Winterwetter Deutschland: Glatteis-Alarm im Nordosten!

Wie beeinflusst das Winterwetter Deutschland? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor Glatteis im Nordosten Deutschlands durch gefrierenden Regen, während in den Alpen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee erwartet wurden. Stürmische Böen traten in höheren Lagen auf, was Autofahrer und Reisende beeinträchtigte.
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Wie beeinflusst das Winterwetter Deutschland? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor Glatteis im Nordosten Deutschlands durch gefrierenden Regen, während in den Alpen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee erwartet wurden. Stürmische Böen traten in höheren Lagen auf, was Autofahrer und Reisende beeinträchtigte.

Symbolbild zum Thema Winterwetter Deutschland
Symbolbild: Winterwetter Deutschland (Bild: Picsum)

Das ist passiert

  • Glatteiswarnung für den Nordosten Deutschlands durch gefrierenden Regen.
  • Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee in den Alpen, besonders im Allgäu.
  • Stürmische Böen in Küstenabschnitten und im Bergland, bis zu 100 km/h auf dem Brocken.
  • Milderung und Tauwetter setzen von Westen her ein.

Glatteisgefahr im Nordosten Deutschlands

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab eine deutliche Warnung vor Glatteis im Nordosten Deutschlands heraus. Betroffen war ein Gebiet östlich einer Linie von Ostholstein über den Harz bis ins westliche Erzgebirge. Die Gefahr bestand in der Nacht zum Samstag und bis in den Vormittag hinein. Ursache war gefrierender Regen, der sich von West nach Ost ausbreitete und auf den gefrorenen Boden traf, was zu gefährlicher Glätte führte. Autofahrer wurden zu besonderer Vorsicht gemahnt.

⚠️ Achtung

Gefrierender Regen entsteht, wenn Regen durch eine kalte Luftschicht in Bodennähe fällt und sofort gefriert. Dies führt zu einer geschlossenen Eisfläche auf Straßen und Wegen.

Schneefall in den Alpen

Während der Nordosten mit Glatteis zu kämpfen hatte, meldeten die Alpenregionen ergiebige Schneefälle. Besonders das Allgäu war betroffen, wo örtlich bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fielen. Am Alpenrand wurden oberhalb von 1000 Metern Höhe verbreitet 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee erwartet, in Staulagen sogar bis zu 30 Zentimeter. Dies führte zu erschwerten Bedingungen im Straßenverkehr und im Wintersport. (Lesen Sie auch: Winterwetter Deutschland: Schneechaos und Glätte – Frühlingswärme…)

Die Schneefallgrenze stieg im Laufe des Samstags rasch auf über 1000 Meter an. Mit der einsetzenden Milderung ging der Schnee in tiefen Lagen in Regen über. In einigen Mittelgebirgslagen konnten bis Montagabend durch Regen und Schmelzwasser 50 bis 80 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen.

Stürmischer Wind in Küstenregionen und im Bergland

Zusätzlich zum Glatteis und Schneefall sorgte kräftiger Wind für ungemütliches Wetter. An Küstenabschnitten und im Bergland waren Böen bis 60 Kilometer pro Stunde möglich. Auf dem Brocken, dem höchsten Berg im Harz, wurden sogar schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde erwartet. Auch am Samstag blieb es im Bergland stürmisch. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte entsprechende Warnungen, um die Bevölkerung zu informieren und zu sensibilisieren.

Wie entsteht Glatteis und was sind die Gefahren?

Glatteis entsteht, wenn Regen auf eine gefrorene Oberfläche trifft und sofort gefriert. Diese dünne Eisschicht ist oft kaum sichtbar und daher besonders gefährlich. Sie führt zu extrem rutschigen Straßen und Wegen, was das Risiko von Stürzen und Verkehrsunfällen deutlich erhöht. Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit anpassen und besonders vorsichtig fahren.

