Der Bayer Glyphosat Vergleich in den USA hat einen milliardenschweren Sammelvergleich zur Beilegung aktueller und künftiger Klagen um den Unkrautvernichter Roundup erzielt. Der Vergleich umfasst Zahlungen von bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar über 21 Jahre. Die Einigung muss noch vom Gericht in St. Louis, Missouri, genehmigt werden, um in Kraft zu treten.
| Unternehmen: | Bayer |
|---|---|
| Umsatz: | 47,6 Mrd. Euro (2023) |
| Gewinn/Verlust: | -2,9 Mrd. Euro (2023) |
| Mitarbeiterzahl: | ca. 98.000 (2023) |
| Branche: | Pharma und Agrarchemie |
| Veränderung zum Vorjahr: | Umsatz stabil, Gewinn stark gesunken |
Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer steht seit der Übernahme des US-amerikanischen Saatgutherstellers Monsanto im Jahr 2018 unter massivem Druck. Grund dafür sind tausende Klagen in den USA, in denen Kläger behaupten, durch den von Monsanto entwickelten und vertriebenen Unkrautvernichter Roundup, dessen Hauptwirkstoff Glyphosat ist, an Krebs erkrankt zu sein. Der nun erzielte Bayer Glyphosat Vergleich soll einen Schlussstrich unter diese jahrelangen Rechtsstreitigkeiten ziehen.
Die Vergleichssumme von bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar ist beträchtlich und zeigt, wie ernst Bayer die Risiken durch die Glyphosat-Klagen einschätzt. Ein Großteil der Summe ist für die Beilegung bereits anhängiger Klagen vorgesehen, ein weiterer Teil soll für die Abdeckung zukünftiger Ansprüche verwendet werden. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der Vergleich noch der Zustimmung eines Gerichts bedarf. Sollte das Gericht den Vergleich ablehnen, droht Bayer eine Fortsetzung der Rechtsstreitigkeiten mit ungewissem Ausgang.
Die Nachrichtenagentur Stern berichtete zuerst über die Einigung.
Die Auswirkungen des Bayer Glyphosat Vergleichs auf die Verbraucher sind vielschichtig. Einerseits schafft die Einigung Klarheit und reduziert die Unsicherheit bezüglich der finanziellen Belastung von Bayer. Dies könnte sich positiv auf die Innovationskraft des Unternehmens auswirken, da weniger Ressourcen für Rechtsstreitigkeiten aufgewendet werden müssen. Andererseits wirft der Vergleich weiterhin Fragen bezüglich der Sicherheit von Glyphosat auf. Obwohl Bayer stets betont hat, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung sicher ist, zeigt die hohe Vergleichssumme, dass das Unternehmen ein erhebliches Risiko sieht. (Lesen Sie auch: Inflation Schnitzelpreis: Bayern Diskutiert Alte Preise)
Verbraucher, die Roundup weiterhin verwenden möchten, sollten sich der potenziellen Risiken bewusst sein und die Anwendungshinweise genau beachten. Kritiker fordern zudem eine strengere Regulierung von Glyphosat und eine Förderung alternativer Unkrautbekämpfungsmethoden. In der Schweiz ist Glyphosat seit 2018 verboten. Der Bundesrat begründete das Verbot mit dem Vorsorgeprinzip, da Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt bestehen. Laut dem Bundesamt für Landwirtschaft BLW wird die Situation jedoch laufend neu bewertet.
Glyphosat ist in der Europäischen Union bis zum 15. Dezember 2033 zugelassen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kam in einer Neubewertung im Jahr 2023 zu dem Schluss, dass keine kritischen Bereiche der Besorgnis identifiziert wurden.
Die Glyphosat-Klagen gegen Bayer gehen auf die Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 zurück. Monsanto hatte Roundup, einen Unkrautvernichter auf Basis von Glyphosat, entwickelt und vertrieben. Nachdem ein Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat im Jahr 2015 als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft hatte, reichten tausende Menschen in den USA Klage gegen Monsanto ein. Sie machten geltend, durch den Kontakt mit Roundup an Krebs erkrankt zu sein. Bayer übernahm mit der Übernahme von Monsanto auch diese Rechtsrisiken.
