Die ChatGPT Warnung einer ehemaligen OpenAI-Forscherin wiegt schwer: Zoe Hitzig, die zwei Jahre bei OpenAI forschte, sieht in der Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) eine Wiederholung der Fehler, die bereits bei sozialen Medien gemacht wurden. Sie befürchtet, dass der Fokus auf Aufmerksamkeit und Monetarisierung zu Lasten des Datenschutzes und der gesellschaftlichen Auswirkungen geht.

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Das Wichtigste in Kürze
- Ehemalige OpenAI-Forscherin warnt vor den Gefahren von KI, insbesondere ChatGPT.
- Sie sieht Parallelen zu den Problemen, die durch soziale Medien entstanden sind.
- Der Fokus auf Aufmerksamkeit und Monetarisierung könnte negative Folgen haben.
- Datenschutz und ethische Aspekte müssen bei der KI-EntwicklungPriorität haben.
| PRODUKT: | ChatGPT, OpenAI, Preis: Kostenlose Version verfügbar, Abo-Modelle für erweiterte Funktionen, Verfügbarkeit: Web, iOS, Android, Besonderheiten: Generiert Texte, übersetzt Sprachen, beantwortet Fragen |
|---|---|
| SICHERHEIT: | Betroffene Systeme: Alle Systeme, die ChatGPT nutzen, Schweregrad: Hoch (Datenschutz, Manipulation), Patch verfügbar?: Nein (kontinuierliche Verbesserung), Handlungsempfehlung: Sensiblen Daten nicht anvertrauen, Ergebnisse kritisch prüfen |
| APP: | ChatGPT, Plattform: iOS, Android, Preis: Free/Abo, Entwickler: OpenAI |
Welche Gefahren sieht eine Ex-OpenAI-Forscherin in ChatGPT?
Zoe Hitzig, die zuvor bei OpenAI tätig war, äußert eine deutliche ChatGPT Warnung. Sie befürchtet, dass der Wettlauf um Aufmerksamkeit und die Monetarisierung von KI-Technologien wie ChatGPT dazu führen könnten, dass Datenschutz und ethische Aspekte vernachlässigt werden. Hitzig sieht Parallelen zu den Anfängen der sozialen Medien, wo ähnliche Prioritäten zu Problemen wie Fake News und Manipulation führten.
Wie funktioniert ChatGPT in der Praxis?
ChatGPT, entwickelt von OpenAI, ist ein fortschrittliches Sprachmodell, das auf riesigen Datenmengen trainiert wurde. Es kann menschenähnliche Texte generieren, Sprachen übersetzen, Fragen beantworten und sogar kreative Inhalte wie Gedichte oder Drehbücher erstellen. In der Praxis bedeutet das, dass Nutzer ChatGPT beispielsweise nutzen können, um E-Mails zu verfassen, Ideen für Blogbeiträge zu sammeln oder komplexe Sachverhalte vereinfacht erklären zu lassen. Wie Stern berichtet, sieht Hitzig hier jedoch auch eine Gefahr, da die Technologie missbraucht werden könnte, um Desinformationen zu verbreiten oder Nutzer zu manipulieren.
ChatGPT lernt kontinuierlich dazu. Je mehr Daten dem Modell zur Verfügung stehen, desto besser werden die Ergebnisse. Dies birgt jedoch auch das Risiko, dass das Modell Vorurteile und Stereotypen aus den Trainingsdaten übernimmt. (Lesen Sie auch: Blizzard Warnung: Heftiger Wintersturm trifft den Nordosten!)
Vorteile und Nachteile von ChatGPT
ChatGPT bietet zweifellos viele Vorteile. Es kann die Produktivität steigern, indem es repetitive Aufgaben automatisiert und Nutzern hilft, schnell und einfach an Informationen zu gelangen. Im Bildungsbereich kann ChatGPT beispielsweise als Lernhilfe dienen oder Schülern und Studenten beim Schreiben von Aufsätzen unterstützen. Andererseits birgt die Technologie auch Risiken. Die Generierung von Fake News, die Verbreitung von Hassreden und die Manipulation von Nutzern sind nur einige der potenziellen Gefahren. Zudem besteht die Gefahr, dass ChatGPT Arbeitsplätze ersetzt, insbesondere in Bereichen, in denen repetitive Aufgaben dominieren.
