Lawine Südtirol: Eine Lawine hat in Südtirol mehrere Alpinisten erfasst und zwei Todesopfer gefordert. Das Schneebrett löste sich in den Stubaier Alpen auf einer Höhe von 2.450 Metern und riss etwa zwei Dutzend Tourengeher mit sich. Zwei Männer aus der Region kamen dabei ums Leben, während fünf weitere Skifahrer, darunter drei Deutsche, verletzt wurden.

+
- Chronologie des Lawinenunglücks in Südtirol
- Was ist bisher bekannt?
- Wie kam es zu dem Lawinenunglück in Südtirol?
- Wer waren die Opfer des Lawinenunglücks?
- Wie gestaltete sich der Rettungseinsatz?
- Lawinengefahr in den Alpen: Eine anhaltende Bedrohung
- Was sind die wichtigsten Verhaltensregeln im lawinengefährdeten Gelände?
| Datum/Uhrzeit | Unbekannt/11:40 Uhr |
|---|---|
| Ort (genau) | Hohe Ferse, Ratschings, Stubaier Alpen, Südtirol, Italien |
| Art des Einsatzes | Lawinenunglück, Bergung von Verschütteten |
| Beteiligte Kräfte | Italienische Bergwacht, über 60 Helfer, mehrere Hubschrauber |
| Verletzte/Tote (wenn bekannt) | Zwei Tote, fünf Verletzte (davon drei Deutsche) |
| Sachschaden | Unbekannt |
| Ermittlungsstand | Laufende Untersuchungen zur Lawinenursache |
| Zeugenaufruf | Nein |
Chronologie des Lawinenunglücks in Südtirol
Ein Schneebrett löst sich an der Hohen Ferse bei Ratschings und erfasst etwa zwei Dutzend Skifahrer.
Die italienische Bergwacht wird alarmiert und leitet einen Großeinsatz ein.
Über 60 Helfer und mehrere Hubschrauber sind im Einsatz, um die Verschütteten zu bergen. (Lesen Sie auch: Lawine Südtirol: Zwei Tote – Suche nach…)
Was ist bisher bekannt?
Bei dem Lawinenunglück in Südtirol wurden zwei Skifahrer tödlich verletzt. Es handelt sich um einen 62-jährigen Bergführer und einen 56 Jahre alten Mann, beide aus der Region. Fünf weitere Skifahrer wurden verletzt, darunter drei deutsche Staatsbürger. Eine 26-jährige Italienerin wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Die Lawine ereignete sich an der 2.669 Meter hohen Hohen Ferse nahe Ratschings.
Wie kam es zu dem Lawinenunglück in Südtirol?
Das Schneebrett löste sich gegen 11:40 Uhr an einem Steilhang der Hohen Ferse, einem Berg in den Stubaier Alpen. Die Lawine, die etwa 150 Meter breit und mehrere hundert Meter lang war, erfasste eine Gruppe von etwa zwei Dutzend Tourengehern. Die genaue Ursache für die Auslösung der Lawine ist derzeit noch Gegenstand von Untersuchungen. Faktoren wie die Schneeverhältnisse, die Hangneigung und die Belastung durch die Skifahrer könnten eine Rolle gespielt haben.
Das ist passiert
- Eine Lawine erfasste in Südtirol etwa zwei Dutzend Skifahrer.
- Zwei Menschen kamen ums Leben, fünf wurden verletzt.
- Unter den Verletzten befinden sich drei deutsche Staatsbürger.
- Die Lawine ereignete sich an der Hohen Ferse nahe Ratschings.
- Ein Großeinsatz der italienischen Bergwacht wurde ausgelöst.
Wer waren die Opfer des Lawinenunglücks?
Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um einen 62-jährigen Bergführer, der mit einer Gruppe unterwegs war, und einen 56 Jahre alten Mann. Beide stammten aus der Region Südtirol. Die Identitäten der verletzten Skifahrer wurden bisher nicht veröffentlicht. Die 26-jährige Italienerin, die in kritischem Zustand ins Krankenhaus geflogen wurde, wird intensivmedizinisch betreut.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Ursache des Lawinenunglücks aufgenommen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Schneeverhältnissen und der Beurteilung der Lawinengefahr vor Ort. (Lesen Sie auch: Essensreste Toilette: Was Passiert, wenn Sie das…)
Wie gestaltete sich der Rettungseinsatz?