Die ersten Urteile in den Glyphosat-Prozessen fielen zugunsten der Kläger aus und führten zu hohen Schadenersatzforderungen gegen Bayer. Diese Urteile setzten Bayer unter erheblichen Druck und führten zu einem Kursverlust der Aktie. Bayer versuchte zunächst, die Urteile anzufechten, entschied sich dann aber für einen Vergleich, um die Rechtsstreitigkeiten zu beenden und die finanzielle Belastung zu begrenzen.
Eine wichtige Rolle bei den Vergleichsverhandlungen spielte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA (Supreme Court), den Fall des Klägers John Durnell zur Überprüfung anzunehmen. In diesem Fall ging es um die Frage, ob Bundesgesetze Vorrang vor staatlichen Gesetzen haben, wenn es um Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise auf Produkten geht. Bayer argumentierte, dass die Kennzeichnung von Roundup den Vorgaben der US-Umweltschutzbehörde (EPA) entsprach und daher keine zusätzlichen Warnhinweise erforderlich seien. Die Erwartung, dass der Supreme Court diese Frage zugunsten von Bayer entscheiden könnte, trug dazu bei, die Vergleichsverhandlungen zu ermöglichen. (Lesen Sie auch: Mehrwertsteuer Erhöhung: Fratzscher warnt vor Fatalen Folgen)
Allerdings bleibt der Fall beim Supreme Court von der Vergleichsvereinbarung unberührt und könnte für Bayer weiterhin von Bedeutung sein. Sollte der Supreme Court zugunsten von Bayer entscheiden, könnte dies die zukünftige Haftung des Unternehmens in Glyphosat-Fällen begrenzen.
Der Bayer Glyphosat Vergleich hat erhebliche finanzielle Auswirkungen auf den Konzern. Durch den Vergleich steigen die Rückstellungen und Verbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten von 7,8 auf 11,8 Milliarden Euro. Diese Summe belastet die Bilanz von Bayer und könnte sich negativ auf die zukünftige Rentabilität des Unternehmens auswirken. Laut dem Handelsblatt Handelsblatt, wird die Aktie des Unternehmens in den nächsten Monaten einiges an Wert verlieren.
Zusätzlich zu dem Glyphosat-Vergleich hat sich Monsanto Anfang des Jahres auch zu acht verbliebenen Urteilen im Zusammenhang mit der Umweltchemikalie PCB am Sky Valley Education Center im US-Bundesstaat Washington verglichen. Die Bedingungen hierzu sind ebenfalls vertraulich. Es ist davon auszugehen, dass auch diese Vergleiche mit erheblichen Kosten für Bayer verbunden sind.
Bayer hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 47,6 Milliarden Euro erzielt. Der Gewinn des Unternehmens wurde jedoch durch hohe Rechtskosten und andere Belastungen deutlich geschmälert.
Die Vergleichssumme im Bayer Glyphosat Vergleich beträgt bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar. Diese Summe soll zur Beilegung aktueller und zukünftiger Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup verwendet werden.
Die Einstufung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ durch ein Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2015 führte zu einer Welle von Klagen gegen Monsanto und trug maßgeblich zu dem nun erzielten Bayer Glyphosat Vergleich bei.
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA (Supreme Court), den Fall des Klägers John Durnell zur Überprüfung anzunehmen, trug dazu bei, die Vergleichsverhandlungen zu ermöglichen. Der Fall selbst bleibt von der Vergleichsvereinbarung unberührt.
Der Bayer Glyphosat Vergleich hat erhebliche finanzielle Auswirkungen auf den Konzern und belastet die Bilanz. Dies könnte sich negativ auf die zukünftige Rentabilität des Unternehmens auswirken und zu einem Kursverlust der Aktie führen. (Lesen Sie auch: Rentenatlas Deutschland: Warum Renten im Osten Höher…)
Ja, Glyphosat ist in der Schweiz seit 2018 verboten. Der Bundesrat begründete das Verbot mit dem Vorsorgeprinzip, da Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt bestehen.
Der Bayer Glyphosat Vergleich stellt einen wichtigen Schritt für das Unternehmen dar, um die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Roundup zu beenden. Dennoch bleiben Fragen bezüglich der langfristigen Auswirkungen auf Bayer und die Sicherheit von Glyphosat offen. Die Entscheidung des Gerichts in St. Louis und die weitere Entwicklung des Falls vor dem Supreme Court werden entscheidend für die zukünftige Entwicklung sein.
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