Florian Lipowitz – Florian Lipowitz: Vom Biathlon aufs Tour-de-France-Podium
Der Werdegang von Florian Lipowitz liest sich wie ein modernes Sportmärchen. Der am 28.05.2026 erst 25-jährige Radprofi vom Team Red Bull – BORA – hansgrohe hat sich in kürzester Zeit in der Weltspitze etabliert. Sein Weg vom Biathlon-Talent zum Podiumsfahrer bei der Tour de France ist bemerkenswert und macht ihn zu einer der spannendsten Figuren im internationalen Radsport.
Florian Lipowitz ist ein deutscher Radrennfahrer, der sich auf Bergetappen und Gesamtklassements spezialisiert hat. Der ehemalige Biathlet wechselte erst spät zum Radsport, zeigte aber schnell sein außergewöhnliches Talent und feierte 2025 mit einem dritten Platz bei der Tour de France seinen bisher größten Erfolg. Er fährt für das UCI WorldTeam Red Bull – BORA – hansgrohe.
Der Aufstieg von Florian Lipowitz im professionellen Radsport ist eine der bemerkenswertesten Geschichten der letzten Jahre. Am 28.05.2026 hat sich der junge Deutsche bereits fest in der Weltspitze etabliert und gilt als große Hoffnung für die Zukunft. Sein Weg, der ihn vom Schnee der Biathlon-Loipen auf den Asphalt der größten Radrennen der Welt führte, ist alles andere als gewöhnlich.
Geboren am 21. September 2000 in Laichingen, schien für Florian Lipowitz zunächst eine Karriere im Wintersport vorgezeichnet. Gemeinsam mit seinem Bruder Philipp, der es bis in den B-Kader der deutschen Biathleten schaffte, widmete er sich dem Biathlon. Er besuchte sogar das renommierte Schigymnasium in Stams, Österreich, um professionell zu trainieren. Das Radfahren diente ihm anfangs lediglich als Sommertraining. Eine Knieverletzung, die Diagnose lautete Morbus Osgood-Schlatter, zwang ihn jedoch, sein Radtraining zu intensivieren und beendete letztlich seine Biathlon-Ambitionen. Dieser unglückliche Umstand erwies sich als glückliche Fügung für den deutschen Radsport. Durch das vermehrte Training fiel sein Talent auf, und er kam in Kontakt mit Dan Lorang, dem Performance Director des Teams BORA – hansgrohe.
Im Jahr 2020 vollzog Lipowitz den kompletten Wechsel zum Radsport und schloss sich dem österreichischen UCI Continental Team Tirol KTM an. Dort sammelte er erste Erfahrungen und machte schnell auf sich aufmerksam. Bereits 2022 wurde er als Stagiaire (Gastfahrer) vom deutschen Top-Team BORA – hansgrohe verpflichtet, was ihm zur Saison 2023 einen festen Profivertrag einbrachte. Seinen ersten Profisieg feierte er noch im selben Jahr mit dem Gesamtsieg bei der Czech Tour. Auch 2024 setzte er seine Entwicklung fort, unter anderem mit einem dritten Platz bei der Tour de Romandie und einem beachtlichen siebten Gesamtrang bei seiner ersten großen Landesrundfahrt, der Vuelta a España, wo er als Helfer für Kapitän Primož Roglič agierte.
Das Jahr 2025 sollte das Jahr des endgültigen Durchbruchs für Florian Lipowitz werden. Nach starken Ergebnissen im Frühjahr, wie einem zweiten Platz bei Paris-Nizza und einem dritten Rang beim Critérium du Dauphiné, ging er als Helfer für Roglič in seine erste Tour de France. Doch im Verlauf der drei Wochen entwickelte sich Lipowitz zur großen Überraschung. Mit beeindruckender Konstanz und starken Leistungen im Hochgebirge kämpfte er sich im Gesamtklassement immer weiter nach vorne. Am Ende stand ein sensationeller dritter Platz auf dem Podium in Paris, gekrönt vom Gewinn des Weißen Trikots des besten Nachwuchsfahrers. Dieser Erfolg machte ihn schlagartig zu einem der gefragtesten Fahrer und zur neuen deutschen Hoffnung für die Grand Tours, ein Thema, das auch die Sportberichterstattung im Osten und in ganz Deutschland prägte.
Nach seinem sensationellen Vorjahr startete Florian Lipowitz auch in die Saison 2026 mit hohen Erwartungen. Er bestätigte seine Zugehörigkeit zur Weltspitze mit beeindruckenden Leistungen. Bei der anspruchsvollen Baskenland-Rundfahrt (Itzulia Basque Country) sicherte er sich den zweiten Gesamtrang. Diese starke Form konservierte er bis zur Tour de Romandie Anfang Mai, wo er ebenfalls den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegte und nur dem überragenden Tadej Pogačar den Vortritt lassen musste. Diese Ergebnisse unterstreichen seine Entwicklung und geben ihm, wie er selbst sagte, viel Selbstvertrauen für das große Saisonziel: die Tour de France 2026. Dort wird er voraussichtlich eine Doppelspitze mit dem Neuzugang Remco Evenepoel bilden. Ein Thema von großem Interesse ist auch die Ausrüstung, so wurde Lipowitz kürzlich beim Training mit einem Prototyp des neuen Specialized Tarmac SL9 gesichtet.
