Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann ist spätestens seit ihrem Bestseller „Das Ende des Kapitalismus“ eine der prägendsten Stimmen in der öffentlichen Debatte im deutschsprachigen Raum. Mit ihren scharfsinnigen Analysen und provokanten Thesen fordert sie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft heraus. Am 24.03.2026 ist ihr Wirken aktueller denn je, da ihr neues Buch die geopolitischen Spannungen aus ökonomischer Sicht beleuchtet.
Ulrike Herrmann ist eine deutsche Wirtschaftsjournalistin und Publizistin, die für ihre kritische Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus bekannt ist. Ihre Thesen, insbesondere zum notwendigen Ende des Wachstums aus Klimaschutzgründen, stoßen eine breite gesellschaftliche Debatte an und machen sie zu einer gefragten Expertin in Talkshows und auf Konferenzen. Ihr neuestes Werk „Geld als Waffe“ erschien im März 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Beruf: Ulrike Herrmann ist seit dem Jahr 2000 als Wirtschaftskorrespondentin bei der Tageszeitung „taz“ tätig.
- Bestseller: Ihr Buch „Das Ende des Kapitalismus“ (2022) wurde über 140.000 Mal in Deutschland verkauft und in 12 Sprachen übersetzt.
- Neue Veröffentlichung: Ihr neuestes Buch „Geld als Waffe: Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet“ ist am 12. März 2026 erschienen.
- Kernthese: Herrmann argumentiert, dass „grünes Wachstum“ eine Illusion ist und die Klimakrise nur durch ein „grünes Schrumpfen“, also eine Abkehr vom Kapitalismus, zu bewältigen ist.
- Ausbildung: Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und studierte anschließend Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin.
- Auszeichnungen: Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem den Preis für Wirtschaftspublizistik der Keynes-Gesellschaft (2015) und den Otto-Brenner-Preis (2019).
- Aktuelle Auftritte: Für 2026 sind zahlreiche Lesungen und Vorträge in Deutschland und Österreich geplant, unter anderem in Berlin, Hamburg und Bochum.
Wer ist Ulrike Herrmann? Ausbildung und Werdegang
Geboren am 13. Januar 1964 in Hamburg, wählte Ulrike Herrmann zunächst einen klassischen Weg in die Finanzwelt. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Bankkauffrau, bevor sie sich für ein Studium der Geschichtswissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin entschied. Diese Kombination aus praktischer Wirtschaftserfahrung und geisteswissenschaftlicher Analyse prägt bis heute ihre Arbeit. Zudem ist sie Absolventin der renommierten Henri-Nannen-Journalistenschule.
Ihre journalistische Laufbahn führte sie nach Stationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Körber-Stiftung und als Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungssenatorin Krista Sager im Jahr 2000 zur „tageszeitung“ (taz). Dort war sie zunächst Leiterin der Meinungsredaktion und Parlamentskorrespondentin, bevor sie 2006 Wirtschaftskorrespondentin wurde – eine Position, die sie bis heute innehat. Regelmäßige Auftritte in TV-Formaten wie dem Presseclub machen ihre Analysen einem breiten Publikum zugänglich.
Die zentralen Thesen von Ulrike Herrmann
Im Zentrum der Arbeit von Ulrike Herrmann steht die fundamentale Kritik am kapitalistischen Wirtschaftssystem. Ihre zentrale These lautet, dass unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten nicht möglich ist. Insbesondere die Vereinbarkeit von Klimaschutz und Kapitalismus stellt sie infrage. Die Hoffnung auf sogenanntes „grünes Wachstum“ hält sie für eine Illusion.
Herrmann argumentiert, dass erneuerbare Energien wie Sonne und Wind nicht ausreichen werden, um den Energiebedarf einer stetig wachsenden Weltwirtschaft zu decken. Die Notwendigkeit, Energie für sonnen- und windarme Zeiten zu speichern, mache Ökostrom aufwendig und knapp. Folglich sei die einzige Lösung ein radikales Umdenken: ein „grünes Schrumpfen“. Die Industrieländer müssten sich vom Kapitalismus verabschieden und eine Kreislaufwirtschaft anstreben, in der nur noch verbraucht wird, was recycelt werden kann. Wie eine solche Transformation aussehen könnte, ist ein Kernthema, das viele Diskussionen anstößt und auch in der Debatte um die Zukunft der Familienversicherung eine Rolle spielt.
„Das Ende des Kapitalismus“: Herrmanns Bestseller
Mit ihrem 2022 erschienenen Buch „Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden“ gelang Ulrike Herrmann ein Bestseller, der die öffentliche Debatte nachhaltig prägte. Darin legt sie detailliert dar, warum der Kapitalismus systemisch auf Wachstum angewiesen ist, um stabil zu bleiben, und warum genau dieser Wachstumszwang die Klimakrise unaufhaltsam verschärft.