Die italienische Bergwacht leitete nach der Lawinenauslösung einen Großeinsatz ein. Mehr als 60 Helfer, darunter Bergretter und Suchhundestaffeln, waren im Einsatz. Mehrere Hubschrauber wurden eingesetzt, um die Verletzten zu bergen und in Krankenhäuser zu fliegen. Die Rettungskräfte wurden durch die Tatsache unterstützt, dass mehrere der verschütteten Skifahrer Ortungsgeräte trugen, was die Suche erheblich erleichterte. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich aufgrund des unwegsamen Geländes und der anhaltenden Lawinengefahr als schwierig.
Lawinengefahr in den Alpen: Eine anhaltende Bedrohung
Die Alpenregion ist im Winter regelmäßig von Lawinen betroffen. Die Entstehung von Lawinen hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Schneemenge, die Schneequalität, die Temperatur, die Hangneigung und die Windverhältnisse. Die Lawinengefahr wird in Europa auf einer fünfteiligen Skala bewertet, von „gering“ (Stufe 1) bis „sehr groß“ (Stufe 5). Vor Touren im alpinen Gelände ist es unerlässlich, sich über die aktuelle Lawinengefahr zu informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Der Lawinenwarndienst bietet detaillierte Informationen zur aktuellen Situation.
In den Alpen kam es in der Wintersaison 2023/2024 bereits zu ungewöhnlich vielen Lawinenunglücken. Nach Angaben des European Avalanche Warning Service (EAWS) sind in Europas Gebirgen seit Anfang Oktober bereits mindestens 127 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Italien verzeichnet mit 34 Todesopfern die höchste Zahl an Lawinentoten, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, sich vor Aufenthalten im alpinen Gelände gründlich über die Lawinengefahr zu informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Wie Stern berichtet, trugen mehrere der Verschütteten Ortungsgeräte, was die Suche erleichterte.
Lawinen.org bietet wichtige Informationen zur Vermeidung von Lawinenunfällen.
Was sind die wichtigsten Verhaltensregeln im lawinengefährdeten Gelände?
Um das Risiko eines Lawinenunfalls zu minimieren, sollten Skifahrer und Tourengeher im alpinen Gelände folgende Verhaltensregeln beachten: (Lesen Sie auch: Testen Sie Ihr Wissen: Gelantine oder Gelatine:…)

- Informieren Sie sich vor jeder Tour über die aktuelle Lawinengefahr und die Wetterbedingungen.
- Planen Sie Ihre Route sorgfältig und meiden Sie steile Hänge und exponierte Gebiete.
- Führen Sie die notwendige Notfallausrüstung mit sich, darunter ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine Sonde und eine Schaufel.
- Üben Sie regelmäßig den Umgang mit der Notfallausrüstung.
- Beachten Sie die Warnhinweise und Absperrungen der lokalen Behörden.
- Gehen Sie niemals alleine auf Tour und halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Skifahrern.
Was ist eine Lawine?
Eine Lawine ist eine große Menge Schnee, die sich von einem Hang löst und talwärts gleitet. Lawinen können durch natürliche Faktoren wie Schneefall, Temperaturänderungen oder Wind ausgelöst werden, aber auch durch menschliche Aktivitäten wie Skifahren oder Snowboarden.
Welche Arten von Lawinen gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Lawinen, darunter Schneebrettlawinen, Lockerschneelawinen und Staublawinen. Schneebrettlawinen entstehen, wenn eine zusammenhängende Schneedecke auf einer schwachen Schicht abrutscht. Lockerschneelawinen bestehen aus lockerem Schnee, der sich allmählich den Hang hinunterbewegt. (Lesen Sie auch: Wetter in Deutschland: Sonntag gibt’s Sonne für…)
Wie kann man sich vor Lawinen schützen?
Der beste Schutz vor Lawinen ist die Vermeidung von lawinengefährdetem Gelände. Informieren Sie sich vor jeder Tour über die aktuelle Lawinengefahr, planen Sie Ihre Route sorgfältig und führen Sie die notwendige Notfallausrüstung mit sich. Beachten Sie die Warnhinweise der lokalen Behörden.
Was tun, wenn man von einer Lawine erfasst wird?
Wenn Sie von einer Lawine erfasst werden, versuchen Sie, sich seitlich aus der Lawine zu bewegen. Machen Sie Schwimmbewegungen, um an der Oberfläche zu bleiben. Versuchen Sie, sich einen Luftraum vor dem Gesicht zu schaffen, wenn Sie verschüttet werden.
Welche Rolle spielen Ortungsgeräte bei Lawinenunglücken?
Ortungsgeräte, wie Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS), sind entscheidend für die schnelle Ortung von Verschütteten. Sie senden ein Signal aus, das von anderen LVS-Geräten empfangen werden kann. Dies ermöglicht es den Rettungskräften, die Verschütteten schnell zu lokalisieren und zu bergen.