Die Gefahren von Glatteis sind vielfältig. Fußgänger können leicht stürzen und sich verletzen, während Autofahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verlieren können. Besonders gefährlich ist es auf Brücken und in Senken, wo sich das Eis besonders schnell bildet. Es ist ratsam, bei Glatteiswarnungen unnötige Fahrten zu vermeiden und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. (Lesen Sie auch: Halbtaucher Kokain: Marine stoppt Drogen-U-Boot vor Mexiko)

💡 Tipp

Bei Glatteis sollten Fußgänger auf festes Schuhwerk mit gutem Profil achten. Autofahrer sollten Winterreifen verwenden und ihre Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse anpassen.

Auswirkungen auf den Verkehr

Das Winterwetter in Deutschland hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr. Im Nordosten kam es aufgrund von Glatteis zu zahlreichen Unfällen. In den Alpen behinderten Schneefall und stürmischer Wind den Verkehr. Einige Straßen mussten gesperrt werden, und es kam zu erheblichen Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Deutsche Bahn AG warnte vor Verspätungen und Zugausfällen. Wie Stern berichtet, riefen die Behörden zur Vorsicht auf.

Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, unnötige Fahrten zu vermeiden und sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Es wurde empfohlen, ausreichend Zeit für die Fahrt einzuplanen und das Fahrzeug entsprechend den winterlichen Bedingungen auszurüsten. Der ADAC gab Tipps zur sicheren Fahrt im Winter.

Wie geht es weiter mit dem Winterwetter in Deutschland?

Nach dem Wochenende mit Glatteis, Schneefall und stürmischem Wind deutete sich eine Wetterberuhigung an. Die Temperaturen stiegen, und von Westen her setzte Tauwetter ein. Allerdings blieb es in den höheren Lagen der Alpen weiterhin winterlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete für die kommende Woche wechselhaftes Wetter mit gelegentlichen Niederschlägen. Die Temperaturen sollten im milden Bereich liegen, sodass es in den tieferen Lagen kaum noch zu Schneefall kommen sollte. (Lesen Sie auch: Lecanemab Alzheimer: Kein Nutzen des neuen Medikaments?)

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Häufig gestellte Fragen

Welche Regionen in Deutschland waren besonders stark vom Glatteis betroffen?

Besonders betroffen war der Nordosten Deutschlands, speziell ein Gebiet östlich einer Linie von Ostholstein über den Harz bis ins westliche Erzgebirge. Hier sorgte gefrierender Regen für gefährliche Straßenverhältnisse.

Wie viel Neuschnee wurde in den Alpen erwartet?

Am Alpenrand wurden oberhalb von 1000 Metern Höhe verbreitet 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee erwartet, in Staulagen bis zu 30 Zentimeter, im Allgäu örtlich sogar bis zu 40 Zentimeter. (Lesen Sie auch: Hochwasser Frankreich: Venedig-Zustände – Was Passiert?)

Welche Auswirkungen hatte das Winterwetter auf den Verkehr?

Das Winterwetter führte zu zahlreichen Unfällen durch Glatteis, Behinderungen durch Schneefall und stürmischen Wind. Einige Straßen mussten gesperrt werden, und es kam zu Verspätungen im öffentlichen Nahverkehr.

Was ist gefrierender Regen und warum ist er so gefährlich?

Gefrierender Regen entsteht, wenn Regen durch eine kalte Luftschicht in Bodennähe fällt und sofort gefriert. Die dünne Eisschicht ist oft kaum sichtbar und macht Straßen und Wege extrem rutschig.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten bei Glatteis getroffen werden?

Fußgänger sollten auf festes Schuhwerk achten, und Autofahrer sollten Winterreifen verwenden und ihre Geschwindigkeit anpassen. Unnötige Fahrten sollten vermieden werden, und es ist ratsam, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Das beschriebene Winterwetter in Deutschland verdeutlicht die Notwendigkeit, sich auf extreme Wetterbedingungen einzustellen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind dabei essenziell, um die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen und Schäden zu minimieren. Das Winterwetter Deutschland bleibt ein Thema, das ständige Aufmerksamkeit erfordert.

