Donald Trump Zölle sind wieder in den Schlagzeilen, nachdem der ehemalige US-Präsident eine Niederlage vor dem Supreme Court einstecken musste. Trotz des Urteils, das seine bisherige Zollpolitik einschränkt, hat Trump umgehend reagiert und einen zusätzlichen Zoll von 15 Prozent auf Importe in die USA angekündigt. Diese Entscheidung hat nicht nur Auswirkungen auf US-Unternehmen, sondern auch auf internationale Firmen, darunter mehrere Schweizer Unternehmen, die nun prüfen, ob sie bereits gezahlte Zölle zurückfordern können.

Hintergrund: Trumps Zollpolitik und das Urteil des Supreme Courts
Donald Trumps Amtszeit war von einer aggressiven Handelspolitik geprägt, die oft auf der Erhebung von Zöllen basierte. Diese Zölle wurden mit verschiedenen Begründungen eingeführt, darunter der Schutz der heimischen Industrie und die Reduzierung von Handelsdefiziten. Allerdings stieß diese Politik zunehmend auf rechtliche Widerstände. Der Supreme Court urteilte nun, dass Trump mit einigen seiner Zollanordnungen seine Befugnisse überschritten habe, insbesondere im Hinblick auf ein Notstandsgesetz, das er zur Verhängung weitreichender Zölle gegen Dutzende Handelspartner, einschließlich der Europäischen Union, herangezogen hatte.
Das Gerichtsurteil stellt einen herben Rückschlag für Trumps Wirtschaftspolitik dar. Es stärkt die Position von Unternehmen, die von den Zöllen betroffen waren, und eröffnet ihnen die Möglichkeit, Rückforderungen geltend zu machen. Gleichzeitig zeigt die Reaktion Trumps, dass er trotz der juristischen Niederlage weiterhin auf Zölle als politisches Instrument setzt. Laut SRF stützt sich Trump bei der Erhebung des weltweiten Zusatzzolls auf ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974, welches es ihm erlaubt, Zölle auf Importe für bis zu 150 Tage zu erheben. (Lesen Sie auch: Trump Zölle 2026: Die Fakten zu den…)
Aktuelle Entwicklung: Erhöhung der Zölle auf 15 Prozent
Unmittelbar nach der Entscheidung des Supreme Courts kündigte Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Erhöhung des angekündigten Global-Zolls auf 15 Prozent an. Dieser Schritt erfolgte nur einen Tag, nachdem er eine Anordnung unterzeichnet hatte, um weltweit einen zusätzlichen Zoll von zehn Prozent auf Importe in die USA zu verhängen. Die Erhöhung soll ab Dienstag (00.01 Uhr Ortszeit/06.01 MEZ) gelten. Diese rasche Reaktion unterstreicht Trumps Entschlossenheit, seine Handelspolitik fortzusetzen, auch wenn er dabei auf rechtliche und wirtschaftliche Widerstände stößt.
Die plötzliche Erhöhung der Zölle dürfte zu weiteren Verunsicherungen bei Unternehmen führen, die auf den US-Markt angewiesen sind. Es ist zu erwarten, dass viele Firmen ihre Preisstrategien überdenken und möglicherweise versuchen werden, die zusätzlichen Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Dies könnte zu höheren Preisen und einer geringeren Nachfrage nach importierten Produkten führen.
Reaktionen: Schweizer Firmen prüfen Rückforderungen
Aufgrund der jüngsten Entwicklungen prüfen mehrere Schweizer Firmen die Möglichkeit, bereits gezahlte Zölle von der US-Regierung zurückzufordern. Wie Watson berichtet, gehört dazu auch der Luxusuhrenhersteller Breitling. CEO Georges Kern bestätigte gegenüber der NZZ am Sonntag: «Wir werden versuchen, die Zölle von der US-Regierung zurückzufordern.» Die genaue Höhe der von Breitling gezahlten Zölle wurde nicht offengelegt, aber es handelt sich laut Kern um „signifikante Beträge“. (Lesen Sie auch: Supreme Court: Entscheidungen & Fakten zum US-Gerichtshof)
Auch andere Schweizer Unternehmen, die als Direktimporteure mit US-Tochtergesellschaften Zuschläge an die US-Regierung abführen mussten, könnten nun Forderungen stellen. Die Rückforderung von Zöllen ist jedoch ein komplexer Prozess, der mit rechtlichen Hürden und Unsicherheiten verbunden sein kann.
Ausblick: Mögliche Auswirkungen und weitere Entwicklungen
Die erneute Erhöhung der donald trump zölle und die möglichen Rückforderungen von Unternehmen könnten weitreichende Auswirkungen auf den internationalen Handel haben. Es ist zu erwarten, dass andere Länder und Unternehmen ebenfalls rechtliche Schritte gegen die US-Zollpolitik unternehmen werden. Dies könnte zu einer weiteren Eskalation von Handelskonflikten und zu einer stärkeren Fragmentierung der Weltwirtschaft führen.
