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„Die Höhle der Löwen“: Im Falle des Fallens: Die Smartphone-Sicherung Easy Protect im stern-Test

Wenn das Smartphone fällt, geht das selten glimpflich aus. Easy Protect soll Handys vor dem harten Aufprall schützen. Die Jo-Jo-Sicherung für Berg und Tal im stern-Check.

Moment mal. Eben steckte hier doch noch das Smartphone. Und warum ist eigentlich die Jackentasche auf? Das Handy auf der Skipiste unbemerkt im Schnee zu versenken, ist für jeden Wintersportler ein Albtraum. Auch für den Autor und Tester der Easy Protect-Smartphone-Sicherung, dem genau dieses Missgeschick im Skiurlaub passierte. Das verschollene Handy tauchte wieder auf. Wie cool wäre ein Sicherungstool, das das Smartphone im Falle eines Falles zurück in die Tasche zieht, wenn der Reißverschluss nach dem Sonnen-Selfie versehentlich offen geblieben ist? 

Exakt diese Frage schoss einem Teenager aus Niederösterreich im Winter 2023 durch den Kopf, nachdem einer Freundin das Smartphone im Sessellift aus der Hand gerutscht war. Weil der Markt nichts hergab, entwickelte Christopher Czellary Peak Protect, eine Smartphone-Sicherung für Rucksack, Gürtel oder Jackentasche. In einem Pitch-Battle stellt er seine weiterentwickelte Idee Easy Protect am 16. März in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ vor. Der stern hat sich Easy Protect genauer angeschaut und den ultimativen Falltest gemacht. Leider erst nach dem Missgeschick im Schnee. 

Easy Protect aus DHDL: Der erste Eindruck

Verpackt wurde die Smartphone-Sicherung in einer flachen Pappschachtel – erfreulicherweise ohne Plastik. In einem Display steckt die aufgerollte Sicherungskette, die mit einem Dreiecks-Karabiner auf der einen und einem Doppel-Karabiner auf der anderen Seite verbunden ist. Dazu ein dünnes Metallplättchen mit Ring sowie ein Klemm-Clip als Karabiner-Alternative und ein Streifen doppelseitiges Klebeband. Wir sind überrascht, wie groß der Widerstand ist, als wir versuchen, die Sicherungskette aus der Rolle zu ziehen. Der nur einen Millimeter dünne, verflochtene Draht wurde mit Kunststoff ummantelt. Überhaupt sind alle Teile absolut gratfrei und sauber verarbeitet. Mit nur etwa 40 Gramm fällt das Tool zudem kaum ins Gewicht.

Einfach mal fallen lassen: Easy Protect im Praxistest

Laut Verpackung soll Easy Protect beinahe jedes Smartphone vor dem Fallenlassen schützen und per automatischem Rückzug den harten Aufprall verhindern. Es soll per Karabiner oder Clip an Kleidung, Gürtel und Rucksäcken tragbar sein und „actionreiche“ Selfies ermöglichen. Dazu verspricht Entwickler Christopher Czellary eine einfache Montage, ohne Einschränkungen fürs Laden des Smartphones.

Montiert ist Easy Protect tatsächlich binnen Sekunden und mit wenigen Handgriffen. Einzige und unabdingbare Voraussetzung: Das Handy muss in einer komplett gerahmten Schutzhülle, etwa aus Silikon, stecken. Die muss für die Montage an der Kante der Ladebuchse kurz gelöst werden, um das Metallplättchen mit dem Logo nach oben mittig auf dem Smartphone zu platzieren und den Ring durch die Aussparung fürs Ladekabel zu führen. In unserem Test ließ sich die Platte nach dem Schließen der Hülle mit etwas Krafteinsatz noch leicht hin und her bewegen. Wer das vermeiden will, sollte den mitgelieferten doppelseitigen Klebestreifen nutzen. Das „Easy“-Versprechen hat der junge Gründer aus unserer Sicht damit voll gehalten. Doch wie sieht es mit dem Schutz aus?

