Nyke Slawik – Nyke Slawik: Grüne, Trans-Pionierin & wichtige Stimme
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Nyke Slawik ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) und seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages. Als eine der ersten offen transgeschlechtlichen Frauen im Parlament hat sie Geschichte geschrieben und setzt sich insbesondere für Queerpolitik, Mobilität und deutsch-polnische Beziehungen ein. Ihre Arbeit prägt die aktuelle politische Debatte maßgeblich mit.
Die politische Landschaft in Deutschland ist seit der Bundestagswahl 2021 vielfältiger geworden. Ein Gesicht dieser Veränderung ist Nyke Slawik. Die am 29.05.2026 aktuelle Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen ist eine der ersten offen lebenden Trans-Frauen im deutschen Parlament und hat sich schnell als wichtige Stimme für queere Rechte, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit etabliert.
Geboren am 7. Januar 1994 in Leverkusen, begann Nyke Slawiks politisches Engagement früh. Bereits 2009 trat sie der Grünen Jugend bei und wurde 2013 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Ihre politische Laufbahn führte sie über den Vorstand der Grünen Jugend in Düsseldorf und den Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen. Vor ihrem Einzug in den Bundestag sammelte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Landtag von Nordrhein-Westfalen für die Abgeordneten Wibke Brems und Matthi Bolte wertvolle parlamentarische Erfahrung. Slawik studierte Anglistik, Amerikanistik sowie Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und absolvierte Auslandsaufenthalte in Leicester, England, und Brüssel.
Mit der Bundestagswahl 2021 schrieb Nyke Slawik zusammen mit Tessa Ganserer Geschichte. Beide zogen als erste offen transgeschlechtliche Frauen in den Deutschen Bundestag ein. Dieser historische Moment war nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein starkes Signal für die Repräsentation von LGBTQIA+-Personen in der deutschen Politik. Slawik selbst betonte in Interviews die Bedeutung dieses Schrittes für die Sichtbarkeit und Akzeptanz von trans Personen in der Gesellschaft. Ihr Einzug ins Parlament wurde als Meilenstein für eine vielfältigere und inklusivere Demokratie gefeiert. Für viele, insbesondere junge queere Menschen, ist sie eine wichtige Identifikationsfigur geworden.
Die politische Arbeit von Nyke Slawik ist breit gefächert, konzentriert sich jedoch auf drei zentrale Bereiche: Queerpolitik, Mobilitätspolitik und die deutsch-polnischen Beziehungen. Als Sprecherin für Queerpolitik ihrer Fraktion ist sie eine treibende Kraft hinter wichtigen gesellschaftspolitischen Reformen.
Ein zentraler Erfolg ihrer bisherigen Amtszeit ist die Verabschiedung des Selbstbestimmungsgesetzes. Dieses Gesetz, das am 1. November 2024 in Kraft trat, ersetzt das umstrittene Transsexuellengesetz und erleichtert trans, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen die Änderung ihres Geschlechtseintrags und Vornamens. Slawik kämpfte jahrelang für diese Reform und bezeichnete sie als „Herzensprojekt“ und als wichtigen Schritt zur Anerkennung der Würde und der Menschenrechte betroffener Personen. Sie setzt sich zudem für die Fortführung des Nationalen Aktionsplans „Queer Leben“ ein und fordert die volle Gleichberechtigung, etwa bei der Blutspende.
Als stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss engagiert sich Nyke Slawik für eine nachhaltige und klimagerechte Mobilität. Ein von ihr maßgeblich vorangetriebenes Projekt ist das Deutschland-Ticket, das den öffentlichen Nahverkehr für viele Menschen erschwinglicher und attraktiver gemacht hat. Ihr Ziel ist eine Verkehrswende, die soziale und ökologische Aspekte miteinander verbindet. Diesen Einsatz für den Klimaschutz verbindet sie oft mit ihrem Engagement bei Bewegungen wie Fridays for Future.
Aufgrund ihrer eigenen Familiengeschichte – ihr Vater stammt aus Schlesien – hat Nyke Slawik eine besondere Verbindung zu Polen. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe und setzt sich für einen intensiven Austausch und eine starke Partnerschaft zwischen den beiden Ländern ein. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund aktueller politischer Spannungen in Europa von großer Bedeutung.
