Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (OAZ), ein neues Medienprojekt des Verlegers Holger Friedrich, sorgt bereits vor dem Start für Aufsehen. Friedrich, bekannt als Verleger der Berliner Zeitung, plant mit der OAZ ein Leitmedium zu schaffen, das sich dezidiert den Perspektiven und Belangen Ostdeutschlands widmet. Das Projekt polarisiert jedoch, da Personalien und programmatische Ausrichtungen auf mögliche Sympathien zur extremen Rechten und zu Russland schließen lassen.

Hintergrund: Warum eine Ostdeutsche Allgemeine Zeitung?
Holger Friedrich argumentiert, dass es 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung an einem Medium fehlt, das die spezifischen Erfahrungen und Sichtweisen der Menschen in Ostdeutschland angemessen repräsentiert. In einem Interview mit der Berliner Zeitung vom 19. Februar 2026 betonen er und seine Frau Silke Friedrich, dass die OAZ gegen Stigmatisierung kämpfen und einen Diskurs auf Augenhöhe in Politik und Medien fördern soll. Sie sehen die Notwendigkeit, eine emanzipierte Stimme aus dem Osten in die gesamtgesellschaftlichen Debatten einzubringen. (Lesen Sie auch: Warriors – Celtics: Analyse & Prognose zum…)
Aktuelle Entwicklung: Details zum Projekt
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung soll in allen 14 ehemaligen Bezirkshauptstädten der DDR Regionalausgaben haben, von Rostock bis Suhl. Friedrich hatte bereits im Herbst 2025 angekündigt, sein Projekt unter dem Arbeitstitel „Halle in Chemnitz“ zu starten. Ziel ist es, ein ostdeutsches Leitmedium zu etablieren, das aus seiner Sicht überfällig ist. Konkrete Details zur Finanzierung, Redaktion und Vertriebsstrategie sind bislang noch nicht öffentlich bekannt.
Reaktionen und Einordnung
Das Vorhaben von Holger Friedrich stößt auf geteilte Reaktionen. Matthias Meisner beleuchtet in einem Artikel auf Journalist.de vom 16. Februar 2026 die möglichen Hintergründe und Implikationen des Projekts. Er thematisiert die Gefahr einer ostidentitären Bewegung im Medienmarkt und verweist auf Personalien, die Anlass zur Sorge geben. Benjamin Fredrich, Verleger des Magazins Katapult, distanziert sich klar von dem Projekt. Andere Beobachter sehen in der OAZ eine Chance, die ostdeutsche Perspektive stärker in den öffentlichen Diskurs einzubringen. (Lesen Sie auch: Cindy Crawford: Die Supermodel-Ikone wird 60 –…)
Die Herausforderungen für Medien in Ostdeutschland
Die geplante Ostdeutsche Allgemeine Zeitung betritt einen schwierigen Markt. Etablierte Verlage sehen sich mit sinkenden Auflagen und wirtschaftlichem Druck konfrontiert, insbesondere in den dünn besiedelten Regionen Ostdeutschlands. Die ZEIT berichtete, dass Madsack den Prignitz-Kurier eingestellt hat und Funke die Ostthüringer Zeitung nicht mehr überall ausliefert. Auch bei der Sächsischen Zeitung wurden Lokalredaktionen geschlossen und Stellen gestrichen. Die OAZ muss sich diesen Herausforderungen stellen und ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln.
Ostdeutsche Allgemeine Zeitung: Was bedeutet das? / Ausblick
Die Gründung der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung könnte eine Zäsur in der Medienlandschaft darstellen.Entscheidend wird sein, ob die OAZ eine breite Leserschaft anspricht und einen konstruktiven Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte leisten kann. Die nächsten Monate werden zeigen, ob das Projekt erfolgreich sein wird oder ob es, wie die Ost-Taz vor 33 Jahren, an ideologischen und ökonomischen Herausforderungen scheitert. (Lesen Sie auch: Spurs – Suns: Klarer Sieg! Wembanyama &…)
Regionale Medienlandschaft in Ostdeutschland: Auflagen im Vergleich (2025)
Die folgende Tabelle zeigt die Auflagen einiger regionaler Tageszeitungen in Ostdeutschland im Jahr 2025. Die Zahlen verdeutlichen die unterschiedliche Reichweite und Bedeutung der einzelnen Titel.
| Zeitung | Verbreitete Auflage | Erscheinungsgebiet |
|---|---|---|
| Sächsische Zeitung | 210.000 | Sachsen |
| Märkische Oderzeitung | 85.000 | Brandenburg (Oderregion) |
| Ostsee-Zeitung | 70.000 | Mecklenburg-Vorpommern |
| Thüringer Allgemeine | 120.000 | Thüringen |
FAQ zu ostdeutsche allgemeine
Häufig gestellte Fragen zu ostdeutsche allgemeine
Wer steckt hinter der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung?
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung ist ein Projekt von Holger Friedrich, dem Verleger der Berliner Zeitung. Er plant, mit der OAZ ein Leitmedium für Ostdeutschland zu schaffen, das die Perspektiven der Menschen in den neuen Bundesländern stärker berücksichtigt. (Lesen Sie auch: Arch Enemy: Lauren Hart ist die neue…)

Was ist das Ziel der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung?
Ziel der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung ist es, eine emanzipierte Stimme aus dem Osten in die gesamtgesellschaftlichen Debatten einzubringen. Sie soll gegen Stigmatisierung kämpfen und einen Diskurs auf Augenhöhe in Politik und Medien fördern.
Wo wird die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung erscheinen?
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung soll in allen 14 ehemaligen Bezirkshauptstädten der DDR Regionalausgaben haben, von Rostock bis Suhl. Dies soll eine flächendeckende Berichterstattung aus der Region gewährleisten.
Wann wird die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung voraussichtlich starten?
Ein konkretes Startdatum für die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung ist bisher nicht bekannt. Holger Friedrich hatte das Projekt im Herbst 2025 angekündigt, die Umsetzung befindet sich aber noch in der Planungsphase.
Welche Kritik gibt es an der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung?
Kritiker sehen in der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung die Gefahr einer ostidentitären Bewegung im Medienmarkt. Sie bemängeln Personalien und programmatische Ausrichtungen, die auf mögliche Sympathien zur extremen Rechten und zu Russland schließen lassen.
Weitere Informationen zum Thema Medien in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesregierung.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