Für den Härtetest haken wir den Ring an der Metallplatte in den Doppel-Karabiner ein. Das ist etwas friemelig, weil dieser Ring beweglich ist. Hält man Easy Protect nun am Dreiecks-Karabiner fest, baumelt das Smartphone in der Luft, ohne dass sich am Aufrollmechanismus etwas bewegt. 

Karabiner-Test 1: Gürtelschlaufe einer Jeans

Im ersten Sturztest hängen wir den Karabiner in der Gürtelschlaufe einer Jeans ein und stecken das Smartphone in die Tasche. Das flutscht besser – sieht aber etwas merkwürdig aus. Beim Selfie lassen wir das Handy absichtlich aus etwa 1,80 Metern aus der Hand fallen. Im ersten Versuch schlägt es uns gegen das Knie, im zweiten Anlauf touchiert es den Oberschenkel. Dafür ist diese Option eine sichere Bank, um Langfingern eine lange Nase zu zeigen. Denn die kommen mit der vermeintlich leichten Beute nur maximal 80 Zentimeter weit.

Karabiner-Test 2: Brustgurt/Trägerschlaufe eines Rucksacks

Auch in der Lasche eines Brustgurts und am Tragriemen eines Rucksacks lässt sich Easy Protect gut fixieren. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Schnapper nach dem Einfädeln richtig im Verschluss einhakt. Je nach Breite des Gurts dauerte das im stern-Test bisweilen etwas länger. Aus unserer Sicht eignen sich Schnallen aus Kunststoff besser zum Befestigen als Gurte oder Riemen aus textilem Gewebe. Beim Foto schnippte das Handy, je nachdem, aus welcher Höhe fotografiert wurde, schwungvoll gegen den Bauch oder Hüftknochen. Wir finden: Der finanzielle Verlust im Falle des harten Aufpralls dürfte deutlich schmerzhafter ausfallen.

Clip-Test: Rucksack-Tragriemen/Hoodie-Tasche

Gibt es keine Option, den Karabiner sicher einzuhaken, soll ein Klemm-Clip verhindern, dass das Smartphone der Schwerkraft zum Opfer fällt. Der wird per Öse in den Dreiecks-Karabiner eingehakt. Wir haben ihn im Test an einem Rucksack-Tragriemen und an der Känguru-Tasche eines Hoodies befestigt. So sehr der Kunststoff-Clip beim Öffnen knarzt, so sicher beißen sich seine Zähnchen ins Textil. Dicker als fünf Millimeter darf der Stoff an der gewünschten Stelle aber nicht sein. Den Sturztest meisterte Easy Protect aber in der dritten Prüfung.

Fazit

Easy Protect ist ein kleiner, gut durchdachter und praktischer Helfer. Wir sehen seinen Nutzen vor allem bei Outdoor-Aktivitäten wie Klettern, Bergwandern, Snowboarden oder Skifahren. Das Tool ist leicht, flexibel und im Handumdrehen montiert. Im Falle des Fallens schlägt der Aufrollmechanismus zuverlässig zu – auch wenn das Smartphone beim Zurückschnappen mal ans Knie oder auf den Bauch prallt. Verbesserungspotenzial sehen wir beim Schnapper des Dreiecks-Karabiners und dem Klemm-Clip, der uns in einer Alu-Version besser gefallen würde. Am Preis von rund zehn Euro haben wir dagegen nichts zu meckern.

Christopher Czellary stellt Easy Protect am 16. März ab 20.15 Uhr in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen” vor. Ob einer der Investoren um Ralf Dümmel in den Tüftel-Teenie investiert, erfahren Sie aktuell schon auf RTL+.

Transparenzhinweis: Der stern ist wie Vox ein Teil von RTL Deutschland.

Quelle: Stern

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