Hauptuntersuchung Mängel: So Vermeiden Sie das Durchfallen!

Die Hauptuntersuchung (HU) ist für jeden Fahrzeughalter Pflicht, doch viele Autos fallen durch. Hauptuntersuchung Mängel sind oft vermeidbar, wenn man sich im Vorfeld informiert und sein Fahrzeug entsprechend vorbereitet. Im vergangenen Jahr fiel etwa jedes fünfte Auto bei der HU durch, wobei nur 67,8 Prozent die Prüfung ohne Beanstandung bestanden.
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Die Hauptuntersuchung (HU) ist für jeden Fahrzeughalter Pflicht, doch viele Autos fallen durch. Hauptuntersuchung Mängel sind oft vermeidbar, wenn man sich im Vorfeld informiert und sein Fahrzeug entsprechend vorbereitet. Im vergangenen Jahr fiel etwa jedes fünfte Auto bei der HU durch, wobei nur 67,8 Prozent die Prüfung ohne Beanstandung bestanden.

Symbolbild zum Thema Hauptuntersuchung Mängel
Symbolbild: Hauptuntersuchung Mängel (Bild: Picsum)

Fahrzeug-Daten

  • Häufigste Mängel: Beleuchtung, Bremsen, Reifen
  • Durchfallquote: Ca. 20% der Fahrzeuge
  • Kosten der HU: Je nach Fahrzeugtyp und Prüforganisation unterschiedlich
  • Nachprüfung: Innerhalb eines Monats möglich

Was bedeutet das für Autofahrer?

Für Autofahrer bedeutet das, dass eine gute Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung bares Geld sparen kann. Werden bei der HU erhebliche Mängel festgestellt, muss das Fahrzeug innerhalb eines Monats nachgebessert und erneut vorgeführt werden. Das kostet Zeit und Geld. Daher ist es ratsam, vorab die wichtigsten Punkte zu überprüfen und gegebenenfalls reparieren zu lassen.

⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:

  • Aktenzeichen: azin

Welche Mängel führen zum Durchfallen bei der Hauptuntersuchung?

Die Hauptuntersuchung (HU) dient dazu, die Verkehrssicherheit eines Fahrzeugs zu gewährleisten. Dabei werden verschiedene Bauteile und Funktionen geprüft. Mängel werden in vier Kategorien eingeteilt: ohne festgestellte Mängel, geringe Mängel, erhebliche Mängel und gefährliche Mängel. Insbesondere erhebliche und gefährliche Mängel führen dazu, dass die Plakette verweigert wird.

Die Mängelklassen im Detail

Grundsätzlich unterscheidet man vier Mängelklassen: (Lesen Sie auch: Mobilität: Warum man im Winter alte Socken…)

  • Ohne festgestellte Mängel: Das Fahrzeug entspricht den Vorschriften, die Plakette wird erteilt.
  • Geringe Mängel: Diese Mängel führen nicht direkt zum Durchfallen. Es handelt sich beispielsweise um Kratzer am Spiegel oder eine defekte Kennzeichenbeleuchtung. Der Mangel wird im Prüfbericht vermerkt und sollte umgehend behoben werden.
  • Erhebliche Mängel: Hier handelt es sich um schwerwiegendere Defekte, wie abgefahrene Reifen, defekte Bremsen oder Rost an tragenden Teilen. Das Fahrzeug fällt durch, und es bleibt ein Monat Zeit für die Reparatur und eine Nachuntersuchung.
  • Gefährliche Mängel: Diese Mängel stellen eine unmittelbare Gefahr für die Verkehrssicherheit dar oder beeinträchtigen die Umwelt. Die Plakette wird verweigert, und das Fahrzeug darf nur noch zur Werkstatt oder nach Hause gefahren werden. Auch hier gilt eine Frist von einem Monat für die Beseitigung der Mängel.

