euro. Diese Kosten umfassen unter anderem Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter und Aufwendungen für die Restrukturierung von Produktionsanlagen.

Wie geht es mit dem Stammwerk Ludwigshafen weiter?

Das Stammwerk Ludwigshafen ist mit rund 33.000 Beschäftigten der größte Standort von BASF weltweit. Der Standort kämpft jedoch seit längerem mit einer geringen Auslastung und hohen Kosten. Vorstandschef Kamieth kündigte zwar keine weiteren größeren Schließungen von Anlagen an, betonte aber, dass sich der bereits angekündigte Mitarbeiterabbau in den Jahren 2026 und 2027 fortsetzen werde.

BASF will das Stammwerk Ludwigshafen durch Investitionen in neue Technologien und eine stärkere Fokussierung auf margenstarke Produkte zukunftsfähig machen. Dazu gehört auch die Entwicklung von nachhaltigeren Produktionsverfahren, die weniger Energie und Rohstoffe verbrauchen. Es bleibt aber abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um den Standort langfristig zu sichern.

📌 Hintergrund

Das Stammwerk Ludwigshafen ist seit der Gründung von BASF im Jahr 1865 das Herzstück des Unternehmens. Hier werden zahlreiche chemische Produkte hergestellt, die in verschiedenen Industrien eingesetzt werden. (Lesen Sie auch: BASF Prognose 2026: Was Anleger Jetzt Wissen…)

Was bedeutet das für die Beschäftigten?

Der Stellenabbau bei BASF ist für die betroffenen Beschäftigten eine schwierige Situation. Viele Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze und fragen sich, wie es für sie weitergehen wird. BASF hat angekündigt, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten und den betroffenen Mitarbeitern Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung anzubieten. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie erfolgreich diese Bemühungen sein werden.

Für die verbleibenden Mitarbeiter bedeutet der Stellenabbau eine höhere Arbeitsbelastung und möglicherweise auch eine größere Unsicherheit. Es ist daher wichtig, dass BASF die Mitarbeiter in den Veränderungsprozess einbezieht und ihnen Perspektiven für die Zukunft aufzeigt.

Wie ist die Stimmung in der Belegschaft?

Die Stimmung in der Belegschaft von BASF ist angesichts des Stellenabbaus und der anhaltenden Unsicherheit angespannt. Viele Mitarbeiter sind besorgt um ihre Zukunft und fordern von der Unternehmensleitung mehr Transparenz und eine klare Strategie für die Zukunft des Unternehmens. Die Gewerkschaften haben angekündigt, sich für die Interessen der Beschäftigten einzusetzen und einen sozialverträglichen Stellenabbau zu fordern.

Es ist zu erwarten, dass die Stimmung in der Belegschaft weiterhin angespannt bleiben wird, solange die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und die Zukunftsperspektiven des Stammwerks Ludwigshafen unklar sind.

Detailansicht: BASF Stellenabbau
Symbolbild: BASF Stellenabbau (Bild: Picsum)

Wie steht BASF im internationalen Vergleich da?

BASF ist der größte Chemiekonzern der Welt und gehört zu den wichtigsten Unternehmen in Deutschland. Im internationalen Vergleich steht BASF jedoch zunehmend unter Druck. Chinesische Chemieunternehmen holen auf und drängen mit niedrigeren Preisen auf den Markt. Auch die hohen Energiepreise in Deutschland belasten die Wettbewerbsfähigkeit von BASF. (Lesen Sie auch: Condor Terminal 3: Distanziert sich von Lufthansa)

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, muss BASF seine Kosten senken, seine Effizienz steigern und in neue Technologien investieren. Der Stellenabbau ist ein Teil dieser Strategie, aber es sind weitere Maßnahmen erforderlich, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Laut einer Analyse der Handelsblatt, muss BASF sich stärker auf Spezialchemie und nachhaltige Produkte konzentrieren, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Was bedeutet das für Verbraucher und die Branche?

Der Stellenabbau bei BASF hat Auswirkungen auf Verbraucher und die gesamte Chemiebranche. Durch die Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen will BASF seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten und seine Produkte weiterhin zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Dies kommt letztendlich auch den Verbrauchern zugute.

Für die Chemiebranche insgesamt ist der Stellenabbau bei BASF ein Zeichen für den zunehmenden Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Andere Chemieunternehmen werden möglicherweise ähnliche Maßnahmen ergreifen, um ihre Kosten zu senken und ihre Effizienz zu steigern.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) warnt vor den negativen Folgen der hohen Energiekosten in Deutschland und fordert von der Politik Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen. Andernfalls drohe eine Abwanderung von Produktionskapazitäten ins Ausland.

Insgesamt zeigt der BASF Stellenabbau, dass die Chemieindustrie in Deutschland vor großen Herausforderungen steht und sich grundlegend wandeln muss, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. (Lesen Sie auch: EU Mercosur: Handel startet, Was Bedeutet das…)

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