Wolfgang Kubicki – Wolfgang Kubicki: Anwalt, FDP-Vize & streitbarer Geist
Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki ist, Stand 22.04.2026, eine der profiliertesten und zugleich umstrittensten Figuren in der deutschen Politik. Als langjähriger Vizepräsident des Deutschen Bundestages, stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP und erfolgreicher Rechtsanwalt hat er sich einen Namen als scharfsinniger Redner und liberaler Vordenker gemacht. Seine direkte Art und seine oft provokanten Äußerungen sorgen jedoch regelmäßig für öffentliche Debatten.
Wolfgang Kubicki ist ein deutscher Politiker der Freien Demokratischen Partei (FDP), Rechtsanwalt und Diplom-Volkswirt. Seit 2013 ist er stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei und war von 2017 bis 2025 Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Seine politische Laufbahn ist geprägt von markanten Positionen und einer direkten, oft als polternd beschriebenen Rhetorik.
Wolfgang Joachim Kubicki wurde am 3. März 1952 in Braunschweig geboren. Er wuchs in einer evangelisch geprägten Mittelschichtfamilie auf. Nach dem Abitur im Jahr 1970 studierte er Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und schloss dieses 1975 als Diplom-Volkswirt ab. Anschließend arbeitete er zunächst für eine Unternehmensberatung und ein Steuerberatungsbüro. Später entschloss sich Wolfgang Kubicki für ein Jurastudium, das er mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Seit 1985 ist er als Rechtsanwalt in seiner eigenen Kanzlei tätig und hat sich insbesondere als Strafverteidiger einen Namen gemacht.
Die politische Laufbahn von Wolfgang Kubicki begann früh. Bereits 1971, im Alter von 19 Jahren, trat er der FDP bei. Seine ersten politischen Erfahrungen sammelte er im Liberalen Hochschulverband und bei den Jungdemokraten in Schleswig-Holstein. Über die Jahre bekleidete er zahlreiche Ämter auf Kreis-, Landes- und Bundesebene:
Insbesondere seine Zeit als Fraktionsvorsitzender in Schleswig-Holstein prägte sein Image als schlagfertiger und durchsetzungsstarker Politiker. Er war mehrfach Spitzenkandidat bei Landtagswahlen und erzielte für die Liberalen beachtliche Ergebnisse. Dieser Erfolg wird oft als „Kubicki-Effekt“ bezeichnet.
Nach der Bundestagswahl 2017 kehrte Wolfgang Kubicki in den Deutschen Bundestag zurück und wurde am 24. Oktober 2017 zu einem seiner Vizepräsidenten gewählt. Dieses Amt hatte er bis zum Ende der Legislaturperiode 2025 inne. Als Teil des Bundestagspräsidiums leitete er regelmäßig die Plenarsitzungen und war für die Wahrung der Ordnung und der Rechte der Abgeordneten verantwortlich. In dieser Rolle wurde er für seine oft humorvolle, aber auch bestimmte Sitzungsleitung bekannt. Sein Amt als Bundestagsvizepräsident übte er mit der ihm eigenen Mischung aus juristischer Präzision und politischer Schlagfertigkeit aus. Er nutzte die Position auch, um zu wichtigen gesellschaftlichen Debatten Stellung zu beziehen. Passend dazu könnte Sie der Artikel „Philipp Amthor im Kreuzfeuer: Zwischen Feminismus“ interessieren.
Angesichts anhaltend schlechter Umfragewerte und einer Serie von Wahlniederlagen für die FDP, wie etwa bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026, geriet die Parteiführung zunehmend unter Druck. Anfang April 2026 erklärte der damalige Parteichef Christian Dürr seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur. Daraufhin kündigte Wolfgang Kubicki im Alter von 74 Jahren überraschend an, für den Bundesvorsitz der FDP zu kandidieren. Seine Kandidatur begründete er mit dem Willen, die Partei aus der Krise zu führen und ihr wieder eine klare liberale Stimme zu geben. Die Ankündigung löste ein geteiltes Echo aus; während einige ihn als erfahrenen Retter sahen, kritisierten andere, wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann, sein Alter und forderten einen Generationswechsel.
Wolfgang Kubicki ist für seine klaren und oft unkonventionellen Positionen bekannt. Er gilt als Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels der FDP und als Verfechter der bürgerlichen Freiheitsrechte. Seine Aussagen sorgen regelmäßig für Kontroversen und mediales Aufsehen.
Seine Bereitschaft, auch unpopuläre Meinungen zu vertreten und politische Auseinandersetzungen zuzuspitzen, macht Wolfgang Kubicki zu einer prägenden Figur der deutschen Politik. Weitere Informationen zu aktuellen politischen Debatten finden Sie auf der Webseite des Deutschen Bundestages.
Abseits der politischen Bühne ist Wolfgang Kubicki seit 1997 in dritter Ehe mit der Strafverteidigerin Annette Marberth-Kubicki verheiratet. Aus seiner zweiten Ehe hat er erwachsene Zwillingstöchter. Die Familie lebt in Strande in der Nähe von Kiel. Zu seinen Hobbys zählt er nach eigenen Angaben das Schauen von Kriegsfilmen und das Fahren seiner Motoryacht. Seine private Seite steht oft im Kontrast zu seinem öffentlichen Auftreten und zeigt einen Menschen, der klare Vorstellungen vom Leben hat. Einblicke in seine Gedankenwelt bietet auch sein Buch, das auf der Verlagsseite von Ullstein beworben wird.
| Jahr | Ereignis | Quelle |
|---|---|---|
| 1952 | Geburt in Braunschweig | |
| 1971 | Eintritt in die FDP | |
| 1975 | Abschluss als Diplom-Volkswirt | |
| 1985 | Zulassung als Rechtsanwalt | |
| 1990 | Erster Einzug in den Deutschen Bundestag | |
| 1992 | Wechsel in den Landtag von Schleswig-Holstein | |
| 2013 | Wahl zum stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden | |
| 2017 | Wahl zum Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages | |
| 2026 | Ankündigung der Kandidatur für den FDP-Parteivorsitz |
Wolfgang Kubicki ist stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP. Von 2017 bis 2025 war er Vizepräsident des Deutschen Bundestages.
Wolfgang Kubicki wurde am 3. März 1952 geboren und ist (Stand April 2026) 74 Jahre alt.
Wolfgang Kubicki ist von Beruf Rechtsanwalt, spezialisiert auf Strafrecht, und Diplom-Volkswirt. Er ist seit 1985 in seiner eigenen Kanzlei tätig.
Angesichts der politischen Krise der FDP kündigte Wolfgang Kubicki im April 2026 seine Kandidatur an, um die Partei nach eigenen Worten wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor zu machen und über die Fünfprozenthürde zu führen.
Wolfgang Kubicki wohnt in Strande an der Kieler Förde in Schleswig-Holstein.
Wolfgang Kubicki bleibt auch nach über 50 Jahren in der Politik eine Schlüsselfigur der FDP und des politischen Deutschlands. Seine Karriere ist ein Beleg für seine Fähigkeit, sich immer wieder neu zu positionieren und liberale Themen pointiert in der Öffentlichkeit zu vertreten. Als Anwalt und Politiker vereint er juristische Schärfe mit politischem Instinkt. Seine Kandidatur für den Parteivorsitz 2026 zeigt, dass er auch im fortgeschrittenen Alter bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und die Auseinandersetzung nicht scheut. Ob es ihm gelingt, die FDP aus ihrer Krise zu führen, wird die politische Landschaft in Deutschland maßgeblich mitprägen.
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