Peter Thiel: Bundeswehr hält Drohnen trotz Beteiligung

Das Bundesverteidigungsministerium hat trotz der Beteiligung des umstrittenen Investors Peter Thiel an einem Rüstungs-Start-up keine Bedenken gegen die Beschaffung von Kamikazedrohnen. Thiels Einfluss auf das operative Geschäft des Unternehmens Stark Defence, das an der Produktion beteiligt ist, wird als gering eingestuft.
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Die Beteiligung des US-amerikanischen Investors Peter Thiel an einem deutschen Rüstungs-Start-up sorgt für Diskussionen. Trotz der umstrittenen Personalie hält das Bundesverteidigungsministerium den geplanten Kauf von Kamikazedrohnen für die Bundeswehr für unbedenklich. Das Ministerium argumentiert, dass Thiels Einfluss auf das operative Geschäft des betroffenen Unternehmens Stark Defence begrenzt sei.

Symbolbild zum Thema Peter Thiel
Symbolbild: Peter Thiel (Bild: Picsum)

Peter Thiel: Ein umstrittener Investor im Fokus

Peter Thiel ist eine schillernde Figur im Silicon Valley. Der deutschstämmige Unternehmer machte sich als Mitgründer von PayPal und Palantir einen Namen. Thiel gilt als einer der prominentesten Unterstützer des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und vertritt libertäre politische Ansichten. Seine Investitionen in Technologieunternehmen, die im Bereich der Überwachung und der Verteidigung tätig sind, sind nicht unumstritten. So steht Thiel beispielsweise auch wegen seiner Unterstützung für den umstrittenen Datenanalyse-Dienst Palantir immer wieder in der Kritik. Palantir, das unter anderem von US-Geheimdiensten genutzt wird, steht wegen seiner Rolle bei der Sammlung und Auswertung von Daten in der Kritik.

Aktuelle Entwicklung: Bundeswehr hält an Drohnenkauf fest

Das Bundesverteidigungsministerium plant die Beschaffung von sogenannten Loitering Munition, auch bekannt als Kamikazedrohnen, in großem Umfang. Zwei deutsche Rüstungs-Start-ups, Stark Defence und Helsing, sollen mit der Produktion beauftragt werden. Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll in Kürze grünes Licht für den Milliarden-Deal geben. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der technischen Reife der Drohnen und der Beteiligung von Peter Thiel an Stark Defence. Wie der Spiegel berichtet, hält das Wehrressort die Beteiligung Thiels an dem Geschäft jedoch für unproblematisch. (Lesen Sie auch: Doreen Thiel Goodbye Deutschland: Neustart in Dänemark)

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte zuvor seine Bedenken gegen Thiels Engagement geäußert. Inzwischen scheint das Ministerium seine Haltung jedoch geändert zu haben. Da Thiels Anteil an Stark Defence unter zehn Prozent liege und er keine Kontroll- oder Sonderrechte besitze, gebe es keine Hindernisse für den geplanten Großauftrag, heißt es in einer Vorlage für den Haushaltsausschuss. Eine Sperrminorität, für die mindestens 25 Prozent der Anteile erforderlich wären, besitzt Thiel ebenfalls nicht.

Reaktionen und Stimmen zur Thiel-Beteiligung

Die Beteiligung von Peter Thiel an einem Rüstungsunternehmen, das für die Bundeswehr produziert, hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich der politischen Ansichten Thiels und seiner Nähe zu Donald Trump. Sie befürchten, dass Thiel seinen Einfluss auf das Unternehmen nutzen könnte, um seine politischen Ziele zu verfolgen. Befürworter argumentieren, dass Thiels Investition ein Zeichen für die Innovationskraft der deutschen Rüstungsindustrie sei und dass seine Beteiligung keine negativen Auswirkungen auf die Produktion der Drohnen habe.

Stark Defence selbst weist die Vorwürfe der Einflussnahme durch Peter Thiel zurück. Eine Sprecherin des Start-ups betonte gegenüber dem Handelsblatt: „Peter Thiel hat keinerlei Einfluss auf das operative Geschäft von Stark.“ (Lesen Sie auch: 8 Sehenswürdigkeiten im Regensburger Dom St. Peter)

Peter Thiel und die Bundeswehr: Was bedeutet das?

Die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, trotz der Beteiligung von Peter Thiel an Stark Defence an dem Drohnenkauf festzuhalten, zeigt, dass die Bundesregierung offenbar keine gravierenden Sicherheitsbedenken hat. Das Ministerium scheint davon überzeugt zu sein, dass Thiels Einfluss auf das Unternehmen begrenzt ist und dass die Produktion der Drohnen nicht gefährdet ist. Die Beschaffung der Kamikazedrohnen soll die Fähigkeiten der Bundeswehr im Bereich der unbemannten Luftfahrzeuge stärken und zur Abschreckung gegen potenzielle Gegner beitragen.

Die Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg haben gezeigt, dass Drohnen eine immer wichtigere Rolle in modernen Konflikten spielen. Sie können zur Aufklärung, zur Zielbekämpfung und zur elektronischen Kriegsführung eingesetzt werden. Die Bundeswehr will sich mit der Beschaffung der Kamikazedrohnen für diese neuen Herausforderungen rüsten.

Detailansicht: Peter Thiel
Symbolbild: Peter Thiel (Bild: Picsum)

Daten und Fakten zum Drohnenkauf der Bundeswehr

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Daten und Fakten zum geplanten Drohnenkauf der Bundeswehr zusammen: (Lesen Sie auch: JD Vance: Trumps Vize, seine Agenda &…)

Aspekt Details
Bezeichnung Loitering Munition (Kamikazedrohnen)
Hersteller Stark Defence, Helsing
Anzahl Tausende
Einsatzgebiet Bundeswehr-Brigade in Litauen
Zweck Abschreckung gegen Russland
Beteiligung Peter Thiel Minderheitsinvestor (einstelliger Prozentbereich) bei Stark Defence
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Illustration zu Peter Thiel
Symbolbild: Peter Thiel (Bild: Picsum)
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