Typische Mängel und wie man sie vermeidet

Einige Mängel treten bei der Hauptuntersuchung besonders häufig auf. Dazu gehören:

  • Beleuchtung: Defekte Scheinwerfer, Blinker oder Rückleuchten sind ein Klassiker. Vor der HU sollte man alle Leuchten überprüfen und defekte Birnen austauschen.
  • Bremsen: Abgenutzte Bremsbeläge oder Bremsscheiben, undichte Bremsleitungen oder ein ungleichmäßiges Bremsverhalten führen zum Durchfallen. Eine regelmäßige Bremsenprüfung in der Werkstatt ist ratsam.
  • Reifen: Die Profiltiefe muss mindestens 1,6 Millimeter betragen. Abgefahrene oder beschädigte Reifen sind ein Sicherheitsrisiko und führen zum Nichtbestehen der HU.
  • Fahrwerk: Defekte Stoßdämpfer, ausgeschlagene Traggelenke oder defekte Federn beeinträchtigen die Fahrsicherheit und werden bei der HU beanstandet.
  • Auspuffanlage: Undichtigkeiten oder Beschädigungen an der Auspuffanlage führen zu erhöhten Emissionen und können zum Durchfallen führen.
💡 Praxis-Tipp

Eine Checkliste mit den häufigsten Mängeln hilft bei der Vorbereitung auf die HU. Gehen Sie die Liste Punkt für Punkt durch und beheben Sie erkannte Mängel selbst oder lassen Sie sie in einer Werkstatt beheben.

Was kostet die Hauptuntersuchung und die Nachprüfung?

Die Kosten für die Hauptuntersuchung variieren je nach Fahrzeugtyp, Prüforganisation und Region. In der Regel liegen die Kosten für eine PKW-HU zwischen 100 und 150 Euro. Eine Nachprüfung kostet in der Regel zwischen 30 und 50 Euro. Es lohnt sich also, Mängel im Vorfeld zu beseitigen, um die Kosten für eine Nachprüfung zu sparen.

Wie bereite ich mein Auto optimal auf die HU vor?

Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Hier einige Tipps:

  1. Beleuchtung prüfen: Funktionieren alle Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten? Sind die Scheinwerfer richtig eingestellt?
  2. Bremsen prüfen: Ist die Bremswirkung gleichmäßig? Gibt es ungewöhnliche Geräusche beim Bremsen?
  3. Reifen prüfen: Haben die Reifen ausreichend Profil? Sind die Reifen beschädigt? Stimmt der Reifendruck?
  4. Flüssigkeitsstände prüfen: Sind ausreichend Motoröl, Kühlwasser, Bremsflüssigkeit und Scheibenwischwasser vorhanden?
  5. Fahrzeug reinigen: Ein sauberes Fahrzeug macht einen besseren Eindruck und erleichtert die Arbeit des Prüfers.
  6. Dokumente bereitlegen: Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und gegebenenfalls Nachweise über durchgeführte Reparaturen oder Wartungen bereithalten.

Wie Stern berichtet, ist es oft nicht schwer, mit dem Auto schon beim ersten Versuch eine neue Plakette zu bekommen und teure Nachprüfungen zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Knifflige Fragen: Führerschein-Quiz: Würden Sie die Theorie-Prüfung…)

Was passiert, wenn mein Auto die HU nicht besteht?

Wenn bei der Hauptuntersuchung erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt werden, wird die Plakette verweigert. Der Fahrzeughalter erhält einen Prüfbericht, in dem die Mängel aufgeführt sind. Er hat dann einen Monat Zeit, die Mängel zu beseitigen und das Fahrzeug erneut zur Nachuntersuchung vorzuführen. Wird die Nachuntersuchung bestanden, erhält das Fahrzeug die neue Plakette.

🚗 Praxis-Tipp

Sollten Sie bei der HU durchgefallen sein, holen Sie sich am besten mehrere Angebote von Werkstätten ein, bevor Sie die Reparaturen in Auftrag geben. So können Sie Kosten sparen und sicherstellen, dass die Reparaturen fachgerecht durchgeführt werden.

Hauptuntersuchung Mängel: Was tun bei Rostbefall?