Florian Lipowitz wird als Kletterspezialist und starker GC-Fahrer (General Classification) beschrieben. Seine Vergangenheit als Biathlet hat ihm eine enorme Ausdauerbasis und mentale Stärke verliehen. Er ist bekannt für seinen aggressiven und furchtlosen Fahrstil in den Bergen. Abseits des Rades gilt er als ruhig, bescheiden und fokussiert, was ihm bei Teamkollegen und Fans gleichermaßen Respekt einbringt. In Interviews gibt er sich bodenständig und realistisch, auch im Angesicht seines rasanten Aufstiegs. Er betont, wie wichtig ihm sein Privatleben mit Familie und Freundin als Ausgleich zum stressigen Profialltag ist.
Die Zukunft von Florian Lipowitz sieht vielversprechend aus. Sein Team Red Bull – BORA – hansgrohe hat seinen Vertrag im Dezember 2025 langfristig verlängert und baut auf ihn als einen der zentralen Fahrer für die großen Rundfahrten. Die Verpflichtung von Top-Star Remco Evenepoel zur Saison 2026 hat die teaminterne Konkurrenz erhöht, doch die sportliche Leitung plant, mit einer Doppelspitze bei der Tour de France anzutreten. Diese Konstellation bietet taktische Vorteile, birgt aber auch Potenzial für Diskussionen über die Führungsrolle, ähnlich wie sie in der Vergangenheit bei anderen Top-Teams zu beobachten waren. Lipowitz selbst sieht der Zusammenarbeit positiv entgegen und fokussiert sich auf seine eigene Leistung. Sein Aufstieg ist auch ein positives Signal für den deutschen Radsport, der nach den Erfolgen von Jan Ullrich und Tony Martin lange auf einen Podiumskandidaten für die Tour de France warten musste. Seine Erfolge könnten dem Radsport in Deutschland, ähnlich wie die Karrieren von Stars wie Robert Lewandowski im polnischen Fußball, neuen Auftrieb geben.
| Jahr | Rennen | Platzierung | Quelle |
|---|---|---|---|
| 2023 | Czech Tour (Gesamtwertung) | 1. | ProCyclingStats |
| 2024 | Tour de Romandie (Gesamtwertung) | 3. | ProCyclingStats |
| 2024 | Vuelta a España (Gesamtwertung) | 7. | Wikipedia |
| 2025 | Paris-Nice (Gesamtwertung) | 2. | Wikipedia |
| 2025 | Critérium du Dauphiné (Gesamtwertung) | 3. | Wikipedia |
| 2025 | Tour de France (Gesamtwertung) | 3. | ProCyclingStats |
| 2025 | Tour de France (Nachwuchswertung) | 1. | Wikipedia |
| 2026 | Itzulia Basque Country (Gesamtwertung) | 2. | ProCyclingStats |
| 2026 | Tour de Romandie (Gesamtwertung) | 2. | ProCyclingStats |
Florian Lipowitz fährt seit der Saison 2023 für das deutsche UCI WorldTeam Red Bull – BORA – hansgrohe, das bis 2024 unter dem Namen BORA – hansgrohe bekannt war.
Sein bisher größter Erfolg ist der dritte Platz in der Gesamtwertung der Tour de France 2025. Zusätzlich gewann er bei dieser Tour das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer.
Vor seiner Karriere als Radprofi war Florian Lipowitz ein talentierter Biathlet. Eine Knieverletzung zwang ihn zum Wechsel der Sportart.
Florian Lipowitz wurde am 21. September 2000 geboren. Im Mai 2026 ist er 25 Jahre alt.
Lipowitz gilt als ausgezeichneter Kletterer und Spezialist für die Gesamtwertung von Etappenrennen. Seine enorme Ausdauer, die er aus dem Biathlon mitbringt, ist eine seiner größten Stärken.
Der Werdegang von Florian Lipowitz ist ein eindrucksvolles Beispiel für Talent, harte Arbeit und die Fähigkeit, Rückschläge in Chancen zu verwandeln. Innerhalb weniger Jahre hat er den Sprung vom Quereinsteiger zum Podiumskandidaten bei der wichtigsten Rundfahrt der Welt geschafft. Mit seiner bescheidenen Art und seinem aggressiven Fahrstil hat er sich in die Herzen vieler Radsportfans gefahren. Die Saison 2026 hat bereits gezeigt, dass sein dritter Platz bei der Tour de France keine Eintagsfliege war. Deutschland hat mit Florian Lipowitz wieder einen Fahrer, der bei den großen Landesrundfahrten um den Sieg mitfahren kann – eine Entwicklung, die dem Radsport hierzulande guttut und auf eine spannende Zukunft hoffen lässt.
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