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31-Jähriger verurteilt: Tankwart betrügt Kunden um Lotto-Gewinn – 1,5 Millionen Euro weg

Ein Tankstellenmitarbeiter verschwieg einem Kunden seinen Lotto-Gewinn. Später versuchte er, die Millionensumme selbst einzusacken – und scheiterte an einem Detail.

Nichtsahnend legte ein Lottospieler an einer Tankstelle seinen Tippschein zur Kontrolle vor. Der Kassierer sah offenbar, dass der Schein eine hohe Summe gewonnen hatte – verheimlichte es aber dem Kunden. Das geht aus einemnicht-bekommen-69bbef1ed225a75f4a234db9″ class=“external-link“> Bericht der „Bild“ hervor.

Tatsächlich hatte der Schein im „Spiel 77“ einen Gewinn von 1.477.777 Euro erzielt, wie Verena Ober, Sprecherin der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung, dem stern bestätigte. Der Vorfall soll sich im April 2024 bei einer Tankstelle in Grasbrunn bei München ereignet haben.

Lotto-Betrug wegen einer Kleinigkeit aufgeflogen

Der Kunde soll seine Spielquittung dem Personal der Annahmestelle übergeben und fälschlicherweise erfahren haben, dass kein Gewinn vorläge, berichtet die „Bild“. Die Spielquittung habe der Kunde daraufhin in der Lotto-Annahmestelle zurückgelassen. Erst Monate später, im Juli 2024, versuchte ein Tankstellenmitarbeiter, den Gewinn selbst in der Lotto-Zentrale in München einzulösen. Dort fiel der Betrug auf.

„Stellen wir Ungereimtheiten fest, schalten wir die Strafverfolgungsbehörden ein und erstatten Strafanzeige“, sagte Ober dem stern. Dem Tankwart wurde der Gewinn nicht ausgezahlt, weil auffiel, dass er in der Annahmestelle angestellt war, in der der Tippschein ursprünglich abgegeben worden war. 

Als Mitarbeiter hätte man dort selbst nicht spielen dürfen. Angestellte haben als Sicherheitsmaßnahme eigene Registriernummern, die auf dem Schein nicht sichtbar sind – offenbar wusste der Tankstellenmitarbeiter das nicht. Besonders pikant: Hätte er jemand anderen geschickt, hätte der Betrug vermutlich funktioniert.

Tankwart vor Gericht verurteilt

Wer der eigentliche Gewinner oder die eigentliche Gewinnerin ist, konnte bislang nicht ermittelt werden. Allerdings besteht ohnehin kein Anspruch auf den Millionengewinn ohne den originalen Tippschein.

„Betrugsversuche in dieser Art sind Einzelfälle“, sagt Ober. „Es gibt verschiedene Sicherheitsvorkehrungen, die uns vor kriminellen Vorgehensweisen schützen.“ So würden unter anderem Spielquittungen von Gewinnen über 2.500 Euro vor Auszahlung von der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung geprüft.

Der Fall wurde im März 2026 vor dem Amtsgericht München verhandelt. Der 31-jährige Tankstellenmitarbeiter legte ein Geständnis ab und wurde wegen Betrugs zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. 

Quelle: Stern

Altstadtkirche

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