Hoch über dem malerischen Donautal thront das Benediktinerkloster Stift Göttweig, ein wahres Juwel österreichischer Kulturgeschichte. Die prachtvolle Stiftskirche, oft als „österreichischer Escorial“ bezeichnet, vereint barocke Pracht mit spiritueller Tiefe und bietet Besuchern ein einzigartiges Erlebnis für alle Sinne.
Während viele Reisende die bekannten Sehenswürdigkeiten der Wachau besuchen, bleibt die Stiftskirche Göttweig oft ein Geheimtipp, der mit architektonischen Meisterwerken, kostbaren Kunstschätzen und einer über 900-jährigen Geschichte begeistert. Die folgenden acht Gründe zeigen, warum ein Besuch dieser beeindruckenden Kirche zu den Höhepunkten einer Reise durch Niederösterreich zählt.
Adresse: Stift Göttweig 1, 3511 Furth bei Göttweig, Österreich
Öffnungszeiten: Täglich 9:00-18:00 Uhr (Mai-Oktober), 9:00-17:00 Uhr (November-April)
UNESCO-Weltkulturerbe: Teil des Weltkulturerbes Wachau seit 2000
Stift Göttweig und seine majestätische Stiftskirche – Ein kulturelles Juwel Österreichs
Majestätisch thront Stift Göttweig auf dem Göttweiger Berg und beeindruckt Besucher mit seiner prachtvollen barocken Architektur und dem atemberaubenden Panoramablick über die Wachau. Die im Herzen des Klosters gelegene Stiftskirche besticht durch ihr kunstvolles Deckenfresko von Paul Troger sowie den imposanten Hochaltar, der den Raum in feierliches Licht taucht. Als eines der bedeutendsten kulturellen Zentren Österreichs beherbergt das Benediktinerstift nicht nur kostbare Kunstschätze und eine umfangreiche Bibliothek, sondern zeugt auch von der jahrhundertelangen spirituellen und intellektuellen Tradition des Ordens. Seit 2000 gehört Stift Göttweig als Teil der Kulturlandschaft Wachau zum UNESCO-Weltkulturerbe und zieht jährlich tausende Besucher an, die die einzigartige Verbindung von Kunst, Glaube und Geschichte an diesem besonderen Ort erleben möchten.
Die Geschichte des Stift Göttweig – Von der Gründung bis zur heutigen Stiftskirche
Das Stift Göttweig wurde im Jahr 1083 durch Bischof Altmann von Passau als Augustiner-Chorherrenstift gegründet und bereits 1094 den Benediktinern übergeben. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1718 begann der barocke Wiederaufbau unter der Leitung des renommierten Architekten Johann Lucas von Hildebrandt, wobei die heutige Stiftskirche zwischen 1719 und 1723 errichtet wurde. Besonders beeindruckend ist das monumentale Deckenfresko in der Kaiserstiege, das von Paul Troger geschaffen wurde und Kaiser Karl VI. als Apoll verherrlicht. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Stift zu einem bedeutenden geistigen und kulturellen Zentrum in der Region, das heute nicht nur als aktives Benediktinerkloster, sondern auch als Weltkulturerbe der UNESCO fungiert. Die Stiftskirche selbst besticht durch ihre prachtvolle Innenausstattung mit barocken Altären, kunstvollen Stuckverzierungen und wertvollen Gemälden, die Zeugnis vom künstlerischen Reichtum des österreichischen Barock ablegen.
Gründung: 1083 durch Bischof Altmann von Passau, seit 1094 Benediktinerkloster
Architektur: Barocker Wiederaufbau nach Brand 1718 unter Johann Lucas von Hildebrandt
Bedeutung: UNESCO-Weltkulturerbe und aktives Benediktinerkloster mit über 900-jähriger Geschichte
Architektonische Meisterleistung: Die barocke Stiftskirche von Göttweig im Detail
Die Stiftskirche von Göttweig repräsentiert mit ihrer imposanten Doppelturmfassade und der majestätischen Kuppel ein herausragendes Beispiel barocker Sakralarchitektur in Niederösterreich. Im Inneren beeindruckt besonders das prachtvolle Deckenfresko von Paul Troger, das in leuchtenden Farben die Aufnahme des heiligen Altmann in den Himmel darstellt. Die kunstvoll gestalteten Seitenaltäre und die reich verzierte Kanzel zeugen von der handwerklichen Meisterschaft der Künstler des 18. Jahrhunderts. Besonders bemerkenswert ist zudem der harmonische Übergang zwischen den architektonischen Elementen und der bildlichen Ausgestaltung, der den Kirchenraum zu einem einheitlichen Gesamtkunstwerk verschmelzen lässt.
