Sparen in Deutschland: Die Statistik zeigt ein alarmierendes Bild. Trotz eines Rekordvermögens der Privathaushalte in Deutschland geben mehr als ein Viertel der Haushalte an, keinerlei Ersparnisse zu besitzen. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der Direktbank ING zeigt, dass 27 Prozent der Befragten kein Geld auf der hohen Kante haben. Diese Entwicklung wirft Fragen nach den Gründen für diese finanzielle Schieflage auf und lässt viele Menschen um ihre Zukunft bangen.
| Steckbrief: Sparen in Deutschland | |
|---|---|
| Fokus-Keyword | Sparen Deutschland Statistik |
| Umfragequelle | Ipsos-Erhebung für die Direktbank ING |
| Erhebungszeitraum | Dezember 2025 |
| Anzahl Befragte | 1.007 |
| Anteil Haushalte ohne Ersparnisse | 27 Prozent |
| Hauptgrund für fehlende Ersparnisse | Zu geringes Einkommen |
| Weitere Gründe | Gestiegene Lebenshaltungskosten |
| Auswirkung auf Befragte | Finanzielle Sorgen, Zukunftsängste |
| Geldvermögen der Privathaushalte (Ende Q3 2025) | 9.389 Milliarden Euro |
| Verteilung des Geldvermögens | Ungleich, Hälfte entfällt auf 10% der vermögendsten Haushalte |
Wie Stern berichtet, hat sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr sogar noch verschärft. In der Umfrage von 2024 lag der Anteil der Haushalte ohne Ersparnisse noch bei 23,5 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der Sparerinnen und Sparer von 70,7 Prozent im Jahr 2024 auf 63,7 Prozent im Dezember 2025. Diese Entwicklung deutet auf eine zunehmende finanzielle Belastung vieler Menschen in Deutschland hin.
Die Umfrage liefert auch Einblicke in die Gründe, warum so viele Menschen in Deutschland Schwierigkeiten haben, Geld zu sparen. Fast die Hälfte (46,7 Prozent) der Befragten ohne Ersparnisse gibt an, nicht genug zu verdienen, um etwas auf die Seite legen zu können. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) sagt, dass gestiegene Preise für den Lebensunterhalt ihre Rücklagen aufgezehrt haben. Diese Zahlen verdeutlichen, dass sowohl zu geringe Einkommen als auch steigende Kosten eine erhebliche Belastung für viele Haushalte darstellen.
Im Detail bedeutet das: Von 1.007 Befragten gaben 27% an, keine Ersparnisse zu haben. 46,7% derer ohne Ersparnisse verdienen zu wenig zum Sparen, während 22% gestiegene Lebenshaltungskosten als Grund nennen. (Lesen Sie auch: Allianz Totalenergies plant Riesige Batteriespeicher in Deutschland)
Die finanzielle Situation vieler Menschen in Deutschland wirkt sich auch auf ihr Wohlbefinden aus. Fast jeder Fünfte (17,9 Prozent) aller Befragten grübelt nachts über Finanzfragen. Mehr als ein Drittel (36,5 Prozent) stimmt der Aussage zu: „Aufgrund meiner finanziellen Situation habe ich das Gefühl, dass ich nie die Dinge haben werde, die ich mir im Leben wünsche.“ Diese Zahlen zeigen, dass finanzielle Sorgen nicht nur eine materielle, sondern auch eine psychische Belastung darstellen.
Die Zahlen der Bundesbank zeichnen ein anderes Bild. Demnach summierte sich das Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland zum Ende des dritten Quartals 2025 auf den Rekordwert von 9.389 Milliarden Euro. Die DZ Bank hatte für das Gesamtjahr 2025 sogar einen Wert von knapp über 10 Billionen Euro hochgerechnet und für das laufende Jahr einen Anstieg auf 10,5 Billionen Euro prognostiziert. Diese Zahlen stehen jedoch im krassen Gegensatz zur Realität vieler Menschen, die sich keine Ersparnisse leisten können.
