Constantin von Jascheroff stammt aus einer Familie voller Schauspieler:innen. Trotzdem ist er selbst eher durch Zufall vor die Kameras geraten. In einer aktuellen Dokumentation beschreibt er seine Kindheit und Jugend, mit allen Höhen und Tiefen.
Ob er eher ein „kleiner Prinz“ oder ein „junger Wilder“ sei, wollte der Moderator der Fernsehsendung „WunschBox“ im Juni 2001 von Constantin von Jascheroff wissen. Der heute 40-Jährige war damals ein Teenager, der mit Inline-Skates und verwuschelter Frise ins TV-Studio düste. Dann sollte Constantin von den Anfängen seiner Karriere berichten. Dass er Schauspieler wurde, sei „mehr oder weniger Zufall“ gewesen, so der Teenager. Er sei mit seinem Vater Mario von Jascheroff, 66, bei einem Casting gewesen, als ein Agent ihn angesprochen habe: „Mensch, Constantin, möchtest du nicht mal ein Casting für ‚Rennschwein Rudi Rüssel‘ machen? Das ist ein Kinofilm, ein Kinderfilm“, zitierte der Junge den Mitarbeiter. „Da meinte ich: ‚Ja, klar.‘ Ich war sechs Jahre alt.“
Damals fühlte er sich am Set immer gut aufgehoben, berichtet Constantin heute in der NDR-Dokumentation „Kinderschauspieler – der Preis des Erfolgs“. In dem rund einstündigen Film kommen neben ihm auch Luna Jordan, 24, und Nick Romeo Reimann, 28, zu Wort. Die Dokumentation erschien Ende Februar 2026 und begleitet die Ex-Kinderstars in ihrem heutigen Alltag, der noch immer von den Erfahrungen ihrer frühen Jahre beeinflusst ist.
„Was mir als Kind am Set am meisten Spaß gemacht hat, war … alles“, grinst von Jascheroff in die Kamera. Dann fährt er fort: „Diese neue Welt, in die man kommt. Diese Technik, diese großen Kameras, dieses mit Erwachsenen zusammenarbeiten. Natürlich auch die Aufmerksamkeit, die man als Kind plötzlich bekommt. In der Schule bist du nur einer von vielen und da [am Set] bist du irgendwie jemand, der ernst genommen wird, der gefragt wird.“
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Obwohl er noch minderjährig war, drehte von Jascheroff schon damals so lange, wie es die Produktionsfirma für möglich hielt. Die Verantwortlichen überreizten die Grenzen der Legalität damals extrem, Constantin „war mit den Großen da und habe aufgehört, wenn die Großen aufgehört haben. Mir hat das als Kind nichts ausgemacht, zwölf Stunden zu drehen, weil sich das nicht angefühlt hat wie zwölf Stunden, weil das etwas war, das mir Spaß gemacht hat, wo mich niemand reingedrängt hat.“
Rückblickend sei er froh, dass sein Vater damals dazwischen ging. Mario von Jascheroff ist selbst Schauspieler und Synchronsprecher, vor allem bekannt als deutsche Stimme von Mickey Maus. Als Constantin in seine Fußstapfen trat, hielt er „eine schützende Hand“ über ihn, so sein Sohn heute. „Einmal kam mein Vater ans Set“, erinnert sich Constantin weiter, „hat das ganze Set zusammengebrüllt, hat unheimlich Stress gemacht – es war schon sehr, sehr spät – und dann wurde sofort aufgehört zu drehen. Dann wurde der Dreh unterbrochen, und ich wusste gar nicht, warum.“
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Doch so viel Spaß, wie der junge Constantin damals am Filmset hatte – die negativen Auswirkungen waren selbst für ihn als Kind bereits zu spüren. „Ich habe schon ein Stück Kindheit verpasst“, weiß er heute, „ich habe ja nicht nur so viele Filme gedreht, ich habe auch viel synchronisiert. Wenn ich wusste, meine Freunde sind alle im Freiband, dann bin ich ins Studio gegangen. Und habe gearbeitet.“ Etwas später in der Dokumentation ergänzt er: „Klar hatte ich die Chance, mich mit anderen Kindern anzufreunden, es war nur nicht die Regelmäßigkeit da. Und ihr wisst ja, wie Kinder sind: […] Hast du ein, zwei Mal keine Zeit, bist du auch schon raus aus dem Kinderkopf.“
Für ihn sei Blut immer dicker als Wasser, Familie stehe über allem, macht der 40-Jährige unmissverständlich deutlich. Seine Lebensgefährtin Didem Ercin, 30, die im März ihre Trennung bekannt gab, war schon zum Zeitpunkt der Dreharbeiten kein Teil mehr von Constantins Leben. In einigen Szenen sind, neben seinem Vater, auch seine Söhne und seine Schwester Josephine zu sehen.
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Als von Jascheroff 22 Jahre alt war, erblickte sein erster Sohn das Licht der Welt. Heute weiß der Schauspieler: „Meine Söhne haben mich davor bewahrt, auf eine schiefe Bahn zu kommen.“ Seine Söhne – und vor allem die Verantwortung, die der damals junge Mann erst mit der Geburt seines ersten Kindes begriff.
Neben seinen Jungs sei es auch sein Vater Mario gewesen, der Constantin vor Schlimmerem bewahrte. Als Teenager habe er drei Mal die Schule wechseln müssen, teilweise auch, weil er sich mit seinen Lehrer:innen überwarf. „Der Übergang vom Drehen in die Schule, das war ein Absturz für mich. Weil ich plötzlich nicht mehr in der Erwachsenenwelt war, sondern wie ein Kind behandelt wurde. Das ging für mich nicht, und das habe ich den Lehrer dann spüren lassen“, so von Jascheroff.
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Sein Vater ist beim Dreh dieser Szene anwesend und ergänzt: „Um ehrlich zu sein: Constantin hat, weil er so viele Freiheiten hatte, hast du [an ihn gewandt] den Umgang mit Regeln … sagen wir mal vorsichtig: nicht so verinnerlicht.“ Der 40-Jährige antwortet an seinen Vater gerichtet: „Wenn du nicht so streng mit mir gewesen wärst – musstest du ja auch sein – dann würde ich vielleicht abgerutscht. Aber ich hatte immer den Rückhalt meiner Familie, das war toll.“
Verwendete Quelle: Dokumentation „Kinderschauspieler – der Preis des Erfolgs“ via ardmediathek.de
Quelle: Gala
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