Kunstschätze im Inneren der Göttweiger Stiftskirche – Ein visuelles Erlebnis
Betritt man das Innere der Göttweiger Stiftskirche, eröffnet sich dem Besucher ein wahres Paradies barocker Kunstfertigkeit, das durch seine harmonische Kombination aus Architektur, Malerei und Bildhauerei besticht. Die prachtvolle Deckenmalerei von Paul Troger, die das Hauptschiff ziert, stellt in dynamischen Szenen die Verherrlichung des heiligen Benedikt dar und zählt zu den Höhepunkten österreichischer Barockmalerei. Nicht minder beeindruckend präsentieren sich die kunstvoll gestalteten Seitenaltäre mit ihren vergoldeten Schnitzereien und ausdrucksstarken Heiligenfiguren, die von bedeutenden Künstlern des 18. Jahrhunderts geschaffen wurden. Der imposante Hochaltar mit seinem monumentalen Aufbau bildet den visuellen Höhepunkt des Kirchenraums und verkörpert mit seiner dramatischen Inszenierung perfekt den Geist des Hochbarocks.
- Die Deckengemälde von Paul Troger stellen eine der bedeutendsten barocken Freskenzyklen Österreichs dar.
- Der prachtvolle Hochaltar dominiert den Kirchenraum als zentrales Element.
- Kunstvolle Seitenaltäre mit vergoldeten Schnitzereien säumen das Kirchenschiff.
- Die harmonische Verbindung verschiedener Kunstgattungen schafft ein überwältigendes Gesamterlebnis.
Die Bedeutung der Stiftskirche Göttweig für die religiöse Tradition der Region
Die Stiftskirche Göttweig bildet seit Jahrhunderten das spirituelle Zentrum der gesamten Region und strahlt weit über die Grenzen der Wachau hinaus. Tausende Pilger und Gläubige suchen jährlich die heiligen Hallen auf, um in der besonderen Atmosphäre des Gotteshauses Trost und Inspiration zu finden. Die regelmäßigen liturgischen Feiern, insbesondere die feierlichen Hochämter zu kirchlichen Festtagen, prägen bis heute das religiöse Leben der umliegenden Gemeinden und vermitteln lebendige Tradition. Durch ihre umfangreiche Seelsorgetätigkeit übernehmen die Benediktinermönche von Göttweig eine wichtige pastorale Verantwortung für mehr als 20 Pfarren der Diözese St. Pölten. Die spirituelle Ausstrahlung der Stiftskirche trägt wesentlich dazu bei, dass das christliche Erbe in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft bewahrt und weitergegeben werden kann.
Bedeutung für die Region: Die Stiftskirche Göttweig ist seit 1072 ein bedeutendes spirituelles Zentrum mit Betreuung von über 20 Pfarrgemeinden.
Religiöse Tradition: Jährlich besuchen tausende Pilger und Gläubige die Kirche zur Teilnahme an traditionellen benediktinischen Liturgien.
Kulturelles Erbe: Als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Wachau verbindet die Stiftskirche religiöse Tradition mit kulturhistorischer Bedeutung.
Besucherinformationen: So erleben Sie die Stiftskirche in Göttweig optimal
Um Ihren Besuch der imposanten Stiftskirche in Göttweig optimal zu gestalten, empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an einer der täglich stattfindenden Führungen, die tiefe Einblicke in die barocke Pracht und die benediktinische Geschichte vermitteln. Die beste Zeit für einen Besuch ist vormittags zwischen 9 und 11 Uhr, wenn das Sonnenlicht durch die bunten Glasfenster fällt und die Kirchenschätze in besonderem Glanz erstrahlen lässt. Nehmen Sie sich mindestens eine Stunde Zeit, um neben der Kirche auch das angrenzende Museum mit seinen wertvollen sakralen Kunstwerken zu besichtigen und den spirituellen Charakter dieses bedeutenden Benediktinerklosters auf sich wirken zu lassen.
