Airfryer haben sich in den letzten Jahren von einem Nischenprodukt zu einem Massenphänomen entwickelt. Allein im Jahr 2023 wurden in Deutschland 5,8 Millionen Stück verkauft. Das entspricht einer Vervierfachung im Vergleich zu den 1,3 Millionen Geräten, die 2019 abgesetzt wurden. Die Geräte versprechen schnelles, einfaches und fettarmes Kochen, was sie besonders attraktiv für moderne Verbraucher macht.
Airfryer erfreuen sich wachsender Beliebtheit aufgrund ihrer Fähigkeit, Speisen schnell und mit weniger Fett zuzubereiten. Sie kombinieren die Funktionen eines Backofens und einer Fritteuse, indem sie heiße Luft zirkulieren lassen, um Lebensmittel knusprig zu machen. Die einfache Bedienung und die Zeitersparnis tragen ebenfalls zur steigenden Nachfrage bei.
Der Airfryer hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Aufstieg erlebt. Während das Gerät bereits seit den 2000er-Jahren existiert, erlebte es seinen eigentlichen Durchbruch erst vor Kurzem. Laut dem Marktforscher NIQ ist der Markt für Heißluftfritteusen in Deutschland rasant gewachsen. Alexander Dehmel, Experte für Technikprodukte bei NIQ, betont, dass Airfryer den Zeitgeist treffen: Sie sind schnell, einfach, gesund und energieeffizient – genau das, was viele Verbraucher heutzutage suchen.
Diese Einschätzung wird auch von MediaMarktSaturn geteilt. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte, dass Heißluftfritteusen „definitiv zu den Trendprodukten in unserem Sortiment“ zählen. Im Jahr 2023 verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg der Verkaufszahlen um über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Airfryer-Markt hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Im Jahr 2023 wurden 5,8 Millionen Geräte in Deutschland verkauft, verglichen mit 1,3 Millionen im Jahr 2019. (Lesen Sie auch: Auto: Elektroautos dominieren Pkw-Produktion in Ostdeutschland)
Doch nicht nur im Elektronikfachhandel ist der Boom sichtbar. Auch in Buchhandlungen sind Airfryer-Kochbücher prominent platziert, und beim Onlinehändler Amazon belegen sie Spitzenplätze auf den Bestsellerlisten. Verbraucher präsentieren auf Instagram ihre Kreationen und loben die Knusprigkeit der Ergebnisse.
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Die Hersteller von Airfryern werben vor allem mit den gesundheitlichen Vorteilen der Geräte. Im Vergleich zu herkömmlichen Fritteusen benötigen Heißluftfritteusen deutlich weniger Fett. Statt die Lebensmittel in Öl zu tauchen, zirkuliert heiße Luft um sie herum, wodurch sie knusprig werden, ohne in Fett zu schwimmen. Dies soll den Kaloriengehalt reduzieren und die Zubereitung gesünder machen.
Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis. Airfryer heizen schnell auf und benötigen in der Regel weniger Zeit für die Zubereitung von Speisen als herkömmliche Backöfen. Die einfache Bedienung und Reinigung tragen ebenfalls zur Attraktivität der Geräte bei.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Experten bezweifeln, dass die tatsächlichen gesundheitlichen Vorteile so groß sind, wie von den Herstellern versprochen. Sie weisen darauf hin, dass auch in der Heißluftfritteuse zusätzliches Öl verwendet werden kann und dass die Zubereitung von ungesunden Lebensmitteln in der Heißluftfritteuse diese nicht automatisch gesünder macht. (Lesen Sie auch: Bayer Glyphosat Vergleich: Milliarden-Deal Beendet Rechtsstreit?)
Die Zubereitung von Speisen mit einem Airfryer kann tatsächlich gesünder sein als das traditionelle Frittieren in Öl. Durch die Verwendung von Heißluft wird deutlich weniger Fett benötigt, was den Kaloriengehalt reduziert. Allerdings hängt die tatsächliche gesundheitliche Auswirkung stark von den zubereiteten Lebensmitteln und der Menge des verwendeten Öls ab. Eine ausgewogene Ernährung bleibt entscheidend.
Wie Quarks berichtet, ist es wichtig, sich nicht von dem vermeintlich gesunden Image der Geräte täuschen zu lassen. Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil sind weiterhin entscheidend.
Der Airfryer-Boom hat auch Auswirkungen auf die Lebensmittelindustrie. Immer mehr Hersteller bieten spezielle Airfryer-Produkte an. So finden sich in den Tiefkühlregalen von Supermärkten wie REWE zunehmend Pommes, Kartoffeln und andere Gerichte, die speziell für die Zubereitung in der Heißluftfritteuse entwickelt wurden. Auch Backmischungen, Gewürze und Zubehör wie Öl-Sprays und Backpapier-Schalen sind erhältlich.
Einige Hersteller versehen ihre Produkte sogar mit speziellen Airfryer-Zubereitungshinweisen auf der Verpackung. Der Pasta-Hersteller Barilla wirbt beispielsweise in Anzeigen für seine Produkte mit der Möglichkeit, diese in der Heißluftfritteuse zuzubereiten.
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Der Airfryer funktioniert im Prinzip wie ein Mini-Backofen. Ein Heizelement erhitzt die Luft im Garraum, und ein Ventilator sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der heißen Luft. Dadurch werden die Lebensmittel von allen Seiten gleichzeitig gegart.
Trotz der wachsenden Beliebtheit gibt es auch kritische Stimmen zum Airfryer-Hype. Einige Experten bemängeln, dass die Geräte oft als Allheilmittel für eine gesunde Ernährung dargestellt werden, obwohl dies nicht unbedingt der Fall ist. Wie Stern berichtet, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass auch in der Heißluftfritteuse ungesunde Lebensmittel zubereitet werden können. Zudem kann die Zugabe von Öl den Kaloriengehalt erhöhen.
Auch die Energieeffizienz der Geräte wird von einigen Experten infrage gestellt. Zwar verbrauchen Airfryer in der Regel weniger Strom als herkömmliche Backöfen, jedoch ist der Energieverbrauch im Vergleich zu anderen Zubereitungsmethoden wie dem Kochen auf dem Herd nicht unbedingt geringer.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die begrenzte Kapazität der Geräte. Für größere Familien oder die Zubereitung von Mahlzeiten für mehrere Personen sind die meisten Airfryer-Modelle ungeeignet.
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Trotz dieser Kritikpunkte bleibt festzuhalten, dass der Airfryer für viele Verbraucher eine praktische und zeitsparende Alternative zu herkömmlichen Zubereitungsmethoden darstellt. Ob er tatsächlich zu einer gesünderen Ernährung beiträgt, hängt jedoch von den individuellen Essgewohnheiten und der bewussten Auswahl der Lebensmittel ab.
Auch die Lebensmittelindustrie wird weiterhin spezielle Airfryer-Produkte entwickeln und anbieten. Es ist denkbar, dass in Zukunft noch mehr Lebensmittel mit Airfryer-Zubereitungshinweisen versehen werden.
Der Airfryer hat sich in kurzer Zeit einen festen Platz in vielen deutschen Küchen erobert. Ob er sich langfristig als unverzichtbares Küchengerät etabliert oder lediglich ein kurzlebiger Trend bleibt, wird die Zukunft zeigen.
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