Categories: Panorama

Porto: Portugiesin lag wohl zwei Jahre tot in ihrer Wohnung

Eine ältere Frau in Portugals Großstadt Porto wird zwei Jahre lang vermisst. Doch die Behörden unternehmen nichts. Dann taucht die Leiche auf – dank einer aufmerksamen Ärztin.

In Portugal ist die Leiche einer Frau entdeckt worden, die mutmaßlich schon seit zwei Jahren tot in ihrer Wohnung in der Großstadt Porto gelegen hatte. Die Überreste wurden bereits am 21. Januar gefunden, wie die Zeitung „Correio da Manhã“ und weitere Medien nun unter Berufung auf die Behörden berichteten. Die Frau sei vermutlich vor rund zwei Jahren im Alter von 73 Jahren gestorben, hieß es. Die genauen Todesumstände sind noch unklar.

Alarm ausgelöst hatte den Berichten zufolge die Ärztin eines Gesundheitszentrums, nachdem die Diabetikerin über längere Zeit nicht mehr zu Terminen erschienen war. Polizeibeamte öffneten die Wohnung und entdeckten zwischen Müllansammlungen das Skelett der Frau im Bett.

Nach Angaben von Nachbarn war die allein lebende Rentnerin zuletzt kurz vor Weihnachten 2023 gesehen worden. Damals sei sie wegen einer Operation ins Krankenhaus gebracht worden. Danach habe es kein Lebenszeichen mehr gegeben. Viele Anwohner seien davon ausgegangen, dass die Seniorin in ein Pflegeheim gezogen sei.

Behörden in Portugal alarmiert – nichts unternommen

Eine Nachbarin erzählte „Correio da Manha“, die Frau habe rund 15 Jahre in der Wohnung gelebt und sich zunehmend zurückgezogen. Bereits wenige Monate nach ihrem Verschwinden hätten Bewohner die Stadtverwaltung informiert, weil keinerlei Bewegung mehr in der Wohnung zu erkennen gewesen sei. Zwar seien Behördenvertreter erschienen. Diese hätten jedoch nichts weiter unternommen.

Später seien Strom und Wasser abgestellt worden. Der Briefkasten der Portugiesin habe sich mit immer mehr Post gefüllt. Eine Vermisstenanzeige wurde nach Medienberichten aber nie gestellt.

Portugal: Die wichtigsten Fakten

Der Fall löste in der Nachbarschaft Bestürzung aus. Anwohner stellten auch die Frage, warum Sozialdienste und Behörden nicht früher reagiert hätten, obwohl die alleinstehende Rentnerin offenbar weiterhin staatliche Leistungen erhielt. „Wo waren all die Verantwortlichen?“, fragte eine Nachbarin.

Quelle: Stern

Altstadtkirche

Recent Posts

Nachhaltiges Reisen in Altstädten mit Kirche

Nachhaltiges Reisen zu Altstädten und Kirchen gelingt durch bewusste Anreise, sparsame Unterkunft und respektvolles Verhalten…

23 Stunden ago

Winterurlaub in Österreich: Ziele und Bedingungen

Winterurlaub in Österreich lohnt sich vor allem in Schneegebieten von Dezember bis März – mit…

2 Wochen ago

Ausmalbilder drucken: Papier, Stifte und Alter im Check

Warum ausgedruckte Ausmalbilder oft verwaschen aussehen, liegt selten am Motiv: Papierstärke, Druckeinstellung und die Wahl…

2 Wochen ago

Altstadtgastronomie: Warum ihr Charme so besonders ist

Altstadtgastronomie verbindet historische Architektur, enge Gassen und Gaststätten zu einem Erlebnis, das moderne Stadtgastronomie selten…

2 Wochen ago

Personalisierte Sommer Geschenke & Strandzubehör: Ideen

Sommer Geschenke mit persönlicher Note: von Strandtüchern mit Namen über Strandzubehör bis zu Accessoires –…

4 Monaten ago

Regierung bringt Neuregelung der Sterbehilfe auf den Weg

Der Verfassungsgerichtshof hatte die Regelung zur Erneuerung einer Sterbeverfügung teilweise als verfassungswidrig aufgehoben. Die Sterbeverfügungen…

4 Monaten ago