| Information | Daten & Fakten |
|---|---|
| Öffnungszeiten | 9:00 – 18:00 Uhr (Mai-Oktober), 9:00 – 17:00 Uhr (November-April) |
| Führungsdauer | 45 Minuten |
| Baujahr der Stiftskirche | 1719-1722 |
| Höhe des Kirchturms | 64 Meter |
| Eintritt (Erwachsene) | 12,50 € |
Die Göttweiger Stiftskirche im Wandel der Jahreszeiten – Fotospots und Perspektiven
Die Stiftskirche von Göttweig präsentiert sich zu jeder Jahreszeit in einem anderen, faszinierenden Licht und bietet Fotografen immer neue Motive. Im Frühling umrahmen blühende Marillenbäume den majestätischen Bau, während die Sommermonate mit ihrem klaren Licht perfekte Bedingungen für Panoramaaufnahmen von der Terrasse aus schaffen. Der Herbst verwandelt die umliegenden Weinberge in ein goldenes Farbenmeer, das einen wunderbaren Kontrast zur barocken Fassade bildet. Im Winter schließlich verleiht der Schnee dem Stift eine fast mystische Atmosphäre, besonders wenn die tief stehende Sonne die kupferne Kuppel zum Leuchten bringt.
- Frühling: Blühende Marillenbäume als Vordergrund für Aufnahmen der Kirche
- Sommer: Beste Zeit für Panoramafotos von der Terrasse mit Blick über das Donautal
- Herbst: Farbkontrast zwischen goldenen Weinbergen und der barocken Fassade
- Winter: Mystische Schneelandschaft mit tief stehender Sonne auf der Kuppel
Veranstaltungen und Konzerte in der akustisch beeindruckenden Stiftskirche Göttweig
Die Stiftskirche Göttweig bietet mit ihrer hervorragenden Akustik einen idealen Rahmen für hochkarätige Konzerte und musikalische Veranstaltungen. Besonders während der Sommermonate finden hier regelmäßig Chor- und Orchesterkonzerte statt, die Besucher aus nah und fern anziehen. Die jährlich stattfindenden Aufführungen geistlicher Musik, darunter Werke von Bach, Händel und Mozart, werden durch die einzigartige Klangqualität des Kirchenraums besonders eindrucksvoll in Szene gesetzt. Auch die Göttweiger Stiftskonzerte, eine renommierte Konzertreihe mit internationalen Künstlern, nutzen die besonderen akustischen Eigenschaften des barocken Kirchenraums und lassen die Musik in beeindruckender Weise zur Geltung kommen.
Häufige Fragen zu Stift Göttweig – Stiftskirche (Göttweig)
Wann wurde die Stiftskirche Göttweig erbaut und wie ist ihre architektonische Bedeutung?
Die Stiftskirche des Benediktinerklosters Göttweig wurde zwischen 1719 und 1729 nach einem verheerenden Brand neu errichtet. Der Barockbau entstand nach Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt, einem der bedeutendsten Architekten seiner Zeit. Die Klosterkirche beeindruckt durch ihre majestätische zweitürmige Fassade und das lichtdurchflutete Innere. Besonders bemerkenswert ist die harmonische Verbindung von Architektur, Stuck und Freskenmalerei, die den Sakralbau zu einem Gesamtkunstwerk des Hochbarock macht. Die Basilika gilt als herausragendes Beispiel österreichischer Klosterbaukunst und zählt zu den wichtigsten Gotteshäusern der Wachau.
Welche Kunstschätze kann man in der Stiftskirche Göttweig besichtigen?
In der Stiftskirche Göttweig finden Besucher zahlreiche künstlerische Kostbarkeiten. Das monumentale Deckenfresko von Paul Troger zeigt die Aufnahme des Heiligen Altmann in den Himmel und gilt als Meisterwerk barocker Malerei. Der prachtvolle Hochaltar wurde von Franz Anton Pilgram entworfen und beherbergt ein Altarbild von Martin Johann Schmidt, genannt „Kremser Schmidt“. Beeindruckend sind auch die kunstvoll gestaltete Kanzel, die wertvollen Seitenaltäre sowie die reiche Stuckdekoration von Alberto Camesina. Die Kirchenausstattung umfasst zudem historische Chorgestühle, kostbare liturgische Geräte und eine bemerkenswerte Orgel. Diese sakralen Schätze machen den Kirchenraum zu einem bedeutenden Kulturjuwel der Region.
