Die ADAC Pannenhilfe war im vergangenen Jahr fast 3,7 Millionen Mal im Einsatz. Das bedeutet, dass etwa alle neun Sekunden ein Pannennotruf beim Automobilclub einging. Doch was sind die häufigsten Ursachen für diese Hilferufe und was bedeutet das für Autofahrer?

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Verkehrs-Info
- Häufigste Pannenursache: Probleme mit der Starterbatterie.
- Deutlicher Anstieg der Pannen bei E-Autos und Plug-in-Hybriden.
- Digitale Pannenmeldungen nehmen weiter zu.
- Fahrradfahrer benötigen ebenfalls immer öfter Pannenhilfe.
Die Pannenstatistik im Detail
Im Jahr 2025 verzeichnete die ADAC Pannenhilfe insgesamt 3.691.813 Einsätze. Wie Stern berichtet, sind das rund 60.000 Einsätze mehr als im Vorjahr (2024), was einem Anstieg von 1,6 Prozent entspricht. Besonders hoch war die Belastung am 29. Dezember 2025, dem „Rekordtag“, an dem die Pannenhelfer alle fünf Sekunden zu einem Einsatz gerufen wurden – insgesamt 18.588 Mal. Der Januar war mit 356.847 Einsätzen der pannenreichste Monat des Jahres.
| Fakt | Details |
|---|---|
| Gesamteinsätze 2025 | 3.691.813 |
| Anstieg gegenüber 2024 | 1,6 Prozent (ca. 60.000 Einsätze) |
| Einsätze am Rekordtag (29.12.2025) | 18.588 |
| Einsätze im pannenreichsten Monat (Januar) | 356.847 |
Was sind die häufigsten Pannenursachen?
Die häufigste Ursache für einen Anruf bei der ADAC Pannenhilfe sind nach wie vor Probleme mit der Starterbatterie. Im Jahr 2025 waren 45,4 Prozent aller Pannen auf eine defekte oder entladene Batterie zurückzuführen. Defekte im Motormanagement oder Hochvoltsystem, beispielsweise bei Einspritzung, Zündung und Motorik, verursachten 21,8 Prozent der Pannen.
Lassen Sie Ihre Autobatterie regelmäßig überprüfen, besonders vor dem Winter. Eine schwache Batterie ist oft die Ursache für Startprobleme bei kalten Temperaturen.
Anstieg der Pannen bei E-Autos und Plug-in-Hybriden
Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden steigt auch die Zahl der Pannen in diesem Bereich. Die ADAC Pannenhilfe verzeichnete 50.445 Einsätze bei E-Autos, was einem Anstieg von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr (43.678 Einsätze) entspricht. Bei Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen waren es 59.985 Einsätze, etwa 13 Prozent mehr als 2024. (Lesen Sie auch: Wetter Bochum: Unwetterwarnung für: Was bedeutet)
Dieser Anstieg ist laut ADAC auf die steigende Anzahl von E-Autos und das zunehmende Alter der Fahrzeuge zurückzuführen. Ähnlich wie bei Verbrennern treten auch bei Elektroautos mit der Zeit Verschleißerscheinungen auf, die zu Pannen führen können.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Die steigende Zahl der Pannen verdeutlicht, wie wichtig eine regelmäßige Wartung und Inspektion des Fahrzeugs ist. Besonders die Starterbatterie sollte regelmäßig überprüft werden, um unerwartete Pannen zu vermeiden. Auch bei E-Autos und Plug-in-Hybriden ist eine regelmäßige Wartung wichtig, um mögliche Defekte frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Für Autofahrer bedeutet dies auch, dass sie sich auf Pannen vorbereiten sollten. Eine Mitgliedschaft beim ADAC kann im Pannenfall schnelle und unkomplizierte Hilfe bieten. Zudem ist es ratsam, ein Starthilfekabel im Auto mitzuführen, um im Notfall selbst Starthilfe leisten zu können oder von anderen entgegennehmen zu können.