Illustration zu Winterwetter Deutschland
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Wetter: Auf Schneechaos und Glätte folgt milde Luft

Der Schnee hat wieder einmal den Verkehr in der Luft und am Boden im Süden lahmgelegt. Doch am Wochenende steigen die Temperaturen wieder deutlich. Zuvor kann es in der Nacht…
rené benko

Der Schnee hat wieder einmal den Verkehr in der Luft und am Boden im Süden lahmgelegt. Doch am Wochenende steigen die Temperaturen wieder deutlich. Zuvor kann es in der Nacht noch einmal glatt werden.

Erst heftige Schneefälle, dann der nächste Winterumschwung: In Deutschland kündigt sich nach zahlreichen Flugausfällen und Unfällen bereits der nächste Wetterwechsel an. Während der Winter am Freitag vor allem in Bayern und Österreich noch einmal für erhebliche Behinderungen sorgte, stellt sich zum Wochenende bundesweit deutlich mildere Luft rein. Zuvor warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) allerdings noch einmal vor Glätte in der kommenden Nacht.

In der Nacht droht erneut Glätte

Bis zum Abend lässt der Schneefall nach Angaben des DWD an den Alpen nach. In der Nacht zum Samstag kann es jedoch vor allem in den Mittelgebirgen und erneut im Alpenraum noch einmal schneien. Erwartet werden ein bis fünf Zentimeter Neuschnee ab etwa 400 bis 600 Metern. In der Osthälfte Deutschlands ist vorübergehend auch in tieferen Lagen leichter Schneefall möglich.

Zudem rechnen die Meteorologen gebietsweise mit gefrierendem Regen – etwa östlich einer Linie Ostholstein–Harz–Schwäbische Alb. „Das bedeutet wie so häufig dieser Tage Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr“, sagte DWD-Meteorologe Thorsten Kaluza. Auch für Fußgänger und Radfahrer könne es glatt werden.

Am Wochenende wird es deutlich wärmer

Ab Samstag setzt sich dann zunehmend mildere Luft durch. Während im Nordosten am Freitag noch Dauerfrost herrschte, werden am Wochenende bundesweit deutlich höhere Temperaturen erwartet. Die Höchstwerte liegen am Samstag zwischen 8 und 12 Grad, am Sonntag sind örtlich bis zu 15 Grad möglich. „Am Sonntag findet man kaum noch Maxima unter 10 Grad Plus“, sagte Kaluza.

Das Wichtigste zu Wochenende

Mit der milderen Luft kommt allerdings auch wechselhaftes Wetter: In rascher Folge ziehen Tiefausläufer mit Regen über Deutschland hinweg. Laut DWD könnten die Niederschläge regional auch relevant für mögliche Warnungen werden. Wo noch Schnee liegt, kann zusätzlich Schmelzwasser abfließen.

Chaos an Flughäfen in München und Wien

Am Münchner Flughafen kam es erneut zu Verspätungen und Streichungen. Mittlerweile seien die Beeinträchtigungen durch das Wetter jedoch überwunden, sodass Starts und Landungen wie geplant liefen, sagte ein Sprecher am Nachmittag. Am Donnerstag war es den Angaben zufolge zu 100 Annullierungen gekommen, am Freitag zu rund 50. Wegen besserer Wetteraussichten seien am Wochenende keine Beeinträchtigungen mehr zu erwarten.

In Wien war der Flugbetrieb wegen rund 20 Zentimetern Neuschnee in der Nacht vorübergehend eingestellt worden. Mehr als 150 Flüge wurden gestrichen. Gegen Mittag nahm der Airport den Betrieb wieder auf, Verspätungen und weitere Ausfälle seien jedoch nicht ausgeschlossen.

Der Winterdienst sei seit Donnerstagabend durchgehend im Einsatz, hieß es. Etwa 1.000 Lastwagen-Ladungen mit insgesamt rund 15.000 Tonnen Schnee seien bisher beseitigt worden.

Wetterchaos in Bayern

Auch auf den Straßen kam es zu zahlreichen Einsätzen – vor allem in Oberbayern und Schwaben rückten die Einsatzkräfte vermehrt aus, wie die Polizeipräsidien mitteilten.

