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Nachsendeauftrag Preisfalle: So Schützen Sie sich vor Abzocke!

Jährlich tappen etwa 350.000 Kunden in die nachsendeauftrag preisfalle unseriöser Drittanbieter. Diese verlangen für die Weiterleitung eines Nachsendeauftrags an die Deutsche Post teils über 100 Euro mehr als das Original. Verbraucherschützer und die Deutsche Post warnen eindringlich vor diesen überteuerten Angeboten im Internet.

Symbolbild: Nachsendeauftrag Preisfalle (Bild: Picsum)

Zusammenfassung

  • Drittanbieter verlangen oft das Vierfache des Preises der Deutschen Post für Nachsendeaufträge.
  • Viele Webseiten dieser Anbieter sind optisch an die Deutsche Post angelehnt, um Vertrauen zu erwecken.
  • Die Deutsche Post ist gesetzlich verpflichtet, auch Aufträge von Drittanbietern anzunehmen.
  • Verbraucher sollten Nachsendeaufträge ausschließlich direkt bei der Deutschen Post beauftragen.

Die Masche der Drittanbieter

Wer im Internet nach Stichwörtern wie „Brief Nachsendung“ sucht, findet oft an prominenter Stelle Angebote von Drittanbietern. Diese Unternehmen bieten vermeintlich denselben Service wie die Deutsche Post, jedoch zu deutlich höheren Preisen. Wie Stern berichtet, kostet ein sechsmonatiger Nachsendeauftrag bei solchen Anbietern schnell 130 Euro oder mehr. Die Deutsche Post selbst verlangt für denselben Zeitraum online nur 32 Euro.

Der Trick: Die Drittanbieter leiten den Auftrag lediglich an die Deutsche Post weiter, die dann die eigentliche Arbeit der Nachsendung übernimmt. Für diese Weiterleitung kassieren sie eine saftige Provision, die in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Aufwand steht. Die Deutsche Post spricht hier von einer „Preisfalle“ und warnt Verbraucher eindringlich davor.

Warum fallen Verbraucher auf diese Angebote herein?

Viele dieser Online-Angebote sind bewusst so gestaltet, dass sie den Eindruck erwecken, es handele sich um offizielle Seiten der Deutschen Post oder mit ihr verbundener Unternehmen. Sie nutzen die Farbe Gelb, zeigen Briefkästen und verwenden Formulierungen, die beim flüchtigen Lesen den Eindruck erwecken, der Auftrag werde direkt bei der Post aufgegeben.

Beispiele für solche Anbieter sind: (Lesen Sie auch: Recht auf Reparatur: Neue Pflichten für Hersteller…)

  • Drittanbietern.Online
  • nachsenden.info
  • nachsendeauftrag-direkt.com
  • nachsendung.info
  • nachsendeauftrag-service.de

Die Deutsche Post betont, dass sie keinerlei vertragliche Beziehungen zu diesen Firmen unterhält und außerhalb der gesetzlichen Pflicht zur Annahme der Aufträge in keiner Verbindung zu ihnen steht.

💡 Wichtig zu wissen

Die Deutsche Post ist gesetzlich verpflichtet, auch Nachsendeaufträge von Drittanbietern anzunehmen. Diese Pflicht macht sich die unseriösen Anbieter zunutze.

Wie funktioniert die Nachsendung durch die Deutsche Post?

Die Deutsche Post verfügt über eine ausgefeilte Technik, die erkennt, wenn ein Empfänger nicht mehr an der angegebenen Adresse wohnt. In diesem Fall wird die neue Adresse auf den Brief gedruckt und die Sendung umgeleitet. Dieser Prozess funktioniert unabhängig davon, ob der Nachsendeauftrag direkt bei der Post oder über einen Drittanbieter aufgegeben wurde.

Was ist ein Nachsendeauftrag und wann ist er sinnvoll?

Ein Nachsendeauftrag sorgt dafür, dass Ihre Post auch nach einem Umzug oder während einer längeren Abwesenheit zuverlässig an Ihre aktuelle Adresse geliefert wird. Er ist besonders sinnvoll, um wichtige Dokumente, Rechnungen oder Benachrichtigungen nicht zu verpassen und sich vor möglichen negativen Konsequenzen wie Mahngebühren oder verpassten Fristen zu schützen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, einen Nachsendeauftrag rechtzeitig vor dem Umzug zu stellen.

