Die Besoldung für Beamte, Richter und Soldaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist für das Jahr 2026 von wichtigen Änderungen und Anpassungen geprägt. Dieser Artikel vom 20.02.2026 bietet einen umfassenden Überblick über die neuen Besoldungstabellen, gesetzlichen Grundlagen und die Auswirkungen der jüngsten Tarifverhandlungen auf die Gehälter im öffentlichen Dienst.
Für Bundesbeamte in Deutschland steht eine mehrstufige Erhöhung an, die aus den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes resultiert. Auch in Österreich gibt es nach intensiven Verhandlungen einen neuen Gehaltsabschluss. In der Schweiz wird währenddessen das Lohnsystem der Bundesverwaltung angepasst. Dieser Leitfaden fasst die zentralen Entwicklungen zur Besoldung zusammen und erklärt, was sie für die einzelnen Laufbahngruppen bedeuten.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Besoldung in Deutschland 2026: Erhöhungen und Reformen
- Wie wird die Besoldung in Deutschland angepasst?
- Gehaltsrunde in Österreich: Das ist neu in 2026
- Lohnmaßnahmen und Systemänderungen in der Schweiz
- Vergleich der Besoldung in der DACH-Region
- Häufig gestellte Fragen zur Besoldung (FAQ)
- Fazit und Ausblick
Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland (Bund): Die Bundesbesoldung wird ab dem 1. Mai 2026 um 2,8 % erhöht, nachdem bereits zum 1. April 2025 eine Steigerung um 3 % (mindestens 110 Euro) wirksam wurde.
- Rechtliche Grundlage: Die Besoldung in Deutschland wird durch das Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) geregelt, das die Gehälter für Bundesbeamte, Richter und Soldaten festlegt.
- Österreich: Nach Neuverhandlungen gibt es für den öffentlichen Dienst ab Juli 2026 eine Gehaltserhöhung von 3,3 %. Die erste Jahreshälfte 2026 ist eine Nullrunde.
- Schweiz: Für das Bundespersonal wurde für 2026 ein Teuerungsausgleich von 0,1 % beschlossen. Zudem wird das Lohnsystem angepasst, was ab 2027 in Kraft tritt.
- Alimentationsprinzip: Das Bundesverfassungsgericht hat die zu niedrige A-Besoldung in Berlin gerügt und fordert eine amtsangemessene Alimentation, was bundesweit für Reformdruck sorgt.
- Länderbesoldung: Die Besoldung der Landesbeamten orientiert sich in der Regel an den Tarifabschlüssen des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L).
- Transparenz: Die genauen Beträge der Besoldung sind in den öffentlich zugänglichen Besoldungstabellen für Bund und Länder einsehbar.
Besoldung in Deutschland 2026: Erhöhungen und Reformen
Die Besoldung für die rund 370.000 Bundesbeamten, Richter und Soldaten in Deutschland erfährt 2026 eine weitere Anpassung. Diese basiert auf dem Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst (TVöD), dessen Übertragung auf die Beamtenbesoldung gesetzlich verankert wird. Konkret bedeutet dies eine lineare Erhöhung der Bezüge um 2,8 Prozent zum 1. Mai 2026. Diese Stufe folgt auf eine bereits im April 2025 erfolgte Anhebung von 3 Prozent, mindestens jedoch 110 Euro. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist das Bundesbesoldungsgesetz (BBesG), das regelmäßig angepasst wird, um die Beschlüsse umzusetzen.
Neben den linearen Erhöhungen ist die Debatte um eine verfassungskonforme Besoldung weiterhin von großer Bedeutung. Das Bundesverfassungsgericht hat in mehreren Urteilen, zuletzt mit Fokus auf die Berliner Besoldung, klargestellt, dass das Alimentationsprinzip gewahrt bleiben muss. Dies bedeutet, dass die Besoldung den Beamten und ihren Familien einen lebensangemessenen Standard sichern muss. Diese Entscheidungen zwingen nicht nur Berlin, sondern auch den Bund und andere Länder, ihre Besoldungsstrukturen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Der Druck, eine grundlegende Reform auf den Weg zu bringen, ist daher auch im Jahr 2026 hoch.
