Im Rahmen eines Feggy Ostrosky Interview gab die renommierte Neuropsychologin Einblicke in ihre Arbeit mit Gewalttätern und Serienmördern. Ostrosky Shejet, die über 370 solcher Fälle untersucht hat, beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie ein Mensch zum Bösen wird und ob sich anhand des Gehirns erkennen lässt, ob jemand zum Mörder prädestiniert ist. Ihre Forschungsergebnisse werfen ein Schlaglicht auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Gehirnstruktur, psychischer Verfassung und kriminellem Verhalten.

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Kann man am Gehirn erkennen, ob jemand ein Mörder ist?
Die Frage, ob sich kriminelles Verhalten im Gehirn manifestiert, ist Gegenstand intensiver Forschung. Feggy Ostrosky Shejet betont, dass es keine einfachen Antworten gibt. Bestimmte Auffälligkeiten in Gehirnregionen, die für Empathie, Impulskontrolle und Entscheidungsfindung zuständig sind, können jedoch Hinweise liefern. Diese Erkenntnisse sind aber nur ein Puzzleteil im Gesamtbild der forensischen Psychologie und dürfen nicht zur Vorverurteilung missbraucht werden.
Die wichtigsten Fakten
- Feggy Ostrosky Shejet hat über 370 Gewalttäter und Serienmörder untersucht.
- Ihre Forschung konzentriert sich auf die neuronalen Grundlagen von Gewalt.
- Sie untersucht, ob bestimmte Gehirnstrukturen mit kriminellem Verhalten korrelieren.
- Ostrosky Shejet betont die Komplexität der Ursachen von Gewalt.
Die Arbeit einer Neuropsychologin im forensischen Bereich
Die Arbeit von Feggy Ostrosky Shejet ist vielschichtig und anspruchsvoll. Sie führt neuropsychologische Untersuchungen an Gewalttätern durch, um mögliche Hirnschäden oder -funktionsstörungen zu identifizieren. Diese Erkenntnisse können dazu beitragen, die Ursachen für das kriminelle Verhalten besser zu verstehen und gegebenenfalls therapeutische Maßnahmen zu entwickeln. Wie Stern berichtet, ist es ihr Ziel, durch ihre Forschung einen Beitrag zur Prävention von Gewalt zu leisten.
Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen werden oft in Gerichtsverfahren als Gutachten verwendet. Dabei ist es wichtig zu betonen, dass neuropsychologische Befunde niemals als alleiniger Beweis für Schuld oder Unschuld dienen dürfen. Sie sind vielmehr ein Baustein in der Gesamtbewertung des Falles. Die ethischen Aspekte ihrer Arbeit sind Ostrosky Shejet stets bewusst. (Lesen Sie auch: Rick Davis Interview Enkelin: Süßer Auftritt Begeistert…)
Die Neuropsychologie ist ein interdisziplinäres Feld, das Neurologie und Psychologie verbindet. Sie untersucht die Zusammenhänge zwischen Gehirnfunktionen und Verhalten.
Die Frage nach der Entstehung des Bösen
Eine der zentralen Fragen, mit denen sich Feggy Ostrosky Shejet beschäftigt, ist die nach der Entstehung des Bösen. Gibt es einen „geborenen Verbrecher“, dessen Gehirn von Geburt an auf Gewalt programmiert ist? Oder sind es vielmehr äußere Faktoren wie traumatische Erfahrungen, soziale Umstände und psychische Erkrankungen, die einen Menschen zum Täter machen?
Die Antwort ist komplex und vielschichtig. Ostrosky Shejet betont, dass es keine einfachen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge gibt. Vielmehr spielen genetische Veranlagung, Umweltfaktoren und individuelle Erfahrungen eine Rolle. Die Forschung der Neuropsychologin zielt darauf ab, die komplexen Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren besser zu verstehen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass neuropsychologische Forschung nicht dazu dient, Menschen zu stigmatisieren oder zu diskriminieren. Vielmehr soll sie dazu beitragen, Risikofaktoren für Gewalt zu identifizieren und präventive Maßnahmen zu entwickeln. Die Erkenntnisse können auch dazu beitragen, Straftäter besser zu behandeln und zu resozialisieren. (Lesen Sie auch: morgenstern: Fastenzeit startet: Verzicht bringt die „körpereigene…)
Die Tagesschau berichtet regelmäßig über neue Erkenntnisse in der forensischen Psychologie und Kriminologie.
Die Rolle der Gehirnstruktur bei Empathie und Impulskontrolle
Ein wichtiger Aspekt der Forschung von Feggy Ostrosky Shejet ist die Untersuchung der Gehirnstrukturen, die für Empathie und Impulskontrolle zuständig sind. Studien haben gezeigt, dass bei Gewalttätern oft Auffälligkeiten in diesen Gehirnregionen zu finden sind. So kann beispielsweise der präfrontale Kortex, der für die Planung und Steuerung von Handlungen zuständig ist, weniger aktiv sein. Auch die Amygdala, die für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist, kann verändert sein.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Auffälligkeiten nicht zwangsläufig zu kriminellem Verhalten führen müssen. Viele Menschen mit ähnlichen Gehirnstrukturen werden niemals straffällig. Vielmehr sind es die Kombination verschiedener Faktoren, die einen Menschen zum Täter machen. Die Forschung von Ostrosky Shejet trägt dazu bei, die komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen.
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) bietet umfassende Informationen zu psychischen Erkrankungen und deren Behandlung.

Ethische Aspekte der forensischen Neuropsychologie
Die forensische Neuropsychologie wirft wichtige ethische Fragen auf. Dürfen neuropsychologische Befunde in Gerichtsverfahren verwendet werden? Wie kann man verhindern, dass Menschen aufgrund ihrer Gehirnstruktur diskriminiert werden? Wie kann man die Privatsphäre von Straftätern schützen? (Lesen Sie auch: Mandeldrink Schimmelpilzgift: Warnung für Kinder Ausgesprochen!)
Feggy Ostrosky Shejet ist sich der ethischen Verantwortung ihrer Arbeit bewusst. Sie betont, dass neuropsychologische Befunde niemals als alleiniger Beweis für Schuld oder Unschuld dienen dürfen. Sie müssen immer im Kontext der Gesamtbewertung des Falles betrachtet werden. Zudem ist es wichtig, die Privatsphäre von Straftätern zu schützen und sicherzustellen, dass ihre Daten nicht missbraucht werden.
Die Forschung von Ostrosky Shejet trägt dazu bei, die ethischen Standards in der forensischen Neuropsychologie zu verbessern. Sie engagiert sich für eine verantwortungsvolle Anwendung neuropsychologischer Erkenntnisse im Strafrechtssystem.
Die Arbeit von Feggy Ostrosky Shejet ist von großer Bedeutung für das Verständnis von Gewalt und Kriminalität. Ihre Forschungsergebnisse werfen ein Schlaglicht auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Gehirnstruktur, psychischer Verfassung und kriminellem Verhalten. Sie trägt dazu bei, Risikofaktoren für Gewalt zu identifizieren und präventive Maßnahmen zu entwickeln. Es bleibt zu hoffen, dass ihre Arbeit dazu beiträgt, die Gesellschaft sicherer zu machen und Straftätern eine Chance zur Resozialisierung zu geben. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind weitere Studien geplant, um die Erkenntnisse zu vertiefen.