Ein Nachsendeauftrag kann für Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen nützlich sein. Er bietet eine bequeme Möglichkeit, die Postversorgung während einer Übergangsphase sicherzustellen und den Kommunikationsfluss aufrechtzuerhalten. (Lesen Sie auch: Preisänderungen: Fast jede fünfte Tankstelle verstößt gegen…)

Die rechtlichen Schritte der Deutschen Post

Die Deutsche Post geht „konsequent mit allen rechtlich zulässigen Mitteln gegen Drittanbieter vor, wenn diese gegen gesetzliche Vorgaben, Markenrechte oder wettbewerbsrechtliche Bestimmungen verstoßen“, wie das Unternehmen mitteilt. In der Vergangenheit gab es bereits Rechtsstreitigkeiten mit solchen Anbietern, bei denen die Post jedoch auch Rückschläge hinnehmen musste.

Die Problematik liegt darin, dass die Drittanbieter formaljuristisch oft schwer zu belangen sind, solange sie die Dienstleistung der Weiterleitung tatsächlich erbringen und keine falschen Angaben machen. Die hohen Preise und die irreführende Aufmachung der Webseiten sind zwar moralisch fragwürdig, aber nicht immer illegal.

⚠️ Achtung

Achten Sie bei der Beauftragung eines Nachsendeauftrags genau auf den Anbieter und vergleichen Sie die Preise. Die Deutsche Post bietet den Service unter deutschepost.de/nachsendeservice an.

Symbolbild: Nachsendeauftrag Preisfalle (Bild: Picsum)

Wie schütze ich mich vor der Preisfalle?

Der beste Schutz vor der nachsendeauftrag preisfalle ist, den Nachsendeauftrag direkt bei der Deutschen Post zu beauftragen. Dies kann online über die Webseite deutschepost.de/nachsendeservice oder in einer Postfiliale erfolgen.

Achten Sie bei der Online-Beauftragung genau auf die URL der Webseite. Vermeiden Sie Angebote, die auf den ersten Blick zwar günstig erscheinen, aber versteckte Kosten oder Gebühren enthalten könnten. Lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sorgfältig durch, bevor Sie den Auftrag abschließen. Es ist ratsam, sich vorab über die Preise und Leistungen der Deutschen Post zu informieren, um einen fairen Vergleich zu ermöglichen. (Lesen Sie auch: Miete Manhattan Erreicht Rekord: Was Bedeutet das…)

Ein weiterer Tipp: Seien Sie skeptisch bei Angeboten, die unrealistisch niedrige Preise versprechen. Oftmals handelt es sich dabei um Lockangebote, die mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Vertrauen Sie auf etablierte Anbieter wie die Deutsche Post, die für ihre Zuverlässigkeit und Transparenz bekannt sind.

  1. Direkt bei der Deutschen Post beauftragen: Vermeiden Sie Drittanbieter, um überhöhte Preise zu umgehen.
  2. URL prüfen: Achten Sie auf die offizielle Webseite der Deutschen Post.
  3. AGB lesen: Informieren Sie sich über alle Kosten und Bedingungen.

Alternativen zum Nachsendeauftrag

In manchen Fällen kann ein Nachsendeauftrag unnötig sein. Wenn Sie beispielsweise nur vorübergehend abwesend sind, können Sie Nachbarn oder Freunde bitten, Ihre Post entgegenzunehmen. Auch die Einrichtung eines Postfachs kann eine Alternative sein, insbesondere wenn Sie häufig umziehen oder eine sichere Postzustellung wünschen. Ein Postfach bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Post an einem zentralen Ort abzuholen und vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Die Bundesnetzagentur bietet Informationen zu Postdienstleistungen.

Eine weitere Option ist die Benachrichtigung wichtiger Absender über Ihre neue Adresse. Informieren Sie Banken, Versicherungen, Behörden und andere Unternehmen, mit denen Sie regelmäßig in Kontakt stehen, über Ihren Umzug. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihre Post direkt an Ihre aktuelle Adresse zugestellt wird und vermeiden unnötige Umleitungen.

Fazit: Wachsamkeit zahlt sich aus

Die nachsendeauftrag preisfalle der unseriösen Drittanbieter ist eine ärgerliche Masche, die jährlich viele Verbraucher um ihr Geld bringt. Durch Wachsamkeit, sorgfältige Prüfung der Anbieter und die direkte Beauftragung bei der Deutschen Post lässt sich diese Falle jedoch leicht vermeiden. Informieren Sie sich vorab, vergleichen Sie die Preise und vertrauen Sie auf etablierte Anbieter, um sicherzustellen, dass Ihre Post zuverlässig und kostengünstig ankommt.

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