Rostbefall ist ein häufiges Problem bei älteren Fahrzeugen und kann bei der Hauptuntersuchung zu erheblichen Mängeln führen, insbesondere wenn tragende Teile betroffen sind. Oberflächlicher Rost ist meist kein Problem, solange die Substanz des Bauteils nicht beeinträchtigt ist. Bei starkem Rostbefall sollte man sich an eine Fachwerkstatt wenden, die den Rost fachgerecht entfernt und das Bauteil versiegelt oder ersetzt.

Besonderheiten in Österreich und der Schweiz

Auch in Österreich und der Schweiz ist die regelmäßige Fahrzeugüberprüfung Pflicht. In Österreich wird diese als „Pickerl-Überprüfung“ bezeichnet und ist in §57a des Kraftfahrgesetzes geregelt. Die Intervalle sind ähnlich wie in Deutschland, wobei es auch hier Unterschiede je nach Fahrzeugtyp gibt. In der Schweiz ist die Motorfahrzeugkontrolle (MFK) obligatorisch. Die Intervalle sind ebenfalls gestaffelt und richten sich nach dem Alter des Fahrzeugs. Es ist ratsam, sich vorab über die spezifischen Bestimmungen im jeweiligen Land zu informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Detaillierte Informationen zur §57a-Überprüfung in Österreich finden sich auf der offiziellen Website der österreichischen Bundesregierung.

Detailansicht: Hauptuntersuchung Mängel
Symbolbild: Hauptuntersuchung Mängel (Bild: Picsum)

In beiden Ländern gelten ähnliche Kriterien wie in Deutschland, wobei der Fokus auf Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit liegt. Auch hier können Mängel an Beleuchtung, Bremsen, Reifen und Fahrwerk zum Nichtbestehen der Prüfung führen. (Lesen Sie auch: Führerschein nicht Dabei? Wann es Besser ist,…)

Der ADAC bietet eine ausführliche Checkliste zur Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung an.

Fazit

Die Hauptuntersuchung muss nicht zum Albtraum werden. Mit einer guten Vorbereitung und regelmäßiger Wartung können viele Hauptuntersuchung Mängel vermieden werden. Wer sein Fahrzeug pflegt und kleinere Reparaturen rechtzeitig durchführt, hat gute Chancen, die Plakette ohne Probleme zu bekommen. Eine Investition in die Sicherheit lohnt sich immer.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss ich mein Auto zur Hauptuntersuchung bringen?

Die Frist für die Hauptuntersuchung hängt vom Fahrzeugtyp ab. Neuwagen müssen in der Regel nach drei Jahren zur ersten HU, danach alle zwei Jahre. Bei älteren Fahrzeugen ist die HU in der Regel alle zwei Jahre fällig.

Was passiert, wenn ich die HU-Frist überschreite?

Wird die HU-Frist überschritten, drohen Bußgelder. Je nach Überschreitungsdauer können Punkte in Flensburg hinzukommen. Bei einer Überschreitung von mehr als acht Monaten kann die Zulassungsbehörde das Fahrzeug stilllegen. (Lesen Sie auch: Handzeichen mit Tradition: Kennen Sie den Bikergruß…)

Kann ich die HU auch vorziehen?

Ja, die HU kann auch vor dem eigentlichen Termin durchgeführt werden. Der nächste HU-Termin richtet sich dann nach dem Datum der vorgezogenen Untersuchung.

Welche Dokumente benötige ich für die Hauptuntersuchung?

Für die HU benötigen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein). Gegebenenfalls sind auch Nachweise über durchgeführte Reparaturen oder Wartungen erforderlich.

Was passiert, wenn mein Auto gefährliche Mängel aufweist?

Bei gefährlichen Mängeln wird die Plakette verweigert, und das Fahrzeug darf nur noch zur Werkstatt oder nach Hause gefahren werden. Die Mängel müssen umgehend behoben werden, bevor das Fahrzeug wieder am Straßenverkehr teilnehmen darf. Die Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bietet Informationen zu den gesetzlichen Bestimmungen.

Illustration zu Hauptuntersuchung Mängel
Symbolbild: Hauptuntersuchung Mängel (Bild: Picsum)
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