Die Newcastle-Krankheit, eine hoch ansteckende Viruserkrankung, breitet sich wieder in Deutschland aus. Was bedeutet das für Geflügelhalter? Wo sind die Ausbrüche lokalisiert? Warum ist die Krankheit so gefährlich? Die Newcastle-Krankheit bedroht Geflügelbestände in Brandenburg und Bayern, nachdem sie jahrzehntelang in Deutschland als ausgerottet galt. Newcastle Krankheit steht dabei im Mittelpunkt.
Nachdem die Newcastle-Krankheit in Deutschland über Jahrzehnte als besiegt galt, beunruhigen nun mehrere bestätigte Ausbrüche Veterinärbehörden. Acht Fälle wurden bisher in Brandenburg und Bayern nachgewiesen, was eine erhebliche Gefährdungslage für Geflügelbetriebe und andere Vogelhaltungen darstellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) betont die Notwendigkeit erhöhter Aufmerksamkeit und strenger Kontrollen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die Newcastle-Krankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann. Die Bekämpfung der Krankheit ist daher von großer Bedeutung.
Die ersten Fälle traten Ende Februar in Brandenburg auf, dem ersten bundesweiten Ausbruch seit 30 Jahren. Mittlerweile gibt es einen zweiten bestätigten Fall in Brandenburg sowie sechs weitere im bayerischen Landkreis Erding bei München. Weitere Verdachtsfälle werden geprüft, wobei bislang keine Details zu den betroffenen Betrieben genannt wurden. Bis Mitte der letzten Woche wurden vorsorglich rund 125.000 Tiere getötet, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Wie Stern berichtet, beobachten die Behörden die Situation sehr genau.
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) informiert fortlaufend über die aktuelle Lage und gibt Handlungsempfehlungen.
Die Newcastle-Krankheit, auch atypische Geflügelpest genannt, ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die vor allem Geflügel betrifft. Das Newcastle-Disease-Virus (NDV) kann prinzipiell alle Vogelarten infizieren. Die Krankheit verursacht ähnliche Symptome wie die Geflügelpest, was die Diagnose erschwert. Für den Menschen ist eine Infektion sehr selten und äußert sich meist als Bindehautentzündung. Allerdings sind in Einzelfällen auch tödliche Verläufe bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem beschrieben worden.
Symptome der Newcastle-Krankheit bei Geflügel sind unter anderem Atemnot, Husten, Niesen, Durchfall, verminderte Legeleistung und neurologische Störungen. Bei Verdacht auf die Krankheit sollte umgehend ein Tierarzt oder das zuständige Veterinäramt informiert werden. (Lesen Sie auch: Acht Ausbrüche bestätigt: Newcastle-Krankheit breitet sich auf…)
Zur Bekämpfung der Newcastle-Krankheit sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. In Deutschland besteht eine Impfpflicht für Geflügel. Zudem müssen Betriebe einen streng kontrollierten Personen- und Warenverkehr gewährleisten. Eine Früherkennung ist entscheidend, daher sollten kranke oder verendete Tiere sofort getestet werden. Im Falle eines Ausbruchs werden betroffene Bestände gekeult, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Umfassende Desinfektionsmaßnahmen sind ebenfalls unerlässlich.
Die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen ist essentiell, um die Einschleppung und Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Neben den Ausbrüchen in Deutschland gibt es auch in anderen europäischen Ländern vermehrte Fälle der Newcastle-Krankheit. Polen, Tschechien und die Slowakei sind ebenfalls betroffen, insbesondere Kleinsthaltungen und Geflügelbetriebe. Bislang gibt es keine Hinweise auf eine flächige Ausbreitung von aggressiven NDV-Varianten in Wildvögeln, im Gegensatz zur gleichzeitig auftretenden Vogelgrippe. Die Veterinärbehörden in Europa arbeiten eng zusammen, um die Ausbreitung der Krankheit zu überwachen und zu bekämpfen. Die Europäische Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) beobachtet die Situation laufend.
Das FLI informiert über den ersten Fall der meldepflichtigen Viruserkrankung seit 30 Jahren.
Ein zweiter Fall in Brandenburg und sechs weitere im Landkreis Erding werden bestätigt.
Vorsorgliche Tötung von Geflügel zur Eindämmung der Ausbreitung. (Lesen Sie auch: Gen Z Umfrage: Frau muss Gehorchen? Schockierende…)
In Deutschland besteht eine Impfpflicht gegen die Newcastle-Krankheit für Geflügel. Die Impfung ist ein wichtiger Baustein, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Geimpfte Tiere sind zwar schwerer zu infizieren, aber nicht vollständig geschützt. Sie können das Virus dennoch ausscheiden und andere Tiere anstecken. Daher sind neben der Impfung auch andere Biosicherheitsmaßnahmen von großer Bedeutung. Die Impfung trägt jedoch dazu bei, den Krankheitsverlauf zu mildern und die Mortalität zu reduzieren.
Geflügelhalter sollten ihre Tiere regelmäßig impfen lassen und die Impfungen dokumentieren. Zudem ist es ratsam, sich über die aktuellen Bestimmungen und Empfehlungen der Veterinärbehörden zu informieren.
Die Symptome können vielfältig sein und umfassen unter anderem Atemnot, Husten, Niesen, Durchfall, verminderte Legeleistung und neurologische Störungen wie Zittern oder Lähmungen. Die Symptome können je nach Virulenz des Erregers und dem Alter der Tiere variieren.
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen. Auch indirekte Übertragung über kontaminierte Gegenstände wie Futter, Wasser, Geräte oder Kleidung ist möglich. Wildvögel können ebenfalls eine Rolle bei der Verbreitung spielen.
Eine Infektion des Menschen ist sehr selten und verläuft meist harmlos. In den meisten Fällen kommt es zu einer Bindehautentzündung. In Einzelfällen sind jedoch auch schwerere Verläufe bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem beschrieben worden. Schutzmaßnahmen sind dennoch ratsam. (Lesen Sie auch: Harvey Weinstein Prozess: Neuer ab April Geplant)
Geflügelhalter sollten auf eine strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen achten. Dazu gehören unter anderem die Reinigung und Desinfektion von Ställen und Geräten, die Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs sowie die Vermeidung von Kontakt zu Wildvögeln. Regelmäßige Impfungen sind ebenfalls wichtig.
Im Falle eines Ausbruchs werden die betroffenen Tiere in der Regel gekeult, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zudem werden umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt und Sperrzonen eingerichtet, um den Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten einzuschränken. Die Maßnahmen dienen dem Schutz der umliegenden Betriebe.
Die erneute Ausbreitung der Newcastle-Krankheit stellt eine ernstzunehmende Bedrohung für die Geflügelwirtschaft dar. Die konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und die Durchführung von Impfungen sind entscheidend, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen und wirtschaftliche Schäden zu minimieren. Die Zusammenarbeit zwischen Veterinärbehörden, Geflügelhaltern und Forschungseinrichtungen ist dabei von großer Bedeutung. Es bleibt zu hoffen, dass durch die ergriffenen Maßnahmen die Newcastle-Krankheit bald wieder unter Kontrolle gebracht werden kann.
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