Es ist ein Aufschrei der Empörung, der durch die sozialen Medien Chinas hallt: Lebende Hamster als Preise in einem Greifautomaten. „Das ist doch keine Tombola, sondern Tierquälerei!“, so der Tenor der entrüsteten Kommentare. Ein Einkaufszentrum in Shenzhen wurde zum Schauplatz dieser bizarren und ethisch fragwürdigen Attraktion, die nun aber – nach einem öffentlichen Aufschrei – wieder abgebaut wurde.

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| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| Hamster Greifautomat | Entfernt nach Protesten | Unbekannt | Shenzhen, China | Aufschrei in sozialen Medien, Entfernung des Automaten |
Empörung in Shenzhen: Wie kam es zum Hamster-Greifautomaten-Skandal?
Die südchinesische Metropole Shenzhen, bekannt für ihre Innovationskraft und wirtschaftlichen Erfolge, sah sich plötzlich mit einem Fall von mutmaßlicher Tierquälerei konfrontiert. Ein Bericht von Stern zufolge, tauchte in einem Einkaufszentrum ein Greifautomat auf, der anstelle von Plüschtieren lebende Hamster als „Gewinne“ anbot. Bilder, die in den sozialen Netzwerken kursierten, zeigten die kleinen Nager, zusammengepfercht in den Ecken des Automaten, ausgeliefert dem potenziellen Zugriff ungeschickter, mechanischer Greifarme.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Nutzer sozialer Medien äußerten ihren Unmut über die Behandlung der Tiere und prangerten die Aktion als verantwortungslos und tierquälerisch an. Der Hashtag #HamsterGreifautomat trendete innerhalb kürzester Zeit und löste eine Welle der Kritik aus, die schließlich auch die lokalen Behörden auf den Plan rief. (Lesen Sie auch: Bonus Prinz Vergewaltigungsprozess: Urteil im Fall Høiby)
Auf einen Blick
- Lebende Hamster wurden in einem Greifautomaten in Shenzhen als Preise angeboten.
- Soziale Medien starteten einen Sturm der Entrüstung über Tierquälerei.
- Der Automat wurde nach dem öffentlichen Aufschrei entfernt.
- Anstelle der Hamster wurden Wasserbecken mit Fischen und Schildkröten aufgestellt.
Was bedeutet das Ergebnis?
Der Vorfall verdeutlicht, wie wichtig das Thema Tierschutz in der chinesischen Gesellschaft geworden ist. Die schnelle Reaktion der Öffentlichkeit und die umgehende Entfernung des Automaten zeigen, dass solche Praktiken nicht toleriert werden. Es bleibt jedoch die Frage, ob dies ein Einzelfall war oder ob ähnliche Vorfälle in anderen Städten Chinas existieren. Die Tierschutzorganisation PETA verurteilt die Aktion scharf und fordert ein landesweites Verbot von Lebewesen in solchen Automaten. „Tiere sind keine Ware, die man einfach so aus einem Automaten ziehen kann“, so ein Sprecher der Organisation gegenüber dem Nachrichtenportal Tag24.
Wie reagierte die Spielhalle auf die Kritik?
Reporter, aufmerksam geworden durch die Berichte in den sozialen Medien, suchten die Spielhalle in Shenzhen auf. Sie fanden den Hamster-Greifautomat nicht mehr vor. Mitarbeiter bestätigten, dass das Gerät abgebaut worden war. Eine offizielle Stellungnahme des Betreibers gab es jedoch nicht. Stattdessen präsentierte sich den Reportern ein neues Bild: Anstelle der Hamster befanden sich nun Wasserbecken mit Fischen und Schildkröten an gleicher Stelle, die mit kleinen Netzen gefangen werden konnten. Ein weiteres fragwürdiges Unterfangen, das erneut die Frage nach dem respektvollen Umgang mit Lebewesen aufwirft.
Die Tierschutzgesetze in China sind im Vergleich zu westlichen Standards weniger streng. Es gibt zwar Gesetze zum Schutz gefährdeter Arten, aber der Schutz von Kleintieren wie Hamstern ist weniger umfassend geregelt. Dieser Fall könnte jedoch dazu beitragen, das Bewusstsein für Tierschutzfragen in der Bevölkerung zu schärfen und möglicherweise zu einer Überarbeitung der bestehenden Gesetze führen. (Lesen Sie auch: Insekten: Studie: Eintagsfliegen akrobatisch auf Wolke sieben…)
Die Haltung zu Tieren variiert stark in China. Während viele Menschen Haustiere lieben und gut versorgen, gibt es auch traditionelle Praktiken, die aus westlicher Sicht als Tierquälerei gelten könnten. Der Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch ist in einigen Regionen noch immer üblich, obwohl es zunehmend Kritik und Proteste dagegen gibt.
Welche Konsequenzen hat der Vorfall für die Betreiber?
Es ist noch unklar, ob die Betreiber der Spielhalle mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Die lokalen Behörden haben angekündigt, den Fall zu prüfen. Sollten Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen festgestellt werden, drohen Bußgelder oder sogar die Schließung der Spielhalle. Entscheidender ist jedoch der Imageschaden, den das Unternehmen erlitten hat. Die negativen Schlagzeilen und die Kritik in den sozialen Medien können langfristige Auswirkungen auf den Geschäftserfolg haben.
Die chinesische Regierung hat in den letzten Jahren verstärkt Maßnahmen zur Förderung des Tierschutzes ergriffen. So wurden beispielsweise strengere Regeln für Zoos und Tierparks erlassen. Auch in der Bevölkerung wächst das Bewusstsein für die Rechte der Tiere. Organisationen wie die Animals Asia Foundation setzen sich seit Jahren für den Schutz von Tieren in China ein und leisten wichtige Aufklärungsarbeit. Es bleibt zu hoffen, dass der Fall des Hamster-Greifautomaten zu einem Umdenken in der Gesellschaft führt und dazu beiträgt, dass Tiere in Zukunft respektvoller behandelt werden. (Lesen Sie auch: Ihre Gewinnzahlen?: Hier finden Sie die Lottozahlen…)
Die „Nanfang Daily“ berichtete, dass ähnliche Automaten bereits in anderen chinesischen Städten gesichtet wurden. Dies deutet darauf hin, dass es sich möglicherweise nicht um einen isolierten Fall handelt, sondern um eine verbreitetere Praxis. Die Behörden sind nun gefordert, diese Vorfälle zu untersuchen und sicherzustellen, dass solche Automaten aus dem Verkehr gezogen werden.

Animals Asia Foundation setzt sich für den Schutz von Tieren in Asien ein.
Der Fall des Hamster-Greifautomaten in Shenzhen ist ein trauriges Beispiel dafür, wie Tiere als bloße Ware behandelt werden können. Er zeigt aber auch, dass es in der Gesellschaft ein wachsendes Bewusstsein für Tierschutzfragen gibt und dass solche Praktiken nicht länger hingenommen werden. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall zu einem Umdenken führt und dazu beiträgt, dass Tiere in Zukunft respektvoller behandelt werden. (Lesen Sie auch: Türkei: Gast findet Mikrochip im Essen –…)