Für die betroffenen Unternehmen bedeutet die Situation vor allem Unsicherheit und Planungsrisiken. Sie müssen sich auf volatile Märkte und möglicherweise steigende Kosten einstellen. Gleichzeitig eröffnet die Möglichkeit der Rückforderung von Zöllen auch Chancen, die finanzielle Belastung durch die US-Zollpolitik zu verringern.Die US-Handelspolitik unter Donald Trump bleibt ein wichtiger Faktor, der die globalen Wirtschaftsbeziehungen beeinflusst. Unternehmen und Regierungen müssen sich auf weitere Veränderungen und Herausforderungen einstellen. (Lesen Sie auch: Bettina Orlopp im Fokus: Commerzbank-Chefin verteidigt)

Eine detaillierte Analyse der Auswirkungen von Trumps Handelspolitik findet sich beispielsweise auf der Seite des Welthandelsorganisation (WTO).
Donald Trump Zölle: Was bedeutet das für die Weltwirtschaft?
Die von Donald Trump verhängten und nun erneut erhöhten Zölle sind ein Beispiel für protektionistische Handelspolitik. Solche Maßnahmen zielen darauf ab, die heimische Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. Allerdings können sie auch negative Auswirkungen haben, wie höhere Preise für Verbraucher, geringere Auswahl an Produkten und eine Beeinträchtigung des internationalen Handels. Die Weltwirtschaft ist stark vernetzt, und Zölle können zu Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder führen, was wiederum zu einem Handelskrieg führen kann. Ein solcher Handelskrieg kann das Wirtschaftswachstum weltweit bremsen und zu Unsicherheit und Instabilität führen.
FAQ zu donald trump zölle
Häufig gestellte Fragen zu donald trump zölle
Warum erhöht Donald Trump die Zölle trotz der Kritik und der Gerichtsentscheidung?
Donald Trump verfolgt eine protektionistische Handelspolitik, die darauf abzielt, die US-amerikanische Wirtschaft zu schützen und Handelsdefizite zu reduzieren. Trotz rechtlicher Widerstände und Kritik hält er an Zöllen als wichtiges Instrument fest, um seine wirtschaftspolitischen Ziele zu erreichen und Druck auf Handelspartner auszuüben. (Lesen Sie auch: Lech Zürs durch Lawinengefahr abgeschnitten: Straßen)
Welche Schweizer Firmen sind von den Trump-Zöllen betroffen und prüfen Rückforderungen?
Mehrere Schweizer Firmen, die als Direktimporteure in die USA tätig sind, sind von den Zöllen betroffen. Breitling, ein Luxusuhrenhersteller, hat bereits angekündigt, die Rückforderung gezahlter Zölle von der US-Regierung zu prüfen. Auch andere Unternehmen könnten ähnliche Schritte in Erwägung ziehen.
Wie lange kann Donald Trump die Zölle ohne Zustimmung des US-Parlaments erheben?
Laut SRF kann Donald Trump sich auf ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 berufen, das es ihm erlaubt, Zölle auf Importe für bis zu 150 Tage zu erheben. Für einen längeren Zeitraum benötigt er die Zustimmung des US-Parlaments, was die Durchsetzung seiner Zollpolitik erschwert.
Welche rechtlichen Grundlagen hat der Supreme Court genutzt, um Trumps Zollpolitik einzuschränken?
Der Supreme Court hat argumentiert, dass Donald Trump mit einigen seiner Zollanordnungen seine Befugnisse überschritten hat, insbesondere im Hinblick auf ein Notstandsgesetz, das er zur Verhängung weitreichender Zölle gegen Dutzende Handelspartner, einschließlich der Europäischen Union, herangezogen hatte.
Was sind die möglichen Folgen der Trump-Zölle für die Verbraucher in den USA?
Die Erhöhung der Zölle kann zu höheren Preisen für importierte Waren führen, da Unternehmen die zusätzlichen Kosten möglicherweise an die Verbraucher weitergeben. Dies könnte die Kaufkraft der Verbraucher verringern und die Nachfrage nach importierten Produkten senken.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| Freitag, 21.02.2026 | Supreme Court kassiert Trumps Zölle |
| Freitag, 21.02.2026 | Trump ordnet Zusatzzoll von 10 Prozent an |
| Samstag, 22.02.2026 | Trump erhöht Global-Zoll auf 15 Prozent |
| Dienstag, 25.02.2026 | Erhöhung tritt in Kraft (geplant) |
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