In „Ein fast perfekter Antrag“ kämpft Iris Berben erneut für starke Frauenrollen, die das Kino so dringend braucht. Die Schauspielikone verrät im Interview, was sie an der Rolle der Kunstprofessorin Alice Olsen so fasziniert und warum dieser Film für sie eine Herzensangelegenheit ist: „Ich habe für solche Frauen gekämpft.“

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| Steckbrief: Iris Berben | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Iris Berben |
| Geburtsdatum | 12. August 1950 |
| Geburtsort | Detmold, Nordrhein-Westfalen |
| Alter | 73 Jahre |
| Beruf | Schauspielerin |
| Bekannt durch | „Rosa Roth“, „Buddenbrooks“, zahlreiche TV- und Kinofilme |
| Aktuelle Projekte | „Ein fast perfekter Antrag“ (2024) |
| Wohnort | Berlin |
| Partner/Beziehung | Nicht öffentlich bekannt |
| Kinder | Einen Sohn (Oliver Berben) |
| Social Media | Nicht öffentlich bekannt |
Was macht „Ein fast perfekter Antrag“ für Iris Berben so besonders?
Iris Berben, eine der renommiertesten Schauspielerinnen Deutschlands, hat in ihrer beeindruckenden Karriere bereits unzählige Rollen verkörpert. Doch die Rolle der Alice Olsen in der romantischen Komödie „Ein fast perfekter Antrag“, unter der Regie von Marc Rothemund, scheint einen besonderen Platz in ihrem Herzen einzunehmen. Wie Gala berichtet, schätzt Berben an ihrer Rolle vor allem die Normalität und Selbstbestimmtheit der Figur.
Die Geschichte von „Ein fast perfekter Antrag“ dreht sich um den pensionierten Ingenieur Walter Adler (gespielt von Heiner Lauterbach), der als pedantischer Restaurantkritiker arbeitet. Zufällig trifft er auf seine Jugendliebe Alice (Iris Berben), der er vor 40 Jahren einen missglückten Heiratsantrag gemacht hatte. Alice ist mittlerweile eine unabhängige Kunstprofessorin und wenig begeistert von Walters erneuten Annäherungsversuchen. Doch Walter gibt nicht auf und schreibt sich kurzerhand als Gasthörer in ihren Kurs ein.
Für Berben war das Drehbuch von Richard Kropf ein entscheidender Faktor für ihre Zusage. „Ich fand die Frauenfigur wunderbar normal – gerade das ist ja selten. Sie ist selbstbestimmt, unabhängig, neugierig, wach, offen, auch widersprüchlich“, erklärt die 73-Jährige. „Solche Rollen werden meist für Frauen Anfang 30 oder 40 geschrieben. Aber diese Figur ist Ende 60, vielleicht 70 – und ich mag das, weil wir solche Charaktere im Kino viel zu selten sehen.“
Marc Rothemund, der Regisseur von „Ein fast perfekter Antrag“, ist bekannt für seine erfolgreichen Filme wie „Sophie Scholl – Die letzten Tage“. Richard Kropf, der Drehbuchautor, hat unter anderem an der gefeierten Serie „4 Blocks“ mitgewirkt. (Lesen Sie auch: Iris Berben Beziehung: Offene Worte über die…)
Iris Berben und Alice Olsen: Mehr als nur eine Rolle
Die Parallelen zwischen Iris Berben und ihrer Filmfigur Alice sind unverkennbar. „Alice und ich sind im selben Alter, und ich finde, ihre Haltung zum Leben ist eine schöne Metapher für meinen Beruf: offen und wach zu bleiben, neugierig zu sein, das Leben selbst zu interpretieren“, so Berben. Diese Offenheit und Neugierde sind Eigenschaften, die Berben seit Jahrzehnten antreiben und die sie auch in ihre Rollen einbringt. Ihre Darstellung von Alice ist somit nicht nur eine schauspielerische Leistung, sondern auch ein Spiegelbild ihrer eigenen Lebenseinstellung.
Berben hat sich in ihrer Karriere immer wieder für Frauenfiguren stark gemacht, die abseits der üblichen Klischees stehen. Sie kämpft für Rollen, die Frauen in all ihren Facetten zeigen – stark, unabhängig, aber auch verletzlich und widersprüchlich. Alice Olsen ist eine weitere dieser Figuren, die Berben mit Leben füllt und die dem Publikum ein realistisches und inspirierendes Bild einer Frau in den besten Jahren vermittelt.
Ein Blick zurück: Iris Berbens Karriere-Wendepunkte
Iris Berbens Karriere begann in den 1960er Jahren mit kleineren Rollen in Fernsehfilmen und Serien. Ein wichtiger Wendepunkt war ihre Mitwirkung in der umstrittenen Fernsehserie „Das Blaue Palais“ (1974-1976), die ihr erstmals größere Aufmerksamkeit einbrachte. In den 1980er Jahren etablierte sie sich als vielseitige Schauspielerin in verschiedenen Genres, von Komödien bis hin zu anspruchsvollen Dramen.
