Grippewelle 2026: Aktuelle Lage, Zahlen & Prognose (RKI)

Die Grippewelle 2026 in der DACH-Region hat laut RKI ihren Höhepunkt überschritten. Erfahren Sie hier alles zur aktuellen Lage, den dominierenden Virustypen, typischen Symptomen und den wichtigsten Schutzmaßnahmen.
Grippewelle
Grippewelle – Grippewelle 2026: Aktuelle Lage, Zahlen & Prognose (RKI)

Lesezeit: ca. 7 Minuten

Die Grippewelle 2026 in der DACH-Region hat nach Einschätzung von Experten wie dem Robert Koch-Institut (RKI) ihren Höhepunkt überschritten, ist aber weiterhin auf einem moderaten Niveau aktiv. Dominierend sind Influenza-A-Viren, insbesondere der Subtyp A(H3N2). Die Zahl der Arztbesuche und Hospitalisierungen aufgrund von Atemwegserkrankungen ist rückläufig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Höhepunkt überschritten: Laut Robert Koch-Institut (RKI) hat die Grippewelle in der 8. Kalenderwoche 2026 ihren Höhepunkt überschritten, die Aktivität bleibt jedoch moderat.
  • Dominanter Virustyp: In der laufenden Saison werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, gefolgt von A(H1N1)pdm09-Viren.
  • Fallzahlen rückläufig: Die 7-Tage-Inzidenz für laborbestätigte Influenza-Fälle in Deutschland ist auf 18,7 pro 100.000 Einwohner gesunken (Stand: 26.02.2026).
  • Situation in Österreich & Schweiz: Auch in Österreich und der Schweiz flacht die Grippeaktivität ab, nachdem sie zuvor als eine der stärkeren der letzten Jahre galt.
  • Impfempfehlung: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung, insbesondere für Risikogruppen wie Personen ab 60 Jahren, für die spezielle Hochdosis-Impfstoffe zur Verfügung stehen.
  • Typische Symptome: Plötzlich hohes Fieber, Schüttelfrost, starkes Krankheitsgefühl sowie Muskel- und Gliederschmerzen sind charakteristisch für eine echte Influenza.

Die Grippewelle hat die DACH-Region auch im Winter 2025/2026 fest im Griff, doch aktuelle Daten vom 26.02.2026 deuten auf eine Entspannung der Lage hin. Nachdem die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen in den vergangenen Wochen stark angestiegen war, meldet das Robert Koch-Institut (RKI) nun, dass der Höhepunkt überschritten sei. Dennoch zirkulieren Influenzaviren weiterhin stark und sorgen für zahlreiche Erkrankungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Aktuelle Lage der Grippewelle in Deutschland

Nach Wochen hoher Aktivität ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) in Deutschland rückläufig. In der 8. Kalenderwoche 2026 ist die ARE-Aktivität in der Bevölkerung laut RKI-Wochenbericht weiter gesunken und bewegt sich auf einem moderaten Niveau. Folglich suchen auch weniger Menschen eine Arztpraxis wegen Grippesymptomen auf. Die laborbestätigte 7-Tage-Inzidenz für Influenza lag zuletzt bei 18,7 Fällen pro 100.000 Einwohner, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur Vorwoche.

Obwohl der Höhepunkt der Grippewelle überschritten scheint, ist die Gefahr nicht gebannt. Insbesondere in Krankenhäusern werden weiterhin Patienten mit schweren Verläufen behandelt. Laut RKI waren zuletzt 30 % der schweren akuten respiratorischen Infektionen (SARI), die eine Hospitalisierung erforderten, auf Influenza zurückzuführen. Die Belastung der Intensivstationen wird jedoch als stabil und nicht höher als in früheren Wintern beschrieben.

Welche Viren verursachen die aktuelle Grippewelle?