Besoldungstabellen für Bundesbeamte
Die konkreten Auswirkungen der Erhöhung lassen sich den neuen Besoldungstabellen entnehmen. Diese weisen die Grundgehaltssätze für die jeweiligen Besoldungsgruppen (z. B. A3 bis A16, B-Besoldung für politische Beamte, R-Besoldung für Richter, W-Besoldung für Wissenschaftler) und Erfahrungsstufen aus. Die Tabellen für 2026 sind bereits als Prognose verfügbar und bieten eine verlässliche Grundlage für die Berechnung der individuellen Bezüge. Die Anpassungen betreffen dabei nicht nur das Grundgehalt, sondern auch Zulagen und den Familienzuschlag, die wesentliche Bestandteile der gesamten Besoldung sind.
Wie wird die Besoldung in Deutschland angepasst?
Die Anpassung der Besoldung ist ein mehrstufiger Prozess. In der Regel geben die Tarifverhandlungen für die Angestellten im öffentlichen Dienst (TVöD für Bund und Kommunen, TV-L für die Länder) den Rahmen vor. Gewerkschaften wie ver.di und der dbb beamtenbund und tarifunion fordern seit Langem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf die Beamtenbesoldung. Dies geschieht jedoch nicht automatisch, sondern erfordert ein eigenes Gesetzgebungsverfahren zur Änderung des Bundesbesoldungsgesetzes bzw. der Landesbesoldungsgesetze. Manchmal werden, wie für 2025/2026 beschlossen, Abschlagszahlungen geleistet, um die Zeit bis zum Inkrafttreten des Gesetzes zu überbrücken. Für eine detaillierte Analyse der finanziellen Situation kann auch unser Beitrag zur Berechnung des Schufa-Scores hilfreich sein, um die eigene Bonität zu verstehen.
Gehaltsrunde in Österreich: Das ist neu in 2026
In Österreich wurde der Gehaltsabschluss für den öffentlichen Dienst für 2026 aufgrund der angespannten Budgetsituation neu verhandelt. Das Ergebnis ist ein Kompromiss: Die erste Jahreshälfte von Januar bis Juni 2026 bleibt ohne Erhöhung (Nullrunde). Ab dem 1. Juli 2026 werden die Gehälter dann um 3,3 Prozent angehoben. Dieser Abschluss ist Teil einer Dreijahresvereinbarung, die auch weitere moderate Erhöhungen für 2027 und 2028 vorsieht. Die Sozialpartner, darunter die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), betonten, dass mit diesem Kompromiss ein tragfähiges Ergebnis in einer schwierigen Lage erzielt und Nulllohnrunden für die Folgejahre vermieden werden konnten. Die Details der Gehälter sind in den offiziellen Gehaltstabellen des Bundes einsehbar.
Lohnmaßnahmen und Systemänderungen in der Schweiz
Die Schweiz verfolgt bei der Besoldung ihres Bundespersonals einen anderen Ansatz. Für das Jahr 2026 hat der Bundesrat einen Teuerungsausgleich von 0,1 Prozent beschlossen. Dieser Wert blieb hinter den Erwartungen zurück und ist auf Kürzungen durch das Parlament im Rahmen der Budgetberatungen zurückzuführen. Parallel dazu treibt die Bundesverwaltung eine grundlegende Optimierung ihres Lohnsystems voran. Eine zentrale Änderung, die zum 1. Januar 2027 in Kraft treten wird, ist die Abkehr von der automatischen Lohnentwicklung hin zum Maximum der Lohnklasse. Künftig soll die Entwicklung einer systembasierten Kurve folgen, die bei guter Leistung zu einem definierten Ziellohn führt. Das Lohnsystem der Bundesverwaltung basiert auf den Prinzipien der Anforderungs- und Leistungsgerechtigkeit und ist transparent gestaltet. Die genauen Lohnspannen pro Lohnklasse sind öffentlich einsehbar.
Vergleich der Besoldung in der DACH-Region
Die Systeme der Besoldung in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheiden sich deutlich. Während in Deutschland die Übertragung von Tarifergebnissen dominiert, setzt Österreich auf sozialpartnerschaftliche Verhandlungen mit mehrjährigen Abschlüssen. Die Schweiz fokussiert sich auf einen leistungsabhängigen Ansatz mit Teuerungsausgleich.
| Land | Anpassung 2026 | Grundlage | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Deutschland (Bund) | + 2,8 % (ab 01.05.2026) | Übertragung des TVöD-Abschlusses | Reformdruck durch BVerfG-Urteile zum Alimentationsprinzip |
| Österreich | + 3,3 % (ab 01.07.2026) | Neuverhandelter 3-Jahres-Abschluss | Nullrunde im ersten Halbjahr 2026 |
| Schweiz | + 0,1 % (Teuerungsausgleich) | Bundesratsbeschluss / Budget | Grundlegende Reform des Lohnsystems ab 2027 |
Interessante Parallelen zur Notwendigkeit staatlicher Vorsorge und Planung finden sich auch im Artikel über die Manipulation von Sirenen und Alarmplänen, der die Wichtigkeit robuster staatlicher Strukturen unterstreicht.