Sowohl die Bundesbank als auch die DZ Bank berücksichtigen in ihren Auswertungen Bargeld und Bankeinlagen, Wertpapiere wie Aktien und Fonds sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen, nicht jedoch Immobilien. Die Bundesbank hat in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass das gewaltige Geldvermögen in Deutschland ungleich verteilt ist. Etwa die Hälfte entfällt auf die vermögendsten zehn Prozent. Diese Ungleichverteilung trägt dazu bei, dass viele Menschen trotz des insgesamt hohen Vermögens in Deutschland keine Möglichkeit haben, etwas zu sparen. Die Bundesbank veröffentlicht regelmäßig Statistiken zur Vermögensverteilung in Deutschland.
Die aktuelle Situation wirft die Frage auf, wie die Deutschen wieder mehr zum Sparen motiviert und befähigt werden können. Eine Möglichkeit wäre die Förderung von Maßnahmen zur finanziellen Bildung, um Menschen den Umgang mit Geld und die Bedeutung des Sparens näherzubringen. Auch politische Maßnahmen zur Stärkung der Einkommen und zur Senkung der Lebenshaltungskosten könnten dazu beitragen, dass mehr Menschen in Deutschland in der Lage sind, etwas auf die hohe Kante zu legen. Finanztip bietet unabhängige Informationen und Tipps rund ums Sparen. (Lesen Sie auch: Hauptverdiener Frau Statistik: Ungleichheit im Haushalt?)
Ein wesentlicher Faktor, der das Sparen in Deutschland erschwert, ist die Inflation. Steigende Preise für Energie, Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs schmälern die Kaufkraft der Verbraucher und reduzieren den finanziellen Spielraum für Ersparnisse. Umso wichtiger ist es, dass die Politik Maßnahmen ergreift, um die Inflation einzudämmen und die Bürgerinnen und Bürger finanziell zu entlasten.
Auch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) spielt eine Rolle beim Thema Sparen. Niedrige Zinsen machen es für Sparerinnen und Sparer unattraktiv, Geld auf die Bank zu bringen, da die Erträge gering sind. Eine Anhebung der Zinsen könnte dazu beitragen, dass Sparen wieder attraktiver wird und mehr Menschen dazu motiviert werden, Geld auf die Seite zu legen. Die EZB steht jedoch vor der Herausforderung, die Zinspolitik so zu gestalten, dass sie die Inflation bekämpft, ohne das Wirtschaftswachstum zu gefährden. Auf der Website der EZB finden Sie detaillierte Informationen zur Geldpolitik.
Die Ipsos-Erhebung für die Direktbank ING hat ein Schlaglicht auf die finanzielle Situation vieler Menschen in Deutschland geworfen. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz des Rekordvermögens der Privathaushalte ein erheblicher Teil der Bevölkerung keine Ersparnisse besitzt. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von zu geringen Einkommen über steigende Lebenshaltungskosten bis hin zur Ungleichverteilung des Vermögens. Es bleibt zu hoffen, dass Politik und Wirtschaft Maßnahmen ergreifen, um die finanzielle Situation der Menschen in Deutschland zu verbessern und mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, für die Zukunft vorzusorgen.
Laut einer aktuellen Umfrage der Direktbank ING geben 27 Prozent der Haushalte in Deutschland an, keinerlei Ersparnisse zu besitzen. Dies entspricht mehr als einem Viertel der Bevölkerung.
Die Hauptgründe sind zu geringe Einkommen, gestiegene Preise für den Lebensunterhalt und eine ungleiche Vermögensverteilung. Viele Menschen verdienen nicht genug, um etwas zu sparen.
Viele Menschen machen sich Sorgen um ihre finanzielle Zukunft und grübeln nachts über ihre Situation. Mehr als ein Drittel hat das Gefühl, sich nie die Dinge leisten zu können, die sie sich wünschen. (Lesen Sie auch: Neugründungen Deutschland: Deutlicher Anstieg Größerer Firmen)
Das Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland summierte sich Ende des dritten Quartals 2025 auf den Rekordwert von 9.389 Milliarden Euro. Trotzdem haben viele Menschen keine Ersparnisse.
Die Förderung von finanzieller Bildung, politische Maßnahmen zur Stärkung der Einkommen und zur Senkung der Lebenshaltungskosten könnten dazu beitragen, dass mehr Menschen in Deutschland sparen können.
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