Die Gastronomie erlebt eine schwierige Zeit: Die Zahl der Gastronomie Insolvenzen hat ein neues Hoch erreicht. Nach vorläufigen Zahlen sind im vergangenen Jahr über 2.900 Betriebe in die Insolvenz gegangen. Das ist der höchste Stand seit 2011. Gründe hierfür sind unter anderem die Folgen der Pandemie, die Energiekrise und die Inflation.
| Unternehmen | Details |
|---|---|
| Umsatzrückgang in der Gastronomie (2020-2022) | Durchschnittlich 30-40% |
| Anstieg der Lebensmittelkosten (2022-2023) | 15-20% |
| Durchschnittliche Energiekostensteigerung (2022) | Bis zu 300% |
Die deutsche Gastronomie befindet sich in einer prekären Lage. Wie Stern berichtet, ist die Zahl der Insolvenzen im Gastgewerbe im Jahr 2025 auf den höchsten Stand seit 2011 gestiegen. Laut einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform waren im vergangenen Jahr mehr als 2.900 Betriebe von Insolvenz betroffen. Dies entspricht einem Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was die Gastronomie deutlich stärker trifft als die Gesamtwirtschaft, die einen Anstieg von 8,3 Prozent verzeichnete.
Zwischen 2020 und 2025 wurden in der Gastronomie über 11.200 Insolvenzen gezählt. Insgesamt stellten in diesem Zeitraum fast 69.000 Unternehmen, die Gaststätten, Restaurants, Cafés oder Bars führten, ihren Betrieb ein. Die tatsächliche Zahl der Schließungen dürfte noch höher liegen, da ein Unternehmen mehrere Betriebsstätten haben kann.
Die Gastronomiebranche beschäftigt in Deutschland rund 2,3 Millionen Menschen und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von etwa 90 Milliarden Euro. Die hohe Anzahl an Insolvenzen gefährdet nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Vielfalt und Attraktivität der deutschen Gastronomielandschaft.
Mehrere Faktoren tragen zu dieser Entwicklung bei. Die Corona-Pandemie hat die Gastronomie schwer getroffen, da Lockdowns und Beschränkungen den Betrieb erheblich beeinträchtigten. Staatliche Hilfen konnten zwar viele Unternehmen vor dem Aus retten, doch die anschließende Energiekrise und die hohe Inflation setzten den Betrieben zusätzlich zu. Die steigenden Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal belasten die Rentabilität vieler Gastronomiebetriebe.
Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, betont, dass viele Betriebe die Abfolge von Krisen nicht überlebt haben. Zu den bekanntesten Insolvenzfällen der vergangenen Jahre gehören die Restaurantketten Sausalitos und Vapiano. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, dass der reale Umsatz im Gastgewerbe im Jahr 2022 noch immer deutlich unter dem Niveau von vor der Pandemie lag. (Lesen Sie auch: Insolvenzen Deutschland 2025: Droht eine Pleitewelle?)
Ein weiterer Faktor ist das veränderte Konsumverhalten der Bevölkerung. In Zeiten hoher Inflation sparen viele Menschen beim Restaurantbesuch. Stattdessen bestellen sie häufiger Essen nach Hause oder kochen selbst. Auch bei Restaurantbesuchen wird gespart, beispielsweise durch den Verzicht auf Aperitifs, Desserts oder teure Weine. Dies führt zu Umsatzrückgängen in der Gastronomie.
Die Inflation hat erhebliche Auswirkungen auf die Gastronomie. Steigende Lebensmittelpreise, höhere Energiekosten und gestiegene Personalkosten belasten die Betriebe enorm. Viele Gastronomen sehen sich gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, um die gestiegenen Kosten zu decken. Dies führt jedoch dazu, dass weniger Gäste bereit sind, die höheren Preise zu zahlen, was wiederum zu Umsatzrückgängen führt.
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) kritisiert, dass die Politik die Gastronomie in dieser schwierigen Situation nicht ausreichend unterstützt. Der Dehoga fordert unter anderem eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants und eine Entlastung bei den Energiekosten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu erhalten.
Die gestiegenen Kosten wirken sich auch auf die Qualität der angebotenen Speisen und Getränke aus. Einige Gastronomen versuchen, Kosten zu sparen, indem sie günstigere Zutaten verwenden oder kleinere Portionen anbieten. Dies kann jedoch zu einer Verschlechterung der Qualität führen und die Gäste verärgern.
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Die steigenden Gastronomie Insolvenzen haben weitreichende Folgen für Verbraucher, Arbeitnehmer und die gesamte Branche. Für Verbraucher bedeutet dies eine geringere Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars, insbesondere in kleineren Städten und Dörfern. Die Vielfalt der Gastronomielandschaft geht verloren, und es wird schwieriger, ein passendes Angebot für jeden Geschmack und jedes Budget zu finden.