Die virologische Überwachung zeigt ein klares Bild: Dominierend sind in dieser Saison Influenza-A-Viren. Innerhalb dieser Gruppe überwiegt der Subtyp A(H3N2), aber auch A(H1N1)pdm09-Stämme zirkulieren. Eine spezielle Subvariante von A(H3N2), auch als Subklade K bekannt, war für einen Großteil der Fälle verantwortlich. Influenza-B-Viren spielen in der aktuellen Grippewelle eine untergeordnete Rolle. Neben Influenzaviren sind auch andere respiratorische Erreger wie saisonale Coronaviren und das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) weiterhin verbreitet.

Symptome einer echten Influenza erkennen

Eine echte Grippe unterscheidet sich deutlich von einem harmlosen grippalen Infekt. Charakteristisch für die Influenza ist der plötzliche Krankheitsbeginn mit schnell ansteigendem, hohem Fieber (oft über 38,5 °C), Schüttelfrost und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. Betroffene klagen zudem häufig über starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen.

Weitere typische Symptome sind:

  • Trockener, quälender Husten
  • Halsschmerzen und Heiserkeit
  • Appetitlosigkeit und extreme Erschöpfung
  • Bei Kindern können auch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Während eine Erkältung sich meist langsam entwickelt, schlägt die Grippe oft von einer Stunde auf die andere zu. Die Genesung dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. Bei schweren Verläufen kann es zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung kommen, die vor allem für Risikogruppen gefährlich ist. Angesichts der Symptome fragen sich viele, ob die Mietpreisbremse Kritik verdient, wenn man krankheitsbedingt zu Hause bleiben muss und Einkommenseinbußen hat.

Schutzmaßnahmen und Impfung

Die wirksamste Schutzmaßnahme gegen die Influenza ist die jährliche Grippeimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung insbesondere für Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Verläufe. Dazu zählen:

  • Alle Personen ab 60 Jahren
  • Schwangere
  • Menschen mit chronischen Grunderkrankungen
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Medizinisches Personal und Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr

Für die Saison 2025/2026 hat die STIKO ihre Empfehlung für Personen ab 60 Jahren angepasst. Für diese Altersgruppe werden spezielle Hochdosis- oder adjuvantierte Impfstoffe empfohlen, da sie eine bessere Immunantwort hervorrufen. Der ideale Zeitpunkt für die Impfung ist im Herbst, bevor die Grippewelle beginnt.

Zusätzlich zur Impfung helfen allgemeine Hygienemaßnahmen, das Ansteckungsrisiko zu senken. Dazu gehören regelmäßiges und gründliches Händewaschen, das Einhalten von Abstand zu Erkrankten und das Tragen einer Maske in schlecht belüfteten, vollen Räumen.

Die Situation in Österreich und der Schweiz

Auch in den Nachbarländern zeigt sich ein ähnlicher Trend. In Österreich hatte die Grippewelle laut AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) ebenfalls um den Jahreswechsel ihren ersten Gipfel erreicht und befindet sich nun in einer Plateauphase bzw. ist rückläufig. Die Krankenstandszahlen aufgrund von Influenza sind deutlich gesunken. Die Saison startete etwa vier Wochen früher als in den Vorjahren, angetrieben durch die Influenza A(H3N2)-Variante.

In der Schweiz meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ebenfalls ein Abflachen der Grippeaktivität. Die Anzahl der Arztkonsultationen wegen grippeähnlicher Symptome ist stetig zurückgegangen. Zuvor wurde die diesjährige Grippewelle als eine der stärkeren der letzten Jahre eingestuft, wobei auch hier die Subtypen A(H3N2) und A(H1N1)pdm09 dominierten.

Was tun bei einer Grippeerkrankung?

Wer an der Grippe erkrankt ist, sollte sich vor allem schonen und zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken. Körperliche Ruhe ist entscheidend für die Genesung. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, beispielsweise durch Wasser oder Tee, ist ebenfalls wichtig. Gegen hohes Fieber und Gliederschmerzen können fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente aus der Apotheke helfen.

