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Ping Anrufe: -: Wenn Sie Diese Vorwahl Sehen

Spam- und Werbe-Anrufe kennt mittlerweile jeder. Sie sind lästig, aber meist harmlos. Eine neue Betrugsmasche kann allerdings teuer für Sie werden. Achten Sie deshalb auf eine bestimmte Vorwahl!

Symbolbild: Ping Anrufe (Bild: Picsum)

Man nimmt das Smartphone in die Hand und sieht: ein verpasster Anruf! Dabei lag es doch die ganze Zeit in Sicht- und Hörweite? Auf dem Display: eine unbekannte Nummer. Viele Menschen dürften nun bereits skeptisch werden und damit rechnen, dass es sich bloß um einen lästigen Werbe- oder Spam-Anruf gehandelt hat. Um sicherzugehen, wird trotzdem häufig zurückgerufen. 

Doch wenn die Nummer des unbekannten Anrufers mit der Vorwahl +216 beginnt, raten Polizei und Verbraucherschützer zur Vorsicht. Hinter dem harmlos wirkenden Anruf kann eine Betrugsmasche stecken, die jedes Jahr zahlreiche Betroffene Geld kostet. Zurückrufen sollte man hier auf keinen Fall. (Lesen Sie auch: Künstliche Intelligenz: Google Mietet für Viel Geld)

Ursprünglich berichtet von: Stern

Anrufe mit dieser Vorwahl weisen auf Betrug hin

Die Täter setzen auf einen einfachen psychologischen Mechanismus: Neugier. Wer einen verpassten Anruf entdeckt, möchte nun mal wissen, wer da angerufen hat. Besonders bei einer so „exotischen“ Nummer: Die Vorwahl +216 gehört zu Tunesien. Handelt es sich um einen Bekannten im Ausland? Um einen wichtigen geschäftlichen Kontakt? Oder gar um einen Notfall? In der Regel ist es nichts von alledem. Wer zurückruft, landet bei einer kostenpflichtigen Nummer – und wird dort womöglich lange in einer Warteschleife gehalten. 

Immer wieder taucht die Ländervorwahl im Zusammenhang mit sogenannten „Ping-Calls“ auf. Dabei wählen automatisierte Systeme tausende Telefonnummern gleichzeitig an und lassen es überall nur einmal klingeln. Der Anruf wird so beendet, bevor das Opfer überhaupt reagieren kann.  (Lesen Sie auch: Mini Solaranlage: – für den Balkon)

Bei einem Rückruf können die Gebühren dann mehrere Euro pro Minute betragen – das summiert sich schnell zu einem unangenehmen Betrag auf der nächsten Telefonrechnung. Besonders perfide ist, dass die Anrufe häufig zu ungewöhnlichen Uhrzeiten erfolgen. Ein verpasster Anruf mitten in der Nacht oder am frühen Morgen wirkt dringlicher und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Betroffene unüberlegt handeln und aus Reflex sofort zurückrufen. 

Ein Anruf aus dem Ausland? Seien Sie misstrauisch

Neben Tunesien werden ähnliche Maschen auch häufig mit Rufnummern aus anderen Ländern durchgeführt, darunter etwa Burundi (+257), Benin (+229), Burkina Faso (+226), Tansania (+255) oder die Seychellen (+248). Experten betonen, dass das Annehmen eines solchen Anrufs in der Regel noch keine Kosten verursacht. Das eigentliche Risiko entsteht erst durch den Rückruf. 

Deshalb lautet die wichtigste Empfehlung: Unbekannte internationale Nummern nicht zurückrufen, wenn kein nachvollziehbarer Grund für den Kontakt besteht. Sie haben keine Kontakte im jeweiligen Land? Sie wissen von niemandem, der dort gerade im Urlaub ist? Dann handelt es sich zu 99,9 Prozent um einen betrügerischen Anruf und sie sollten ihn schlicht ignorieren. Die Rufnummern können zudem blockiert und gegebenenfalls bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden.   (Lesen Sie auch: Postbank Digitalstudie 2026: Internetnutzung in Deutschland)

Symbolbild: Ping Anrufe (Bild: Picsum)

Wer dennoch gutgläubig zurückgerufen hat, muss übrigens nicht zwangsläufig auf den Kosten sitzen bleiben: Die Bundesnetzagentur führt Listen bekannter Betrugsnummern und kann in bestimmten Fällen die Abrechnung solcher Verbindungen untersagen. Dies erfordert allerdings, dass Betroffene aktiv werden und bei der Agentur und ihrem Netzanbieter um Unterstützung bitten.

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