Welche Alternativen gibt es zu ChatGPT?
Neben ChatGPT gibt es eine Reihe weiterer KI-Sprachmodelle, die ähnliche Funktionen bieten. Dazu gehören beispielsweise Google Bard, Microsoft Bing AI und Cohere. Jedes dieser Modelle hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Google Bard beispielsweise ist eng in das Google-Ökosystem integriert und bietet einen direkten Zugriff auf Suchergebnisse. Microsoft Bing AI hingegen ist in die Bing-Suchmaschine integriert und bietet zusätzliche Funktionen wie die Generierung von Bildern. Eine umfassende vergleichende Analyse verschiedener KI-Modelle bietet beispielsweise Heise online. Es ist wichtig, die verschiedenen Optionen zu vergleichen und das Modell auszuwählen, das am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Bei der Nutzung von ChatGPT und ähnlichen KI-Modellen ist Vorsicht geboten. Die Ergebnisse sollten immer kritisch geprüft werden, da sie fehlerhaft oder irreführend sein können. Zudem sollten sensible Daten nicht an KI-Modelle anvertraut werden, da diese möglicherweise nicht ausreichend geschützt sind.
ChatGPT und der Datenschutz: Ein Balanceakt
Der Datenschutz ist ein zentraler Aspekt bei der Nutzung von ChatGPT. Da das Modell auf riesigen Datenmengen trainiert wurde, besteht die Gefahr, dass persönliche Daten ungewollt in die Trainingsdaten gelangen. Zudem werden die Eingaben der Nutzer gespeichert und zur Verbesserung des Modells verwendet. Es ist daher wichtig, sich bewusst zu sein, welche Daten man an ChatGPT übermittelt und welche Datenschutzeinstellungen man vornimmt. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union stellt hierbei einen wichtigen Rahmen dar, der den Schutz personenbezogener Daten gewährleisten soll. Unternehmen wie OpenAI sind verpflichtet, die Bestimmungen der DSGVO einzuhalten und die Daten der Nutzer verantwortungsvoll zu behandeln. Informationen zur DSGVO finden sich auf der offiziellen Webseite der Europäischen Kommission. (Lesen Sie auch: Schneechaos München: 500 Reisende Strandeten im Flugzeug)
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Die Rolle der Werbung im KI-Zeitalter
Die Monetarisierung von KI-Technologien wie ChatGPT erfolgt häufig über Werbung. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass die Algorithmen darauf optimiert werden, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu maximieren und sie möglichst lange auf der Plattform zu halten. Dies kann zu einer Verzerrung der Informationen und zur Verbreitung von Clickbait-Inhalten führen. Zudem besteht die Gefahr, dass die Werbung personalisiert wird und die Nutzer gezielt mit Inhalten angesprochen werden, die ihre Vorurteile und Ängste verstärken. Es ist daher wichtig, die Rolle der Werbung im KI-Zeitalter kritisch zu hinterfragen und alternative Monetarisierungsmodelle zu entwickeln, die den Datenschutz und die Interessen der Nutzer in den Vordergrund stellen.
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Wie geht es weiter mit der KI-Entwicklung?
Die Entwicklung künstlicher Intelligenz steht noch am Anfang. Es ist wichtig, dass die Technologie verantwortungsvoll eingesetzt wird und dass Datenschutz und ethische Aspekte Priorität haben. Die ChatGPT Warnung von Zoe Hitzig sollte als Weckruf dienen, um die potenziellen Gefahren der KI-Entwicklung zu erkennen und gegenzusteuern. Nur so kann sichergestellt werden, dass die KI-Technologie zum Wohle der Gesellschaft eingesetzt wird und nicht zu einer Quelle von Problemen und Konflikten wird. (Lesen Sie auch: El Mencho Tot: Ende einer Ära für…)
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Die Zukunft der KI hängt davon ab, wie wir mit den Herausforderungen umgehen, die mit dieser Technologie verbunden sind. Es ist wichtig, dass wir uns der potenziellen Risiken bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um sie zu minimieren. Gleichzeitig sollten wir die Chancen nutzen, die die KI bietet, um unser Leben zu verbessern und die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Die Entwicklung einer ethischen und verantwortungsvollen KI ist eine gemeinsame Aufgabe, die alle Akteure – Forscher, Unternehmen, Regierungen und die Zivilgesellschaft – betrifft.