In bestimmten Fällen kann der Arzt antivirale Medikamente verschreiben. Diese wirken am besten, wenn sie innerhalb der ersten 48 Stunden nach Symptombeginn eingenommen werden. Sie können die Krankheitsdauer verkürzen und das Risiko von Komplikationen senken. Ein Arztbesuch ist insbesondere dann ratsam, wenn die Symptome sehr stark sind, sich nach einigen Tagen nicht bessern oder wenn Atemnot auftritt. Ähnlich wie bei der Frage, ob man den Führerschein nicht dabei haben darf, ist es bei Krankheit wichtig, die Regeln zu kennen und verantwortungsvoll zu handeln.

Grippe vs. grippaler Infekt: Die Hauptunterschiede

Merkmal Echte Grippe (Influenza) Grippaler Infekt (Erkältung)
Krankheitsbeginn Plötzlich, innerhalb von Stunden Schleichend, über mehrere Tage
Fieber Häufig, hoch (über 38,5°C) Selten, eher erhöhte Temperatur
Schmerzen Starke Kopf-, Muskel- & Gliederschmerzen Leichte Kopf- & Gliederschmerzen
Husten Trockener Reizhusten, oft stark Meist produktiver Husten mit Auswurf
Krankheitsgefühl Stark, ausgeprägte Schwäche Leicht, man fühlt sich schlapp
Schnupfen Eher selten und mild Häufig und stark ausgeprägt

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Grippewelle

Wie lange dauert die Grippewelle 2026 noch?

Obwohl der Höhepunkt überschritten ist, wird die Grippewelle voraussichtlich noch einige Wochen anhalten. Influenzawellen dauern typischerweise bis in den März oder April hinein an. Die Aktivität wird jedoch voraussichtlich weiter abnehmen.

Schützt die Grippeimpfung auch vor der aktuellen Virusvariante?

Ja, Experten gehen davon aus, dass die aktuelle Impfung einen guten Schutz vor schweren Verläufen bietet, auch wenn neue Subvarianten wie die Subklade K von A(H3N2) zirkulieren. Der Impfstoff wird jährlich an die erwarteten Virustypen angepasst.

Wie lange ist man bei einer Grippe ansteckend?

Infizierte Personen können das Virus bereits ein bis zwei Tage vor Symptombeginn und dann für etwa eine Woche weitergeben. Daher ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen zu Hause zu bleiben.

Ist es jetzt noch sinnvoll, sich gegen Grippe impfen zu lassen?

Ja, solange die Grippewelle andauert, kann eine Impfung noch sinnvoll sein, insbesondere für Personen aus Risikogruppen, die bisher ungeimpft sind. Der volle Impfschutz baut sich innerhalb von 10 bis 14 Tagen auf.

Was ist der Unterschied zwischen Influenza A und B?

Beide Virustypen können saisonale Grippeepidemien auslösen. Influenza-A-Viren werden weiter in Subtypen (z.B. H3N2, H1N1) unterteilt und sind oft für schwerere Grippewellen verantwortlich. Influenza-B-Viren verändern sich langsamer und verursachen meist mildere Krankheitsverläufe.

Fazit: Wachsamkeit bleibt geboten

Die Grippewelle 2026 hat in der DACH-Region zwar ihren Höhepunkt überschritten, ist aber keineswegs vorbei. Die Influenzavirus-Aktivität bleibt auf einem relevanten Niveau, weshalb Schutzmaßnahmen wie Händehygiene und Abstandhalten weiterhin wichtig sind. Die jährliche Grippeimpfung bleibt die effektivste Methode, um sich und andere vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen. Wer typische Symptome einer echten Influenza bei sich feststellt, sollte sich schonen und zu Hause bleiben, um die Ausbreitung der Viren einzudämmen.

Autorbild Max Mustermann

Über den Autor

Max Mustermann ist seit über 10 Jahren als Online-Redakteur und SEO-Experte tätig. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Gesundheit, Wissenschaft und aktuelle Nachrichten. Er legt größten Wert auf sorgfältige Recherche und die verständliche Aufbereitung komplexer Sachverhalte, um Lesern fundierte und verlässliche Informationen zu bieten.

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