Video: Das System der Beamtenbesoldung erklärt
Für ein besseres Verständnis der komplexen Regelungen zur Besoldung empfiehlt sich ein Blick in erklärende Videos. Wir empfehlen die Suche auf YouTube nach dem Kanal des Deutschen Beamtenbundes (dbb) oder nach Beiträgen von öffentlich-rechtlichen Sendern, die das Thema verständlich aufbereiten. Suchen Sie beispielsweise nach „Beamtenbesoldung einfach erklärt dbb“.
Häufig gestellte Fragen zur Besoldung (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Besoldung und Gehalt?
Besoldung ist die gesetzlich geregelte Vergütung für Beamte, Richter und Soldaten, die sich aus Grundgehalt, Familienzuschlag und Zulagen zusammensetzt. Gehalt (oder Entgelt) erhalten Angestellte im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft auf Basis eines Tarif- oder Arbeitsvertrags. Die Besoldung ist im Bundesbesoldungsgesetz (BBesg) geregelt.
Wann steigt die Besoldung für Bundesbeamte in 2026?
Die Besoldung für Bundesbeamte in Deutschland steigt zum 1. Mai 2026 um 2,8 Prozent. Dies ist die zweite Stufe der Erhöhung aus dem Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst.
Gilt die Besoldungserhöhung auch für Landesbeamte?
Nein, nicht direkt. Seit der Föderalismusreform 2006 ist die Besoldung Ländersache. Die Länder orientieren sich jedoch meist am Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die Übertragung erfolgt durch eigene Landesgesetze und kann zeitlich und in der Höhe abweichen. Die Besoldungstabellen des dbb geben hierüber Auskunft.
Was bedeutet das Alimentationsprinzip?
Das Alimentationsprinzip, verankert in Artikel 33 Abs. 5 des Grundgesetzes, verpflichtet den Dienstherrn, Beamten und ihren Familien während des aktiven Dienstes und im Ruhestand einen Lebensunterhalt zu gewähren, der ihrem Dienstrang und der Bedeutung des Berufsbeamtentums angemessen ist. Es sichert die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Beamten.
Wo finde ich meine aktuelle Besoldungstabelle?
Aktuelle Besoldungstabellen für Bundesbeamte finden sich auf den Webseiten des Bundesinnenministeriums (BMI) oder auf Portalen wie oeffentlicher-dienst.info. Für Landesbeamte sind die Finanz- oder Innenministerien der jeweiligen Bundesländer die richtigen Ansprechpartner. Gewerkschaften wie der dbb stellen ebenfalls aktuelle Tabellen bereit.
Fazit und Ausblick
Das Jahr 2026 bringt spürbare Veränderungen bei der Besoldung im öffentlichen Dienst der DACH-Region. Während in Deutschland und Österreich lineare Erhöhungen für finanzielle Verbesserungen sorgen, steht in Deutschland zusätzlich eine grundlegende, vom Verfassungsgericht angestoßene Reform der Besoldungsstruktur auf der Agenda. Die Anpassungen sind ein direktes Ergebnis der Tarifverhandlungen und sozialpartnerschaftlichen Einigungen und spiegeln die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider. Für Beamte ist es entscheidend, die für sie geltenden neuen Besoldungstabellen und gesetzlichen Regelungen genau zu kennen, um ihre Bezüge nachvollziehen zu können.
Über den Autor
Der Autor ist ein erfahrener Online-Redakteur und SEO-Experte mit Spezialisierung auf die Themen Finanzen und öffentlicher Dienst. Er analysiert seit über zehn Jahren die Entwicklungen im Bereich der Besoldung und des Tarifrechts in der DACH-Region und bereitet komplexe Sachverhalte verständlich für ein breites Publikum auf.
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