Das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) ist untrennbar mit dem Namen Nyke Slawik verbunden. Sie war eine der lautesten und beharrlichsten Stimmen, die auf die Notwendigkeit drängten, das über 40 Jahre alte und in Teilen vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestufte Transsexuellengesetz (TSG) abzulösen. Das alte Gesetz sah für eine Änderung des Namens und des Geschlechtseintrags oft demütigende psychologische Begutachtungen und ein teures Gerichtsverfahren vor.
Mit dem neuen Gesetz können Betroffene ihren Eintrag nun durch eine einfache Erklärung beim Standesamt ändern lassen. In ihrer Rede im Bundestag zur Verabschiedung des Gesetzes betonte Slawik, dass es ein Ende der „staatlichen Bevormundung“ sei und die Würde von trans, inter und nicht-binären Menschen achte. Sie verteidigt das Gesetz auch weiterhin gegen Kritik und populistische Angriffe, wie im Fall der Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich, und warnt davor, die Rechte einer ganzen Gruppe wegen des möglichen Missbrauchs durch Einzelne infrage zu stellen.
Um ihre politischen Ziele zu verwirklichen, arbeitet Nyke Slawik in verschiedenen Gremien des Deutschen Bundestages mit. Ihre Mitgliedschaften spiegeln ihre Schwerpunktthemen wider:
Zudem ist sie stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe und Mitglied im Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. Diese vielfältigen Aufgaben ermöglichen es ihr, an entscheidenden Stellen Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen. Ihre Arbeit in den Ausschüssen ist ein wichtiger Teil ihres Engagements für eine gerechtere Gesellschaft, wie sie auch im Bereich der Bekämpfung des Gender Data Gap betont wird.
Als prominente Trans-Politikerin und Verfechterin progressiver Politik steht Nyke Slawik häufig im Fokus der öffentlichen Debatte. Sie nutzt ihre Plattform, um sich klar gegen Rechtsextremismus und Transfeindlichkeit zu positionieren, insbesondere gegen die AfD, deren Anträge sie im Bundestag regelmäßig scharf kritisiert. Ihre direkte und offene Art führt auch zu Auseinandersetzungen mit Politikern anderer Parteien. So kritisierte sie beispielsweise Aussagen von CDU-Politikerinnen zur Identitätspolitik scharf. Während sie von vielen für ihren Mut und ihre klare Haltung gelobt wird, ist sie für konservative und rechte Kreise eine Reizfigur. Sie sieht sich selbst in der Verantwortung, für eine offene und vielfältige Gesellschaft zu kämpfen und Debatten nicht zu scheuen. Dieses Engagement für gesellschaftliche Themen findet Parallelen in der Diskussion um die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wo ebenfalls um Repräsentation und Vielfalt gerungen wird.
Nyke Slawik hat sich in kurzer Zeit zu einer prägenden Figur in der deutschen Politik entwickelt. Ihr historischer Einzug in den Bundestag war mehr als nur ein symbolischer Akt; er markierte den Beginn einer neuen Ära der Repräsentation. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz für das Selbstbestimmungsgesetz hat sie bereits einen bleibenden gesetzgeberischen Erfolg erzielt. Doch ihre Arbeit geht weit darüber hinaus: Als engagierte Kämpferin für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine starke europäische Gemeinschaft zeigt sie, dass Politik vielfältig sein muss, um die Herausforderungen der Gegenwart zu meistern. Nyke Slawik ist eine starke Stimme für eine progressive und offene Gesellschaft, deren Einfluss in den kommenden Jahren weiter wachsen dürfte.
Nyke Slawik ist eine deutsche Politikerin für Bündnis 90/Die Grünen. Sie wurde 1994 in Leverkusen geboren und ist seit der Bundestagswahl 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie ist eine der ersten offen lebenden Trans-Frauen im Parlament.
Ihre politischen Schwerpunkte liegen in der Queerpolitik, der Verkehrspolitik und den deutsch-polnischen Beziehungen. Sie war maßgeblich an der Einführung des Selbstbestimmungsgesetzes und des Deutschland-Tickets beteiligt.
Sie ist ordentliches Mitglied im Familienausschuss (dort auch Obfrau ihrer Fraktion) und in der Kinderkommission. Zudem ist sie stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss.
Das Selbstbestimmungsgesetz, für das sich Nyke Slawik stark eingesetzt hat, vereinfacht die Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrags für trans, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen. Es ersetzt das alte Transsexuellengesetz und schafft bürokratische Hürden wie Zwangsgutachten ab.
Nyke Slawik wurde über die Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen in den Bundestag gewählt. Ihr Wahlkreis ist Leverkusen – Köln IV (Wahlkreis 100).
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