Für Arbeitnehmer in der Gastronomie bedeuten die Insolvenzen den Verlust von Arbeitsplätzen. Viele Menschen, die in Restaurants, Cafés oder Bars arbeiten, verlieren ihre Existenzgrundlage und müssen sich nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten umsehen. Dies ist besonders bitter für geringqualifizierte Arbeitskräfte, die oft Schwierigkeiten haben, einen neuen Job zu finden. (Lesen Sie auch: Energieministerkonferenz: Hohe Spritpreise – Länder machen Druck…)
Für die Gastronomiebranche insgesamt bedeuten die steigenden Insolvenzen eine weitere Schwächung. Die Branche verliert an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Dies kann langfristig zu einem Strukturwandel führen, bei dem kleinere, inhabergeführte Betriebe durch größere Ketten und Systemgastronomie ersetzt werden. Dies würde die Vielfalt und Individualität der deutschen Gastronomielandschaft weiter reduzieren.
Die Gastronomie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Sie trägt nicht nur zur Versorgung der Bevölkerung mit Speisen und Getränken bei, sondern auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Belebung von Städten und Dörfern. Die hohe Anzahl an Insolvenzen gefährdet die positiven Effekte der Gastronomie.
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Auch in anderen Ländern kämpft die Gastronomie mit ähnlichen Problemen. In vielen europäischen Ländern sind die Energiepreise und die Inflation ebenfalls hoch, was die Rentabilität der Betriebe beeinträchtigt. Allerdings gibt es auch Unterschiede in den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen und den Rahmenbedingungen für die Gastronomie. So haben beispielsweise einige Länder die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants gesenkt oder spezielle Förderprogramme für die Branche aufgelegt.
Einige Experten sehen die steigenden Gastronomie Insolvenzen als Teil eines Strukturwandels, der durch die Digitalisierung und das veränderte Konsumverhalten der Bevölkerung beschleunigt wird. Online-Bestellungen und Lieferdienste gewinnen immer mehr an Bedeutung, während der klassische Restaurantbesuch an Attraktivität verliert. Gastronomen müssen sich an diese Veränderungen anpassen und neue Geschäftsmodelle entwickeln, um langfristig erfolgreich zu sein.
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Die Perspektiven für die Gastronomie sind derzeit unsicher. Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Situation kurzfristig entspannt. Die Energiepreise dürften weiterhin hoch bleiben, und die Inflation wird die Kaufkraft der Bevölkerung weiterhin belasten. Gastronomen müssen sich daher auf schwierige Zeiten einstellen und innovative Lösungen finden, um ihre Betriebe zu sichern.
Eine Möglichkeit besteht darin, Kosten zu senken, beispielsweise durch eine effizientere Energieversorgung, eine optimierte Personaleinsatzplanung oder den Einkauf günstigerer Zutaten. Allerdings dürfen diese Maßnahmen nicht zu Lasten der Qualität gehen. Eine andere Möglichkeit ist, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, beispielsweise durch die Einführung von Lieferdiensten, die Organisation von Veranstaltungen oder die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. (Lesen Sie auch: KNDS Börsengang: Rüstungskonzern plant trotz Panzer-Probleme)
Langfristig wird es darauf ankommen, dass die Politik die Gastronomie stärker unterstützt und die Rahmenbedingungen für die Branche verbessert. Dazu gehören unter anderem eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants, eine Entlastung bei den Energiekosten und eine Förderung von Innovationen und Investitionen. Nur so kann die Vielfalt und Attraktivität der deutschen Gastronomielandschaft erhalten werden.
Die steigenden Gastronomie Insolvenzen sind auf eine Kombination aus Faktoren zurückzuführen, darunter die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die Energiekrise, die Inflation und das veränderte Konsumverhalten der Bevölkerung. All diese Faktoren belasten die Rentabilität der Betriebe.
Die Inflation führt zu steigenden Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal. Gastronomen müssen ihre Preise erhöhen, um die gestiegenen Kosten zu decken, was jedoch zu Umsatzrückgängen führen kann, da weniger Gäste bereit sind, die höheren Preise zu zahlen.
Gastronomen können versuchen, Kosten zu senken, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und sich an das veränderte Konsumverhalten der Bevölkerung anzupassen. Eine stärkere Unterstützung durch die Politik ist ebenfalls entscheidend für die Zukunft der Branche. (Lesen Sie auch: ZF Verlust: Autozulieferer Schreibt 2,1 Milliarden Euro…)
Es gibt verschiedene staatliche Hilfsprogramme für die Gastronomie, aber der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fordert eine stärkere Unterstützung, insbesondere in Form einer Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und einer Entlastung bei den Energiekosten.
Die steigenden Gastronomie Insolvenzen sind ein Alarmsignal für die deutsche Wirtschaft. Es ist wichtig, dass Politik und Branche gemeinsam Lösungen finden, um die Vielfalt und Attraktivität der Gastronomielandschaft zu erhalten. Eine Senkung der Mehrwertsteuer und eine Entlastung bei den Energiekosten könnten kurzfristig helfen, die Situation zu stabilisieren. Langfristig wird es jedoch darauf ankommen, die Rahmenbedingungen für die Gastronomie zu verbessern und die Betriebe bei der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu unterstützen.
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