Die Schweizer Krankenkassenlandschaft steht vor einer Veränderung: Der Bundesrat hat beschlossen, die Mindestfranchise, also den Betrag, den Versicherte jährlich selbst tragen müssen, von derzeit 300 auf 400 Franken zu erhöhen. Diese geplante Anpassung der Franchise Krankenkasse hat eine öffentliche Debatte über die Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger ausgelöst.
Die Franchise im Schweizer Gesundheitssystem ist ein wesentliches Element zur Kostenbeteiligung der Versicherten. Sie legt fest, bis zu welcher Höhe sich der Versicherte an den Kosten für medizinische Leistungen beteiligt, bevor die Krankenkasse die darüber hinausgehenden Kosten übernimmt. Neben der Mindestfranchise von aktuell 300 Franken können Versicherte auch eine höhere Franchise wählen, um ihre monatlichen Prämien zu senken. Der Selbstbehalt beträgt 10 Prozent der Kosten, die über die Franchise hinausgehen, maximal jedoch 700 Franken pro Jahr.
Das Schweizer Gesundheitssystem ist hier ausführlich erklärt. (Lesen Sie auch: Simon Gosejohann: "Let's Dance" rückt seine Ex-Beziehung)
Der Bundesrat argumentiert, dass die Erhöhung der Mindestfranchise auf 400 Franken die Eigenverantwortung der Versicherten stärken soll. Es wird erwartet, dass Versicherte durch die höhere Kostenbeteiligung bewusster mit medizinischen Leistungen umgehen und weniger schnell einen Arzt aufsuchen. SRF berichtet, dass sich der Bundesrat von diesem Schritt auch eine kurzfristige Dämpfung des Prämienanstiegs verspricht, da ein größerer Teil der Gesundheitskosten direkt von den Versicherten getragen wird.
Die Erhöhung der Mindestfranchise ist nicht die erste Anpassung dieser Art. Seit 2004 wurde die Mindestfranchise nicht mehr erhöht, obwohl Löhne und Teuerung gestiegen sind, so Josef Dittli, FDP-Gesundheitspolitiker und Ständerat.
Die Pläne des Bundesrates sind nicht unumstritten. Während aus den Reihen der FDP und SVP Zustimmung signalisiert wird, gibt es vor allem von linker Seite Kritik. Befürchtet wird, dass die Erhöhung der Mindestfranchise vor allem Menschen mit geringem Einkommen und Rentnerinnen und Rentner stärker belasten wird. Kritiker argumentieren, dass diese Gruppen ohnehin schon jeden Franken zweimal umdrehen müssen und eine höhere Kostenbeteiligung sie davon abhalten könnte, notwendige medizinische Behandlungen in Anspruch zu nehmen. Blue News zitiert Stimmen, die der SP vorwerfen, mit solchen Maßnahmen die Bürgerinnen und Bürger zusätzlich zu belasten. (Lesen Sie auch: BMW IX3: Das erste Modell der "Neuen…)
Die NZZ schreibt, dass dies erst der Anfang sei und weitere Erhöhungen folgen könnten.
Die Erhöhung der Mindestfranchise bedeutet für viele Versicherte zunächst eine höhere finanzielle Belastung im Krankheitsfall.Es ist jedoch ratsam, die individuellen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten zu prüfen und gegebenenfalls die Franchisehöhe anzupassen. Wer selten zum Arzt geht, kann durch die Wahl einer höheren Franchise Prämien sparen. Wer jedoch häufig medizinische Leistungen in Anspruch nimmt, sollte eher eine tiefere Franchise wählen, um die Kosten im Krankheitsfall besser planbar zu halten.
Die Debatte um die Kosten im Gesundheitswesen und die Beteiligung der Versicherten daran wird jedoch weitergehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik tragfähige Lösungen findet, die sowohl die Kostenentwicklung im Griff behalten als auch den Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger gewährleisten. (Lesen Sie auch: Aigner Geschwister dominieren die Paralympics in Cortina)
Eine ausführliche Erklärung des Schweizer Gesundheitssystems bietet Wikipedia.
Ein Vergleich der Prämien verschiedener Krankenkassen kann helfen, die individuell passende Versicherung zu finden. Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für die Prämien verschiedener Anbieter mit unterschiedlichen Franchisehöhen. Bitte beachten Sie, dass die tatsächlichen Prämien je nach Alter, Wohnort und gewähltem Versicherungsmodell variieren können. Es ist ratsam, individuelle Angebote einzuholen und die Leistungen der verschiedenen Kassen genau zu vergleichen.
| Krankenkasse | Mindestfranchise (300 CHF) | Höchste Franchise |
|---|---|---|
| Beispielkasse A | 350 CHF | 200 CHF |
| Beispielkasse B | 380 CHF | 220 CHF |
| Beispielkasse C | 330 CHF | 190 CHF |
Die Franchise ist der jährliche Betrag, den Versicherte in der Schweiz selbst für ihre Gesundheitskosten übernehmen müssen, bevor die Krankenkasse die restlichen Kosten deckt. Es gibt verschiedene Franchise-Stufen, wobei die Mindestfranchise aktuell bei 300 Franken liegt. (Lesen Sie auch: "Let's Dance"-Zitterpartie: Betty Taube kämpft)
Der Bundesrat argumentiert, dass eine Erhöhung der Mindestfranchise die Eigenverantwortung der Versicherten stärkt und zu einem bewussteren Umgang mit medizinischen Leistungen führt. Zudem soll dadurch der Anstieg der Krankenkassenprämien kurzfristig gedämpft werden.
Kritiker befürchten, dass vor allem Menschen mit geringem Einkommen und Rentnerinnen und Rentner stärker belastet werden, da sie einen größeren Teil ihres Budgets für Gesundheitskosten aufwenden müssen. Dies könnte dazu führen, dass notwendige Behandlungen vermieden werden.
Ja, Versicherte können durch die Wahl einer höheren Franchise ihre monatlichen Prämien reduzieren. Dies lohnt sich vor allem für Personen, die selten medizinische Leistungen in Anspruch nehmen. Im Krankheitsfall müssen sie jedoch höhere Kosten selbst tragen.
Es gibt verschiedene Ansätze zur Kostensenkung im Gesundheitswesen, darunter die Förderung von Managed-Care-Modellen, die Stärkung der Prävention, die Überprüfung der Tarife und die Eindämmung des Leistungsmissbrauchs. Auch die Transparenz bei den Medikamentenpreisen könnte verbessert werden.
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