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USA: Frau schreibt Buch über den Umgang mit Trauer – nachdem sie ihren Mann tötete

Mittels Fentanyl brachte eine Frau im US-Bundesstaat Utah ihren Ehegatten um. Anschließend wollte sie ihre Kinder trösten und verfasste ein Kinderbuch zum Thema Trauer.

Eine Jury im US-Bundesstaat Utah hat die 35-jährige Kouri R. wegen Mordes an ihrem Ehemann schuldig gesprochen – ein Fall, der durch eine besondere Wendung Aufmerksamkeit erregt: Nach dem Tod ihres Mannes hatte R. ein Kinderbuch über Trauer veröffentlicht.

Nach Überzeugung der Geschworenen tötete sie ihren Mann im März 2022, indem sie ihm ein mit Fentanyl versetztes Getränk reichte. Für die Beratungen benötigte die Jury nur circa drei Stunden. Außer Mord wurde R. auch wegen versuchten Mordes sowie Betrugs im Zusammenhang mit Versicherungsleistungen verurteilt. Ihr droht nun eine Haftstrafe von mindestens 25 Jahren bis zu lebenslang.

Im Prozess zeichnete die Staatsanwaltschaft das Bild einer Frau, die aus finanziellen und persönlichen Motiven handelte. Demnach hatte R. hohe Schulden angehäuft, mehrere Lebensversicherungen auf ihren Mann abgeschlossen und eine Affäre geführt. Sie habe geplant, nach seinem Tod Vermögen von über vier Millionen US-Dollar (etwa 3,47 Millionen Euro) zu erben und ein neues Leben zu beginnen.

Überdosis Fentanyl

Besonders belastend war die Aussage einer Zeugin, die angab, R. die Drogen für die Tat verkauft zu haben. Zudem legten Ermittler dar, dass es bereits zuvor einen Vergiftungsversuch gegeben habe: So soll R. ihrem Mann Wochen vor seinem Tod ein vergiftetes Sandwich serviert haben, was aber nicht zum gewünschten „Erfolg“ führte.

Den Gerichtsunterlagen zufolge, aus denen der Sender BBC zitiert, hatte R. über Monate hinweg gezielt nach starken Schmerzmitteln gesucht. Nachdem sie zunächst das Mittel Hydrocodon erhalten hatte, fragte sie später ausdrücklich nach Fentanyl. Kurz nach dem Erhalt der Substanz kam es erstmals zu gesundheitlichen Problemen ihres Mannes. Schließlich beschaffte sie erneut das hochwirksame Opioid.

Das Wichtigste zu Fentanyl

In der Nacht des 4. März 2022 alarmierte R. selbst die Polizei und gab an, ihren Mann leblos im Bett gefunden zu habe – nachdem sie ihm zuvor ein Getränk gebracht hatte. Ein Gerichtsmediziner stellte später fest, dass er an einer Überdosis Fentanyl starb. In seinem Körper wurde eine fünffach tödliche Dosis nachgewiesen.

R. selbst sagte nicht aus. Sie hatte zuvor alle Vorwürfe bestritten.

Für besonderes Aufsehen sorgte, dass R. wenige Monate nach dem Tod ihres Mannes ein Kinderbuch veröffentlichte, das ihren eigenen Angaben zufolge Kindern – auch ihren drei eigenen – beim Umgang mit Trauer helfen sollte. Darin bezeichnete sie ihren Ehemann noch als „liebevollen Vater“.

Die Staatsanwaltschaft fasste ihr Motiv in aller Kürze so zusammen: R. habe ihren Mann verlassen wollen – jedoch nicht ohne sein Vermögen.

Quellen:  BBC, CNN

Quelle: Stern

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