Ein weiterer Meilenstein in Berbens Karriere war ihre Rolle als Kommissarin Rosa Roth in der gleichnamigen ZDF-Krimireihe (1994-2013). Diese Rolle festigte ihren Ruf als eine der beliebtesten und angesehensten Schauspielerinnen Deutschlands. Rosa Roth war eine starke, unabhängige Frau, die sich in einer von Männern dominierten Welt behauptete – ein Rollenbild, das Berben auch in ihren späteren Projekten immer wieder verkörperte.
Neben ihrer Arbeit für Film und Fernsehen engagiert sich Iris Berben auch politisch und gesellschaftlich. Sie setzt sich unter anderem gegen Rassismus und Antisemitismus ein und ist eine wichtige Stimme für Toleranz und Vielfalt. Amnesty International unterstützt sie seit Jahren. Ihr Engagement spiegelt sich auch in der Wahl ihrer Rollen wider, die oft gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen. (Lesen Sie auch: David Bowie Tochter: Therapie Verhinderte Abschiedsdrama)
Iris Berben war von 1967 bis 1974 mit dem israelischen Musiker Abi Ofarim liiert. Ihr gemeinsamer Sohn Oliver Berben ist ebenfalls im Filmgeschäft tätig, als Produzent.
Iris Berben privat: Was ist aktuell über sie bekannt?
Iris Berben legt großen Wert auf ihre Privatsphäre und gibt wenig über ihr Privatleben preis. Bekannt ist, dass sie in Berlin lebt und einen engen Kontakt zu ihrem Sohn Oliver Berben pflegt. Über ihren aktuellen Beziehungsstatus ist nichts öffentlich bekannt. Berben konzentriert sich lieber auf ihre Arbeit und ihr gesellschaftliches Engagement.
Die Schauspielerin ist bekannt für ihren eleganten und stilvollen Auftritt. Sie gilt als Modeikone und wird oft für ihren guten Geschmack gelobt. Berben ist jedoch nicht nur eine Stilikone, sondern auch eine Frau mit Tiefgang und Haltung. Sie nutzt ihre Popularität, um auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen und sich für eine bessere Welt einzusetzen.
Auch im Alter von über 70 Jahren ist Iris Berben weiterhin aktiv und präsent im deutschen Filmgeschäft. Sie dreht regelmäßig neue Filme und Serien und begeistert ihr Publikum immer wieder aufs Neue. Ihre Energie und Leidenschaft für die Schauspielerei sind ungebrochen. Sie ist ein Vorbild für viele Frauen und zeigt, dass man auch im fortgeschrittenen Alter erfolgreich und erfüllt leben kann.

Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Iris Berben?
Iris Berben wurde am 12. August 1950 geboren und ist somit aktuell 73 Jahre alt. Ihr Alter sieht man ihr jedoch keineswegs an, was nicht zuletzt an ihrer positiven Ausstrahlung und ihrem gesunden Lebensstil liegt.
Hat Iris Berben einen Partner oder ist sie verheiratet?
Über den aktuellen Beziehungsstatus von Iris Berben ist nichts öffentlich bekannt. Sie legt großen Wert auf ihre Privatsphäre und hält ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Hat Iris Berben Kinder?
Ja, Iris Berben hat einen Sohn namens Oliver Berben. Er ist ebenfalls im Filmgeschäft tätig, als erfolgreicher Filmproduzent. Mutter und Sohn pflegen ein enges Verhältnis.
Worum geht es in dem Film „Ein fast perfekter Antrag“?
Der Film erzählt die Geschichte von Walter, der seiner Jugendliebe Alice nach 40 Jahren erneut einen Antrag macht. Alice, eine unabhängige Kunstprofessorin, ist jedoch wenig begeistert von Walters Annäherungsversuchen, was zu einigen humorvollen Verwicklungen führt. (Lesen Sie auch: Jessica Alba: Nach der Scheidung datet ihr…)
Welche Rolle spielt Iris Berben in „Ein fast perfekter Antrag“?
Iris Berben spielt in „Ein fast perfekter Antrag“ die Rolle der Alice Olsen, einer selbstbestimmten Kunstprofessorin, die von ihrem Jugendfreund Walter überrascht wird, der ihr nach Jahrzehnten erneut einen Heiratsantrag macht.
Iris Berben verkörpert in „Ein fast perfekter Antrag“ erneut eine starke Frauenfigur, die sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen oder romantischen Klischees einschränken lässt. Sie setzt damit ein Zeichen für mehr Vielfalt und Realismus im deutschen Kino und beweist einmal mehr, dass sie eine der wichtigsten und einflussreichsten Schauspielerinnen des Landes ist. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet umfassende Informationen über gesellschaftliche Rollenbilder.




