Gianni Infantino, der aktuelle FIFA-Präsident, kann sich über Rückendeckung aus Südamerika freuen. Der Kontinentalverband Conmebol sicherte ihm die Unterstützung für eine mögliche weitere Amtszeit zu. Dies stärkt Infantinos Position im Vorfeld der nächsten FIFA-Präsidentschaftswahl.

Hintergrund: Wer ist Gianni Infantino?
Gianni Infantino übernahm 2016 das Amt des FIFA-Präsidenten von Joseph Blatter. Der heute 56-Jährige wurde seitdem zweimal wiedergewählt. Seine Amtszeit war von Reformen und Kontroversen geprägt. Eine Besonderheit der FIFA-Statuten ermöglicht es ihm, bis 2031 im Amt zu bleiben, da seine ersten knapp dreieinhalb Jahre nicht als reguläre Amtszeit zählen. Mehr Informationen zur FIFA und ihren Statuten finden Sie auf der offiziellen Webseite.
Südamerika sichert Unterstützung zu
Das Council des südamerikanischen Kontinentalverbands Conmebol sprach sich einstimmig für Infantino aus, sollte dieser im kommenden Jahr erneut als Chef des Fußball-Weltverbands kandidieren. Wie der Express berichtet, lobte Conmebol-Präsident Alejandro Dominguez Infantinos „unermüdliches Engagement für die Entwicklung des südamerikanischen Fußballs“ und seine „globale Führungsrolle“. (Lesen Sie auch: Jacek Magiera mit 49 Jahren verstorben: Trauer)
Diese Unterstützung ist ein wichtiges Signal, da Südamerika eine bedeutende Rolle im Weltfußball spielt. Die zehn Mitgliedsverbände der Conmebol haben traditionell ein starkes Gewicht bei FIFA-Entscheidungen.
Mögliche Auswirkungen der Unterstützung
Die Unterstützung aus Südamerika erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Infantino im kommenden Jahr erneut zum FIFA-Präsidenten gewählt wird. Da er seine erneute Kandidatur noch nicht offiziell bekannt gegeben hat, wird dies aber als Formalität angesehen. Sollte er wiedergewählt werden, könnte er seine Politik der vergangenen Jahre fortsetzen. Dazu gehören unter anderem die Ausweitung der Weltmeisterschaft auf 48 Teilnehmer und die Einführung neuer Wettbewerbe wie die Klub-Weltmeisterschaft.
Kritik an Infantino
Infantinos Amtszeit war nicht frei von Kritik. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, autoritär zu agieren und zu wenig Transparenz zu zeigen. Auch seine Nähe zu umstrittenen Regimen wie Saudi-Arabien wurde kritisiert. Kritiker bemängeln zudem die Kommerzialisierung des Fußballs unter seiner Führung. Die Ausweitung der Weltmeisterschaft und die Einführung neuer Wettbewerbe werden oft als rein gewinnorientiert kritisiert. Ein detaillierter Bericht über die Kritik an der FIFA findet sich auf SZ.de. (Lesen Sie auch: Crans-Montana: Gericht weist Antrag auf Ablehnung)
FIFA-Präsident: Was bedeutet die Unterstützung für die Zukunft des Fußballs?
Die Unterstützung aus Südamerika für FIFA-Präsident Gianni Infantino könnte weitreichende Folgen für die Zukunft des Fußballs haben. Sollte Infantino im Amt bleiben, dürfte er seine bisherige Strategie fortsetzen, die auf Expansion und Kommerzialisierung setzt. Dies könnte zu weiteren Veränderungen im internationalen Fußball führen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.Die nächste FIFA-Präsidentschaftswahl wird zeigen, ob Infantino seine Machtposition weiter ausbauen kann.
Die FIFA unter Infantino: Eine Bilanz
Seit Gianni Infantino 2016 das Amt des FIFA-Präsidenten übernahm, hat sich die FIFA stark verändert. Hier eine kurze Übersicht über einige wichtige Entwicklungen:

- Ausweitung der Weltmeisterschaft auf 48 Teilnehmer
- Einführung der Klub-Weltmeisterschaft mit 32 Teams
- Erhöhung der Einnahmen durch neue Sponsorenverträge
- Stärkere Fokussierung auf den asiatischen Markt
- Kritik an mangelnder Transparenz und autoritärem Führungsstil
Finanzielle Aspekte der FIFA unter Infantino
Unter der Führung von Gianni Infantino hat die FIFA ihre Einnahmen deutlich gesteigert. Dies ist vor allem auf neue Sponsorenverträge und die Ausweitung von Wettbewerben zurückzuführen. Die FIFA investiert einen Teil dieser Einnahmen in die Entwicklung des Fußballs in den Mitgliedsverbänden. Allerdings gibt es auch Kritik an der Verwendung der Gelder, insbesondere im Hinblick auf mögliche Korruption und mangelnde Transparenz.
(Lesen Sie auch: Katherina Reiche in der Kritik: Falsche Zahlen)
Tabelle: FIFA-Präsidenten seit 1974
| Name | Amtszeit |
|---|---|
| João Havelange | 1974-1998 |
| Joseph Blatter | 1998-2015 |
| Gianni Infantino | 2016-heute |
Häufig gestellte Fragen zu fifa-präsident
Wie lange ist Gianni Infantino schon FIFA-Präsident?
Gianni Infantino ist seit 2016 FIFA-Präsident. Er übernahm das Amt von Joseph Blatter und wurde seitdem zweimal wiedergewählt. Seine aktuelle Amtszeit läuft bis 2027, er könnte aber durch eine Statuten-Regelung bis 2031 im Amt bleiben, da seine ersten dreieinhalb Jahre nicht als reguläre Amtszeit gezählt werden.
Welche Rolle spielt Südamerika bei der Wahl des FIFA-Präsidenten?
Südamerika spielt eine wichtige Rolle, da der Kontinentalverband Conmebol über zehn Mitgliedsverbände verfügt, die bei der Wahl des FIFA-Präsidenten stimmberechtigt sind. Die Unterstützung der Conmebol kann daher entscheidend für den Ausgang der Wahl sein, wie die aktuelle Zusage an Infantino zeigt.
Welche Kritik gibt es an Gianni Infantino als FIFA-Präsident?
Kritiker werfen Gianni Infantino unter anderem einen autoritären Führungsstil, mangelnde Transparenz und eine zu starke Kommerzialisierung des Fußballs vor. Auch seine Nähe zu umstrittenen Regimen und die Ausweitung der Weltmeisterschaft werden kritisiert. Diese Aspekte werden von verschiedenen Seiten immer wieder thematisiert. (Lesen Sie auch: Buckelwale Ostsee: Buckelwal "Timmy" in der: Drama)
Wie hat sich die FIFA unter Gianni Infantino verändert?
Unter Gianni Infantino hat die FIFA eine Reihe von Veränderungen erfahren, darunter die Ausweitung der Weltmeisterschaft, die Einführung neuer Wettbewerbe und eine stärkere Fokussierung auf den asiatischen Markt. Auch die Einnahmen der FIFA sind deutlich gestiegen, was jedoch auch Kritik an der Kommerzialisierung des Fußballs hervorgerufen hat.
Bis wann könnte Gianni Infantino maximal FIFA-Präsident bleiben?
Aufgrund einer speziellen Regelung in den FIFA-Statuten könnte Gianni Infantino theoretisch bis 2031 FIFA-Präsident bleiben. Seine erste Amtszeit von 2016 bis 2019 wird dabei nicht vollständig angerechnet, wodurch er noch einmal für vier weitere Jahre kandidieren könnte.
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