Allein im südlichen Oberbayern habe es rund 75 Einsätze wegen Schneefalls und Glätte gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Häufig blieb es bei Unfällen mit Blechschäden. Insgesamt zwölf Menschen wurden demnach leicht verletzt. Mal stießen die Autofahrer gegen die Leitplanke, mal landeten sie im Graben. Außerdem war Schneebruch ein Problem: Mehrere Bäume stürzten dadurch auf die Straßen.

So funktioniert Wochenende

Auch im Norden Oberbayerns gab es laut einem Sprecher in der Nacht mehr Unfälle als sonst. Eine genaue Anzahl gab er nicht an. Es gebe aber keine Verletzten.

Schwerer Unfall am Münchner Autobahnring

In Unterfranken hingegen beruhigte sich die Lage noch am Donnerstagabend, wie ein Sprecher erklärte. Bis dahin rückten die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Unterfranken demnach allerdings zu mehr als 100 Einsätzen aus. In der Nacht sei nichts mehr dazugekommen.

Zu einem schweren Unfall war es am späten Donnerstagabend am Münchner Autobahnring gekommen. Ein Familienvater fuhr von der A99 bei Aschheim auf einen Parkplatz ab, kam von der winterlichen Fahrbahn ab und prallte gegen einen geparkten Sattelzug. Das Auto schob sich unter den Auflieger des Lastwagens. Der 51 Jahre alte Fahrer, seine 47-jährige Ehefrau und ihre zehn Jahre alte Tochter kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Lawine schiebt Bus von der Straße

Im österreichischen Bundesland Tirol wurde ein Bus, der Firmenangestellte zu ihrem Unternehmen bringen sollte, von einer Lawine erfasst und von der Straße geschoben. Keiner der zwölf Insassen sei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Bereits am Donnerstag war ein Münchner Autofahrer in Österreich mit einem Räumfahrzeug kollidiert und mit seinem Auto 30 Meter in steilem Gelände abgestürzt. Der 52-Jährige war mit seiner 17 Jahre alten Tochter bei Sölden auf einer schneebedeckten Straße bergab unterwegs, wie die Polizei mitteilte. In einer Linkskurve kam ihm das Räumfahrzeug entgegen, wobei ihr Auto mit diesem kollidierte. Bei dem Absturz wurden der Fahrer schwer und die Tochter leicht verletzt. Obwohl bei schneebedeckter Straße auf der Route Schneeketten Pflicht seien, seien beim Unfallfahrzeug keine montiert gewesen, hieß es.

Was ist Wochenende?

Rund 30.000 Haushalte in der Steiermark ohne Strom 

In der Steiermark waren rund 30.000 Haushalte ohne Strom. Dort waren nach einer Störungsübersicht der Energienetze Steiermark viele Trafo-Stationen ausgefallen.

Auch auf Bahnstrecken machte sich das Winterwetter bemerkbar. So fiel auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck ein Baum auf die Gleise und beschädigte die Oberleitung. Die Züge aus München endeten deshalb vorzeitig am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.

Hohe Lawinengefahr in vielen Wintersportregionen 

In Norditalien wurde derweil ein weiterer tödlicher Lawinenabgang gemeldet. Ein 54-Jähriger war nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstagnachmittag mit einer Gruppe weiterer Deutscher auf einer Skitour auf 2.550 Metern Höhe in der Nähe der Gemeinde Saint-Nicolas im Aostatal an der Grenze zu Frankreich unterwegs, als es zu dem Unglück kam.

Zwei Skitourengeher wurden verschüttet, einer von ihnen starb nach Ansa-Angaben später im Krankenhaus an den Folgen der Unterkühlung. Angesichts ergiebiger Schneefälle ist die Lawinengefahr in vielen Wintersportregionen Europas derzeit hoch. In den vergangenen Tagen gab es auch in Österreich, Frankreich und der Schweiz mehrere tödliche Unglücke.

Quelle: Stern

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