Ein Eklat überschattet die Skeleton Olympia Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina: Der ukrainische Skeleton-Pilot Vladyslav Heraskevych wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vom Wettbewerb ausgeschlossen, weil er auf seinem Helm Bilder von im Krieg gegen Russland gefallenen ukrainischen Sportlern und Freunden tragen wollte. Der Fall liegt nun beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS).

Hintergrund: Politisches Statement oder Gedenken?
Der Fall Heraskevych wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Balance zwischen politischer Meinungsäußerung und den Regeln der Olympischen Spiele, die eigentlich unpolitisch sein sollen. Das IOC argumentiert, dass der Helm des Ukrainers eine politische Botschaft enthalte, die gegen die olympischen Regeln verstößt. Heraskevych hingegen betont, dass es sich um ein reines Gedenken an die Opfer des Krieges handle. Laut BILD läuft das Verfahren vor dem CAS seit dem 13. Februar 2026, 9 Uhr. (Lesen Sie auch: Kim Meylemans: Skeleton-Star will olympische Rechnung)
Der Fall vor dem Internationalen Sportgerichtshof
Über den Ausschluss von Vladyslav Heraskevych entscheidet eine Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) im Hotel Hilton in Mailand. Die deutsche Sportrechtsexpertin Annett Rombach aus Frankfurt am Main, Gründerin von Rombach Lawyers, ist die Richterin in diesem Fall. Sie ist Expertin im Sportrecht und war bereits an mehr als 300 Schiedsverfahren beteiligt, so die Webseite ihrer Kanzlei.
Heraskevych selbst äußerte sich gegenüber dem Standard: „Ein Olympiateilnehmer zu sein heißt nicht immer, auf Medaillen loszugehen. Es geht auch um die Werte, die du an den Sportstätten repräsentierst.“ Er sieht sich demnach nicht nur als Sportler, sondern auch als Repräsentant seines Landes und dessen Werte. (Lesen Sie auch: Olympia 2026: Janine Flock nimmt Anlauf auf…)
Reaktionen und Solidarität aus Europa
Der Ausschluss von Heraskevych hat in Europa eine Welle der Solidarität ausgelöst. Rund 40 Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben sich in einem Brief an das IOC gewandt und die Entscheidung kritisiert. Sie halten den Ausschluss und das Verbot des Helmes für falsch. „Die Sanktionierung des Gedenkens birgt die Gefahr, selbst als politische Entscheidung wahrgenommen zu werden und damit den olympischen Gedanken zu untergraben“, heißt es in dem Schreiben, das auf DiePresse.com zitiert wird.
Die Abgeordneten fordern das IOC dringend auf, seine Entscheidung zu überdenken. Sie sehen in dem Verbot des Helmes eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und eine Missachtung des Gedenkens an die Opfer des Krieges. (Lesen Sie auch: Jacqueline Pfeifer greift bei Olympia 2026 nach…)
Skeleton Olympia: Was bedeutet der Eklat für die Zukunft?
Der Fall Heraskevych könnte weitreichende Konsequenzen für die Zukunft der Olympischen Spiele haben. Er wirft die Frage auf, inwieweit Sportler politische Statements äußern dürfen und wo die Grenzen der Meinungsfreiheit liegen. Das IOC steht nun vor der Herausforderung, eine klare Linie zu finden, die sowohl die Unparteilichkeit der Spiele wahrt als auch die Meinungsfreiheit der Athleten respektiert.Der Fall zeigt jedoch, dass die Olympischen Spiele auch im 21. Jahrhundert nicht frei von politischen und gesellschaftlichen Konflikten sind.

Zeitplan der Skeleton-Wettbewerbe bei Olympia 2026
| Datum | Uhrzeit | Wettbewerb |
|---|---|---|
| 15. Februar 2026 | 10:00 Uhr | Skeleton Männer, Lauf 1 & 2 |
| 16. Februar 2026 | 10:00 Uhr | Skeleton Männer, Lauf 3 & 4 |
| 17. Februar 2026 | 14:00 Uhr | Skeleton Frauen, Lauf 1 & 2 |
| 18. Februar 2026 | 14:00 Uhr | Skeleton Frauen, Lauf 3 & 4 |
Häufig gestellte Fragen zu skeleton olympia
Warum wurde der ukrainische Skeleton-Pilot von den Olympischen Spielen ausgeschlossen?
Vladyslav Heraskevych wurde ausgeschlossen, weil er auf seinem Helm Bilder von im Krieg gefallenen ukrainischen Sportlern tragen wollte. Das IOC wertete dies als politische Botschaft, die gegen die olympischen Regeln verstößt. (Lesen Sie auch: Olympia Highlights heute: 7 Entscheidungen am 13.02.2026)
Wer entscheidet über die Rechtmäßigkeit des Ausschlusses von Vladyslav Heraskevych?
Über die Rechtmäßigkeit des Ausschlusses entscheidet der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in einer Ad-hoc-Kommission. Die deutsche Sportrechtsexpertin Annett Rombach ist die Richterin in diesem Fall.
Welche Reaktion gab es auf den Ausschluss von Heraskevych?
Der Ausschluss hat in Europa eine Welle der Solidarität ausgelöst. Rund 40 Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben sich in einem Brief an das IOC gewandt und die Entscheidung kritisiert.
Was sagt Vladyslav Heraskevych selbst zu dem Vorfall?
Heraskevych betonte, dass es sich um ein reines Gedenken an die Opfer des Krieges handle und dass er sich nicht nur als Sportler, sondern auch als Repräsentant seines Landes und dessen Werte sehe.
Welche Konsequenzen könnte der Fall Heraskevych für die Olympischen Spiele haben?
Der Fall könnte weitreichende Konsequenzen haben, da er die Frage aufwirft, inwieweit Sportler politische Statements äußern dürfen und wo die Grenzen der Meinungsfreiheit liegen. Das IOC steht vor der Herausforderung, eine klare Linie zu finden.
Weitere Informationen zu den Olympischen Winterspielen 2026 finden Sie auf der offiziellen Webseite.