Als historisches Vorbild für eine organisierte Schrumpfung der Wirtschaft ohne einen kompletten Zusammenbruch schlägt sie die britische Kriegswirtschaft ab 1940 vor. Dieses Modell einer staatlich gesteuerten Rationierung und Umverteilung von Ressourcen sei ein Beispiel dafür, wie eine Gesellschaft in einer Notsituation den Konsum drastisch reduzieren und die Produktion auf das Notwendigste umstellen kann. Es ist ein provokanter Vorschlag, der zeigt, wie tiefgreifend die von ihr geforderten Veränderungen wären.
Aktuelles Buch 2026: „Geld als Waffe“
Am 12. März 2026 veröffentlichte Ulrike Herrmann ihr neuestes Werk: „Geld als Waffe. Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet“. In diesem Buch wendet sie ihre ökonomische Analyse auf die aktuelle geopolitische Lage an. Sie untersucht, wie wirtschaftliche Faktoren und Abhängigkeiten internationale Konflikte beeinflussen und Kriege auslösen oder verhindern können.
Herrmann analysiert darin unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung Russlands und Chinas. Sie argumentiert, dass die ökonomischen Strukturen in Russland zukünftige Kriege wahrscheinlich machen und dass Chinas Präsident Xi Jinping sein Land in eine wirtschaftliche Sackgasse manövriert hat. Das Buch liefert eine brisante Analyse der neuen Weltordnung und zeigt auf, welche Bedeutung die Wirtschaft für die Sicherung des Friedens in Europa hat. Die Thematik berührt auch Fragen der nationalen und internationalen Cyber-Sicherheit, die zunehmend von wirtschaftlichen Konflikten beeinflusst wird.
Kritik und Kontroversen
Die radikalen Thesen von Ulrike Herrmann bleiben nicht ohne Widerspruch. Kritiker werfen ihr vor, die Innovationskraft der Wirtschaft und das Potenzial technologischer Lösungen für die Klimakrise zu unterschätzen. Die Idee des „grünen Wachstums“, also die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch, wird von vielen Ökonomen und Politikern weiterhin als gangbarer Weg angesehen.
Insbesondere ihr Vorschlag, sich an der britischen Kriegswirtschaft zu orientieren, stößt auf Bedenken. Kritiker bezweifeln, dass ein solches Modell auf eine moderne, demokratische Gesellschaft in Friedenszeiten übertragbar ist und warnen vor den damit verbundenen Einschränkungen persönlicher Freiheiten. Auch die Rezensionen zu ihrem neuen Buch „Geld als Waffe“ merken teilweise an, ihre Sicht sei zu einseitig auf die Ökonomie fokussiert und teils zu optimistisch in ihren Schlussfolgerungen. Diese Kontroversen zeigen jedoch vor allem eines: Ulrike Herrmann stößt Debatten an, die für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft von entscheidender Bedeutung sind.
Ulrike Herrmann live: Termine und Vorträge 2026
Auch im Jahr 2026 ist Ulrike Herrmann eine gefragte Rednerin. Sie stellt ihre neuen Thesen aus „Geld als Waffe“ bei zahlreichen Lesungen und Vorträgen in der gesamten DACH-Region vor. Eine Auswahl der bestätigten Termine:
| Datum | Stadt | Veranstaltungsort | Uhrzeit |
|---|---|---|---|
| 26.03.2026 | Berlin | Buchhandlung Hugendubel | 20:15 Uhr |
| 10.04.2026 | Hamburg | n.b. | 19:00 Uhr |
| 15.04.2026 | Pforzheim | n.b. | 19:00 Uhr |
| 11.05.2026 | Berlin | Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel | 19:30 Uhr |
| 10.06.2026 | Hamburg | n.b. | 19:00 Uhr |
| 13.10.2026 | Bochum | Evangelische Stadtakademie | 18:30 Uhr |
| 29.10.2026 | Dornbirn (AT) | n.b. | 19:00 Uhr |
| 20.11.2026 | Aachen | n.b. | 19:30 Uhr |
Quellen: Eventim, Berlin.de, Kiwi-Verlag. Änderungen vorbehalten.
Fazit: Eine unbequeme, aber wichtige Stimme
Ulrike Herrmann ist eine der wichtigsten Intellektuellen der Gegenwart. Mit ihrer klaren Sprache und ihren fundierten, wenn auch unbequemen Analysen zwingt sie die Gesellschaft, über die Grundfesten ihres Wirtschaftsmodells nachzudenken. Ob man ihren Schlussfolgerungen zum Ende des Kapitalismus zustimmt oder nicht – ihre Beiträge sind unverzichtbar für eine ehrliche Debatte über Klimawandel, soziale Gerechtigkeit und die Zukunft des globalen Zusammenlebens. Ihre Arbeit liefert entscheidende Impulse, die weit über den Tag hinaus wirken.
Dr. Klaus Müller
Dr. Klaus Müller ist erfahrener Online-Redakteur und SEO-Experte mit einem Schwerpunkt auf Wirtschafts- und Gesellschaftsthemen. Er analysiert seit über 15 Jahren die Entwicklungen an den Finanzmärkten und die Thesen führender Ökonomen. Seine Arbeit zeichnet sich durch tiefgehende Recherche und die Fähigkeit aus, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten. Seine Analysen erscheinen regelmäßig auf führenden Nachrichtenportalen.