Wie erreicht man Stift Göttweig und wann ist die Stiftskirche für Besucher geöffnet?
Das Stift Göttweig liegt etwa 5 km südlich von Krems an der Donau auf einem 449 m hohen Bergplateau und ist mit dem Auto über die B37 und eine gut ausgeschilderte Zufahrtsstraße erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man zunächst zum Bahnhof Furth-Palt, von dort führt ein Wanderweg zum Kloster hinauf (ca. 45 Minuten Gehzeit). Die Stiftskirche ist in der Regel täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr (im Winter bis 17:00 Uhr) für Andächtige und Touristen zugänglich. Während der Gottesdienste oder bei besonderen Veranstaltungen kann der Besichtigungszugang eingeschränkt sein. Für Führungen durch das gesamte Benediktinerkloster empfiehlt sich eine Voranmeldung über die Webseite des Stifts.
Welche Rolle spielt Stift Göttweig in der Geschichte Österreichs und der Wachau?
Stift Göttweig, oft als „österreichisches Montecassino“ bezeichnet, wurde 1083 durch Bischof Altmann von Passau gegründet und prägt seit über 900 Jahren die religiöse und kulturelle Landschaft der Wachau. Das Benediktinerkloster entwickelte sich im Mittelalter zu einem bedeutenden spirituellen und intellektuellen Zentrum mit einer umfangreichen Schreibschule. Nach dem großen Brand von 1718 entstand der heutige monumentale Barockbau, der die Kulturlandschaft der UNESCO-Welterberegion Wachau maßgeblich prägt. Als wichtige Bildungsstätte betrieb die Abtei Schulen und förderte Kunst und Wissenschaft. Das Kloster überstand die josephinischen Reformen, beide Weltkriege und bewahrt bis heute wertvolle Handschriften, Inkunabeln und Kunstschätze. Die Mönchsgemeinschaft lebt weiterhin nach der Regel „ora et labora“ und trägt zur geistigen und kulturellen Identität der Region bei.
Was macht die Innenausstattung der Stiftskirche Göttweig besonders sehenswert?
Die Innenausstattung der Stiftskirche besticht durch ihre harmonische Verbindung von Architektur und dekorativer Kunst im Hochbarock. Der lichtdurchflutete, in Weiß und Gold gehaltene Kirchenraum schafft eine feierliche Atmosphäre. Besonders beeindruckend ist das monumentale Deckenfresko von Paul Troger, das mit seiner virtuosen Perspektive und lebendigen Farbgebung zu den Hauptwerken der österreichischen Barockmalerei zählt. Die kunstvollen Stuckaturen von Alberto Camesina umrahmen die Fresken und gliedern den Raum elegant. Der imposante Hochaltar mit seinen gewundenen Säulen und vergoldeten Figuren bildet einen würdevollen Abschluss des Presbyteriums. Die Orgel mit ihrem kunstvoll geschnitzten Prospekt und der ausgezeichneten Akustik macht die Basilika auch zu einem beliebten Ort für Kirchenkonzerte und musikalische Darbietungen.
Welche besonderen Veranstaltungen oder Gottesdienste finden in der Stiftskirche Göttweig statt?
Die Stiftskirche Göttweig ist Schauplatz eines reichen liturgischen und kulturellen Lebens. Neben den täglichen Stundengebeten der Benediktinermönche werden regelmäßig feierliche Hochämter an Sonn- und Feiertagen zelebriert. Besonders festlich gestaltet sind die Gottesdienste zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten sowie am Patrozinium des heiligen Altmann (8. August). Im Sommer finden im Rahmen des „Göttweiger Stiftskonzerte“-Festivals hochkarätige Konzerte mit internationalen Künstlern statt, die die hervorragende Akustik des Sakralraums nutzen. Der Adventmarkt im Stiftshof und spirituelle Einkehrtage ziehen zahlreiche Besucher an. Regelmäßige Orgelvespen, Chorkonzerte und thematische Führungen durch die Klosteranlage ergänzen das kulturelle Angebot des traditionsreichen Benediktinerstifts auf dem Göttweiger Berg.