Achten Sie auf die Signale Ihres Fahrzeugs. Ungewöhnliche Geräusche, Warnleuchten oder Startprobleme sollten ernst genommen und von einer Werkstatt überprüft werden.
Wie funktioniert die digitale Pannenmeldung?
Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeit, ihre Pannen digital per App oder über die Homepage des ADAC zu melden. Der Anteil dieser digitalen Meldungen ist im Vergleich zu 2024 um 16 Prozent auf 695.520 gestiegen. Die digitale Pannenmeldung bietet den Vorteil, dass der Standort des Fahrzeugs automatisch übermittelt wird und der Pannenhelfer schnell und effizient zum Einsatzort navigiert werden kann. (Lesen Sie auch: Meteoreinschlag Koblenz: Jagd nach Fragmenten hat Begonnen)
Um die digitale Pannenmeldung nutzen zu können, benötigen Autofahrer die ADAC App oder einen Zugang zum ADAC Online-Portal. Nach der Registrierung können sie im Pannenfall einfach die App öffnen, die Art der Panne auswählen und ihren Standort übermitteln. Der ADAC Pannenhelfer wird dann umgehend informiert und macht sich auf den Weg.
Pannenhilfe für Fahrradfahrer
Auch Fahrradfahrer nehmen die Pannenhilfe immer häufiger in Anspruch. Im Jahr 2025 stiegen die Einsätze im Vergleich zu 2024 um 15 Prozent auf 19.455. Die häufigste Ursache für einen Pannennotruf von Fahrradfahrern ist ein defekter Reifen (72 Prozent).
Der ADAC bietet auch für Fahrradfahrer eine Pannenhilfe an, die über die Mitgliedschaft oder als separate Leistung in Anspruch genommen werden kann. Im Pannenfall können Fahrradfahrer den ADAC kontaktieren, der dann einen Pannenhelfer schickt, der den Reifen wechselt oder das Fahrrad zur nächsten Werkstatt transportiert.
Ursprünglich berichtet von: Stern

Was kostet die ADAC Pannenhilfe?
Die Kosten für die ADAC Pannenhilfe sind abhängig von der Art der Mitgliedschaft. Für ADAC Mitglieder ist die Pannenhilfe in Deutschland in der Regel kostenlos. Nicht-Mitglieder müssen für die Pannenhilfe bezahlen.
Wie lange dauert es, bis der ADAC Pannenhelfer eintrifft?
Die Wartezeit auf den ADAC Pannenhelfer ist abhängig von der Verkehrslage und der Auslastung der Pannenhelfer. In der Regel ist der Pannenhelfer aber innerhalb von 30 bis 60 Minuten vor Ort.
Kann ich die ADAC Pannenhilfe auch im Ausland nutzen?
Ja, die ADAC Pannenhilfe kann auch im Ausland genutzt werden. Die Leistungen und Kosten sind jedoch abhängig von der Art der Mitgliedschaft und dem jeweiligen Land.
Was tun, wenn mein Auto nicht vor Ort repariert werden kann?
Wenn das Auto nicht vor Ort repariert werden kann, transportiert der ADAC das Fahrzeug zur nächsten Werkstatt. Die Kosten für den Transport sind in der Regel in der ADAC Mitgliedschaft enthalten. (Lesen Sie auch: Meteorit Koblenz: Seltene Jagd nach Kosmischem Schatz)
Bietet der ADAC auch Pannenhilfe für Motorräder an?
Ja, der ADAC bietet auch Pannenhilfe für Motorräder an. Die Leistungen und Kosten sind jedoch abhängig von der Art der Mitgliedschaft.
Fazit
Die gestiegene Zahl der ADAC Pannenhilfe Einsätze im Jahr 2025 zeigt, wie wichtig eine regelmäßige Wartung und Inspektion des Fahrzeugs ist. Besonders die Starterbatterie sollte regelmäßig überprüft werden, um unerwartete Pannen zu vermeiden. Ein Tipp: Führen Sie immer ein Starthilfekabel mit sich, um im Notfall selbst oder mit fremder Hilfe Ihr Fahrzeug wieder flott zu bekommen.




